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Minus im vierten Quartal: Deutsche Wirtschaft schrumpft


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Deutsche Wirtschaft schrumpft

Von t-online, dpa
Aktualisiert am 30.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Volkswagen-Produktion (Symbolbild): Der Ukraine-Krieg und die Energiekrise belasten die deutsche Wirtschaft.
Volkswagen-Produktion (Symbolbild): Der Ukraine-Krieg und die Energiekrise belasten die deutsche Wirtschaft. (Quelle: IMAGO/Nancy Heusel)
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Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal 2022 geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft steht mit einem Bein in der Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Oktober bis Dezember um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten eine Stagnation erwartet.

Sinkt die Wirtschaftsleistung im laufenden ersten Quartal erneut, würde Deutschland in einer Rezession stecken. Davon sprechen Volkswirte bei zwei negativen Quartalen in Folge.

Deutsche Wirtschaft soll weiter schrumpfen

Insgesamt wuchs Europas größte Volkswirtschaft im vergangenen Jahr trotz des Gegenwinds um 1,8 Prozent. Das ist etwas weniger als die zunächst geschätzten 1,9 Prozent. Die angesichts des Ukraine-Krieges lange Zeit düsteren Prognosen erfüllten sich damit aber nicht.

Im vierten Quartal fielen den Angaben zufolge vor allem die privaten Konsumausgaben, die die deutsche Wirtschaft im bisherigen Jahresverlauf gestützt hatten, niedriger aus als im Vorquartal.

Volkswirte schätzen auch die Aussichten für dieses Jahr längst nicht mehr so trüb ein wie zunächst nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar des vergangenen Jahres. Nach Ansicht vieler Ökonomen wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr allenfalls leicht schrumpfen. Weil der Staat Privathaushalte und Unternehmen mit Milliardensummen bei den kräftig gestiegenen Energie-Kosten entlastet, erwarten manche Volkswirte ein leichtes Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr.

"Pessimismus hat nachgelassen"

Die Bundesregierung rechnet inzwischen mit einem Plus von 0,2 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt. Die Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik zum Jahreswechsel 2022/23 dürfte kürzer und milder ausfallen als noch im Herbst erwartet, hieß es im jüngsten Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung. Einen tiefen Konjunktureinbruch in diesem Jahr gebe es nicht, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Die schlimmsten Szenarien seien verhindert worden.

Die Stimmung der Unternehmen und Verbraucher verbessert sich seit geraumer Zeit. Das Konsumklima ist nach Angaben des Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK das vierte Mal in Folge gestiegen. "Auch wenn das Niveau noch sehr niedrig ist, hat der Pessimismus zuletzt doch nachgelassen", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl jüngst. Unternehmen starteten zuversichtlicher ins neue Jahr. Das Ifo-Geschäftsklima legte im Januar zum Vormonat um 1,6 Punkte auf 90,2 Zähler zu. Es war ebenfalls der vierte Anstieg in Folge.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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