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Kampf gegen Übergewicht: Kinderärzte-Verband fordert Zuckersteuer

Kampf gegen Übergewicht  

Kinderärzte-Verband fordert Zuckersteuer

07.10.2019, 10:22 Uhr | dpa

Kampf gegen Übergewicht: Kinderärzte-Verband fordert Zuckersteuer. Drei Gläser gefüllt mit roter Limonade, Cola und Energy-Drink stehen neben Zuckerwürfeln auf einem Tisch.

Drei Gläser gefüllt mit roter Limonade, Cola und Energy-Drink stehen neben Zuckerwürfeln auf einem Tisch. Foto: Monika Skolimowska/dpa. (Quelle: dpa)

Bad Orb (dpa) - Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert zur Vorbeugung von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Heranwachsenden die Einführung einer Zuckersteuer.

Bei einem Blick ins Ausland zeige sich, dass dies ein wirksames Vorgehen sei, sagte BVKJ-Präsident Thomas Fischbach der Deutschen Presse-Agentur.

"Durch die Einführung von Zucker-Abgaben und damit höheren Preise ist den Verbrauchern dort die Lust auf Süßes weitgehend vergangen, die Absatzzahlen an Süßgetränken gehen seit Einführung der Steuer deutlich zurück."

Dass gesetzliche Verbote wirkten, habe das Rauchverbot gezeigt und auch die Alkopops-Steuer. "Nachdem die Politik die bei Jugendlichen beliebten Schnapsmischgetränke mit einer Sondersteuer belegt hatte, sank der Absatz binnen eines Jahres um 80 Prozent. Das Beispiel, aber auch die Beispiele Mexiko, Frankreich, Finnland, Ungarn und Großbritannien zeigen, dass Steuerungsmechanismen die Gesundheit wirksam schützen können", sagte Fischbach.

Der Verband begrüßte unterdessen die Einführung des Nutri-Scores, ein Kennzeichnungssystem zum Nährwert von Lebensmitteln. "Seine Wirksamkeit ist in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen worden. Eltern werden es künftig leichter haben, ihre Kinder gesund zu ernähren", sagte Fischbach.

Nutri-Score bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe und Proteine in eine Gesamtbewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an - auf einer fünfstufigen Skala von "A" auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes "C" bis zu einem roten "E" für die ungünstigste. Das zutreffende Feld wird hervorgehoben. Das neue Logo soll eine Ergänzung für die EU-weit verpflichtende Nährwerttabelle sein, die meist auf der Rückseite von Packungen steht. Erste Produkte damit sind bereits in deutschen Supermärkten zu kaufen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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