Sie sind hier: Home > Gesundheit > Coronavirus >

Delta-Variante: Wie gut wirken die Corona-Impfstoffe?

Corona-Mutationen  

Wie gut wirken die Corona-Impfstoffe gegen die Delta-Variante?

16.06.2021, 14:44 Uhr
Delta-Variante: Wie gut wirken die Corona-Impfstoffe?. Covid-19-Impfstoff: Der weitere Verlauf der Pandemie hängt auch davon ab, wie gut die vorhandenen Impfstoffe gegen Mutationen des Virus wirken. (Quelle: dpa/Daniel Karmann)

Covid-19-Impfstoff: Der weitere Verlauf der Pandemie hängt auch davon ab, wie gut die vorhandenen Impfstoffe gegen Mutationen des Virus wirken. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

Immer wieder tauchen neue Mutationen des Coronavirus auf. Bei jeder stellt sich die Frage, ob sie ansteckender oder sogar tödlicher ist. Was die Forschung bislang weiß – und was nicht.

Seit Beginn der Pandemie hat das Coronavirus SARS-CoV-2 schon mehrere potenziell ansteckendere und gefährlichere Varianten ausgeprägt. Mehr als 4.000 verschiedene sind weltweit bekannt, nur die wenigsten werden jedoch sorgfältig beobachtet und in Studien untersucht.

Wichtig: Auch, wenn von der "britischen Variante" oder der "brasilianischen Mutation" gesprochen wird: Ihre genaue Herkunft ist nicht gesichert. Die Varianten werden nach ihrem ersten Fundort benannt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat zudem für die Varianten des Coronavirus neue Namen vergeben – und zwar die Buchstaben des griechischen Alphabets. So heißen die Varianten etwa künftig:

  • Alpha (britische Variante B.1.1.7)
  • Beta (südafrikanische Variante B.1.351)
  • Gamma (brasilianische Variante P.1)
  • Delta (indische Variante B.1.617.2)

Ein Überblick über die bisher am meisten beschriebenen Mutationen (Stand: 16. Juni 2021)

Indien: Delta – B.1.617.2

Verbreitung

Die Corona-Variante B.1.617.2, die erstmals in Indien aufgetaucht ist, soll dort mittlerweile der vorherrschende Virustyp sein. In rund 20 weiteren Ländern wurde dieser bereits nachgewiesen, unter anderem seit Februar in Großbritannien. In Deutschland soll die Delta-Variante im März 2021 erstmals vereinzelt identifiziert worden sein.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts spielt sie weiter eine untergeordnete Rolle und bleibt relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des RKI zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten vom 9. Juni hervor. Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai.

Der Virologe Christian Drosten sagte im NDR-Podcast "Coronavirus-Update", dass Delta oder ähnliche Varianten "sicherlich bis zum Herbst hier auch das Feld dominieren". Es gelte, bis dahin für eine möglichst hohe Impfquote bei Erwachsenen zu sorgen.

Eigenschaften

Die B.1.617.2-Variante ist eine Kombination aus mehreren Mutationen. Sie enthält zum Beispiel die Mutationen E484Q und L452R. Dass mehrere Mutationen in einer Corona-Variante aufeinandertreffen, ist grundsätzlich allerdings nicht ungewöhnlich. Beispielsweise zeigt die britische Mutante insgesamt sogar 23 Mutationen. Der Begriff der "Doppelmutante", der zunächst kursierte, kann somit in die Irre führen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die in Indien aufgetretene Mutante derweil als "besorgniserregend" eingestuft. Sie zählt zu der Sorte, die nicht nur weit verbreitet, sondern auch schwer bekämpfbar ist. Bislang hatte die UN-Behörde in Genf nur die britische, südafrikanische und brasilianische Variante so bezeichnet.

"Vorliegende Informationen weisen auf eine erhöhte Übertragbarkeit" der indischen Variante mit der Bezeichnung B.1.617 hin, sagte die leitende WHO-Wissenschaftlerin Maria Van Kerkhove. Nach vorläufigen Studienergebnissen könnte zudem das menschliche Immunsystem weniger stark auf diese Variante reagieren, sagte sie.

Wohl höheres Risiko schwerer Covid-Verläufe bei Delta-Variante

Nach Angaben der englischen Gesundheitsbehörde könnte die Delta-Variante häufiger zu schwereren Covid-19-Erkrankungen führen. "Erste Erkenntnisse aus England und Schottland legen nahe, dass es ein erhöhtes Risiko für Krankenhauseinlieferungen geben könnte als bei der Alpha-Variante", heißt es in einer aktuellen Risikoeinschätzung von Public Health England. Als Alpha-Variante wird die zunächst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 bezeichnet.

Einige Regionen zeigten einen Anstieg von Krankenhauseinlieferungen, allerdings ließe sich der nationale Trend noch nicht abschätzen, so die Behörde. Ob die Delta-Variante auch zu einer höheren Todesrate führt, ist bislang noch unklar.

Laboruntersuchung (Symbolbild): Dass das Coronavirus immer weiter mutiert, ist nicht ungewöhnlich. (Quelle: Reuters/Kham/File Photo)Laboruntersuchung (Symbolbild): Dass das Coronavirus immer weiter mutiert, ist nicht ungewöhnlich. (Quelle: Kham/File Photo/Reuters)

Wie gut wirken die Corona-Impfstoffe?

Ein vollständiger Impfschutz mit zwei Dosen der Mittel von Biontech/Pfizer oder Astrazeneca verhindert einer britischen Datenanalyse zufolge sehr gut schwere Krankheitsverläufe bei der Delta-Variante des Coronavirus. Die Effektivität sei in etwa so hoch wie bei der zuvor dominierenden Alpha-Variante, teilte die Behörde Public Health England (PHE) mit.

Das Risiko für eine Krankenhauseinweisung wurde bei den vollständig Geimpften jeweils um mehr als 90 Prozent verglichen mit dem von Ungeimpften verringert. Die Untersuchung bestätige, wie wichtig es sei, die zweite Impfung zu erhalten, sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Vor allem beim Astrazeneca-Impfstoff fiel die Schutzwirkung nach der ersten Dosis der Auswertung zufolge noch merklich geringer aus.

Für die PHE-Studie wurden zwischen dem 12. April und dem 4. Juni insgesamt symptomatische 14.019 Infektionen mit der Delta-Variante in England berücksichtigt, von denen 166 in Krankenhäusern behandelt wurden. Zuvor hatte bereits eine im Fachjournal "Nature" veröffentlichte Studie ergeben, dass der Impfstoff von Biontech und Pfizer vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2) gut schützt.

Lateinamerika: Lambda-Variante "unter Beobachtung"

Eine bisher vor allem in Lateinamerika auftretende Corona-Variante steht nun unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aufgrund ihrer Mutationen könnte die Virus-Version mit dem Namen Lambda möglicherweise ansteckender sein oder vom menschlichen Immunsystem schlechter bekämpft werden, berichtete die Genfer UN-Behörde Mitte Juni. Belastbare Studien und gesicherte Erkenntnisse dazu lägen jedoch noch nicht vor.

Die Variante wurde erstmals im August 2020 in Peru identifiziert. In dem Land wurden seit April 81 Prozent aller analysierten Corona-Fälle Lambda zugeordnet. In Argentinien und Chile waren es in den vergangenen Monaten rund ein Drittel.

Vietnam: Keine neue Corona-Mutante laut WHO

Vietnam hatte Ende Mai gemeldet, dass es eine neue Variante des Virus gebe. Dabei handele es sich um eine Kreuzung aus der indischen und britischen Mutanten, wurde der Gesundheitsminister des Landes zitiert.

Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge gibt es aber keine neue Mutante des Coronavirus in Vietnam. "Auf Basis der WHO-Definition gibt es derzeit keine Misch-Variante in Vietnam", sagt der WHO-Vertreter für Vietnam der Zeitung "Nikkei". Was die Behörden in Vietnam als neue Mutante ausgemacht hätten, gehöre zur indischen Variante, sagt Kidong Park.

Großbritannien: Alpha – B.1.1.7

Verbreitung

Im Dezember 2020 berichteten britische Behörden von einer neuen SARS-CoV-2-Virusvariante, die sich in Großbritannien ausbreite. Die erste Probe, in der die Variante B.1.1.7 nachgewiesen wurde, stammt aus dem September 2020. Bis Ende Januar 2021 erreichte sie mehr als 80 Länder – darunter auch Deutschland.

Der Anteil von B.1.1.7 in Deutschland hat rasant zugenommen. Mittlerweile ist sie die dominierende Variante.

Eigenschaften

Nach Angaben des RKI gilt die britische Variante als noch leichter von Mensch zu Mensch übertragbar als bisher zirkulierende Varianten. Sie weise zudem eine höhere Reproduktionszahl auf, sodass ihre Ausbreitung schwerer einzudämmen sei. In ersten Schätzungen hieß es, sie verursache 50 bis 70 Prozent mehr Infektionen im Vergleich zu früheren Formen. Mittlerweile ist Studien zufolge anhand einer robusteren Datenbasis davon auszugehen, dass der Zuwachs eher bei circa 35 bis 50 Prozent liegt. Nach aktuellen Studiendaten aus Großbritannien scheint B.1.1.7 aber nicht tödlicher als das ursprüngliche Virus zu sein.

Neue Drosten-Studie: zehnfach höhere Viruslast bei B.1.1.7

Laut einer im Mai veröffentlichten Untersuchung wies ein deutsches Forschungsteam in den Proben von Personen, die mit der britischen Virusvariante B.1.1.7 infiziert waren, eine im Schnitt zehnfach höhere Viruslast nach. Die Experten schätzen die Infektiosität im Labor auf das 2,6-Fache. Hierzu untersuchten sie Viruslasten von fast 1.500 Fällen mit B.1.1.7-Infektion, denen sie knapp 1.000 Personen mit anderen Viren gegenüberstellten, die zur selben Zeit in denselben Abstrichstellen, Ambulanzen oder Stationen untersucht wurden.

"Auch wenn Laborversuche es bisher noch nicht abschließend erklären können: Das B.1.1.7-Virus ist infektiöser als andere Varianten", sagte Charité-Virologe Professor Christian Drosten.

Wirken die verfügbaren Impfstoffe gegen die Variante?

Hinweise auf eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe gibt es dem RKI zufolge aber bislang nicht. Alle in Deutschland zur Verfügung stehenden Vakzine schützen vor einer Erkrankung mit der britischen Variante, teilte das Institut mit. Doch bei einer Sonderform der Variante – B.1.1.7 E484K – wird vermutet, dass sie das Virus unempfindlicher gegen bereits gebildete neutralisierende Antikörper machen könnte. Die zusätzliche Mutation E484K tritt auch in den Varianten B.1.351 aus Südafrika und P.1 aus Brasilien auf.

Schweiz: B.1.1.39

Verbreitung

Ende April 2021 berichteten erstmals Wissenschaftler am medizinischen Institut IRCCS im norditalienischen Candiolo über eine neue Schweizer Corona-Variante. Ein 57-jähriger Patient mit milden Corona-Symptomen war mit der Mutante infiziert. Sie trägt den Namen B.1.1.39. Am weitesten verbreitet ist sie in der Schweiz, doch Fälle wurden auch in mehr als 25 anderen Ländern, auch in Übersee nachgewiesen.

Eigenschaften

Noch sind die Daten über die Schweizer Variante sehr spärlich. Prof. Dr. Adam Grundhoff vom Hamburger Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie sieht jedoch Gemeinsamkeiten der Schweizer und der britischen Mutante B.1.1.7, die im Herbst 2020 erstmals in England auftrat und die mittlerweile auch die dominante Variante in Deutschland ist. Seiner Einschätzung nach wird sich die Schweizer Mutante nicht durchsetzen, weil sie gegenüber der britischen Variante keinen Vorteil hat. Die auf dem Markt erhältlichen Impfstoffe sollen auch gegen die Schweizer Mutante wirken.

Brasilien: Gamma – P.1

Verbreitung

Eine weitere Corona-Variante wurde im Januar 2021 erstmals bei vier Personen in Japan nachgewiesen, die aus Brasilien eingereist waren. Sie trägt den Namen P.1 – oder auch B.1.1.28 –  und ist im brasilianischen Bundesstaat Amazonas die dominierende Variante. Von dort verbreitete sie sich in bislang etwa 20 Länder weltweit. Laut Daten des RKI ist die brasilianische Mutation hierzulande noch sehr selten.

Eigenschaften und Schutz durch die Corona-Impfstoffe

Über P.1 existieren relativ wenige Daten. Aufgrund der genetischen Ähnlichkeit mit der südafrikanischen Variante B.1.351 wird aber auch für diese Mutation eine erhöhte Übertragbarkeit angenommen, wie das RKI mitteilt. Zur Diskussion stünde ebenfalls eine mögliche reduzierte Wirksamkeit neutralisierender Antikörper bei Geimpften sowie Genesenen.

Laut brasilianischen Regierungsangaben ist die im Amazonas entdeckte Corona-Variante dreimal ansteckender als das ursprüngliche Virus. Ergebnisse unabhängiger Untersuchungen fehlen noch.

Feldkrankenhaus in Brasilien: Mehr als 12,7 Millionen Menschen haben sich dort bereits mit SARS-CoV-2 infiziert. (Quelle: dpa/Andre Lucas)Feldkrankenhaus in Brasilien: Mehr als 12,7 Millionen Menschen haben sich dort bereits mit SARS-CoV-2 infiziert. (Quelle: Andre Lucas/dpa)

Offenbar weitere neue Corona-Variante in Brasilien gefunden

Bei einer Frau in Brasilien ist eine weitere neue Variante des Coronavirus festgestellt worden. Die Wissenschaftler des (Instituto) Butantan, die ein Netzwerk für den Alarm für Covid-19-Varianten koordinieren, haben die neue Variante in der Stadt Sorocaba in der Nähe der Millionenmetropole São Paulo identifiziert, schrieb die Forschungseinrichtung "Instituto Butantan" am 31. März auf Twitter. Demnach ähnele die neue Variante der südafrikanischen und werde noch untersucht.

Die Variante sei bei einer 34-jährigen Frau entdeckt worden, die leichte Symptome aufwies, berichtete das Nachrichtenportal "G1". Laut Paulo Menezes, Direktor des Coronavirus-Notfallzentrums von São Paulo, habe die Patientin angegeben, in jüngster Zeit keine Reisen innerhalb oder außerhalb Brasiliens unternommen zu haben. 

Zu den Eigenschaften dieser Variante liegen noch keine Daten vor. Forscher gehen davon aus, dass sie der südafrikanischen Corona-Variante ähneln könnte. Diese gilt nach Angaben des Robert Koch-Instituts als leichter übertragbar. In Brasilien breitet sich seit Beginn des Jahres zudem die Corona-Variante P.1 aus.

Südafrika: Beta – B.1.351

Verbreitung

Bei Untersuchungen in Südafrika wurde im Dezember 2020 eine zweite Virusvariante entdeckt, die sich von dort rasch in andere afrikanische Länder, aber auch nach Australien, Europa und Südamerika ausbreitete. Mittlerweile hat die Mutation B.1.351 etwa 40 Länder erreicht. Im Januar 2021 wurden auch erste Fälle in Deutschland bekannt.

Eigenschaften und Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe

Dem RKI zufolge gehen Forscher auch bei dieser Variante von einer höheren Übertragbarkeit aus. Zudem ließen mehrere Studien vermuten, dass es einen verminderten Schutz durch neutralisierende Antikörper gegen B.1.351 bei Geimpften oder zuvor mit der ursprünglichen SARS-CoV-2-Variante Infizierten geben könnte.

Dies zeigte sich vor allem bei der Schutzwirkung des Astrazeneca-Impfstoffs. Laut Angaben der britischen Universität Oxford, die an der Entwicklung des Wirkstoffes beteiligt war, besitzt dieser nur eine "minimale Wirkung" gegen die Variante. Südafrika stoppte daraufhin vorerst die Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca.

Was ist der Unterschied zwischen Variante, Mutation und Mutante?

SARS-CoV-2 vermehrt sich in den menschlichen Körperzellen. Dabei wird auch das Genom des Virus kopiert. Kommt es dabei zu Fehlern, entstehen Veränderungen im Erbgut. Diese Veränderungen nennen sich Mutationen. Enthält das Virus diese Mutationen, ist eine neue Variante entstanden. Variante und Mutante sind in diesem Fall synonym verwendbar. Eine Variante kann somit auch mehrere Mutationen enthalten.

Kalifornien/USA: CAL.20C

Verbreitung

Auch in Kalifornien ist es zur Bildung einer neuen Variante von SARS-CoV-2 gekommen: CAL.20C könnte für den Anstieg der Infektionszahlen im Süden des US-Bundesstaates verantwortlich sein, wie Forscher berichten. Erstmals nachgewiesen wurde sie bereits im Juli 2020, ist dann aber bis zum Oktober nicht mehr sichtbar gewesen.

Inzwischen hat es die Mutation auch in andere US-Bundesstaaten und weitere Länder wie Australien, Israel und Dänemark geschafft. Zahlen zum dortigen Vorkommen liegen jedoch noch nicht vor, berichtet das "Ärzteblatt".

Eigenschaften

Inwieweit die Variante infektiöser ist als andere Stämme, ist noch unklar. Die rasche Zunahme der Corona-Neuinfektionen innerhalb der Bevölkerung in Kalifornien weise jedoch darauf hin, so Experten. Auch nicht bekannt ist bisher, wie sehr sich die Mutation auf die Schwere einer Covid-19-Erkrankung auswirken oder ob sie die Impfwirkung herabsetzen könnte.

New York/USA: Iota – B.1.526

Verbreitung

Die Corona-Variante mit dem Namen B.1.526 tauchte erstmals in Proben aus New York auf, die vom November 2020 stammen. Mitte Februar 2021 war bereits etwa jede vierte Infektion in der Region auf diese Mutante zurückzuführen. Untersuchungen zeigen, dass sich diese Variante innerhalb von New York schon weit verbreitet hat. Mittlerweile hat sie sich auch in anderen Ländern, wie beispielsweise Dänemark, ausgebreitet.

Eigenschaften

Die Corona-Variante aus New York weist eine Veränderung des Oberflächenproteins auf. Das sogenannte Spike-Protein bildet die Verbindung zwischen Virus und Körperzelle. Durch die Mutation könnte sich das Virus unangreifbar für Antikörper nach Impfungen oder Infektionen gemacht haben, befürchten Forscher. Diese Eigenschaft sei auch in den Mutanten aus Brasilien und Südafrika zu finden.

Covid-Intensivstation: Ärzte und Pfleger kümmern sich dort um die schwerkranken Covid-Patienten. (Quelle: imago images/Max Stein)Covid-Intensivstation: Ärzte und Pfleger kümmern sich dort um die schwer kranken Covid-Patienten. (Quelle: Max Stein/imago images)

Nigeria: Eta – B.1.5.25

Verbreitung

Eine weitere neue Coronavirus-Variante, die als B.1.5.25 bezeichnet wird, kursiert der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC zufolge in Nigeria. Es sieht so aus, als habe sie sich getrennt von den Virenmutanten in Südafrika und Großbritannien entwickelt, sagte der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong, Ende Dezember 2020.

Erstmals entdeckt wurde die Variante B.1.525 Mitte Dezember in Großbritannien. Inzwischen konnte sie in mindestens 23 Ländern nachgewiesen werden – darunter Deutschland, Dänemark, Italien, Norwegen, Kanada und die USA. In Nigeria ist die Variante besonders stark verbreitet.

Eigenschaften

Einem Bericht der "Pharmazeutischen Zeitung" zufolge besitzt die Variante B.1.525 eine Reihe von Mutationen, die Experten Sorgen bereiten. Die Mutation E484K sei auch in der südafrikanischen Variante B.1.351 und der brasilianischen P.1 vorhanden. Sie könnte für deren Fähigkeit verantwortlich sein, dem Immunsystem zumindest in Teilen zu entkommen. Es wird befürchtet, dass die Corona-Impfstoffe weniger wirksam gegen diese Mutation sein könnten. Ob dies auch für B.1.525 gilt, ist bislang unklar.

Weitere neue Variante "mit 40 Mutationen" aus Afrika gemeldet

Anfang April meldete die panafrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC eine weitere neue Corona-Variante in Afrika. Sie sei bei Reisenden aus Tansania in Angola entdeckt worden, teilte der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong, mit. Die neue Variante weise bis zu 40 Mutationen auf.

"Das ist sicherlich eine Variante, die Anlass zur Sorge gibt", sagte er. Man wisse nicht, wie sie auf Impfstoffe reagiere. Es gebe nun ein Überwachungssystem in Tansanias Nachbarländern, während die Mutante in Südafrika untersucht werde. Das ostafrikanische Tansania hat seit Mitte vergangenen Jahres keine Daten über Covid herausgegeben. Auch aktuell gebe es keine Informationen zur genauen Zahl der Fälle dort, so die CDC.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal