t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon

Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
HomeGesundheitGesundheit aktuell

Online-Apotheken: Verbraucherzentrale kritisiert starke Preisunterschiede


Verbraucherschutz kritisiert hohe Preisunterschiede


03.12.2023Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Zum journalistischen Leitbild von t-online.
Erkältungszeit: Rezeptfreien Medikamenten werden mit erheblichen Preisunterschieden angeboten.Vergrößern des Bildes
Erkältungszeit: Rezeptfreie Medikamente werden mit erheblichen Preisunterschieden angeboten. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)

Ein Medikament, zwei sehr unterschiedliche Preise – zu diesem Schluss kommt ein Vergleich der Verbraucherzentrale zu rezeptfreien Erkältungsprodukten.

Die Erkältungszeit hat begonnen und rezeptfreie Medikamente wie Fiebersaft, Nasensprays und Vitaminpräparate sind wieder stark gefragt. Um sich den Weg zur Apotheke zu sparen, greifen viele Menschen inzwischen auf Online-Apotheken zurück. Wie sich die Preise bei diesen Apotheken gestalten, hat die Verbraucherzentrale Hamburg untersucht.

Vergleichsportale lohnen sich

Dafür haben sich die Hamburger Verbraucherschützer in einer Stichprobe 20 gängige Erkältungsprodukte wie Schmerzmittel, Husten- und Fiebersaft sowie Vitaminpräparate in 15 Online-Apotheken genauer angeschaut.

Das Ergebnis: Bei rezeptfreien Medikamenten hat die Verbraucherzentrale erhebliche Preisunterschiede in ein und denselben Online-Apotheken festgestellt. Zwischen auf Vergleichsportalen gelisteten und direkt im Shop der Online-Apotheke angebotenen Medikamenten unterschieden sich die Preise durchschnittlich um 33 Prozent. Insgesamt kosteten die 20 Erkältungsprodukte der Stichprobe beim Direktkauf über 50 Euro mehr.

Fiebersaft bis zu 66 Prozent teurer

Mit 66 Prozent war der Preisaufschlag beim Fiebersaft Ibuflam von Zentiva besonders groß. Für das Produkt waren nach direkter Suche auf zurrose.de 7,19 Euro zu zahlen, beim Zugang über das Vergleichsportal Idealo.de hingegen nur 4,32 Euro.

60 Prozent mehr verlangte apodiscounter.de für Schmerztabletten von Ratiopharm, die via Google Shopping 2,99 Euro kosteten, auf der Website der Apotheke direkt aber 4,79 Euro. 11,58 Euro statt 7,75 Euro wollte die bodfeld-apotheke.com für Boxagrippal Erkältungstabletten im eigenen Onlineshop und damit 49 Prozent mehr als für das Angebot auf Bing Shopping.

Wie Medikamente gesucht werden, entscheidet über den Preis

Der Grund für die Preisunterschiede: Anders als bei verschreibungspflichtigen Medikamenten dürfen Apotheken die Preise bei rezeptfreien Produkten selbst bestimmen. Viele Online-Apotheken buhlen mit Sonderpreisen und Rabatten um neue Kundschaft. "Zwar waren 15 der 20 Artikel unserer Stichprobe auch nach einer direkten Suche in der jeweiligen Online-Apotheke mit einem Preisnachlass gekennzeichnet, allerdings fiel dieser geringer aus als auf den Preisvergleichsportalen", berichtet Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Mit spezieller Software für ihre Onlineshops können Apotheken den Preis für ein und dasselbe Produkt variieren, so die Verbraucherzentrale. Besonders preissensible Kundinnen und Kunden, die Vergleichsportale nutzen, bekommen rezeptfreie Medikamente dann zum günstigeren Preis angezeigt. Wird das benötigte Produkt allerdings direkt in der Online-Apotheke aufgerufen, ist es in der Regel teurer. Ausschlaggebend für die Höhe des Preises ist der Zugangsweg. Demnach können Verbraucherinnen und Verbraucher bei Bestellungen, die über Preissuchmaschinen zustande kommen, signifikant sparen.

"Transparent ist das für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht. Wer vermutet schon, dass es im Shop einer Online-Apotheke verschiedene Preise für ein und dasselbe Produkt gibt", sagt die Verbraucherschützerin. "Die Suche nach günstigen Angeboten wird so noch aufwendiger."

Vergleichsportale liefern keine vollständige Marktübersicht

So wie im Falle der überprüften Medikamente können Vergleichsportale laut Rehberg grundsätzlich helfen, Geld zu sparen. Eine vollständige Marktübersicht erhalte man über die Preissuchmaschinen jedoch auch nicht. "Möglicherweise ist das Erkältungsmittel in einer anderen, nicht gelisteten Online-Apotheke oder beim Apotheker um die Ecke noch preiswerter", gibt Rehberg zu bedenken.

Die ausführlichen Ergebnisse der Stichprobe mit allen überprüften Medikamenten, Onlineshops und Vergleichsportalen sind auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg veröffentlicht.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • vzhh.de: "Online-Apotheken: Zwei Preise für ein Erkältungsmedikament im selben Shop"
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten für Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website