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Krankenkasse muss Kosten f√ľr Nahrungserg√§nzung nicht zahlen

Von dpa
Aktualisiert am 03.01.2022Lesedauer: 1 Min.
Nahrungserg√§nzungsmittel sind keine Arzneimittel - aus diesem Grund kommen die gesetzlichen Krankenversicherungen in der Regel nicht f√ľr die Kosten auf.
Nahrungserg√§nzungsmittel sind keine Arzneimittel - aus diesem Grund kommen die gesetzlichen Krankenversicherungen in der Regel nicht f√ľr die Kosten auf. (Quelle: Christin Klose/dpa-tmn./dpa)
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Celle (dpa/tmn) - Nahrungserg√§nzungsmittel sind laut einem Urteil keine erstattbaren Arzneimittel. Gesetzliche Krankenkassen m√ľssen die Kosten nicht √ľbernehmen. Das geht aus einer Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen hervor.

Nahrungserg√§nzungsmittel seien ‚Äď mit wenigen Ausnahmen ‚Äď von der
Versorgung durch die Kassen ausgeschlossen. Ein Mittel werde auch nicht durch einen hohen Preis oder eine besondere persönliche Bedarfslage zum Arzneimittel, hieß es (Az.:L 16 KR 113/21).

Fast keine Nahrung vertragen

Geklagt hatte eine 50-j√§hrige Frau, die wegen einer Histamin-Intoleranz bei der Krankenkasse die Kosten√ľbernahme f√ľr Daosin-Kapseln beantragte. Sie k√∂nne ohne diese fast keine Nahrung vertragen, begr√ľndete sie. Ihre Symptome lie√üen sich nur mit Daosin eingrenzen, da ihr ein wichtiges Enzym zum Histaminabbau fehle.

Die Kasse lehnte die Kosten√ľbernahme aber ab. Als Grund gab sie an, dass im Gegensatz zu Arzneimitteln f√ľr Nahrungserg√§nzungsmittel kein Zulassungsverfahren erforderlich sei und es sich daher generell um keine Kassenleistung handele. Eine Abrechnung sei nicht m√∂glich.

Preis des Präparats spielt keine Rolle

Diese Auffassung best√§tigte das Landessozialgericht nun. Die Arzneimittelrichtlinien s√§hen einen generellen Ausschluss vor, wobei keine individuelle Einzelfallpr√ľfung vorgesehen sei, hie√ü es.

Es spiele dabei auch keine Rolle, dass das Pr√§parat teuer sei und bei der Kl√§gerin zu wirtschaftlichen Belastungen f√ľhre. Die Berufung der Frau gegen einen Gerichtsbescheid des Sozialgerichts Osnabr√ľck wurde zur√ľckgewiesen, eine Revision wurde nicht zugelassen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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