• Home
  • Gesundheit
  • Krankheiten & Symptome
  • Infektionskrankheiten
  • Affenpocken und andere Viren: Hier drohen die neuen Seuchen nach Corona


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextInflationsrate sinktSymbolbild fĂŒr einen TextEx-FDP-Chef Martin Bangemann ist totSymbolbild fĂŒr einen TextDFB-Elf hat jetzt eine PressesprecherinSymbolbild fĂŒr ein VideoToter bei Flut in ÖsterreichSymbolbild fĂŒr einen TextCorona-Expertin kritisiert FDPSymbolbild fĂŒr einen Text9-Euro-Ticket: Teure Panne in BerlinSymbolbild fĂŒr einen TextGesundheitskarte kommt aufs HandySymbolbild fĂŒr einen TextDirndl bei G7-Gipfel? Söder sauerSymbolbild fĂŒr einen TextFKK-Gaffer blockieren Retter – Mann totSymbolbild fĂŒr einen TextStummer Schlaganfall: So tĂŒckisch ist erSymbolbild fĂŒr einen Text12-JĂ€hrige in NRW verschwundenSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserStar-Trainer plant mit Ex-Bundesliga-StarSymbolbild fĂŒr einen TextSchlechtes Hören erhöht das Demenzrisiko

Hier drohen der Menschheit neue Seuchen

Von Christiane Braunsdorf

Aktualisiert am 21.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Affenpocken unter dem Mikroskop: Welche Plage droht nach Corona?
Affenpocken unter dem Mikroskop: Welche Plage droht nach Corona? (Quelle: Freya Kaulbars 2004/RKI)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Seit einigen Tagen melden immer mehr LĂ€nder FĂ€lle von Affenpocken. In den USA und China tauchten Infektionen mit Vogelgrippe auf. Kommt nach Corona die nĂ€chste große Seuche auf uns zu?

InfektionsfĂ€lle mit dem eigentlich seltenen Affenpockenvirus, das ursprĂŒnglich in Afrika auftrat, werden in immer mehr LĂ€ndern nachgewiesen. Auch das Robert Koch-Institut sensibilisiert die Ärzte hierzulande, bei pockenĂ€hnlichen HautverĂ€nderungen den RĂŒckschluss auf Affenpocken zu ziehen.


Die gefÀhrlichsten Viren im 21. Jahrhundert

Marburg-Virus: Der Erreger gehört zu den gefÀhrlichsten bekannten Krankheitsviren. Er trat 1967 zum ersten Mal in der UniversitÀtsstadt auf.
MERS-Coronavirus: MERS steht fĂŒr das 2012 erstmals identifizierte Middle East Respiratory Syndrome und bezeichnet eine schwere bis tödliche Infektion der Atemwege.
+5

Die Pocken selbst gelten seit Ende der 1970er-Jahre dank Massenimpfungen als ausgerottet. Doch Tierpocken (wie Affen- oder Kuhpocken) können auch den Menschen infizieren. Zoonosen werden Infektionskrankheiten genannt, die von Tieren auf Menschen ĂŒbertragen wurden. Zu ihnen zĂ€hlt auch Corona, das Virus bescherte uns eine Pandemie mit ĂŒber sechs Millionen Toten weltweit.

Drohen also neue Gefahren? Stehen wir nach der großen Seuche vor der nĂ€chsten Plage? "Das nĂ€chste Riesen-Ding wird kommen, das ist klar", prophezeit Philipp Kohlhöfer. Er ist Autor des Buches "Pandemien. Wie Viren die Welt verĂ€ndern" (S. Fischer Verlag, 25 Euro). "Das ist nur eine Frage der Zeit. Die Affenpocken werden es aber ganz sicher nicht sein."

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Es schlug ein wie eine Bombe
Erdoğan und seine Frau Emine kommen in Madrid an: FĂŒr seine Zustimmung zum Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens kassiert der tĂŒrkische PrĂ€sident viele ZugestĂ€ndnisse.


Klimawandel produziert neue Viren-Bedrohung

Auch nach Corona bleibt die Pandemie-Gefahr also weiter unvermindert hoch. Warum ist das so? "Das verschulden wir selbst", erklĂ€rt Kohlhöfer. "Wenn wir RegenwĂ€lder abholzen, dringen wir in Welten vor, die der Mensch vorher vielleicht noch nie betreten hat. Dort lauern auch Viren, zu denen wir noch nie Kontakt hatten. Und wenn wir dann aus dem Rodungsgebiet eine WeideflĂ€che machen, springt das Virus auf die Kuh. Und letztlich kann es dann auch auf uns ĂŒberspringen. Wir stellen schließlich eine Art Lebensraum fĂŒr ein Virus dar."

Durch das Vordringen in die LebensrĂ€ume von Wildtieren hat sich die Zahl der Infektionskrankheiten in den zurĂŒckliegenden 50 Jahren bereits vervierfacht. Und das wird in den nĂ€chsten 50 Jahren nicht besser sein – eher sogar schlimmer, so die Erkenntnis einer Studie von Wissenschaftlern der Georgetown University.

Tiere begegnen unbekannten Tieren und Menschen

Sie untersuchten die Folgen der globalen ErderwĂ€rmung fĂŒr 3.870 SĂ€ugetierarten gemessen am Jahr 2070. Ihre Erkenntnis: Mindestens 10.000 Virusarten, die derzeit unter Wildtieren grassieren, könnten zur Gefahr fĂŒr den Menschen werden. Sie haben das Potenzial, auf den Menschen ĂŒberzuspringen.

Außerdem: Die Zerstörung der LebensrĂ€ume der Tiere zwingt diese, neue Areale zu erschließen, und dies fĂŒhrt zu mehr Durchmischung der Arten. Im Zuge des Klimawandels werden viele Wildtiere darĂŒber hinaus zum Schutz vor der Hitze in kĂŒhlere oder höhere Gebiete ziehen, um ihr Überleben zu sichern. Dort kommen sie mit Arten in Kontakt, die es bisher in ihrem Umfeld nicht gab. Und: Es werden so auch mehr Interaktionen von Mensch und Tier entstehen – beste Bedingungen also fĂŒr Viren, sich neue Wirte zu erschließen.

4.500 VirussprĂŒnge wahrscheinlich

Die US-Forscher ermittelten: Steigt die Temperatur der Erde um zwei Grad, werden 300.000 Erstkontakte zwischen Wildtierarten entstehen, die sich vorher nicht begegnet waren. Die Folge: Mindestens 4.500 neue VirussprĂŒnge sind möglich.

"Diese Arbeit liefert einen weiteren unwiderlegbaren Beweis dafĂŒr, dass die kommenden Jahrzehnte nicht nur heißer, sondern auch krĂ€nker werden", erklĂ€rt Gregory Albery, Mitautor der Studie. Besonders betroffen sollen LĂ€nder in Asien und Afrika sein. Allerdings – wie Corona gezeigt hat – sind diese Viren schnell global verbreitet.

Studienleiter Colin Carlson fordert, die Gesundheitssysteme in den am stĂ€rksten gefĂ€hrdeten Gebieten auszubauen, um auf das Risiko vorbereitet zu sein. Zudem mĂŒssten Arzneimittel entwickelt werden, aber auch vorbeugende Maßnahmen wie die Erhaltung von LebensrĂ€umen und die Regulierung des Handels mit Wildtieren mĂŒssten getroffen werden.

Corona wird also nicht die letzte große Seuche gewesen sein.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Astrid Clasen
AffenpockenChinaRKIUSA

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website