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WHO zum Impfen: Impfmüdigkeit bedroht globale Gesundheit

Ähnlich gefährlich wie Ebola  

WHO: Impfmüdigkeit bedroht globale Gesundheit

20.01.2019, 14:37 Uhr | dpa

WHO zum Impfen: Impfmüdigkeit bedroht globale Gesundheit. Eine Patientin lässt sich impfen: Mit Hilfe von Impfungen können Krankheiten ausgerottet werden. (Quelle: dpa/Martin Schutt/ZB)

Eine Patientin lässt sich impfen: Mit Hilfe von Impfungen können Krankheiten ausgerottet werden. (Quelle: Martin Schutt/ZB/dpa)

Eines der größten Risiken für die Gesundheit ist laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die mangelnde Bereitschaft, sich impfen zu lassen. Welche Folgen das haben kann, zeigt das Beispiel Masern.

Mangelnde Impfbereitschaft zählt laut der Weltgesundheitsorganisation WHO zu den gegenwärtig größten Gesundheitsrisiken der Welt. Sie drohe die Fortschritte bei der Bekämpfung von Krankheiten zunichte zu machen, die durch Impfen vermeidbar sind. Die Verbesserung der Impfbereitschaft gehört deshalb laut WHO zu den vorrangigen Zielen für die kommenden Jahre. Zuerst berichtete "stern.de" über die WHO-Mitteilung.

Als weitere maßgebliche Gefahren für die Gesundheit der Menschen weltweit sieht die WHO die Luftverschmutzung, die Ausbreitung Antibiotika resistenter Keime, die Übergewichts-Epidemie und das Auftauchen gefährlicher Erreger wie Ebola.

So viele Todesfälle werden durch Impfungen verhindert

Impfungen verhindern laut WHO jährlich zwei bis drei Millionen Todesfälle. Weitere 1,5 Millionen könnten hinzukommen, wenn weltweit mehr Menschen geimpft würden. Die Gründe für die Impfmüdigkeit seien vielfältig. Dazu gehörten schlichte Nachlässigkeit, der schwierige Zugang zu Impfstoffen oder mangelndes Vertrauen.

Welchen Folgen das haben könne, zeige das Beispiel Masern: Weltweit sei die Zahl der Fälle im Jahr 2017 um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Auch in einigen Ländern, die bereits kurz vor der Ausrottung der Krankheit gestanden hätten, gebe es wieder mehr Fälle.

Zu einem Anstieg der Masern-Fälle kam es zuletzt auch in der WHO-Region Europa: Dort seien im gesamten Jahr 2017 23.927 Menschen erkrankt – 2016 waren es nur 5.273. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Ausbrüche, die jährlichen Fallzahlen schwanken erheblich.


Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs soll vorangetrieben werden

Im laufenden Jahr will die WHO unter anderem die Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs über eine Ausweitung der HPV-Impfungen vorantreiben. Auch die Ausrottung von Polio in Afghanistan und Pakistan sei ein wichtiges Ziel.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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