Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Sterbehilfe-Urteil: Kein Zugang zu tödlichem Medikament für gesunde Patienten

Sterbehilfe-Urteil  

Kein Zugang zu tödlichem Medikament für gesunde Patienten

29.05.2019, 11:56 Uhr | dpa

Sterbehilfe-Urteil: Kein Zugang zu tödlichem Medikament für gesunde Patienten. Tödliche Medikamente gibt es weiterhin nur in besonderen Fällen für schwerkranke Patienten.

Tödliche Medikamente gibt es weiterhin nur in besonderen Fällen für schwerkranke Patienten. Foto: Patrick Seeger. (Quelle: dpa)

Leipzig (dpa) - Einen Anspruch auf ein tödliches Medikament für einen
Suizid haben in Deutschland nur schwerkranke Menschen in extremen
Notlagen. Gesunden Patienten bleibt der Zugang dagegen versperrt. Das
hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden.

Das Gericht bestätigt damit sein Sterbehilfeurteil aus dem Jahr 2017. Diesmal hatten die Richter den Fall eines älteren Ehepaares auf dem
Tisch, das vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
(BfArM) die Erlaubnis zum Erwerb einer tödlichen Dosis begehrte.

Das Paar wollte selbstbestimmt sein Leben beenden, so lange es noch von schweren Krankheiten und Siechtum verschont ist. Das BfArM lehnte den Antrag ab. Auch die Klage des Paares blieb in den Vorinstanzen ohne Erfolg.

Das Bundesverwaltungsgericht wies nun auch die Revision zurück (Az.:
BVerwG 3 C 6.17). Das Betäubungsmittelgesetz schließe einen Anspruch
auf ein tödliches Medikament zum Suizid grundsätzlich aus, begründete
der 3. Senat. Ziel des Gesetzes sei es, die menschliche Gesundheit
und das Leben zu schützen.

Eine Ausnahme kann es nach dem Sterbehilfeurteil von 2017 (Az.:
BVerwG 3 C 19.15) nur in Extremfällen für unheilbar Kranke geben.

Auch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe beschäftigt sich
mit dem Thema Sterbehilfe. Schwerkranke, Ärzte und Suizidhelfer haben gegen den neuen Paragrafen 217 im Strafgesetzbuch geklagt. Er stellt seit Ende 2015 die "geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung" unter Strafe.

Der Bundestag wollte mit dem neuen Straftatbestand verhindern, dass Suizidhilfe-Vereine wie Sterbehilfe Deutschland oder Dignitas aus der Schweiz ihre Angebote für zahlende Mitglieder ausweiten. Ein Urteil gibt es noch nicht. (Az. 2 BvR 2347/15 u.a.).

Nach der derzeitigen Rechtslage können Ärzte das Sterben mit
Palliativmedizin möglichst erträglich gestalten. Lebensverlängernde
Maßnahmen haben sie abzubrechen, wenn der Patient das so will.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeREIFENKONFIGURATOR

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal