• Home
  • Politik
  • Ukraine
  • Das geschah in der Nacht: PrĂ€sident Selenskyj spricht von "Hölle im Donbass"


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextLufthansa bringt Mega-Jumbo A380 zurĂŒckSymbolbild fĂŒr einen TextWaldbrand in Brandenburg außer KontrolleSymbolbild fĂŒr einen TextGelbe Giftwolke tötet zwölf MenschenSymbolbild fĂŒr einen TextUSA: Zug mit 200 Passagieren entgleistSymbolbild fĂŒr einen TextOligarchen-Jacht soll versteigert werdenSymbolbild fĂŒr einen TextHut-Panne bei Königin MĂĄximaSymbolbild fĂŒr einen TextARD-Serienstar wird ersetztSymbolbild fĂŒr einen TextDeutsche Tennis-Asse souverĂ€nSymbolbild fĂŒr einen TextDresden: Baukran kracht gegen WohnhausSymbolbild fĂŒr ein VideoDorfbewohner stoppen RiesenkrokodilSymbolbild fĂŒr einen TextErster Wolf in Baden-WĂŒrttemberg entdecktSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRoyal-Expertin sorgt sich um KateSymbolbild fĂŒr einen TextJetzt testen: Was fĂŒr ein Herrscher sind Sie?

PrÀsident Selenskyj spricht von "Hölle im Donbass"

Von dpa
Aktualisiert am 20.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Eine zerstörte Fabrik in der Donbass-Region (Archivbild): Der ukrainische PrÀsident spricht von einer dramatischen Situation in dem Gebiet.
Eine zerstörte Fabrik in der Donbass-Region (Archivbild): Der ukrainische PrÀsident spricht von einer dramatischen Situation in dem Gebiet. (Quelle: Alexander Reka/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Ein Video legt nahe, dass der Kampf um Asowstal wohl noch nicht ganz vorbei ist. Der ukrainische PrĂ€sident sieht die Region Donbass komplett zerstört. Ein Überblick.

Die Ukraine kann ihren Abwehrkampf gegen Russland mit neuen milliardenschweren Hilfen aus den USA fortfĂŒhren. Gut eine Woche nach dem ReprĂ€sentantenhaus verabschiedete am Donnerstag auch die andere Kongresskammer, der Senat, mit großer Mehrheit das Paket mit einem Volumen von fast 40 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro). Sechs Milliarden Dollar sind fĂŒr direkte militĂ€rische Hilfe fĂŒr die Ukraine vorgesehen, die von Russland vor fast drei Monaten angegriffen wurde. US-PrĂ€sident Joe Biden muss das Gesetzespaket noch unterzeichnen.

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj dankte fĂŒr die Hilfe. Er stellte in seiner abendlichen Videoansprache aber auch klar, dass die Ukraine in ihrem Widerstand selbst jeden Monat Milliarden verliere. "Um im Krieg um die Freiheit bestehen zu können, brauchen wir schnelle und ausreichende finanzielle UnterstĂŒtzung", sagte er. Die auslĂ€ndischen Partner der Ukraine sollten Hilfen nicht als Geschenk sehen. "Das ist ihr Beitrag zu ihrer eigenen Sicherheit."

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Und plötzlich ist Putin nicht mehr isoliert
Indiens Premier Modi und Frankreichs PrÀsident Macron beim G7-Gipfel: Andere Sicht auf Russlands Krieg.


Aus dem umkĂ€mpften Stahlwerk Asowstal in Mariupol meldeten sich die letzten ukrainischen Verteidiger zu Wort. In den internationalen BemĂŒhungen um UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine wollen die Außenminister der Mitgliedsstaaten des Europarats am Freitag in Turin beraten.

Außenministerin Annalena Baerbock setzt dabei auf die Geschlossenheit der EuropĂ€er: "Diese haben wir bewiesen, als wir gemeinsam entschieden haben, Russland aus dem Europarat auszuschließen", sagte die GrĂŒnen-Politikerin vor dem Treffen.

"Hölle" im Donbass und angebliches Video aus Asowstal

Die KĂ€mpfe zwischen russischen und ukrainischen Truppen gingen vor allem im Osten der Ukraine im Donbass weiter. Das Kommando der ukrainischen KrĂ€fte in der Region berichtete am Donnerstag davon, dass 14 feindliche Angriffe abgewehrt worden seien. ÜberprĂŒfbar waren die Angaben nicht. Als ein Anzeichen fĂŒr die HĂ€rte der KĂ€mpfe wurden erneut zahlreiche zivile Todesopfer verzeichnet. Allein im Gebiet Donezk wurden nach Behördenangaben fĂŒnf Menschen getötet.

Ein von russischen Truppen zerstörtes Haus in Charkiw (Archivbild): Die Lage im Donbass ist dramatisch.
Ein von russischen Truppen zerstörtes Haus in Charkiw (Archivbild): Die Lage im Donbass ist dramatisch. (Quelle: Daniel Carde/imago-images-bilder)

Selenskyj bezeichnete die Situation im Donbass als "Hölle". Die Armee arbeite weiter an der Befreiung der Region Charkiw, sagte der PrĂ€sident. "Aber im Donbass versuchen die Besatzer, den Druck zu erhöhen. Da ist die Hölle, und das ist keine Übertreibung."

Die Befehlshaber des letzten militĂ€rischen Widerstands der Ukraine in Mariupol befinden sich nach eigenen Angaben immer noch im Stahlwerk Asowstal. Ukrainische Medien verbreiteten am Donnerstag ein Video mit dem Vize-Kommandeur des Regiments Asow, Swjatoslaw Palamar. "Ich und das Kommando sind auf dem WerkgelĂ€nde von Asowstal. Es lĂ€uft eine gewisse Operation, zu deren Details ich nichts sagen werde", sagte Palamar. Die Echtheit des Videos war nicht sofort zu ĂŒberprĂŒfen. Nach russischen Angaben haben sich seit Wochenbeginn 1.730 ukrainische Bewaffnete ergeben, die sich in den Bunkern unter dem Stahlwerk verschanzt hatten. Sie seien in Kriegsgefangenschaft genommen worden.

Wolodymyr Selenskyj bei einer Videoansprache (Archivbild): Der ukrainische PrĂ€sident ist besorgt ĂŒber die Lage im Donbass.
Wolodymyr Selenskyj bei einer Videoansprache (Archivbild): Der ukrainische PrĂ€sident ist besorgt ĂŒber die Lage im Donbass. (Quelle: Ukraine Presidency/imago-images-bilder)

Umfangreiche Hilfen der USA

US-PrĂ€sident Biden begrĂŒĂŸte die Zustimmung zu dem Milliardenpaket als klares Zeichen an die ganze Welt, wie die USA zur Ukraine stĂŒnden. Von den knapp 40 Milliarden Dollar entfĂ€llt rund die HĂ€lfte auf den Verteidigungsbereich. Neben direkten Waffenlieferungen sollen mit weiteren MilliardenbetrĂ€gen US-LagerbestĂ€nde wieder mit militĂ€rischer AusrĂŒstung aufgefĂŒllt werden, die an die Ukraine geschickt wurde. Andere Mittel sind vorgesehen fĂŒr humanitĂ€re Hilfe fĂŒr FlĂŒchtlinge aus der Ukraine oder fĂŒr Menschen weltweit, die infolge des Krieges Hunger leiden. Die US-Regierung hatte zuvor schon mehrere große Pakete zur UnterstĂŒtzung der Ukraine auf den Weg gebracht.

Ukrainischer MilitÀr spricht von Erfolgen

Der ranghöchste MilitĂ€rvertreter der Ukraine hat sich nach Angaben des US-Senders CNN mit Vertretern der Nato getroffen und sich optimistisch ĂŒber den Kriegsverlauf gezeigt. "Heute verteidigen wir uns nicht nur. Wir haben eine Reihe erfolgreicher Gegenangriffe durchgefĂŒhrt", wird General Valeriy Zaluzhny, Oberbefehlshaber des ukrainischen Generalstabs, zitiert. Ukrainische StreitkrĂ€fte hĂ€tten die Belagerung von Charkiw und Mykolajiw entsperrt und kĂ€mpften in Richtung Cherson, sagte er.

Von der Leyen: Wiederaufbauhilfen fĂŒr Ukraine an Reformen binden

EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen hat vorgeschlagen, kĂŒnftige Wiederaufbauhilfen fĂŒr die Ukraine angesichts des EU-Beitrittswunsches des Landes an Reformen zu koppeln. "Wir werden sowieso den Wiederaufbau der Ukraine mitfinanzieren mĂŒssen", sagte von der Leyen am Donnerstag in der ZDF-Sendung "maybrit illner". Dann sei es ihrer Ansicht nach sinnvoll zu sagen: "Ja zu Investitionen, aber gleich mit den notwendigen Reformen, zum Beispiel gegen Korruption oder zum Beispiel fĂŒr den Aufbau der Rechtsstaatlichkeit."

Melnyk zu schweren Waffen: Eindruck, dass Scholz nicht liefern will

Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erneut eine zögerliche Haltung bei der Lieferung schwerer Waffen vorgeworfen. "Wir haben den Eindruck, dass der Kanzler nicht liefern will", sagte Melnyk dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Freitag). Bislang seien weder Gepard-Panzer noch Leopard 1 oder Marder geliefert worden, kritisierte er. Auch der angekĂŒndigte Ringtausch mit T-72-Panzern fĂŒr die Ukraine aus Slowenien habe bisher nicht geklappt.

Berlin kĂŒndigte unterdessen an, Tschechien in einem sogenannten Ringtausch 15 Leopard-2-Panzer zur VerfĂŒgung zu stellen, um damit Lieferungen schwerer Waffen des Nato-Partners an die Ukraine auszugleichen. "Die Auslieferung soll noch dieses Jahr beginnen und auch einen 30-Tage-Vorrat an 120-mm-Munition umfassen", teilte das Verteidigungsministerium den zustĂ€ndigen Obleuten im Bundestag mit. Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vor.

Russische und US-MilitÀrs telefonieren

Nach fast drei Monaten Krieg haben die Generalstabschefs der USA und Russlands ein GesprĂ€ch zur Lage in der Ukraine gefĂŒhrt. Auf Initiative Washingtons hĂ€tten der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow und sein US-Kollege Mark Milley bei dem Telefonat ĂŒber Fragen von gegenseitigem Interesse gesprochen, darunter die Situation in der Ukraine, teilte am Donnerstag das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Details wurden nicht genannt.

Das bringt der Tag

In der Ukraine wird am Freitag der erste Prozess gegen einen russischen Soldaten wegen eines mutmaßlichen Kriegsverbrechens fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft fĂŒr den 21-JĂ€hrigen, der einen Zivilisten erschossen haben soll.

Zur Außenministertagung des Europarates am Freitag kĂŒndigte Baerbock an, dass Deutschland mit anderen Staaten die ausfallenden MitgliedsbeitrĂ€ge Russlands ĂŒbernehmen werde. Die Arbeit der Menschenrechtsorganisation dĂŒrfe nicht unter dem Ausschluss leiden.

In BrĂŒssel treffen sich die fĂŒr Entwicklung zustĂ€ndigen Minister der EU-Staaten zur internationalen ErnĂ€hrungslage, weil die Ukraine durch die russische Blockade als wichtiger Getreidelieferant ausfĂ€llt.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Liesa Wölm
Annalena BaerbockDonezkEUJoe BidenMilitÀrRusslandUSAUkraineWolodymyr Selenskyj
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website