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Gasumlage: Deutschland wird über die Mehrwertsteuer daran verdienen


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Deutschland muss Mehrwertsteuer auf Gasumlage einziehen

Von afp, reuters
Aktualisiert am 16.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Olaf Scholz: Der Kanzler zeigt sich offen für den vorübergehenden Weiterbetrieb einzelner Atomkraftwerke.
Kanzler in der Energiekrise: Die Regierung möchte die Bürger entlasten, um die höheren Kosten durch die Mehrwertsteuer auf die Gasumlage auszugleichen. (Quelle: Christoph Reichwein/imago)
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Die Gasumlage dürfte viele Verbraucher stark belasten. Nun ist klar: Der Staat wird über die Mehrwertsteuer daran verdienen.

Auf die Gasumlage für deutsche Kunden muss der EU zufolge die Mehrwertsteuer erhoben werden. "Es gibt keine Möglichkeit für eine Ausnahme bei dieser Art von Abgabe", sagte ein Kommissionssprecher am Dienstag in Brüssel.

Man wolle aber gemeinsam mit Deutschland eine Lösung finden, damit der Endkunde genauso wie bei einem Verzicht auf die Steuer entlastet werde. "Wir teilen mit Deutschland den Wunsch, dass diese Maßnahme nicht unbeabsichtigte Steuer-Folgen hat."

Damit ist Finanzminister Christian Lindner (FDP) mit seiner Bitte gescheitert, dass die EU für die Umlage eine Ausnahme machen solle. Sie ist auf rund 2,4 Cent pro Kilowattstunde festgelegt worden. Für einen vierköpfigen Haushalt kann dies eine jährliche Belastung von etwa 480 Euro bedeuten – mit 19 Prozent Mehrwertsteuer wären es dagegen sogar über 570 Euro.

Zusätzliche Einnahmen von 1,4 Milliarden Euro

Dafür soll es aber andere Entlastungen geben. Die Bundesregierung hat bereits erklärt, die Steuer auf anderem Wege für die Verbraucher zu kompensieren, wenn die EU die Ausnahme nicht zulasse.

Die zusätzlichen Einnahmen durch die Mehrwertsteuer sollten da der Regierung einen gewissen Spielraum lassen. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox könnte der Staat mehr als 1,4 Milliarden Euro zusätzlich durch die Mehrwertsteuer auf die Gasumlage einnehmen.

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Gaspreise könnten noch weiter steigen

Im vergangenen Jahr verbrauchten die Haushalte laut Branchenverband BDEW rund 310 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Gas; der durchschnittliche Bruttopreis für eine Kilowattstunde lag bei 6,56 Cent, wie Verivox vorrechnete. Die Einnahmen aus der 19-prozentigen Mehrwertsteuer auf Gas beliefen sich damit auf rund 3,3 Milliarden Euro.

Im ersten Halbjahr 2022 lag der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte laut Verivox bereits bei 14 Cent pro Kilowattstunde; weitere Erhöhungen seien abzusehen, erklärte Verivox.

Die Gasumlage soll zum 1. Oktober 2022 eingeführt werden. Über sie sollen die stark gestiegenen Einkaufspreise der Gasversorger an alle Gasverbraucher weitergegeben werden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP und Reuters
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