• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Waffenlieferungen: Neue Angriffe und Putin droht Ukraine-UnterstĂŒtzern


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextVor EM-Start: DFB bangt um Top-SpielerinSymbolbild fĂŒr einen TextItalien ruft DĂŒrre-Notstand ausSymbolbild fĂŒr ein VideoTschetschenen veröffentlichen BotschaftSymbolbild fĂŒr einen TextMelnyk bald nicht mehr Botschafter?Symbolbild fĂŒr einen TextBarcelona mit Transfer-DoppelschlagSymbolbild fĂŒr ein VideoUrlaubsflieger von Kampfjets abgefangenSymbolbild fĂŒr einen TextAnja Reschke bekommt ARD-ShowSymbolbild fĂŒr einen Text25 Grad warmer Fluss: Fische in GefahrSymbolbild fĂŒr einen TextFĂŒrstin CharlĂšne zeigt sich im KrankenhausSymbolbild fĂŒr einen TextTV-Star Anna Heiser wollte sich trennenSymbolbild fĂŒr einen TextFrau gefilmt und begrabscht: Opfer gesuchtSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserÜberraschende GĂ€ste auf Lindner-HochzeitSymbolbild fĂŒr einen TextSo beugen Sie Geheimratsecken vor

Neue Angriffe und Putin droht Ukraine-UnterstĂŒtzern

Von dpa
Aktualisiert am 28.04.2022Lesedauer: 5 Min.
In Borodjanka sind nur noch Ruinen eines Wohnblocks ĂŒbrig.
In Borodjanka sind nur noch Ruinen eines Wohnblocks ĂŒbrig. (Quelle: -/Ukrinform/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Kiew/Moskau (dpa) - Durch Beschuss sind in der Region Charkiw ukrainischen Angaben zufolge mindestens drei Menschen getötet und sechs verletzt worden, darunter ein 14 Jahre altes Kind. Die örtliche Verwaltung machte Russland in der Nacht zu Donnerstag fĂŒr die zivilen Opfer verantwortlich.

Zwei der sechs Verwundeten seien schwer verletzt, teilte der regionale MilitĂ€rchef Oleg Synegubow mit. Das russische MilitĂ€r habe Artillerie und Mörser eingesetzt. Die ukrainische Armee halte die Stellung und fĂŒge dem "Feind" Verluste zu. Mehrere Russen seien gefangen genommen worden. Die Angaben konnten zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig geprĂŒft werden.

Unterdessen wurden aus der Stadt Cherson, deren Einnahme Russland gemeldet hatte, mehrere Explosionen berichtet. Die Detonationen hÀtten sich unweit des Fernsehzentrums ereignet, teilten ukrainische Medien mit. Danach sei ein Feuer ausgebrochen. Details waren unklar.

In der Region Sumy berichtete die lokale Verwaltung ĂŒber mehr als 50 EinschĂŒssen von Mörsern. Von Opfern sei nichts bekannt, sagte ein Behördensprecher. Auch aus Mykolajiw wurden Angriffe gemeldet. In der NĂ€he von Odessa schoss die Luftabwehr eine russische Spionagedrohne ĂŒber dem Schwarzen Meer ab, wie die ukrainische Armee mitteilte.

Heftige Drohungen an Ukraine-UnterstĂŒtzer - "Angstpropaganda"

Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin hat den UnterstĂŒtzern der Ukraine erneut gedroht - mit Gaslieferstopps, aber auch mit militĂ€rischen Konsequenzen. Wer sich von außen einmischen wolle und eine fĂŒr Russland unannehmbare strategische Bedrohung schaffe, mĂŒsse wissen, dass die Antwort "blitzschnell, rasch" sein werde, sagte Putin am Mittwoch in St. Petersburg. Trotz Sorgen vor einer Eskalation des russischen Angriffkriegs hat sich die Bundesregierung dazu durchgerungen, auch schwere Waffen an die Ukraine zu liefern. Am Mittwoch einigten sich Ampel-Koalition und Opposition auf einen Kompromiss. Seit Mittwoch sind mit Polen und Bulgarien außerdem die ersten beiden LĂ€nder ohne russisches Gas. Und auch hier drohte Putin mit Folgen auch fĂŒr andere LĂ€nder.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Neue Corona-Variante beunruhigt Fachleute
Labormitarbeiterin mit einer Corona-Probe: "Noch bevor wir mit der BA.5-Welle durch sind, mĂŒssen wir uns vielleicht schon auf die nĂ€chste vorbereiten".


Drei Monate nach dem Einmarsch seiner Truppen in die Ukraine drohte Putin, fĂŒr mögliche GegenschlĂ€ge habe Russland "alle Instrumente". Bei einer Versammlung von SpitzenfunktionĂ€ren sagte er: "Und wir werden nicht prahlen. Wir werden sie anwenden, wenn es nötig ist. Und ich will, dass alle das wissen." Der Kremlchef hatte auch die Atomwaffen des Landes als Warnung an die Nato in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen lassen.

Der GrĂŒnen-Politiker Anton Hofreiter hĂ€lt eine solche Eskalation allerdings fĂŒr unwahrscheinlich. Er gehe nicht davon aus, "dass im Kreml lauter SelbstmordattentĂ€ter sitzen", sagte der Vorsitzende des Bundestags-Europaausschusses dem "Spiegel". Hofreiter warnte davor, die "Angstpropaganda des Kremls" zu ĂŒbernehmen.

Kompromiss in der Debatte um Waffenlieferungen

Die Sorge vor einer weiteren Eskalation hatte auch die Debatte ĂŒber die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine bestimmt - Bundeskanzler Olaf Scholz hatte deswegen lange gezögert und war vor allem von der CDU, aber auch aus der eigenen Ampel-Koalition heftig dafĂŒr kritisiert worden. Erst am Dienstag kĂŒndigte die Bundesregierung solche Lieferungen nun an, Mittwoch einigten sich Regierung und Opposition auf einen gemeinsamen Antrag.

Außenministerin Annalena Baerbock verteidigte die Entscheidung zur Lieferung schwerer Waffen - auch vor dem Hintergrund von Warnungen vor einer drohenden atomaren Eskalation. Welche Schritte Russland in dem Krieg noch gehe, liege allein im Ermessen Putins, sagte die GrĂŒnen-Politikerin im Bundestag auf die Frage, welche Rolle die Gefahr eines Atomkrieges bei der Entscheidung gespielt habe. Baerbock ergĂ€nzte: "Deswegen können wir auch nichts komplett ausschließen." Am Dienstag hatte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) der Ukraine die Lieferung des Flugabwehrpanzers Gepard aus IndustriebestĂ€nden in Aussicht gestellt.

"Der Hahn wurde zugedreht"

Im Gasstreit zwischen Russland und dem Westen stellte der Staatskonzern Gazprom seine Lieferungen nach Polen und Bulgarien am Mittwoch ein. "Der Hahn wurde zugedreht", sagte Polens Klimaministerin Anna Moskwa. Als Grund gab Gazprom an, dass die Unternehmen PGNiG und Bulgargaz nicht rechtzeitig in Rubel gezahlt hĂ€tten. Sofia und Warschau betonten dagegen, ihre Verpflichtungen erfĂŒllt zu haben.

Auf die Bundesrepublik hat die Entscheidung zunÀchst wohl keine Auswirkungen. "Derzeit ist die Versorgungssicherheit hier gewÀhrleistet", teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Hintergrund des Gaskonfliktes ist ein Streit ĂŒber die ZahlungsmodalitĂ€ten. Putin hatte im MĂ€rz gefordert, dass westliche Staaten mit Wirkung zum 1. April Konten bei der Gazprombank eröffnen mĂŒssen, um Lieferungen zu bezahlen. Andernfalls wĂŒrden diese fĂŒr "unfreundliche" LĂ€nder eingestellt. Nach einem von Putin unterzeichneten Dekret können die Zahlungen weiter in Euro oder Dollar auf das russische Konto eingezahlt werden. Die Gazprombank konvertiert das Geld in Rubel und ĂŒberweist den Betrag in der russischen WĂ€hrung an Gazprom. Und auch hier drohte Putin weiteren LĂ€ndern - mit Ă€hnlichen Schritten wie gegen Polen und Bulgarien.

Wegen der stark gestiegenen Energiepreise in Deutschland brachte das Bundeskabinett nun ein milliardenschweres Entlastungspaket fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger auf den Weg. Es profitieren Bahn- wie Autofahrer und fast alle ErwerbstĂ€tigen. Doch umstritten ist, ob die Hilfen die explodierenden Preise auch nur annĂ€hernd abfedern können. Das hĂ€ngt letztlich auch vom Verlauf des Krieges ab - und einem möglichen Lieferstopp fĂŒr russisches Gas.

Guterres erreicht Kiew

Nach seinem Besuch bei Putin kam UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres am Mittwoch in Kiew an. Dort wird er am Donnerstag PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj und Außenminister Dmytro Kuleba treffen. Auch ein Besuch an einem noch unbekannten Ort außerhalb der Hauptstadt ist geplant. Eines der Hauptthemen dĂŒrfte wie auch schon beim vorherigen Besuch in Moskau die Lage in der sĂŒdostukrainischen Hafenstadt Mariupol sein, wo ukrainische Truppen und Zivilisten von der russischen Armee eingekesselt sind.

Druck auf Altkanzler Schröder wÀchst

Altkanzler Gerhard Schröder gerĂ€t derweil wegen seiner Haltung zu Putin zunehmend unter Druck. Schröder drohen neben einem Ausschluss aus der SPD nun auch weitere Konsequenzen. So wurde am Mittwoch der Ruf nach Sanktionen gegen Schröder lauter. Im Bundestag wird zudem ĂŒber eine Begrenzung der Ausstattung fĂŒr ehemalige Kanzler beraten. Schröder hatte in einem Interview mit der Berlin-Chefin der "New York Times" die Empörung ĂŒber sein Verhalten angeheizt. Bereits am Montag hatte SPD-Chefin Saskia Esken Schröder zum Parteiaustritt aufgefordert. "Er verdient sein Geld mit der Arbeit fĂŒr russische Staatsunternehmen", stellte sie fest.

RÀtselhafte AnschlÀge in Transnistrien

Droht eine weitere Front im RĂŒckraum der Ukraine? Im moldauischen Separatistengebiet Transnistrien gibt es rĂ€tselhafte AnschlĂ€ge. Transnistrien und Russland machen die benachbarte Ukraine dafĂŒr verantwortlich, die Kiewer FĂŒhrung geht dagegen von russischen Versuchen aus, Unruhe im RĂŒckraum der Ukraine zu stiften. Seit Montag hat es in Transnistrien an mehreren Orten Explosionen gegeben, zwei Rundfunkmasten wurden zerstört. Ein westlicher Experte schĂ€tzte die Gefahr einer Eskalation in Transnistrien aber derzeit als gering ein. Die dortigen russischen Truppen seien zu schwach, um gegen die Republik Moldau oder die Ukraine vorzurĂŒcken, sagte Marcus Keupp von der MilitĂ€rakademie an der ETH ZĂŒrich.

Steinmeier warnt Kreml: Nato wird jeden Zentimeter verteidigen

Nach einem GesprĂ€ch mit der slowakischen PrĂ€sidentin Zuzanna Caputova warnte BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier den Kreml davor, die Verteidigungsbereitschaft der Nato zu unterschĂ€tzen. "Unsere Demokratien sind stark und wehrhaft", sagte er. "Sie sind bereit und in der Lage, jeden Zentimeter des BĂŒndnisgebietes zu verteidigen - und das gemeinsam." Caputova dankte Steinmeier ausdrĂŒcklich fĂŒr die militĂ€rische Hilfe Deutschlands. "Man sagt, in der Not kannst Du erkennen, wer Dein Freund ist."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Annalena BaerbockBulgarienBundesregierungBundestagChersonGerhard SchröderKiewMilitÀrMoskauNatoOdessaRusslandSPDSumyUkraineWladimir Putin
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website