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Nach rasantem Corona-Ausbruch: Vierter Toter in Italien

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Nach rasantem Corona-Ausbruch: Vierter Toter in Italien

24.02.2020, 10:33 Uhr | dpa, AFP, rtr, ds, aj, nhr, mvl, mja, TiK, jmt

Coronavirus: Bahnverkehr über Brenner wieder aufgenommen

Der Personenverkehr zwischen Österreich und Italien über die Brenner-Grenze ist wieder freigegeben. Die Zugverbindung war am Sonntagabend in beide Richtungen für etwa vier Stunden wegen zwei Coronavirus-Verdachtsfällen an der Grenze eingestellt worden. (Quelle: Reuters)

Corona-Verdacht in Italien: Nach der Entwarnung wurde der Zugverkehr am Brenner in der Nacht wieder aufgenommen. (Quelle: Reuters)


In Italien ist nach dem rasanten Ausbruch des Coronavirus der vierte Mensch gestorben. Die chinesische Regierung hat den Nationalen Volkskongress verschoben. Alle Infos im Newsblog.


10.00 Uhr: Vierter Toter bei Coronavirus-Ausbruch in Italien 

In Italien ist der vierte Mensch nach dem Ausbruch des Coronavirus gestorben. Der 84 Jahre alte Mann sei in einem Krankenhaus in Bergamo ums Leben gekommen, berichtete am Montag die Region Lombardei. Der Mann habe andere Vorerkrankungen gehabt, erklärte Regionalpräsident Attilio Fontana in einem Radiointerview. Die Zahl der Infizierten sei alleine in der Lombardei auf 165 gestiegen - am Vorabend waren es in ganz Italien nach Angaben des Zivilschutzes noch rund 150.

Die Lombardei ist die am stärksten betroffene Region in Italien. Fontana sprach sich gegen Hamsterkäufe aus. "Der Wettlauf um Lebensmittel hat keinen Sinn. Die Lieferungen sind gesichert", sagte er. Auf Fotos und Videos waren leer geräumte Regale in Supermärkten in Mailand zu sehen - und lange Schlangen an Kassen.

In der Lombardei wurden zehn Gemeinden in der Provinz Lodi - die südlich der Millionenmetropole Mailand liegt - zu Sperrzonen erklärt. Dort kontrollieren Sicherheitskräfte, wer rein und raus darf. Zudem wurde eine Gemeinde in Venetien abgeriegelt. 

9.30 Uhr: China vertagt Nationalen Volkskongress wegen Coronavirus 

Wegen der Coronavirus-Epidemie verschiebt China die jährliche Sitzung des Nationalen Volkskongresses. Über einen neuen Termin für das eigentlich im März geplante zehntägige Treffen entscheide der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei zu einem späteren Zeitpunkt, berichtete der Staatssender CCTV. Es ist demnach die erste Verschiebung des Volkskongresses seit der Kulturrevolution.

8.30 Uhr: Athen trifft erste Maßnahmen wegen Coronavirus in Italien 

Nach der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien hat Griechenland erste Maßnahmen getroffen. Unter anderem werden seit Montagmorgen die Besatzungen von Fähren, die zwischen Italien und Griechenland pendeln, informiert, welche vorbeugenden Maßnahmen getroffen werden müssen, damit mögliche Verdachtsfälle rasch isoliert werden. Dies berichtete am Montag der griechische Staatsrundfunk.

Bereits am Vorabend hatte Athen alle künftigen Klassenfahrten nach Italien verboten. Die Schüler von zehn Schulen, die sich zurzeit in Italien befinden, sollten zurück nach Griechenland kommen, teilte das Ministerium mit. "Wir treffen alle diese Maßnahmen vorbeugend. Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung", erklärte die griechische Bildungsministerin Niki Kerameos im griechischen Fernsehsender Open am Montagmorgen. In Griechenland sind bislang keine Coronavirusfälle erfasst.

8.20 Uhr: WHO-Experten erstmals seit Ausbruch von Covid-19 in Wuhan 

Erstmals seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China haben Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die schwer betroffene Millionenmetropole Wuhan besucht. Eine von der WHO angeführte internationale Expertengruppe habe zwei Krankenhäuser besichtigt, teilte die Nationale Gesundheitskommission in China am Montag mit. Eine der Kliniken sei provisorisch in einem Sportzentrum eingerichtet worden.

Der Besuch der WHO in Wuhan war der erste seit Ausbruch des Virus Ende vergangenen Jahres, über den die chinesischen Behörden berichteten. Die Expertengruppe traf demnach auch den Chef der chinesischen Gesundheitskommission, Ma Xiaowei, und andere Verantwortliche des Seuchenschutzes der Provinz Hubei, in der Wuhan liegt. Die WHO-Vertreter waren den Angaben zufolge vor mehr als einer Woche in China eingetroffen, um der Volksrepublik bei der Erforschung des Virus zur Seite zu stehen.

Die Elf-Millionen-Einwohner-Stadt Wuhan gilt als Ausgangspunkt der Epidemie. Sie wurde vor einem Monat von den Behörden weitgehend abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. Inzwischen wurden die drakonischen Reisebeschränkungen dort etwas gelockert.

An der Lungenkrankheit Covid-19 starben in China bislang mehr als 2500 Menschen, die meisten davon in Wuhan. In der Volksrepublik sind mehr als 77.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Auch in mindestens zwei Dutzend anderen Ländern gibt es Erkrankungs- und Todesfälle. Am Montag wurden erste Infektionen aus Kuwait und Bahrain gemeldet.

7.15 Uhr: Österreichische Bahn: Keine Einschränkungen mehr im Bahnverkehr 

Nach der kurzzeitigen Unterbrechung des Zugverkehrs über den Brenner gibt es laut den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) keine Einschränkungen mehr auf der Strecke. Wegen des Verdachts auf das Coronavirus war am Sonntagabend ein Zug von Venedig nach München gestoppt worden. Der Eurocity konnte um kurz vor Mitternacht weiterfahren, nachdem Entwarnung gegeben wurde.

Der Verkehr auf der Strecke zwischen Deutschland und Italien sollte nun wieder nach Plan laufen, wie ein ÖBB-Sprecher am Montagmorgen sagte. Auch die Deutsche Bahn ging davon aus, dass der Zugverkehr mit Italien am Montag planmäßig verläuft.

4.27 Uhr: 409 weitere Erkrankungen, 150 Tote in China

Die Zahl der Virus-Erkrankungen in Festland-China steigt nach Angaben der Behörden um 409 an. Am Vortag hatte es 648 neue Fälle gegeben. Damit liegt die Zahl der Erkrankten demnach insgesamt nun bei 77.150. Die Zahl der Toten steigt um 150, nach 97 am Samstag. Insgesamt starben damit bislang 2592 Menschen an den Virus-Folgen. Allein in der Provinz Hubei sind 149 der 150 Toten gemeldet und 398 der insgesamt 409 Neuerkrankungen.

3 Uhr: Chinesische Provinzen fahren Notfallpläne zurück

Vier chinesische Provinzen – Yunnan, Guangdong, Shanxi und Guizhou – fahren ihre Notfallmaßnahmen für das Coronavirus zurück. Die örtlichen Gesundheitskommissionen teilten mit, dass Yunnan und Guizhou ihre Sofortmaßnahmen von Stufe I auf Stufe III senken würden, während Guangdong und Shanxi ihre Maßnahmen auf Stufe II herabstufen würden. China verfügt über ein vierstufiges Reaktionssystem für öffentliche Gesundheitsnotfälle. Es legt fest, welche Maßnahmen anzuwenden sind, wobei die Stufe I die schwerwiegendsten Maßnahmen bei einem Gesundheitsnotstand darstellt.

2.49 Uhr: 161 neue Infektionen in Südkorea

Südkorea meldete 161 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Patienten nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Land auf 763. Ein Erkrankter sei an den Folgen des Virus gestorben, womit die Zahl der Todesopfer in Südkorea auf sieben steigt.

2.24 Uhr: Trump will Erkrankte doch nicht in Alabama unterbringen

US-Präsident Trump will die am Coronavirus erkrankten US-Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" nun doch nicht wie ursprünglich angedacht in einer Bundeseinrichtung in Alabama unterbringen. "Ich habe gerade mit dem Präsidenten telefoniert. Er sagte mir, dass seine Regierung keine mit dem Coronavirus infizierten Passagiere vom Kreuzfahrtschiff Diamond Princess nach Anniston, Alabama, schicken wird. Danke, Trump, dass Sie mit uns zusammengearbeitet haben, um die Sicherheit aller Einwohner zu gewährleisten", erklärte Senator Richard Shelby auf Twitter. Es bleibt zunächst unklar, wo die Patienten stattdessen unter Quarantäne gestellt werden sollen. Das Weiße Haus war nicht sofort für eine Stellungnahme erreichbar.

2.20 Uhr: Wegen Corona-Verdachts gestoppter Zug in München angekommen

Der aus Furcht vor dem Coronavirus am Brenner gestoppte Eurocity ist mit mehrstündiger Verspätung am frühen Montagmorgen in München angekommen. Zahlreiche Passagiere – vereinzelt mit Gesichtsmasken, verließen den aus Venedig eingetroffenen Zug am Hauptbahnhof.

Montag, 24. Februar, 00.10 Uhr: Deutsche Bahn: Zugverkehr mit Italien am Montag wieder planmäßig

Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass der Zugverkehr mit Italien an diesem Montag wieder planmäßig verläuft. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens am Sonntagabend in Berlin. Die Passagiere des Eurocity 86 von Venedig nach München, der am Sonntagabend aus Furcht vor dem Coronavirus am Brenner gestoppt worden war, weil zwei deutsche Frauen an Bord Fieber hatten, seien inzwischen in den Eurocity 1288 eingestiegen. In Kürze könne dieser Zug weiterfahren. Der Eurocity 1288 war ebenfalls am Brenner gestoppt worden, auch er war auf dem Weg von Venedig nach München. Er werde nun mit einigen Stunden Verspätung in München erwartet.

Sonntag, 23. Februar, 21.30 Uhr: Österreich stellt den Zugverkehr über den Brenner nach Italien ein

Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen sind zwei Züge auf der zentralen Brenner-Route zwischen Italien und Österreich am Sonntagabend gestoppt worden. Rund 500 Passagiere mussten stundenlang warten, bevor die Behörden in Österreich kurz vor Mitternacht grünes Licht für die Weiterfahrt gaben. Zu diesem Zeitpunkt waren laut Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bereits alle Passagiere des Eurocitys (EC) 86 von Venedig nach München in den nachfolgenden EC 1288 ebenfalls mit dem Ziel München umgestiegen.

Die österreichischen Behörden hatten darauf bestanden, dass zwei Ärzte an Bord gehen. Ausgelöst wurde der Zwangsstopp durch zwei fiebernde Frauen an Bord, die aber nach Angaben des österreichischen Innenministeriums negativ auf das Virus getestet wurden. Die Bahnpassagiere waren während der Wartezeit von den ÖBB verpflegt worden. 

Die italienische staatliche Eisenbahngesellschaft hatte die ÖBB zuvor über die möglichen Fälle informiert. Bereits zu diesem Zeitpunkt war ein Teil des Zuges isoliert worden. Von der zeitweisen Sperre des Zugverkehrs über den Brenner war auch ein Fernzug von Nizza nach Moskau betroffen. Er wurde laut ÖBB über eine andere Route umgeleitet. Ein Regionalexpress aus Österreich in Richtung Italien kehrte am Abend um. Der Brenner ist die wichtigste Bahnstrecke von Italien nach Deutschland. 

21.20 Uhr: EU-Behörde: Risiko für Europäer niedrig bis moderat

Nach der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in Italien hält die europäische Präventionsbehörde ECDC das Infektionsrisiko für Europäer für niedrig bis moderat. Das geht aus einer Risikobewertung hervor, die das ECDC am Abend auf seiner Website veröffentlichte. Das Risiko, dass anderswo in Europa ähnliche Cluster wie in Italien auftreten könnten, werde zurzeit als moderat bis hoch betrachtet. Einmal importiert könne sich das Virus schnell übertragen.

ECDC-Direktorin Andrea Ammon erklärte, man rechne damit, dass es in den kommenden Tagen weitere Fälle in Italien sowie möglicherweise auch in anderen Teilen der EU geben werde. Eine neue Risikobewertung sollte nach Angaben eines Sprechers der in Solna bei Stockholm ansässigen EU-Behörde aller Voraussicht nach am Montag veröffentlicht werden.

20.30 Uhr: Österreich stoppt Zug mit Verdachtsfällen an Grenze

Ein Zug aus Italien ist an der Grenze zu Österreich gestoppt worden, berichtet das Nachrichtenportal "oe24.at". An Bord befänden sich zwei Personen, bei denen der Verdacht einer Corona-Erkrankung bestehe. Die italienische Staatsbahn habe die österreichische Seite darüber informiert, berichtete das Portal unter Berufung von Innenminister Karl Nehammer. Der Zug befinde sich am Grenzbahnhof des Brennerpasses auf italienischer Seite. 

20.20 Uhr: Zahl der Infizierten in Italien steigt

Die Zahl der mit dem Coronavirus-Infizierten Menschen in Italien steigt. Es seien bisher 152 Personen positiv getestet worden, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Die meisten Infizierten gibt es in der Lombardei. Es folgen die Regionen Venetien, Emilia-Romagna, Piemont und Latium.

Vom Robert Koch-Institut hieß es in Berlin, Reisende aus italienischen Regionen mit Erkrankungsfällen, die innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten unter Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen. Nach Möglichkeit sollten diese Menschen zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen und sich die Armbeuge oder ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen, vor Mund und Nase halten. Auch die Hände regelmäßig gründlich mit Seife zu waschen, wird empfohlen.

18.15 Uhr: Weitere Patientin stirbt in Italien

In Italien ist eine weitere mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Patientin gestorben, sagte der Chef der lombardischen Gesundheitsbehörde, Giulio Gallera, bei einer Pressekonferenz. Die 78-Jährige litt bereits unter Krebs, als das Virus bei ihr nachgewiesen wurde. Ob das Coronavirus die Todesursache war, war zunächst unklar. In diesem Fall wäre die Frau das dritte Todesopfer durch den neuartigen Erreger in Italien.

15.30 Uhr: So leben die Menschen in Italiens Geisterstädten

Ein rasanter Anstieg von Coronavirus-Erkrankungen hat Italien überrumpelt. Mehrere Städte im Norden des Landes wurden abgeriegelt. Experten fürchten, dass eine Pandemie nicht mehr zu verhindern ist. Lesen Sie hier mehr.

14.36 Uhr: Drei Tote, fast 700 Infizierte – Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" weiter im Fokus

Von den Crewmitgliedern und Passagieren des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind weitere 57 positiv auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am späten Sonntagabend (Ortszeit). Damit erhöht sich die Zahl bekannter Infektionen unter Menschen von Bord des Kreuzfahrtschiffs auf mehr als 690. Einschließlich dieser Fälle zählt Japan inzwischen mehr als rund 840 Infektionen.

Zuvor hatte das Gesundheitsministerium einen dritten Todesfall unter den Menschen von Bord der "Diamond Princess" gemeldet. Der Japaner in den 80ern sei einer Lungenentzündung erlegen. Ob er positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde, teilte das Ministerium nicht mit, da die Familie nicht ihr Einverständnis gegeben habe, berichteten Medien.

Die von der Regierung in Tokio angeordnete, inzwischen aufgehobene zweiwöchige Quarantäne auf dem Schiff war von einigen Experten als unzureichend kritisiert worden. Bei einer zunächst negativ auf das neue Coronavirus getesteten japanischen Passagierin des Schiffs war nachträglich das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Die Regierung hatte der Frau in ihren 60ern erlaubt, die "Diamond Princess" nach Ende der Quarantäne zusammen mit Hunderten anderen negativ getesteten Passagieren am Mittwoch zu verlassen. Sie durften mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren, was auf Unverständnis stieß.

12.33 Uhr: Südkorea ruft höchste Warnstufe aus

Nach der rasanten Verbreitung des neuartigen Coronavirus in den vergangenen Tagen in Südkorea hat die Regierung die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen. Präsident Moon Jae In gab die Entscheidung laut seinem Büro bekannt. In einigen Tagen werde ein "kritischer Moment" im Kampf gegen Covid-19 erreicht sein, sagte Moon. Die Zentralregierung wie auch die Lokalregierungen sollten nicht zögern, beispiellose Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit SARS-CoV-2 in Südkorea im Verlauf des Tags um 169 auf 602. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Erreger habe sich von vier auf sechs erhöht.

12.17 Uhr: Dritter Passagier der "Diamond Princess" in Japan gestorben

In Japan ist mittlerweile der dritte Passagier des unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" gestorben. Das berichtet der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Es handele sich um einen etwa 80-jährigen Mann. Die "Diamond Princess" liegt im Hafen von Yokohama.

11.51 Uhr: Zahl der Coronavirus-Fälle in Italien steigt auf mehr als hundert

In Italien ist die Zahl der Infektionen mit dem Virus auf mehr als hundert gestiegen. Allein in der norditalienischen Region Lombardei seien 89 Menschen infiziert, sagte Regionalpräsident Attilio Fontana am Sonntag dem Fernsehsender SkyTG24. Er forderte "verschärfte Kontrollen" an den Grenzen. Am Samstag hatte die Zahl der Infektionen in Italien noch bei 79 gelegen, zwei Menschen starben nach Behördenangaben an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

11.47 Uhr: Karneval in Venedig soll wegen Coronavirus beendet

Der berühmte Karneval in Venedig wird aus Sorge wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens abgesagt. Das teilte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, am Sonntag mit.

"Wir müssen uns drastischen Maßnahmen anpassen", sagte Zaia Reportern in der Region Venetien. Dazu zähle die Absage des Venezianischen Karnevals "und sogar noch mehr".

Mehr Informationen dazu finden Sie HIER. 

11.14 Uhr: 180 Schüler in Israel müssen zwei Wochen in Quarantäne

Fast 200 israelische Schulkinder müssen zwei Wochen lang zuhause bleiben, weil sie mit südkoreanischen Touristen in Kontakt gekommen sein könnten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Die zweiwöchige Quarantäne für 180 Schulkinder aus insgesamt drei Schulen beginne am Sonntag, teilte das israelische Bildungsministerium mit. Die Anweisung gelte auch für 18 Lehrer und einen Aufseher.

10.53 Uhr: Acht Tote und 43 Infizierte im Iran

Im Iran sind bislang acht Menschen infolge des Coronavirus gestorben. Das teilt das Gesundheitsministerium in Teheran mit. Die Zahl der Infizierten sei auf 43 gestiegen.

8.21 Uhr: Viele Neuinfektionen – wieder fast hundert Tote in China

In China sind erneut fast 100 Menschen dem neuartigen Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Pekinger Gesundheitskommission meldete 97 weitere Tote, womit die Gesamtzahl der Opfer seit Ausbruch der Covid-19 genannten Krankheit in China auf 2442 gestiegen ist.

Die Zahl neu bestätigter Infektionen kletterte um 648 auf 76.936. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt bislang mehr als 1500 Infektionen und 19 Todesfälle bekannt. In Südkorea und Italien waren die Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 zuletzt sprunghaft gestiegen.

7.40 Uhr: Drei Serie-A-Spiele abgesagt

Die Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens hat zur Absage von drei für Sonntag angesetzten Serie-A-Spielen geführt. Die Begegnungen zwischen Inter Mailand und Sampdoria Genua, Atalanta Bergamo und US Sassuolo Calcio sowie Hellas Verona und Calgliari Calcio können nicht wie geplant stattfinden, da alle Sportveranstaltungen in der Lombardei und Venetien abgesagt wurden.

Damit wollen die Behörden eine noch weitere Verbreitung des Virus eindämmen. In Italien sind mittlerweile 79 Coronavirus-Fälle bestätigt, zwei Menschen sind bislang an den Folgen einer Infektion gestorben.

Samstag, 22. Februar, 16.56 Uhr: Italien schwer betroffen von Covid-19

Es ist der bisher schlimmste bekannte Ausbruch des neuen Coronavirus in Europa: In Italien ist das Virus inzwischen bei mehr als 50 Menschen  nachgewiesen worden, wie die Behörden mitteilten. 39 der Infektionen wurden in der norditalienischen Lombardei erfasst, 12 in Venetien. Der Ausbruch in der Lombardei geht auf einen 38-Jährigen zurück, der seit Mittwoch schwer erkrankt in der Klinik der Kleinstadt Codogno behandelt und tags darauf positiv auf den Erreger getestet wurde. Zwei Todesfälle wurden mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Bei einer am Donnerstag verstorbenen 77-Jährigen aus der Lombardei wurde das Virus posthum nachgewiesen. Die Lungenerkrankung gilt auch bei einem 78-Jährigen aus Venetien als mutmaßliche Todesursache, wie ein Sprecher des italienischen Zivilschutzes mitteilte. 

In zehn Gemeinden der Lombardei wurden Schulen und ein Großteil der Geschäfte vorübergehend geschlossen. Rund 50.000 Einwohner sind aufgerufen, möglichst zuhause zu bleiben. Großveranstaltungen wie Gottesdienste, Karnevalsfeste und Sportevents wurden verboten. Auch in Venetien wurden Maßnahmen vorbereitet, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte kam zu Krisengesprächen mit der Zivilschutzbehörde des Landes zusammen.

12.13 Uhr: Coronavirus-Gefahr in Bayern noch nicht gebannt

Obwohl fast alle der 14 Coronavirus-Patienten in Bayern die Kliniken verlassen haben und es seit mehr als einer Woche keine neue bestätigte Infektion gab, bleibt die Gefahr nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Melanie Huml bestehen. "Es gibt noch keinen Grund zur Entwarnung – deshalb hat für uns der Schutz der Bevölkerung weiterhin oberste Priorität", sagte die CSU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in München.

Eine chinesische Mitarbeiterin des Autozulieferers Webasto war im Januar zu einer Schulung in der Firmenzentrale in Gauting. Mit dabei hatte sie - unwissend - das neue Coronavirus. 14 Infektionen mit dem neuartigen Virus SARS-CoV-2 zählte das Ministerium seither. Allesamt sind Webasto-Mitarbeiter oder deren Angehörige.

"Ich freue mich auch sehr darüber, dass fast alle der insgesamt 14 Patienten das Krankenhaus wieder verlassen konnten", sagte Huml. Für die meisten der mehr als 200 Kontaktpersonen sei zudem die Quarantäne aufgehoben worden. "Aber solange das Coronavirus nicht weltweit unter Kontrolle ist, können wir neue Fälle nicht ausschließen."

10.42 Uhr: Iran setzt Pilgerreisen in den Irak wegen Virus aus

Der Iran setzt Pilgerreisen ins Nachbarland Irak wegen der Ausbreitung des Coronavirus aus. Das meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Behörde, die die Pilgerreisen beaufsichtigt. Die meisten Infektionen im Iran wurden in der den Schiiten heiligen Stadt Ghom gemeldet. Die Behörden haben dazu aufgerufen, dort auf religiöse Versammlungen zu verzichten.

10.15 Uhr: Zweiter Coronavirus-Patient in Italien gestorben

In Italien ist einem Medienbericht zufolge ein zweiter mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Das meldet die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Insider im Gesundheitswesen.

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10.01 Uhr: Virus-Fall in Samsung-Fabrik in Südkorea bestätigt

Der Elektronikkonzern Samsung berichtet von einem bestätigten Infektionsfall in seinem Werk in Gumi in Südkorea. Die Niederlassung, in der Mobiltelefone hergestellt werden, sei geschlossen worden.

7.07 Uhr: Chinesische Behörden – Inkubationszeit könnte 27 Tage dauern

Die Inkubationszeit könnte nach chinesischen Angaben länger sein als die bislang angenommenen zwei Wochen. Ein 70-jähriger Mann in der Provinz Hubei habe sich mit dem Coronavirus infiziert, aber 27 Tage lang keine Symptome gezeigt, teilt die Provinzregierung mit. Eine längere Dauer von der Ansteckung bis zu den ersten Anzeichen der Krankheit könnte die Bemühungen erschweren, die Epidemie einzudämmen.

6.30 Uhr: Passagiere von Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Berlin gelandet

Mehrere Ex-Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess", das wegen des Coronavirus zwei Wochen im japanischen Yokohama unter Quarantäne stand, sind in Berlin eingetroffen. An Bord einer italienischen Maschine landeten die Menschen am Samstagmorgen im militärischen Teil des Flughafens Tegel, wie das Auswärtige Amt auf Twitter mitteilte.

Dort sollten sie von einem Amtsarzt im Empfang genommen und untersucht werden. Laut Behörden sollten die Rückkehrer zwei Wochen lang zu Hause isoliert werden. Über die Berliner Passagiere hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag gesagt, diese seien negativ auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden.

5.55 Uhr: Italien meldet ersten Todesfall durch neuartiges Coronavirus

Italien hat den ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Bei dem Opfer handele es sich um einen 78-jährigen Italiener, der zuvor positiv auf das Virus getestet worden war, sagte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag. Der Mann sei wegen einer anderen Krankheit seit etwa zehn Tagen in einem Krankenhaus in der Region Venetien im Norden Italiens behandelt worden.

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Viruserkrankung hatten die Behörden am Freitag bereits in mindestens zehn norditalienischen Städten die sofortige Schließung von Schulen, Behörden und sonstigen öffentlichen Gebäuden angeordnet. Auch Lebensmittelgeschäfte, Bars, Diskotheken sowie Sportzentren sollten in den betroffenen Orten mindestens für eine Woche geschlossen bleiben, teilte Gesundheitsminister Speranza nach einer Krisensitzung mit, die wegen mehr als ein Dutzend neuer Infektionsfälle in Norditalien einberufen worden war.

14 Menschen wurden nach Angaben der Behörden in der Lombardei in und um die Kleinstadt Codogno positiv auf das Virus getestet. Zwei weitere Fälle waren in der Region Venetien von örtlichen Behörden bestätigt worden.

5.38 Uhr: Chinas Zentralbank will die Wirtschaft stützen

Chinas Notenbank will die von der Epidemie belastete Wirtschaft des Landes stützen. Die People's Bank of China (PBOC) wolle die Marktzinsen senken und für ausreichend Liquidität sorgen, sagte einer ihrer Vize-Gouverneure staatlichen Medien.

2.17 Uhr: China meldet erneut über hundert Virus-Tote und Hunderte Neuinfektionen

Dem neuartigen Coronavirus sind in China nach offiziellen Angaben weitere 109 Menschen zum Opfer gefallen. Zudem sei die Zahl der neu bestätigten Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 um 397 auf nun 76 288 Fälle gestiegen, teilte die Gesundheitskommission in Peking am Samstag mit. Die mit Abstand meisten Todesfälle und Infektionen wurden erneut aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei gemeldet, wo die Covid-19 genannte Lungenkrankheit ursprünglich in der Millionenstadt Wuhan ausgebrochen war. Außerhalb des chinesischen Festlands sind bislang 15 Tote und mehr als 1.300 Infektionen bestätigt worden, 16 davon in Deutschland.

Freitag, 21. Februar, 19.22 Uhr: Coronavirus bricht in Italien aus

Die Zahl nachgewiesener Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in der norditalienischen Lombardei hat sich am Freitagabend um weitere 8 auf 14 erhöht. Das teilte der Gesundheitsbeauftragte der Lombardei, Giulio Gallera, mit. Betroffen sind demnach auch fünf Angestellte des Krankenhauses der Kleinstadt Codogno, die sich angesteckt hätten, als das Virus noch nicht als Ursache der Erkrankung entdeckt war. Ein 38-jähriger Patient lag am Freitag in ernstem Zustand auf der Intensivstation des Krankenhauses. Zu den bisher positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Menschen in der Lombardei gehört zudem auch die schwangere Frau des Schwerkranken. Mit drei zuvor in Rom erfassten Fällen gibt es nun insgesamt 17 Nachweise in Italien.

13.48 Uhr: Weitere deutsche China-Rückkehrer in Stuttgart gelandet

Die Rückkehrer aus der vom neuen Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei sind in Stuttgart gelandet. Die Maschine mit den 15 Passagieren setzte am am frühen Nachmittag auf dem Stuttgarter Flughafen auf.

"Allen geht es gut", sagte Stefan Brockmann vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg nach der Landung. Laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) sind unter den Rückkehrern vier Familien. Insgesamt handelt es sich demnach um zehn Erwachsene und fünf Kinder. Das jüngste ist noch kein Jahr alt, das älteste fünf. Die Rückkehrer sollen für 14 Tage in einem Hotel in Kirchheim/Teck in Quarantäne bleiben.

13.36 Uhr: Dutzende weitere Covid-19-Fälle in südkoreanischer Sekte

In Südkorea sind dutzende weitere Fälle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus unter den Mitgliedern einer Sekte bestätigt worden. Wie die für die Bekämpfung von Epidemien zuständige Behörde des Landes mitteilte, wurden 39 neue Infektionsfälle bei Mitgliedern der Shincheonji Church of Jesus aus der Stadt Daegu nachgewiesen. Die offizielle Gesamtzahl der mit dem Virus infizierten Sektenmitglieder stieg damit auf mehr als 80.

Die Verbreitung des Virus in der Sekte ging nach Angaben der Behörden von einer 61-jährigen Anhängerin der Religionsgemeinschaft aus, die Virustests zunächst verweigert hatte und weiter zu Gottesdiensten gegangen war. Die Shincheonji-Gemeinschaft hat wegen des Virus landesweit ihre Einrichtungen geschlossen.

13.27 Uhr: Zwei weitere Covid-19-Patienten im Iran gestorben

Im Iran sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwei weitere Covid-19-Patienten gestorben. "In den letzten Tagen gab es positive Testergebnisse bei 13 weiteren Coronavirus SARS-CoV-2 Patienten und leider sind zwei von ihnen in der Zwischenzeit gestorben", twitterte Ministeriumssprecher Kianusch Dschahnpur. Schon am Mittwoch waren in Ghom zwei Patienten an der von dem Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. In den iranischen Medien wird den Bürgern immer wieder versichert, dass die Lage landesweit unter Kontrolle sei.

6.27 Uhr: China-Rückkehrer werden in Stuttgart un Berlin erwartet

Nach einer neuen europäischen Rückholaktion aus Wuhan sollen heute in Stuttgart mehr als ein Dutzend Heimkehrer eintreffen. Sie kommen zunächst mit anderen Europäern in einer französischen Maschine nach Paris. Nach ihrer Ankunft am Vormittag auf dem Flughafen Stuttgart sollen die Reisenden zunächst untersucht und dann in eine Quarantäne-Station im Landkreis Esslingen gebracht werden. Die Rückkehrer werden vom Deutschen Roten Kreuz betreut.

Sechs Deutsche, die in Yokohama noch auf der "Diamond Princess" waren, fliegen mit anderen Europäern in einem italienischen Flugzeug nach Berlin. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio erfuhr, ist der Abflug für Freitagmittag geplant. Das Schiff hatte zwei Wochen unter Quarantäne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv getestet worden und liegt in Japan im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher und seine japanische Frau aus München wollen noch einige Tage in Tokio bleiben.

3 Uhr: Deutsche von Bord der "Diamond Princess" werden aus Japan ausgeflogen

Alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan verbliebenen Deutschen werden mit einem italienischen Flugzeug nach Berlin ausgeflogen. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio am Freitag erfuhr, ist der Abflug für Freitagabend 22 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ) geplant.

Das Schiff hatte wegen des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zwei Wochen lang im japanischen Yokohama unter Quarantäne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv auf den Erreger getestet worden und liegt im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher will mit seiner japanischen Frau aus München noch einige Tage in Tokio bleiben. Die übrigen sechs Passagiere aus Deutschland reisen mit anderen Europäern mit dem Flieger aus Italien aus. Die Maschine werde zuerst einen Zwischenstopp in Berlin machen, hieß es.

Unterdessen geht die Ausschiffung der negativ auf das Virus getesteten Passagiere von Bord der "Diamond Princess" weiter. Nachdem an beiden Vortagen zusammen 717 Passagiere das Schiff verlassen hatten, sollten am Freitag weitere rund 450 Menschen von Bord, wie der japanische Fernsehsender NHK meldete.

2 Uhr: Ausschreitungen vor Quarantänestation in der Ukraine

Aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 haben in der Zentralukraine Anwohner eine Verbindungsstraße zu einer Quarantänestation blockiert. Dabei sei es zu Rangeleien mit der Polizei gekommen, teilten die Behörden in Poltawa am Donnerstag mit. Später habe es vor dem Gebäude Ausschreitungen gegeben. Mehrere Hundert Polizisten und Demonstranten standen sich auch am Abend noch gegenüber.

Es ist geplant, Dutzende Ukrainer in einem Sanatorium der ukrainischen Nationalgarde in der Ortschaft Nowi Sanschary knapp 300 Kilometer östlich von Kiew unterzubringen. Sie wurden am Donnerstag neben anderen Staatsangehörigen mit einem Charterflug aus der chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen. An Bord befanden sich 45 Ukrainer und 27 Angehörige anderer Staaten. Alle Passagiere müssen für zwei Wochen in Quarantäne, wie es vom Gesundheitsministerium hieß. Zunächst war unklar, ob dieser Plan angesichts der Proteste überhaupt noch umgesetzt wird. In der Ukraine wurde bisher keine SARS-CoV-2-Infektion gemeldet.

Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich geschockt: "Die Versuche, Straßen, Krankenhäuser zu blockieren und Bürger der Ukraine nicht in die Ukraine zu lassen – damit zeigen wir bei weitem nicht die beste Seite unseres Charakters." Ministerpräsident Alexej Gontscharuk flog am Abend von Kiew in das Gebiet Poltawa, um sich ein Bild der Lage zu machen. Auch in westukrainischen Städten gab es ähnliche Proteste.

2 Uhr: Ermittlungen in Russland – Mann mit durchgeschnittener Kehle

Auch in Russland wachsen die Vorbehalte gegenüber möglichen Patienten mit dem neuartigen Virus. Nahe der Stadt Kursk im Westen des Landes wurde ein Chinese nach Berichten lokaler Medien mit durchgeschnittener Kehle in einem Hostelbett gefunden. Zuvor war der Mann wegen des Verdachts auf die Lungenerkrankung Covid-19 in einem Krankenhaus untersucht, aber als gesund entlassen worden. Die Ermittler wollten einen Zusammenhang zwischen dem Tod und Vorbehalten wegen des Klinikaufenthalts prüfen.

1.50 Uhr: Irak schließt Grenze zum Iran

Aus Furcht vor einem Überschwappen des nun auch im Iran nachgewiesenen Coronavirus hat der Irak seine Grenze zum Nachbarland geschlossen. Iraner dürften die Übergänge nicht länger passieren, und aus der Islamischen Republik einreisende Iraker würden den vom Gesundheitsministerium angeordneten Prüfungen unterzogen, teilte die irakische Grenzschutzbehörde am Donnerstag mit. Das Einreiseverbot für Iraner soll demnach zunächst drei Tage lang gelten. Irakischen Medienberichten zufolge setzte die staatliche Fluggesellschaft Iraqi Airways zudem vorerst ihre Verbindungen zu iranischen Zielen aus.

Hintergrund sind zwei auf den Erreger SARS-CoV-2 zurückgeführte Todesfälle in der iranischen Großstadt Ghom, die am Mittwoch von den Behörden gemeldet wurden – obwohl zuvor keine einzige Infektion im Land erfasst worden war. Bei den Toten soll es sich um zwei ältere Männer handeln, die den Angaben zufolge nicht außerhalb ihrer Heimatstadt Ghom gewesen waren. Auch Kontakt zu chinesischen Touristen hatten sie demnach nicht.Alle Schulen und Hochschulen in Ghom wurden vorläufig geschlossen, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete. Die fast 1,2 Millionen Einwohner der 140 Kilometer südlich von Teheran gelegenen Stadt wurden dazu aufgerufen, körperlichen Kontakt zu meiden.

Das genaue Ausmaß möglicher Infektionen im Iran ist unklar. Während das Staatsradio der Bevölkerung versicherte, dass alles unter Kontrolle sei, berief das Innenministerium eine Dringlichkeitssitzung ein. Da am Freitag Parlamentswahlen anstehen, bestand zudem die Sorge, dass Ängste vor dem Virus die Wahlbeteiligung senken könnten.

1 Uhr: China meldet wieder mehr als hundert neue Virus-Tote

An dem neuartigen Coronavirus sind in China nach offiziellen Angaben weitere 118 Patienten gestorben – damit gibt es nun bereits 2.236 gemeldete Todesfälle in der Volksrepublik. Innerhalb eines Tages sei die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 889 auf insgesamt 75.465 Fälle gestiegen, teilte die Gesundheitskommission am Freitag in Peking mit. Experten rechnen allerdings mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer.

Knapp die Hälfte der offiziell neu bestätigten Ansteckungen mit dem SARS-CoV-2 genannten Virus wurden aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet. Der Anstieg fiel den zweiten Tag in Folge niedriger aus, nachdem China erneut die Zählweise in der Statistik geändert hatte.

Donnerstag, 20. Februar, 12.32 Uhr: China: Deutlicher Rückgang der Neuerkrankungen

Die chinesischen Behörden haben einen deutlichen Rückgang der neu registrierten Coronavirus-Fälle sowie Erfolge im Kampf gegen die Epidemie vermeldet. In der am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei wurden nach Angaben der Regierung rund 600 neue Fälle registriert – deutlich weniger als die 1.749 am Vortag gemeldeten Neuerkrankungen und die niedrigste Zahl neuer Fälle seit Ende Januar.

"Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Kontrollmaßnahmen funktionieren", sagte Chinas Außenminister Wang Yi bei einem Treffen der Asean-Staaten in Laos. "Chinas energisches Handeln hat die Verbreitung des Virus in China und in andere Teile der Welt eingedämmt." Peking verfüge über "die Fähigkeiten und Entschlossenheit, diesen Ausbruch zu einem frühen Zeitpunkt zu überwinden".

Insgesamt stieg die offizielle Zahl der Ansteckungsfälle in Festlandchina bis Donnerstag auf rund 74.500. Die offizielle Zahl der in Festlandchina an dem Coronavirus gestorbenen Menschen wuchs bis Donnerstag um 114 auf 2.118. Die meisten der neuen Todesfälle wurden wie schon bislang in Hubei verzeichnet. Die Behörden haben die Provinz weitgehend von der Außenwelt abgeriegelt.

12.16 Uhr: Deutsche Passagiere von Kreuzfahrtschiff kommen nach Berlin

Berlin erwartet am kommenden Wochenende deutsche Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess", auf dem das neuartige Coronavirus grassiert. "Voraussichtlich an diesem Samstag wird es eine Landung in Tegel geben, wieder im militärischen Teil, weil auch zwei Berlinerinnen und Berliner unter den Passagieren sind", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) im Abgeordnetenhaus. Beide seien negativ auf SARS-CoV-2 getestet. Geplant sei, sie zunächst 14 Tage zu Hause zu isolieren. Das Verfahren sei mit allen beteiligten Behörden in Bund und Ländern abgestimmt. Weitere Details nannte Kalayci nicht.

Vor knapp zwei Wochen waren 20 China-Rückkehrer in Berlin gelandet und im Stadtteil Köpenick unter Quarantäne gestellt worden. Sie können die Quarantäne voraussichtlich am kommenden Sonntag verlassen.

10.49 Uhr: Dutzende Fälle von Coronavirus in südkoreanischer Sekte

Eine Sekte hat sich zu einer Brutstätte des neuartigen Coronavirus in Südkorea entwickelt: Allein 38 Mitglieder der Religionsgemeinschaft Shincheonji Church of Jesus in der Stadt Daegu erkrankten bisher an dem Virus, wie die Behörden mitteilten. Sie steckten sich demnach bei einer 61-jährigen Anhängerin der Sekte an, die Virustests zunächst verweigert hatte und weiter zu religiösen Messen gegangen war.

Nach Behördenangaben wurden rund tausend Menschen, die zuvor die gleichen Gottesdienste wie die erkrankte Frau besucht hatten, aufgerufen, sich in eine selbst auferlegte Quarantäne zu begeben. Die Behörden forderten die Einwohner von Daegu auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Die Notaufnahmen aller großen Krankenhäuser wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Die Shincheonji-Glaubensgemeinschaft schloss derweil landesweit ihre Einrichtungen. "Wir bedauern zutiefst, dass wegen eines unserer Mitglieder, das seinen Zustand für eine Erkältung hielt, viele in unserer Kirche infiziert wurden", hieß es in einer Erklärung.

Die 61-Jährige hatte Medienberichten zufolge vor ihrer Coronavirus-Diagnose mindestens vier Gottesdienste besucht. Zuvor habe sie über Fieber geklagt, sich aber zweimal geweigert, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Bislang wurden 37 weitere Fälle innerhalb der örtlichen Shincheonji-Gemeinde bestätigt, zudem soll die Frau im Krankenhaus einen weiteren Patienten angesteckt haben.

Die Anhänger der Shincheonji-Bewegung sind der Überzeugung, dass ihr Gründer Lee Man Hee den Mantel Jesu Christi angelegt hat und am Tag des Jüngsten Gerichts 144.000 Menschen mit Leib und Seele in den Himmel mitnehmen wird.

10.38 Uhr: Erstmals Patient in Südkorea gestorben

Erstmals ist in Südkorea ein Mensch gestorben, der mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert war. Die betroffene Person sei in einem Krankenhaus in der südöstlichen Stadt Cheongdo in Behandlung gewesen, teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention mit. Die genaue Todesursache werde noch untersucht, sagte eine Sprecherin. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

Die Zahl der Infektionsfälle stieg derweil in Südkorea innerhalb eines Tages um 53 auf 104. Zunächst waren am Morgen 31 neue Fälle gemeldet worden. Allein in dieser Woche kamen damit in Südkorea mehr als 70 bestätigte Infektionen mit dem Erreger der zuerst in China ausgebrochenen Lungenkrankheit Covid-19 hinzu.

5.29 Uhr: Zwei Passagiere der "Diamond Princess" gestorben

Zwei mit dem Coronavirus infizierte Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind gestorben. Wie der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf Regierungskreise in Tokio berichtete, handelt es sich bei den Opfern um einen 87 Jahre alten Japaner und eine 84 Jahre alte Japanerin. Sie waren positiv getestet und vom Schiff ins Krankenhaus gebracht worden, wo sie nun starben. Damit beklagt Japan inzwischen drei Todesopfer infolge von Virus-Infektionen im Land. Unterdessen ging die Ausschiffung der Passagiere der in Yokohama liegenden "Diamond Princess" weiter.

Bis zum Vortag waren 621 Infektionen unter den Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes nachgewiesen worden. Alle Betroffenen kamen in Krankenhäuser. Die Ausschiffung der rund 3.000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens bis Freitag dauern, hatte die Regierung erklärt.

Mittwoch, 19. Februar, 15.59 Uhr: China weist Journalisten aus

China weist aus Ärger über einen Gastkommentar zum Coronavirus drei ausländische Journalisten aus. Den drei Reportern der US-Zeitung "Wall Street Journal" sei die Presseakkreditierung entzogen worden, sagte Außenamtssprecher Geng Shuang am Mittwoch. Er verurteilte den Artikel, in dem China als "wahrer kranker Mann Asiens" bezeichnet wird, als "rassistisch" und "reißerisch". Einen Tag zuvor hatte die US-Regierung die Kontrolle chinesischer Staatsmedien in den USA verschärft, was Peking heftig kritisierte.

Geng kritisierte bei einer Pressekonferenz, dass die Zeitung sich nicht offiziell für die Überschrift "China ist der wahre kranke Mann Asiens" entschuldigt habe. Deshalb sei entschieden worden, die Akkreditierungen der drei Journalisten einzuziehen.

Dem "Wall Street Journal" zufolge wurden der stellvertretende Bürochef Josh Chin und der Reporter Chao Deng, beide US-Bürger, sowie der australische Reporter Philip Wen angewiesen, das Land in fünf Tagen zu verlassen. Alle drei Reporter arbeiten im Nachrichtenressort der Zeitung, nicht im Meinungsressort, das üblicherweise für Gastbeiträge zuständig ist.

In dem Gastbeitrag von Anfang Februar hatte der US-Professor Walter Russell Mead die erste Reaktion der chinesischen Führung auf den Ausbruch des neuartigen Coronavirus kritisiert. Der Artikel verleumde "die Bemühungen der Regierung und des chinesischen Volkes zur Bekämpfung der Epidemie", sagte Geng.

5.24 Uhr: Reederei: "Westerdam"-Passagiere negativ auf Corona getestet

Bei den noch in Kambodscha verbliebenen Passagieren des Kreuzfahrtschiffs "Westerdam" sind nach Angaben der Reederei keine weiteren Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Die 781 Reisenden seien negativ getestet worden, teilte die Holland America Line am Mittwoch unter Berufung auf das Gesundheitsministerium des südostasiatischen Landes über Twitter mit.

Mehrere asiatische Länder hatten dem Kreuzfahrtschiff aus Sorge vor einer möglichen Einschleppung des Virus SARS-CoV-2 das Anlegen untersagt, obwohl keine Fälle an Bord bekannt waren. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu.

Bei einer US-Passagierin der "Westerdam" wurde dann am Wochenende bei der Weiterreise in Malaysia überraschend eine Infektion festgestellt. Da waren viele der rund 2.300 Menschen an Bord bereits an Land gegangen. Das Ausschiffen wurde gestoppt. Sowohl Reisende an Bord als auch in einem Hotel in der Hauptstadt Phnom Penh wurden getestet. Auch 57 deutsche Urlauber waren laut Reederei unter den "Westerdam"-Passagieren. Einige warteten noch in Kambodscha auf die Heimreise, andere sind bereits zu Hause.

5 Uhr: Erste Passagiere dürfen "Diamond Princess" verlassen

Nach zweiwöchiger Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus sind die ersten Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan gegangen. Die Ausschiffung der rund 3.000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit. Als erste Gruppe sollen rund 500 vor allem ältere Passagiere, die negativ auf den Erreger getestet und abschließend von Ärzten an Bord befragt wurden, das Schiff verlassen. Sie würden in die Innenstadt von Yokohama oder zu anderen Bahnhöfen im Raum der Tokioter Nachbar-Metropole gebracht, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

Wer zwar negativ auf das Virus getestet wurde, aber engen Kontakt mit später positiv getesteten Personen hatte, muss bis auf weiteres an Bord des Schiffes zur Beobachtung bleiben. Die Reederei werde entscheiden, wann ihre nicht vom Erreger betroffenen Crewmitglieder das Schiff verlassen, hieß es. Vor dem Schiff fuhren Busse auf.

Die Zahl der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder war bis zum Vortag auf 542 gestiegen. Alle Betroffenen wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Inzwischen seien sämtliche Personen an Bord getestet worden, hieß es. Anfänglich hatten sich rund 3.700 Menschen an Bord der "Diamond Princess" befunden, darunter zehn deutsche Staatsangehörige. Ein deutsches Ehepaar wurde später positiv auf den Erreger getestet.

Mittwoch, 19. Februar, 4 Uhr: Schon über 2.000 Todesopfer in China

Die Zahl der am neuartigen Coronavirus gestorbenen Menschen in China ist auf über 2.000 gestiegen. Die Gesundheitskommission in Peking teilte am Mittwoch mit, die Zahl der Todesopfer sei im Vergleich zum Vortag um 136 auf nun 2.004 gestiegen. Die nachgewiesenen Infektionen kletterten demnach um 1.749 auf 74.185 Fälle. Allein in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei kamen 132 Tote und 1.693 neue Infektionen mit der Covid-19 genannten Lungenkrankheit hinzu, die von dem Virus ausgelöst wird. Außerhalb des chinesischen Festlands wurden bislang fünf Todesfälle und fast 1.000 Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen, 16 davon in Deutschland.

18. Februar, 19.15 Uhr: Russland verhängt Einreiseverbot für Chinesen

Russland will von Donnerstag an keine chinesischen Bürger mehr einreisen lassen. Diese Maßnahmen werde als Prävention gegen die Ausbreitung des Coronavirus getroffen, teilen russische Behörden mit. Das Einreiseverbot solle befristet sein.

14.17 Uhr: Weitere Patienten in Bayern gesund aus Klinik entlassen

Die meisten der insgesamt 14 Menschen in Bayern, die sich seit Ende Januar mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert hatten, sind inzwischen gesund in ihren Alltag zurückgekehrt. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, sind derzeit noch vier der Betroffenen im Krankenhaus. Sie werden in der München Klinik Schwabing betreut und sind weitestgehend symptomfrei. Voraussichtlich könnten sie bald ebenfalls das Krankenhaus verlassen, hieß es.

14.14 Uhr: Kein Coronavirus bei China-Rückkehrern in Berlin

Bei den 20 China-Rückkehrern in Berlin lässt sich weiter kein Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen. Die jüngsten Tests auf das Covid-19-Virus seien erneut negativ ausgefallen, sagte Lena Högemann, Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, am Dienstag.

11.20 Uhr: Zahl der Infizierten auf Kreuzfahrtschiff steigt weiter

Die Zahl der positiv auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes in Japan ist erneut deutlich gestiegen. Wie das japanische Gesundheitsministerium am Dienstag bekanntgab, erhöhte sich die Zahl um 88 auf inzwischen 542 Fälle. Von den 88, die nun positiv getestet wurden, zeigten 65 keine Symptome wie Fieber oder Husten, meldete der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Tokio weiter. Alle Betroffenen wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Nach zweiwöchiger Quarantäne sollen an diesem Mittwoch die ersten Menschen von Bord der "Diamond Princess" in Yokohama gehen dürfen. Die Ausschiffung werde voraussichtlich bis Freitag dauern, so das Gesundheitsministerium.

3.20 Uhr: Epidemie soll sich erst Ende April stabilisieren

Die Epidemie mit der neuen Lungenkrankheit in China wird sich nach Einschätzung eines führenden chinesischen Experten möglicherweise erst Ende April stabilisieren. "Das ist eine sehr grobe Schätzung", sagte Professor Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung.

Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs im ganzen Land sei voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen. "Den Höchststand zu erreichen, bedeutet aber nicht den Wendepunkt", mahnte der renommierte Mediziner zur Vorsicht. Er sagte allerdings, dass die radikalen Maßnahmen in China zur Eindämmung des SARS-CoV-2 genannten neuen Coronavirus wirkten.

Durch die jetzt laufende Rückreisewelle von Wanderarbeitern nach den wegen des Virus verlängerten Ferien zum chinesischen Neujahrsfest erwarte er "möglicherweise keinen großen Anstieg". Es seien sehr strenge Maßnahmen zur Kontrolle der Reiseströme ergriffen worden, sagte Zhong Nanshan in dem Dienstag im Internet veröffentlichten Video von der Konferenzschalte am Vortag.

2.39 Uhr: Aus Japan ausgeflogene Menschen in den USA eingetroffen

338 US-Bürger, die von Bord des in Japan wegen des Coronavirus unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffs geholt worden waren, sind in den Vereinigten Staaten eingetroffen. Das erste Flugzeug mit Menschen von Bord der "Diamond Princess" landete in der Nacht zum Montag (Ortszeit) auf der kalifornischen Luftwaffenbasis Travis, einige Stunden später traf die zweite Maschine mit Ausgeflogenen auf der texanischen Basis San Antonio-Lackland ein.

Nach Angaben des US-Außenministeriums sind unter den Heimkehrern 14 Menschen, die mit dem neuartigen Virus infiziert sind. Sie wurden in den Flugzeugen von den anderen Passagieren getrennt. 13 der 14 Infizierten wurden nach Angaben von US-Behördenmitarbeitern als "Hochrisikofälle" eingestuft. Sie wurden für weitere Tests und zur Behandlung zu einem medizinischen Zentrum der Universität von Nebraska weitergeflogen.

Alle in die USA zurückgeholten Menschen von Bord der "Diamond Princess" müssen zwei Wochen unter Quarantäne verbringen. Weitere rund 40 US-Bürger von Bord des Kreuzfahrtschiffs werden derzeit in japanischen Krankenhäusern wegen einer Infektion mit dem Virus behandelt. Unter den mehr als 3.700 Menschen, die mit der "Diamond Princess" nach Japan gereist waren, wurden inzwischen insgesamt 454 positiv auf das Virus getestet.

1.10 Uhr: Krankenhausdirektor stirbt an Coronavirus in China

Zum ersten Mal ist in China ein Krankenhauschef der neuen Lungenkrankheit zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, der Direktor des Wuchang Hospitals in der schwer vom Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan, sei am Montag gestorben, berichtete am Dienstag die Nachrichtenagentur China News. Ein Medizinerkollege berichtete demnach, der Chefarzt sei in gutem Gesundheitszustand gewesen und hätte selbst nicht erwartet, dass er an der Covid-19-Lungenkrankheit sterben würde. Am Freitag war schon eine 59-jährige Krankenschwester desselben Hospitals an der Lungenkrankheit gestorben.

Im Kampf gegen das SARS-CoV-2-Virus haben sich schon mehr als 1.700 medizinische Helfer wie Ärzte und Pflegekräfte angesteckt. Bis Ende vergangener Woche waren schon mindestens sechs Helfer daran gestorben, wie das chinesische Staatssender CCTV berichtet hatte. 

1 Uhr: 1.886 neue Erkrankungen, 98 Tote in China

Die Zahl der neuen Virusfälle in China ist erneut um 1.886 gestiegen. Innerhalb eines Tages waren weitere 98 Tote zu beklagen, wie die Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte damit auf insgesamt 72.436 Fälle. An der Covid-19 genannten neuartigen Lungenkrankheit sind in Festland-China damit schon insgesamt 1.868 Patienten gestorben. Die meisten Fälle werden in Zentralchina in der schwer betroffenen Provinz Hubei gezählt. Allein aus der Provinzhauptstadt Wuhan wurden am Dienstag 1.600 der neu erfassten Ansteckungen und 72 der neuen Todesfälle berichtet.

Dienstag, 18. Februar, 1 Uhr: Coronavirus kippt Apples Umsatzprognose

Apple kassiert wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie die Umsatzprognose für das laufende Quartal. Bei iPhones gebe es Lieferengpässe, weil die Produktion in China langsamer hochgefahren werde als geplant, teilte der Konzern am Montag mit. Außerdem sei der Absatz von Apple-Geräten in China selbst zuletzt gedämpft gewesen, da viele Geschäfte – und auch die hauseigenen Stores der Firma – zeitweise geschlossen blieben.

Aus diesen Gründen werde Apple die erst Ende Januar gemachte Umsatzprognose für dieses Vierteljahr verfehlen, hieß es. Apple hatte unter Verweis auf die Coronavirus-Risiken damals bereits eine ungewöhnlich breite Spanne von 63 bis 67 Milliarden Dollar angegeben. Eine neue Prognose gab es jetzt nicht. Die Einschränkungen für das Geschäft seien nur vorübergehend, betonte der Konzern. Im Vorjahresquartal hatte Apple 58 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet.

Die Werke der Apple-Fertiger wie Foxconn und Pegatron sowie der wichtigsten Zulieferer befinden sich zwar außerhalb der besonders vom Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Provinz Hubei. Doch in China wurden auch anderswo die traditionellen Werksferien zum chinesischen Neujahrsfest verlängert, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Alle Produktionswerke liefen zwar wieder. Aber: "Die iPhone-Lieferengpässe werden vorübergehend den Umsatz weltweit beeinträchtigen." Die Situation sei im Fluss – und mehr Informationen zu den Auswirkungen auf das Apple-Geschäft solle es erst mit den Zahlen zum laufenden Quartal im April geben.

Montag, 17. Februar, 18.29 Uhr: Daten deuten auf fallende Tendenz bei Corona-Infektionen hin

Die jüngsten Daten aus China weisen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf eine fallende Tendenz bei Neuinfektionen hin. Allerdings könne sich die Epidemie immer noch in alle Richtungen entwickeln.

15.14 Uhr: Russland: Gericht zwingt Frau nach Flucht wieder in Quarantäne

Eine Frau, die im nordrussischen St. Petersburg aus der Coronavirus-Quarantäne ausgebrochen war, ist per Gerichtsentscheid zurück in die Klinik zwangseingewiesen worden. Sie wurde am Montag gegen ihren Willen mit einem Krankenwagen direkt vom Gerichtsgebäude zur Isolierstation gebracht, wie lokale Medien berichteten. Die Maßnahme galt lediglich bis Mittwoch.

Die 32-Jährige hatte vor anderthalb Wochen in der Klinik das elektronische Schloss einer Tür geknackt und war aus dem Gebäude geflohen. Die Chefärztin hatte daraufhin das Gericht eingeschaltet. Russische Medien sprachen von einer beispiellosen Entscheidung, weil niemand gegen seinen Willen in Quarantäne gestellt werden dürfe. In dem Gerichtssaal trug niemand eine Schutzmaske.

Die Frau hatte nach einer China-Reise über Halsschmerzen geklagt. Obwohl bei ihr nach eigenen Angaben kein SARS-CoV-2 festgestellt wurde, sollte sie vorsorglich zwei Wochen zur Beobachtung in der Klinik bleiben, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden.

14.14 Uhr: Bundesregierung erwägt Rückholung von Deutschen von unter Quarantäne stehendem Schiff

Die Bundesregierung erwägt eine Rückholung der deutschen Passagiere von dem unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess". Der Krisenstab des Auswärtigen Amts befasse sich am Montag mit der Frage, wie die "Betroffenen, die dies wünschen, möglichst bald zurückkehren können und ob dazu Unterstützung der Bundesregierung nötig sein wird", sagte ein Außenamtssprecher am Montag in Berlin.

14.02 Uhr: Automesse Peking wegen Coronavirus verschoben

Fehlendes Personal und Betriebsschließungen: Das Coronavirus wirkt sich verstärkt auf die Wirtschaft Chinas aus. Die Automesse in Peking wird nicht wie geplant stattfinden. Das wird auch deutsche Autobauer belasten. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

13.44 Uhr: Coronavirus schwer von Grippe zu unterscheiden 

Laut Robert Koch-Institut kann das Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden zudem an Durchfall. Bei einem schweren Verlauf kann es zu Atemproblemen und einer Lungenentzündung kommen. Ähnlich kann aber auch eine Grippe verlaufen – der Verdacht einer Infektion erhärtet sich erst dann, wenn Sie sich im Risikogebiet aufgehalten haben, oder Kontakt zu einem Infizierten hatten.  

11.10 Uhr: Versorgungsengpässe in Hongkong – Bewaffnete stehlen Klopapier

In Hongkong haben bewaffnete Personen eine Toilettenpapier-Lieferung an einen Supermarkt abgefangen und Ware im Wert von rund 1.700 Hongkong-Dollar (etwa 200 Euro) gestohlen. Zwei der drei Verdächtigen seien später festgenommen worden, sagte die Polizei in der chinesischen Sonderverwaltungszone der Deutschen Presse-Agentur. Das Toilettenpapier sei sichergestellt worden.

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus SARS-CoV-2 tätigen viele Einwohner Hongkongs Panikkäufe. Essentielle Dinge des täglichen Gebrauchs werden vielerorts knapp. Neben Klopapier und Schutzmasken sind auch Waren wie Reis, Konserven und Handdesinfektionsmittel nur noch schwer zu bekommen. Bisher wurden in der Stadt rund 60 Virusinfektionen gemeldet.

10.43 Uhr: Peking plant Verschiebung von Volkskongress

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus plant China, den diesjährigen Volkskongress zu verschieben. Der Führungskreis des Ständigen Ausschusses sei der Ansicht, es sei notwendig, die Einberufung auf einen angemessenen Zeitpunkt zu verschieben, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Eine endgültige Entscheidung soll demnach in der kommenden Woche getroffen werden.

Unter den fast 3.000 Abgeordneten im Nationalen Volkskongress seien viele, die derzeit an vorderster Front gegen die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 kämpfen. Dies habe derzeit oberste Priorität. Das wichtigste politische Treffen des Jahres findet eigentlich jedes Jahr ab dem 5. März in der Großen Halle des Volkes statt.

4 Uhr: FDP fordert mehr wirtschaftliche Risiko-Vorsorge wegen Coronavirus

Die FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, Konjunkturgefahren durch das Coronavirus stärker in den Blick zu nehmen. Bundesminister Peter Altmaier (CDU) müsse einen Krisengipfel mit der Wirtschaft einberufen und Risiko-Vorsorge treffen, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies etwa auf Einbrüche bei Tourismus und Geschäftsreisen sowie Werksschließungen in China. Bestehende Engpässe bei Arzneimitteln und Zulieferungen der Chemie- und Autoindustrie könnten sich verschärfen. Ein weltweites Rezessionsrisiko sei durch die Globalisierung heute höher als bei der Lungenkrankheit SARS 2002 und 2003.

Aus Sicht des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hängen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie davon ab, wie lange die Produktion in China behindert wird. "Nach unserer Schätzung könnte das Wirtschaftswachstum in China im ersten Quartal um etwa 2,5 Prozentpunkte gedämpft werden", sagte Konjunkturexperte Roland Döhrn der dpa. Im Vergleich zum Vorjahr läge es dann nur zwischen drei und vier Prozent statt wie erwartet bei sechs Prozent. "Diese Entwicklung wird sich auch in Deutschland bemerkbar machen, insbesondere durch geringere Exporte und eine stockende Lieferung von Vorprodukten durch chinesische Zulieferer", erläuterte Döhrn.

Altmaier hatte am Sonntag mit Blick auf das Coronavirus gesagt: "Im Augenblick glaube ich, dass dadurch keine große Belastung der Weltwirtschaft einhergeht." Die Ausbreitung der von China ausgehenden Krankheit sei eine ernstzunehmende Herausforderung. "Wir haben aber in der Vergangenheit gesehen, dass wirtschaftliche Auswirkungen eingrenzbar und beherrschbar sind", sagte er im Deutschlandfunk. Er sei mit den deutschen Wirtschaftsverbänden dazu im Gespräch.

3 Uhr: Coronavirus dürfte Autobranche besonders stark treffen

Das Coronavirus in China könnte nach Ansicht von Beratern der globalen Autoindustrie kräftig schaden. Allein in der besonders betroffenen Provinz Hubei würden an gut einem Dutzend Standorten fast zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr gefertigt, heißt es in einer Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG). Das seien etwa acht Prozent der Autoproduktion Chinas. Bei leichten Nutzfahrzeugen sei Hubei landesweit der wichtigste Produktionsstandort nach der Provinz Guangdong an der Grenze zu Hongkong. Doch nicht nur in Hubei seien über Tage Anlagen heruntergefahren geworden, sondern in einer Reihe von Provinzen. Zum Vergleich: Der weltweite Marktführer VW hat 2019 gut 10,9 Millionen Autos verkauft.

Das Coronavirus habe schon viele Branchen in Mitleidenschaft gezogen, so BCG. "Aber die Autoindustrie sticht hervor als eine, die die Auswirkungen schnell und tief spürt angesichts der entscheidenden Rolle Chinas." So sei das Land der größte Absatzmarkt für Neuwagen und zugleich wichtiger Standort für Hersteller und Zulieferer. Ein Produktionseinbruch könnte globale Folgen für Lieferketten haben, da China einer der größten Exporteure von Fahrzeugteilen sei – etwa Bremsen, Elektronik, Fahrgestellen und Rädern. Jede dieser Kategorien stehe für Exporte im Wert von 5 bis 6 Milliarden US-Dollar, so BCG. Über die Hälfte dieser Ausfuhren gehe in die USA und die EU.

China ist gerade für deutsche Hersteller von großer Bedeutung: Für Mercedes-Benz, Audi, BMW, Volkswagen und Porsche ist die Volksrepublik der wichtigste Markt. Bei VW steht China für gut 40 Prozent der Auslieferungen. Zuletzt hatte das Coronavirus dem ohnehin schwächelnden Automarkt in China zugesetzt.

2.50 Uhr: Reederei: "Westerdam"-Reisende werden daheim kontaktiert

Bei den Passagieren und der Besatzung des Kreuzfahrtschiffs "Westerdam" sind nach Angaben der Reederei bislang keine weiteren Fälle von Corona-Symptomen aufgetreten. Die Gäste, die bereits nach Hause gereist seien, würden von ihren örtlichen Gesundheitsbehörden kontaktiert, teilte die Holland America Line am Sonntag mit.

Bei Passagieren der "Westerdam", die in Kambodscha an Land gegangen waren, war am Wochenende überraschend eine Infektion festgestellt worden. Eine 83-jährige Amerikanerin wurde bei der Weiterreise in Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus gebracht, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitteilte.

Quarantäne beendet: Die aus China ausgeflogenen Deutschen durften die Südpfalz-Kaserne verlassen. (Quelle: Reuters)

Unter den Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind noch einige an Bord der "Westerdam" in Sihanoukville, während andere bereits die Heimreise angetreten haben. Die Gäste an Bord des Schiffs sollen auf das Virus getestet werden.

1.32 Uhr: USA holen Landsleute von Quarantäneschiff in Japan zurück

Die USA haben Hunderte ihrer Landsleute von Bord des in Japan unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes ausgeflogen. Zwei von der US-Regierung gechartete Flugzeuge hoben am Montagmorgen (Ortszeit) wie geplant vom Tokioter Flughafen Haneda ab. Die "Diamond Princess" steht seit zwei Wochen im Hafen der Nachbarstadt Yokohama wegen des neuartigen Virus SARS-CoV-2 unter Quarantäne. Bislang sind 355 Fälle des Erregers unter Menschen von Bord des Schiffes bestätigt. Von den rund 400 US-Bürgern an Bord waren 44 positiv getestet worden. Sie wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Die USA ließen ihre Landsleute in der Nacht mit Fahrzeugen des japanischen Militärs aus dem Hafengelände in Yokohama holen. Die Fahrer trugen dabei Schutzanzüge. Die Betroffenen sollen zunächst 14 Tage auf US-Militärstützpunkten in Kalifornien und in Texas in Quarantäne, hieß es. Auch Kanada, Hongkong und Israel bereiten sich nach japanischen Medienberichten vor, ihre eigenen Landsleute von Bord des Schiffes in Japan zurückzuholen. Gegenwärtig befinden sich noch rund 3.000 Menschen auf dem Kreuzfahrtschiff.

Unterdessen landete eine fünfte Chartermaschine der japanischen Regierung mit 36 Landsleuten und 29 ihrer chinesischen Familienmitglieder, die aus der schwer vom neuartigen Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan stammen, auf Tokios Flughafen Haneda. Zuvor hatte Japan bereits 763 Landsleute aus Wuhan ausgeflogen.

Montag, 17. Februar, 1 Uhr:  Zahl der Fälle in China übersteigt 70.000

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus hat in China 70.000 überstiegen. Mit 105 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages sind jetzt 1.770 Todesfälle zu beklagen, wie die nationale Gesundheitskommission am Montag in Peking mitteilte. Die bestätigten Ansteckungen nahmen um 2.048 zu und erreichten landesweit 70 548.

Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zählende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. Dort sind allein rund 58.000 Infektionen und 1.696 Todesfälle durch das SARS-CoV-2 genannte Virus bestätigt.

Mit einem Fahrverbot für privaten Autoverkehr waren in der ohnehin weitgehend von der Außenwelt abgeschotteten Krisenregion am Vortag neue radikale Beschränkungen der Bewegungsfreiheit erlassen worden. In Städten der Provinz dürfen nur noch Dienst- und Notfallfahrzeuge sowie Transporte mit Waren des täglichen Bedarfs auf die Straßen.

16. Februar, 20.12 Uhr: IWF-Chefin: Coronavirus könnte Weltwirtschaft zwischenzeitlich hemmen

Die Epidemie des Coronavirus könnte nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) das Wachstum der Weltwirtschaft zwischenzeitlich hemmen. Das Wirtschaftswachstum könne wegen der Epidemie geringer ausfallen, der Rückgang liege aber nur im Bereich von 0,1 bis 0,2 Prozentpunkten, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Sonntag beim Weltfrauenforum in Dubai. Wenn die Epidemie schnell unter Kontrolle gebracht werde, könne es nach einem schnellen Rückgang aber "einen sehr schnellen Wiederaufschwung" geben. 

19.35 Uhr: 40 Amerikaner auf Schiff infiziert

40 der Amerikaner auf dem in Japan liegenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" haben sich nach offiziellen Angaben mit dem neuen Coronavirus infiziert. Das sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten in den USA, Anthony Fauci, am Sonntag dem Fernsehsender CBS. Sie würden nicht in die USA ausgeflogen, sondern zunächst in Krankenhäusern in Japan behandelt.

Die übrigen amerikanischen Passagiere auf dem Schiff sollen mit Charterflügen in die Vereinigten Staaten zurückgebracht werden. Das US-Verteidigungsministerium teilte am Sonntag in Washington mit, die beiden Maschinen sollten auf Militärstützpunkten in Texas und Kalifornien landen. Die Betroffenen müssen dann zunächst 14 Tage in Quarantäne verbringen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sind insgesamt fast 400 US-Bürger an Bord der "Diamond Princess".

13.24 Uhr: Bayern: Weitere Coronavirus-Patienten aus Klinik entlassen

In Bayern sind am Wochenende weitere Coronavirus-Patienten aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in München mit. Die Entlassungskriterien des Robert Koch-Institutes (RKI) seien erfüllt, sagte eine Ministeriumssprecherin. Nähere Angaben zu den Betroffenen wollte die Behörde nicht machen.

Der erste der insgesamt 14 im Freistaat registrierten Patienten war am vergangenen Donnerstag aus einer Münchner Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, hatte das Krankenhaus mitgeteilt.

Alle 14 Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Stockdorfer Autozulieferer Webasto. Eine chinesische Kollegin hatte den Erreger im Januar bei einer Dienstreise eingeschleppt. Der Stammsitz war wegen der Infektionen zwei Wochen geschlossen und hatte am vergangenen Mittwoch wieder geöffnet.

12.15 Uhr: "Westerdam": Doch ein Coronavirus-Fall unter Passagieren

Unter den in Kambodscha an Land gegangenen Passagieren der Kreuzfahrtschiffes "Westerdam" ist nun doch ein Coronavirus-Fall festgestellt worden. Eine 83-jährige Amerikanerin sei bei ihrer Weiterreise über Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus in Kuala Lumpur gemacht worden, teilte die malaysische Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Die Reederei wollte vor einer Stellungnahme zunächst weitere Tests abwarten.

Die Amerikanerin sei eine von 145 Passagieren gewesen, die über Malaysia nach Hause fliegen wollten, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Bei der Ankunft seien bei der Frau und bei ihrem Ehemann Symptome des neuen Virus festgestellt worden, weshalb sie ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Die 83-jährige werde jetzt auf der Isolierstation behandelt. Der 85-jährige Ehemann, bei dem die Tests negativ ausgefallen waren, werde im Krankenhaus überwacht.

Die "Westerdam" hatte eine Odyssee durch asiatische Gewässer hinter sich gebracht, da mehrere Länder aus Sorge vor dem Coronavirus dem Schiff das Anlegen untersagt hatten. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu. Am Freitag durften schließlich die ersten von knapp 2300 Menschen in Sihanoukville das Kreuzfahrtschiff verlassen.

An Bord der "Westerdam" waren laut Reederei auch 57 Deutsche. Für sie ging die Heimreise nach Twitterangaben der deutschen Botschaft am Freitag und Samstag in Richtung Frankfurt.

8.38 Uhr: Quarantäne für China-Rückkehrer endet

Nach rund zwei Wochen endet die Quarantäne für die über 100 China-Rückkehrer in einer Bundeswehrkaserne im pfälzischen Germersheim. Die Ergebnisse weiterer Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 seien negativ, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Alle Bürgerinnen und Bürger würden daher am Sonntag aus der Kaserne entlassen.

122 deutsche Staatsbürger und Familienangehörige waren aus der vom SARS-CoV-2-Virus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen und am 1. Februar in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden. Die angedachte Quarantänezeit von 14 Tagen rührt daher, dass die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der möglichen Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch, wahrscheinlich meist so lange dauert. Neben den Rückkehrern haben auch 22 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes die vergangenen Tage in der Kaserne verbracht.

8.12 Uhr: Chinas Präsident Xi Jinping rechtfertigt sich

Mittlerweile offenbarte eine bislang unveröffentlichte Rede von Chinas Präsident Xi Jinping, dass er offensichtlich schon früher als bislang bekannt an der Bekämpfung des Ausbruchs beteiligt war. In der auf Anfang Februar datierten Rede, die Staatsmedien am Samstag verbreiteten, sprach der Präsident demnach davon, dass er bereits am 7. Januar erste Anweisungen gegeben hatte, das Virus zu bekämpfen. Öffentlich äußerte er sich erst zwei Wochen später.

"Ich habe während einer Sitzung des Ständigen Ausschusses des Politbüros am 7. Januar gefordert, den Ausbruch einzudämmen", wurde der Präsident zitiert. Auch verdeutlichte die Rede, dass Xi Jinping persönlich die strengen Reisekontrollen in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo zahlreiche Städte seit Wochen abgeriegelt sind, angestoßen hatte.

Mit der Veröffentlichung will die Staatspropaganda offenbar demonstrieren, dass die Zentralregierung und der Parteichef bereits von Anfang an im Kampf gegen das Coronavirus engagiert waren. Allerdings ist damit auch klar, dass die stark unter Kritik geratene Lokalregierung nicht alleine die Entscheidungen traf.

In den vergangenen Tagen mussten in Hubei und der Provinzhauptstadt Wuhan, wo das Virus ursprünglich ausgebrochen war, eine ganze Reihe hochrangiger Politiker abtreten.

7.11 Uhr: "Diamond Princess": Inzwischen 355 Coronavirus-Fälle an Bord

In Japan sind an Bord des unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" 70 neue Coronavirus-Fälle festgestellt worden. Damit erhöhe sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 355, sagte der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato am Sonntag im Sender NHK. Bislang seien 1.219 Passagiere getestet worden, davon 355 positiv. 73 der positiv Getesteten zeigten keine Symptome, sagte Kato.

Die kanadische Regierung holt wiederum einen Teil ihrer Staatsbürger ab, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff befinden. Passagiere, die keine Krankheitsymptome zeigten, würden mit einem Flugzeug in die Heimat gebracht, teilte die Regierung mit. Mit dem Coronavirus infizierte Staatsbürger würden dagegen dem japanischen Gesundheitssystem übergeben, um eine angemessene Behandlung sicherzustellen.

7.01 Uhr: China: Zahl der Infektionen und Todesfälle ist gestiegen

Die Zahl der Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus ist in China erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, starben an der auf den Namen Covid-19 getauften Lungenkrankheit erneut 142 Patienten, womit die Gesamtzahl der Opfer in China nun bei 1.665 liegt.

Zudem wurden 2.009 neue Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen. Seit Ausbruch der Krankheit sind damit 68.500 Fälle in China bestätigt worden. Experten vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer.

Samstag, 15. Februar, 14.36 Uhr: Zwei Deutsche auf Kreuzfahrtschiff in Japan mit Coronavirus infiziert

Unter den mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zwei deutsche Staatsangehörige. Das teilte die Deutsche Botschaft in Tokio am späten Samstagabend (Ortszeit) mit. Inzwischen beläuft sich die Zahl der positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder von der in Yokohama unter Quarantäne gestellten "Diamond Princess" auf 285. Die Betroffenen werden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Nach Angaben des japanischen Außenministeriums sollen bis Montag alle Passagiere getestet sein, so dass die Resultate spätestens am Mittwoch vorliegen. Bis dahin gilt die über das Schiff verhängte Quarantäne.

Negativ getestete Passagiere sollen ab Mittwoch das Schiff verlassen können, hieß es unter Berufung auf das Ministerium weiter. Jeder Fahrgast müsse vorher jedoch noch einen Gesundheitscheck durchlaufen. Für jene Passagiere, die engen Kontakt mit infizierten Personen hatten, werde die Quarantänezeit verlängert, teilte die Deutsche Botschaft mit.

13.20 Uhr: Chinas Außenminister sieht Fortschritte

Der chinesische Außenminister Wang Yi sieht große Fortschritte bei der Eindämmung des neuartigen Coronavirus in seinem Land. Als Ergebnis chinesischer Anstrengungen sei bisher nur ein Prozent der Fälle außerhalb der Landesgrenzen aufgetreten, sagte der Minister auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die 1,4 Milliarden Einwohner Chinas führten den Kampf in diesem "Krieg ohne Rauch" entschlossen. Er dankte der internationalen Gemeinschaft für die Hilfe. So habe Pakistan alle in Lagern vorhandenen Gesichtsmasken nach China geschickt. "Die chinesische Nation ist eine dankbare Nation."

11.55 Uhr: China schickt Geldscheine in Quarantäne

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schicken Chinas Banken nun auch alte Geldscheine in Quarantäne: Wie der Vize-Chef der Zentralbank Fan Yifei mitteilte, desinfizieren die Banken derzeit alle gebrauchten Banknoten, versiegeln sie dann und lagern sie für sieben bis 14 Tage ein – je nach der Schwere des Ausbruchs in ihrer jeweiligen Provinz. Erst danach kämen sie wieder zurück in den Umlauf.

Nach Angaben des stellvertretenden Zentralbank-Gouverneurs sind alle Banken derzeit gehalten, ihre Kunden möglichst nur mit neuen Geldscheinen zu versorgen. In der am schwersten betroffenen Provinz Hubei wurden nach seinen Angaben vor Beginn der Ferien zum chinesischen Neujahr am 25. Januar zusätzliche Banknoten im Wert von vier Milliarden Yuan (knapp 530 Millionen Euro) gedruckt. Damit soll eine mögliche Ansteckung durch kontaminierte Scheine verhindert werden.

11.15 Uhr: Erster Coronavirus-Todesfall in Europa

Erstes Coronavirus-Opfer in Europa: Die französische Gesundheitsministerin bestätigte den Tod eines 80-jährigen Chinesen. (Quelle: t-online.de)

In Europa ist erstmals eine Person am Corona-Virus gestorben. Dabei handele es sich um einen älteren chinesischen Touristen, der in einem französischem Krankenhaus behandelt worden sei, teilt die französische Gesundheitsministerin Agnes Buzyn mit. Lesen Sie hier mehr.

11 Uhr: Fluggäste aus China werden genauer zu Coronavirus befragt

Flugpassagiere aus China werden vor der Landung in Frankfurt und München nun genauer nach einem möglichen Kontakt mit dem neuen Coronavirus befragt. Bei Direktflügen muss dafür ab sofort eine Selbstauskunft mit drei Fragen an Bord verteilt werden, wie das Bundesgesundheitsministerium und die Fachressorts in Hessen und Bayern am Samstag mitteilten. Dabei geht es darum, ob Reisende mit infizierten Menschen Kontakt hatten oder sich im Infektionsgebiet in China aufgehalten haben. Schon bisher müssen es Piloten beim Tower melden, wenn Passagiere offensichtlich krank sind. Die Selbstauskunft soll dem Bordpersonal eine weitere Entscheidungshilfe dafür geben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: "Das ist eine der Lage angemessene Methode, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und Europa zu verhindern." Das zusätzliche Verfahren war im Kreis der EU-Ressortchefs abgestimmt worden. Sollte ein Passagier mit Krankheitsanzeichen gemeldet werden, geht den Angaben zufolge eine Information an den Medizinische Dienst am Flughafen. Ein Arzt untersucht den Passagier an Bord und entscheidet über das Vorgehen.

9.30 Uhr: USA wollen Bürger von "Diamond Princess" in Sicherheit bringen

Die USA wollen ihre Staatsbürger von dem vom neuartigen Coronavirus betroffenen Riesen-Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Sicherheit bringen. Dazu soll am Sonntag ein Flugzeug nach Japan geschickt werden, wo das Kreuzfahrtschiff seit Anfang Februar im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gehalten wird, teilte die US-Botschaft mit. Die Betroffenen müssen anschließend noch für zwei Wochen in den USA in Quarantäne.

Auf dem Schiff sind mehr als 200 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 erkrankt und wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Insgesamt sitzen noch etwa 3.500 Menschen an Bord fest.

8 Uhr: Bill Gates: Coronavirus könnte zu "sehr schlimmer Lage" führen

Das neuartige Coronavirus könnte die Welt nach Ansicht von Microsoft-Gründer Bill Gates möglicherweise in eine "sehr schlimme Lage" bringen. "Es stellt uns vor eine riesige Herausforderung", sagte Gates bei der Konferenz des weltgrößten Wissenschaftsverbands AAAS (American Association for the Advancement of Science) in Seattle.

"Es gibt viel, was wir nicht über diese Epidemie wissen, aber es gibt auch viel, was wir wissen, das zeigt, dass sie sehr dramatisch werden könnte – besonders, wenn sie sich in Gegenden wie dem südlichen Afrika oder dem südlichen Asien ausbreitet", sagte Gates weiter. "Diese Krankheit wird, wenn sie nach Afrika kommt, dramatischer sein als in China – und ich will das, was in China passiert, nicht verharmlosen."

7.30 Uhr: Weitere Infektion in Thailand

In Thailand ist eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Person gemeldet worden. Insgesamt ist die Zahl der Coronavirus-Fälle in dem Land laut Gesundheitsministerium damit auf 34 angestiegen. Bei dem neuen Fall handele es sich um eine 35 Jahre alte Thailänderin, die sich bei der Behandlung von Patienten mit dem Virus angesteckt hat.

4 Uhr: Zahl der Infektionen in China steigt auf über 66.000

Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission mitteilte, wurden landesweit 143 neue Todesfälle bestätigt. Damit sind nun nach offiziellen Angaben 1.523 Opfer auf dem chinesischen Festland bestätigt worden. Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg dort um 2.641 auf 66.492 Fälle. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt bislang etwa 600 Erkrankungen bestätigt, davon 16 in Deutschland. 

Freitag, 14. Februar, 18.53 Uhr: Ägypten meldet ersten Coronafall in Afrika

Erster Coronavirus-Patient in Afrika: In China ist die Zahl der Erkrankten zudem erneut gestiegen. (Quelle: Euronews)

Ägyptens Regierung hat den ersten Fall des neuartigen Coronavirus auf dem afrikanischen Kontinent gemeldet. Dabei handele es sich um eine ausländische Person, teilte das Gesundheitsministerium in Kairo am Freitag mit. Zur Nationalität machte das Ministerium keine Angaben.

Unklar blieb auch, aus welchem Land die Person nach Ägypten gereist war. Der Patient zeige keine Krankheitssymptome und werde auf einer Isolierstation behandelt. Bislang war laut der Weltgesundheitsorganisation noch kein Fall von Corona in Afrika bekannt geworden.

Als erstes Land der arabischen Welt hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Ende Januar vier bestätigte Fälle des Virus SARS-CoV-2 gemeldet. Mittlerweile sind weitere Ansteckungen hinzugekommen. Bei den meisten der Betroffenen handelt es sich um Chinesen.

12.27 Uhr: Rund 1.700 Ärzte und medizinische Helfer in China erkrankt

Ein Ende der Covid-19-Epidemie ist weiter nicht absehbar. Die Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 in China stiegen mit einer neuen Zählweise der Infektionen am Freitag wieder stark. Landesweit sind derzeit in der offiziellen Statistik knapp 64.000 Infektionen erfasst, knapp 1.400 Menschen starben demnach. Die Dunkelziffer liegt Experten zufolge aber deutlich höher. Der chinesische Staatssender CCTV berichtete, dass sich im Kampf gegen Covid-19 bereits mehr als 1.700 medizinische Helfer wie Ärzte und Krankenhauspersonal angesteckt haben. Mindestens sechs Helfer kamen demnach ums Leben.

9.50 Uhr: Lufthansa setzt alle Flüge nach China aus

Wegen des neuartigen Coronavirus hat die Lufthansa jetzt alle Flüge zum chinesischen Festland bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März ausgesetzt. Bis dahin werden nun die Flüge von Lufthansa sowie der Lufthansa-Gesellschaften Swiss und Austrian Airlines von und nach Peking und Shanghai gestrichen, wie das Unternehmen mitteilte. Diese Flüge waren zunächst bis zum 29. Februar gestrichen worden.

Ihre Flüge nach Nanjing, Shenyang und Qingdao hatte die Lufthansa bereits zuvor bis zum Ende des Winterflugplans ausgesetzt. Das Flugprogramm von und nach Hongkong wird leicht reduziert: Beim Kernunternehmen Lufthansa werden vereinzelte Flüge gestrichen, Swiss setzt im März auf den Flügen von und nach Hongkong kleinere Flugzeuge ein.

8.30 Uhr: Aida beendet Asien-Saison vorzeitig

Wegen des sich in Ostasien weiter ausbreitenden Coronavirus SARS-CoV-2 und der zunehmenden Reiseeinschränkungen in dieser Region hat die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises die Asiensaison vorzeitig beendet. Lesen Sie hier mehr.

8.50 Uhr: Sechs Krankenhausmitarbeiter in China gestorben

In China sind nach Behördenangaben sechs Krankenhausmitarbeiter an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das teilte der Vize-Chef der chinesischen Gesundheitskommission Zeng Yixin mit. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in der Volksrepublik insgesamt liegt inzwischen bei mehr als 64.000.

Zeng hob die großen Risiken hervor, denen Ärzte und Krankenpfleger angesichts der Engpässe bei Schutzanzügen und Atemschutzmasken bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten ausgesetzt seien. Vor allem in Wuhan führten die Engpässe zuletzt dazu, dass Ärzte dieselbe Schutzbekleidung mehrfach tragen mussten. Ein Arzt aus Wuhan sagte der Nachrichtenagentur AFP, er und 16 seiner Kollegen hätten Symptome, die auf eine mögliche Coronavirus-Infektion hindeuteten. Dazu gehören Husten und Atemnot.

Die chinesischen Gesundheitsbehörden legten die Zahlen eine Woche nach dem Tod des jungen Augenarztes Li Wenliang vor, den an dem Erreger gestorben war. Li hatte als einer der ersten vor dem Virus gewarnt. Nach seiner Schilderung versuchte die Polizei jedoch, ihn mundtot zu machen. Sein Tod löste in chinesischen Online-Diensten große Bestürzung aus, vielfach wurde der Ruf nach Meinungsfreiheit laut.

4 Uhr: Erste Kreuzfahrt-Passagiere gehen in Kambodscha von Bord

Nach tagelanger Irrfahrt und Zurückweisungen durch mehrere asiatische Länder ist das US-Kreuzfahrtschiff "Westerdam" in einen kambodschanischen Hafen eingelaufen. Die Passagiere konnten am Freitag in Sihanoukville nach 14 Tagen auf See endlich wieder festen Boden unter den Füßen spüren. Regierungschef Hun Sen begrüßte die ersten Urlauber persönlich am Hafen, sie wurden mit Blumen und traditionellen Schals behängt.

Die "Westerdam" war am 1. Februar in Hongkong mit 2.257 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord zu einer 14-tägigen Ostasien-Kreuzfahrt in See gestochen. Doch Japan, Guam, die Philippinen, Taiwan und Thailand wiesen das Schiff aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus ab. Schließlich erklärte sich Kambodscha bereit, die "Westerdam" einlaufen zu lassen. An Bord war kein Fall des Virus nachgewiesen worden.

3 Uhr: Zahl der Virusfälle in China steigt weiter rasant auf fast 65.000

Nach der neuen Zählweise der Virusfälle in China ist die Zahl der bestätigten Ansteckungen erneut stark gestiegen. Allein in der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina kamen innerhalb eines Tages 4.823 nachgewiesene Infektionen hinzu, wie die Gesundheitskommission der Provinz laut Staatsfernsehen am Freitag berichtete. Damit steigt die Zahl landesweit auf fast 65.000. In Hubei starben allein 116 Patienten an der Krankheit. Damit sind landesweit fast 1.500 Tote zu beklagen. Experten betrachten aber auch die neuen Zahlen mit Vorsicht und befürchten eine hohe Dunkelziffer.

Donnerstag, 13. Februar, 16.29 Uhr: Absage der Handymesse MWC versetzt Smartphone-Branche in Aufruhr

Die kurzfristige Absage des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat die Smartphone-Branche kalt erwischt. Mehrere Monate der Vorbereitung sind jetzt umsonst. Auf die Veranstalter kommen hohe Geldforderungen zu. Und damit fangen die Probleme gerade erst an. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

14.15 Uhr: Erster Corona-Patient aus Münchner Klinik entlassen 

Der erste von 14 Coronavirus-Patienten in Bayern ist aus der Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Alle vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in enger Abstimmung mit den behandelnden Ärzten und einem wissenschaftlichen Expertengremium diskutierten Entlasskriterien seien erfüllt, dazu zählten mehrere negative Tests auf das Virus SARS-CoV-2.

Alle in der München Klinik Schwabing zur klinischen Überwachung mit entsprechender Isolation verbleibenden acht Patienten sind klinisch stabil und blicken auf Grundlage der neuen Kriterien ebenfalls einer absehbaren Entlassung entgegen. Weitere Infizierte Patienten werden in Trostberg behandelt.

14.10 Uhr: Frau in Russland flieht aus Quarantäne

Eine Frau in St. Petersburg wollte nicht länger wegen einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 in Quarantäne bleiben und ist aus einem Krankenhaus geflohen. Nun wird nach der 32-Jährigen gesucht. Die Chefärztin der Klinik wolle mithilfe eines Gerichts eine Zwangsunterbringung erwirken, teilte die Justiz am Donnerstag in der nordrussischen Metropole mit. Das Gericht wies die Klage Medienberichten zufolge allerdings wegen fehlender Zuständigkeit zurück. Die Frau hatte am vergangenen Freitag das Schloss einer Tür geknackt und sich aus der Klinik geschlichen. In sozialen Medien ist das im Land mittlerweile ein heiß diskutiertes Thema. Dort veröffentlichte die Frau auch ihren Fluchtplan.

Nach Ansicht der Behörden hat die 32-Jährige mit der Flucht aus dem Krankenhaus eine Ordnungswidrigkeit begangen, weil sie die Gesundheit anderer gefährde. Experten sagen aber, Patienten in Russland könnten nur mit eigener Zustimmung in Quarantäne bleiben.

Nach Angaben der Ärzte waren die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Die Frau sollte vorsorglich zwei Wochen in der Klinik bleiben, um sicher sein zu können, dass sie nicht mit dem Covid-19-Virus infiziert ist. Sie sagte lokalen Medien, die Fenster in ihrem Zimmer hätten sich nicht öffnen lassen, Mahlzeiten seien durch eine Luke geschoben worden.

Die 32-Jährige war vor gut zwei Wochen von einer China-Reise zurückkehrt und hatte danach nach eigenen Angaben über Halsschmerzen geklagt. Obwohl bei ihr kein SARS-CoV-2 festgestellt worden sei, habe sie entgegen ihrem Willen in der Klinik bleiben sollen. Die russischen Behörden sind wegen der Ausbreitung der neuen Krankheit im Nachbarland China nervös. In Russland gab es bislang zwei bestätigte Fälle.

14 Uhr: Erstes Todesopfer in Japan wegen Coronavirus

In Japan ist erstmals ein mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend (Ortszeit) bekanntgab, handelt es sich bei dem Opfer um eine Frau in ihren Achtzigern in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa. Nach Erkenntnissen der Behörden war die Frau in letzter Zeit nicht auf Auslandsreisen gewesen. Bislang sind in Japan mehr als 200 Infektionsfälle bestätigt. Die meisten davon sind Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess", das in Yokohama zunächst noch bis zum Mittwoch der kommenden Woche unter Quarantäne gestellt ist.

Bei der nun gestorbenen Frau war das Virus erst nach ihrem Tod festgestellt worden. Sie lag seit dem 1. Februar im Krankenhaus. In Japan sollen in weniger als sechs Monaten die Olympischen Spiele in der Hauptstadt Tokio stattfinden.

10.55 Uhr: Direktflüge zwischen Berlin und Peking vorerst gestrichen 

Die einzige direkte Flugverbindung zwischen Berlin und Peking ist wegen des Coronavirus bis Ende März ausgesetzt. Die zuständige Fluggesellschaft Hainan habe alle Flüge zwischen dem 13. Februar und dem 28. März gestrichen, sagte eine Flughafensprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Grund sei der Coronavirus, der inzwischen offiziell den Namen SARS-CoV-2 trägt. Betroffene Passagiere seien gebeten, sich auf der Internetseite der Fluggesellschaft über ihre Flüge zu informieren. Hainan Airlines fliegt in Deutschland nur ab dem Berliner Flughafen Tegel.

10.40 Uhr: Psychologe spricht über Belastungen auf Quarantäne-Schiff

Sie müssen auf der "Diamond Princess" ausharren – wegen des Coronavirus. Ein Experte erklärt, was die Isolation mit den Tausenden Menschen dort machen kann.

10.34 Uhr: China – neue Diagnosemöglichkeiten anerkannt 

Wie die Zeitung "China Daily" unter Berufung auf chinesische Experten erläuterte, können Ärzte jetzt eine offizielle Diagnose stellen, die auf einer Kombination von Faktoren wie Lungenbildern, dem physischen Zustand und der epidemiologischen Vorgeschichte beruht. Bislang waren demnach nur Tests im Labor maßgeblich, um eine Infektion mit dem Coronavirus nachzuweisen. Mit diesem Verfahren waren aber wohl viele Erkrankungen erst nach drei oder vier Tests auch tatsächlich als SARS-CoV-2-Infektion erkannt worden.

4.35 Uhr: Parteichef der Provinz Hubei entlassen

Der Chef der Kommunistischen Partei in der chinesischen Provinz Hubei ist seines Amtes enthoben. Das berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Shanghais Bürgermeisterin Ying Yong ersetzt Jiang Chaoliang, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf das Zentralkomitee der Partei.

4.15 Uhr: 44 neue Infektionen auf der "Diamond Princess"

Japan erlaubt Personen über 80 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen die Quarantäne des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" vorzeitig zu verlassen. Ursprünglich sollten alle Passagiere und Besatzungsmitglieder erst am 19. Februar von Board gehen, berichtet der japanische Sender NHK. Nach Angaben des Gesundheitsministers Katsunobu Kato sind auf dem Schiff 44 Neu-Infektionen gemeldet worden.

4.15 Uhr: Japan hält trotz Virus an Olympischen Spielen fest

Japan will ungeachtet der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wie geplant die Olympischen Spielen im Sommer austragen. Der Chef des japanischen Olympischen Komitees, Yoshiro Mori, bekräftigte am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Tokio, dass die Planung für die Spiele nicht durch die neue Lungenkrankheit Covid-19 beeinträchtigt werde. "Ich möchte noch einmal klarstellen, dass eine Absage oder Verschiebung der Tokio-Spiele nicht erwogen wurden", sagte Mori zum Auftakt eines zweitägigen Vorbereitungstreffens mit dem IOC. Man werde mit der japanischen Regierung zusammenarbeiten und "ruhig" mit jeglichen Problemen infolge des neuartigen Virus umgehen, sagte Mori.

3.48 Uhr: Hongkong lässt Schulen länger geschlossen

Die Regierung in Hongkong erklärt, dass sie die Schulen noch bis zum 16. März geschlossen halten werde. Es sei für Schüler "keine Eile" geboten, in die Stadt zurückzukehren.

2.49 Uhr: United Airlines verlängert Aussetzung der Flüge nach China

Die US-Fluglinie United Airlines wird ihre Verbindungen nach China bis Ende April weiterhin aussetzen. Ursprünglich sollte die Strecke ab dem 21. Februar wieder bedient werden. Mit der Ankündigung der United mit Sitz in Chicago haben nun alle US-Passagierfluggesellschaften, die China regulär anfliegen, ihre Flüge bis Ende April aus ihren Flugplan gestrichen. Grund sei ein dramatischer Rückgang der Nachfrage.

2.31 Uhr: MS Westerham darf endlich Hafen anlaufen

Die "MS Westerdam" der Reederei Carnival hat einen Hafen in Kambodscha angelaufen. Das Kreuzfahrtschiff erreicht nach Angaben einer Schiffsverkehrseite einen Ankerpunkt in der kambodschanischen Hafenstadt Sihanoukville. Obwohl keine Passagiere an Bord an dem Virus erkrankt sind, wurde das Schiff von Japan, Taiwan, Guam, den Philippinen und Thailand abgewiesen und kreuzte 2 Wochen auf See.

1.18 Uhr: Zweite Person in San Diego erkrankt

Eine zweite Person ist in San Diego (Kalifornien) an Covid-19 erkrankt. Das berichtet der Sender CNBC unter Berufung auf die US-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC). Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

1.30 Uhr: Sprunghafter Anstieg der Infektionen in Hubei

Die Zahl der Todesfälle in der besonders stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei ist nach Behördengaben am Mittwoch deutlich um 242 auf 1.310 gestiegen. Zudem seien 14.840 neue Fälle registriert worden, teilt die Gesundheitskommission mit.

Zum Vergleich: mit nur rund einem Zehntel an Neuinfektionen am Vortag von 1.638 deutete sich ein Rückgang der Infektionsrate an. Der sprunghafte Anstieg der Neuerkrankungen sei laut der Gesundheitskommission auf ein neues Verfahren bei der Diagnose des Coronavirus zurückzuführen. Die Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen in der Provinz rund um die Stadt Wuhan liegt damit bei 59.865. 

Generell vermuten Experten eine sehr hohe Dunkelziffer. So sind die Möglichkeiten begrenzt, auf das neue Virus zu testen. Ferner erscheint das sich wandelnde Berichterstattungssystem Chinas mit unterschiedlichen Definitionen der einzelnen Fälle besonders für lokale Stellen kompliziert. Die täglich berichteten Zahlen repräsentieren laut Experten somit eher die Fähigkeiten, Fälle zu identifizieren und zu melden, als das wirkliche Ausmaß der Epidemie. 

Mittwoch, 12. Februar, 20.30 Uhr: WHO: Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt sich

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gibt es einen Hoffnungsschimmer. Die Zahl bestätigter neuer Ansteckungsfälle in China habe sich seit der vergangenen Woche stabilisiert, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf mit. Allerdings müsse diese Entwicklung mit großer Vorsicht bewertet werden. "Der Ausbruch kann sich immer noch in alle Richtungen entwickeln", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. In China war am Mittwoch die kleinste Zahl an neuen Erkrankungsfällen pro Tag seit zwei Wochen registriert worden.

Der WHO-Experte Mike Ryan erklärte, die neue Entwicklung sei beruhigend. Das Virus verbreite sich außerhalb der chinesischen Provinz Hubei weniger schnell. Dies sei auf Vorsorge-Maßnahmen der chinesischen Regierung zurückzuführen. Hubei ist Ausgangs- und Schwerpunkt der Ansteckungen mit dem Coronavirus. Ryan schränkte ein, es sei noch zu früh, um vom Ende der Epidemie zu sprechen. Die Zahl der Todesfälle durch das Virus auf dem chinesischen Festland ist laut Behörden bis Dienstagnacht um 97 auf 1.113 gestiegen.

Die Zahl der Neuinfektionen in China kletterte um 2.015 auf 44.653. In Deutschland wurden bislang 16 Infektionen nachgewiesen. Die Bundesregierung will bis zu 23 Millionen Euro zusätzlich zur Bekämpfung des Coronavirus aufwenden.

20.14 Uhr: Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona abgesagt

Die weltweit wichtigste Mobilfunk-Messe MWC wird in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Gefahr abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Mittwochabend mit. Zuvor hatten viele große Aussteller angekündigt, dem für Ende Februar angesetzten Branchentreff fernzubleiben.

19.59 Uhr: WHO hofft auf vier Impfstoff-Kandidaten gegen Covid-19

Im Kampf gegen die neue Lungenkrankheit Covid-19 will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Suche nach einem Impfstoff und wirksamen Medikamenten beschleunigen. Darauf hätten sich die 400 Fachleute geeinigt, die seit Dienstag in Genf tagten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwochabend in Genf. Es gebe vier mögliche Kandidaten für einen Impfstoff, von denen sich hoffentlich zwei als vielversprechend herausstellen, sagte die Chefwissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan. Zu den drängendsten Aufgaben gehöre auch die Entwicklung einfacherer Tests zum Nachweis von Infektionen.

Tedros kritisierte, dass das aus Hongkong kommende Kreuzfahrtschiff "Westerdam" in mehreren Häfen in Asien nicht anlegen durfte, obwohl es keine Hinweise auf Infektionen an Bord gab. "Einzelpersonen oder Länder zu stigmatisieren kann unsere Arbeit nur behindern", sagte er. Die WHO werde zusammen mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation der UN an Regierungen appellieren, die freie Passage von Schiffen und die Rechte von Passagieren zu respektieren.

Nach Angaben von Swaminathan könnten schon in drei bis vier Monaten erste Impfstoff-Tests an Menschen beginnen. Ein zertifizierter Impfstoff für weitreichenden Einsatz stehe aber wahrscheinlich erst in 18 Monaten zur Verfügung. Mehrere bereits existierende Medikamente würden zur Zeit daraufhin geprüft, ob sie Covid-19-Kranken helfen können. Die WHO werde so schnell wie möglich Richtlinien dafür ausarbeiten.

19.52 Uhr: US-Schnelltest für Coronavirus funktioniert nicht richtig

Ein US-Schnelltest zur Diagnose des Coronavirus, der bereits von 36 Ländern bestellt wurde, funktioniert nicht richtig. Das räumte am Mittwoch die US-Gesundheitsbehörde CDC ein, die den Test entwickelt hat. Bei einer Überprüfung in Laboren in mehreren US-Bundesstaaten hätten die Tests kein eindeutiges Ergebnis - also positiv oder negativ - erbracht, sagte die CDC-Direktorin für Atemwegserkrankungen, Nancy Messonnier. Vermutlich funktioniere einer der drei Stoffe zum Nachweis des Virus nicht einheitlich.

Die CDC hatte in der vergangenen Woche damit begonnen, die Schnelltests an zertifizierte Labore in allen 50 US-Bundesstaaten sowie ins Ausland zu schicken. Der Behörde zufolge haben 36 Länder den Test bestellt, der innerhalb von vier Stunden eine Diagnose liefern soll.

Durch das neue Virus namens Covid-19 wurden weltweit bisher über 44.000 Menschen infiziert, die meisten von ihnen auf dem chinesischen Festland. In Deutschland gibt es 16 nachgewiesene Infektionen, in den USA 13. Der Erreger der Lungenkrankheit war zuerst im Dezember in der zentralchinesischen Stadt Wuhan aufgetreten. Seitdem starben mehr als 1.100 Menschen und damit mehr als bei der SARS-Epidemie vor rund 17 Jahren.

14 Uhr: Spahn fordert mehr Geld aus Brüssel im Kampf gegen Coronavirus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine stärkere finanzielle Beteiligung der Europäischen Union am Kampf gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 gefordert. Vor einem Treffen der EU-Gesundheitsminister an diesem Donnerstag in Brüssel sagte Spahn, er wünsche sich eine Einigung auf Mittel aus dem EU-Haushalt zur Forschung im Kampf gegen das Virus.

"Und ich möchte auch erreichen (...), dass die Bitte der Weltgesundheitsorganisation nach finanzieller Hilfe nicht nur von den Nationalstaaten beantwortet wird, sondern dass auch die Europäische Union mit Haushaltsmitteln sich verantwortlich fühlt", so Spahn nach einer Unterrichtung des Gesundheitsausschusses des Bundestags am Mittwoch in Berlin.

13.37 Uhr: EU-Parlament-Fraktion fordert Fragebogen bei Einreisen

Vor einem Treffen der EU-Gesundheitsminister hat die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europaparlament (EVP) eine einheitliche Reaktion der EU auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 gefordert. In den einzelnen Mitgliedsstaaten gebe es unterschiedliche Herangehensweisen, kritisierte der Vorsitzende der EVP-Fraktion, Manfred Weber, am Mittwoch in Straßburg. Die EU müsse endlich eine gemeinsame Strategie haben. Die Fraktion schlug vor, dass alle Reisenden bei der Einreise in die Europäische Union einen Fragebogen ausfüllen müssen, um einer weiteren Verbreitung des Virus besser vorbeugen zu können.

In dem Fragebogen sollten beispielsweise neben grundsätzlichen Kontaktdaten auch Reisen nach China und Asien eingetragen werden, erklärte der italienische EVP-Abgeordnete Antonio Tajani. Auch ob in den 30 Tagen vor Einreise Grippe-Symptome vorlagen, solle festgehalten werden. Falsche Angaben müssten geahndet werden, sagte Tajani. Alle EU-Länder müssten einen einheitlichen Ansatz beim Umgang mit Einreisenden haben, betonte Vize-Vorsitzende Esther de Lange. Die Fraktion appellierte auch an EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

Die EU hat in der Frage nach der Reaktion auf die Virus-Epidemie generell nur wenig Kompetenz, diese liegt primär bei den Mitgliedsstaaten selbst. Die EU-Gesundheitsminister sollten am Donnerstag zu einem Sondertreffen zum Coronavirus in Brüssel reisen. Für Deutschland wollte Gesundheitsminister Jens Spahn an dem Treffen teilnehmen.

7.20 Uhr: Bisher keine Deutschen auf Kreuzfahrtschiff in Japan infiziert

Unter den positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff in Japan befinden sich nach Angaben der Botschaft keine Deutschen. Das berichtete die deutsche Vertretung in Tokio am Mittwoch. Zuvor hatte das japanische Gesundheitsministerium bei weiteren 39 Menschen – 29 Passagiere und zehn Crewmitglieder – eine Infizierung festgestellt, damit stieg die Zahl der Infizierten auf 174. Vier Personen zeigten ernste Symptome.

3.52 Uhr: Wieder fast 100 Tote in China

Die Zahl der Todesopfer durch den Coronavirus-Ausbruch auf dem chinesischen Festland ist laut Behördenangaben zum Ende des Dienstags um 97 auf 1.113 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen ist in China um 2.015 auf 44.653 gestiegen, erkläre die nationale Gesundheitskommission.

3 Uhr: Webasto-Zentrale öffnet wieder

Der Autozulieferer Webasto will heute seine wegen mehrerer Coronavirus-Fälle seit zwei Wochen geschlossene Unternehmenszentrale in Stockdorf wieder öffnen. Eine Spezialfirma hatte das Gebäude in dem Münchner Vorort zuvor gereinigt und desinfiziert. Eine chinesische Webasto-Mitarbeiterin hatte den Erreger unwissentlich bei einer Dienstreise eingeschleppt. Trotz zwei am Dienstagabend neuen bestätigten Corona-Fällen werde die Zentrale wieder öffnen, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Vorstandschef Holger Engelmann will heute Morgen ein Pressestatement geben. Es sehe so aus, als habe Webasto durch sein schnelles und konsequentes Handeln nach dem ersten positiven Test die Infektionskette im Unternehmen unterbrochen.

Alle nunmehr 14 Corona-Fälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit Webasto. Infiziert hatten sich unter anderem acht Mitarbeiter sowie vier Angehörige. Alle befinden sich noch in Krankenhäusern.

2.34 Uhr: Erste US-Bürger dürfen Quarantäne verlassen

In den USA können die ersten Personen die Quarantänestation in Kalifornien verlassen. Die 195 US-Bürger - die meisten davon Mitarbeiter des US-Außenministeriums - waren am 29. Januar aus Wuhan ausgeflogen worden. Bei keinem der Rückkehrer wurde das Coronavirus festgestellt. "Sie brauchen keine zusätzlichen Tests, sie müssen nicht gemieden werden, sie haben kein neuartiges Coronavirus", sagte der Amtsarzt der Region, Cameron Kaiser. Seine Abteilung hatte ein Foto veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie die Menschen ihre Masken in einer Quarantäne-Abschlusszeremonie wegwarfen.

1.31 Uhr: Dutzende neue Infektionen auf Kreuzfahrtschiff

Auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess", das in Japan unter Quarantäne vor Anker liegt, sind 39 weitere Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Darunter befände sich auch ein Quarantäneoffizier, erklärte der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato. Damit belaufe sich die Gesamtzahl der Infizierten auf dem Schiff auf 174, wie der öffentlich-rechtliche Sender NHK mitteilte.

Dienstag, 11. Februar, 19.38 Uhr: Zwei neue Coronavirus-Fälle in Bayern – nun 16 in Deutschland

In Bayern gibt es zwei neue bestätigte Coronavirus-Fälle. Damit ist ihre Zahl in Deutschland auf 16 gestiegen. Die zwei Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer Webasto aus Stockdorf bei München, bei dem vor einigen Wochen ein erster Mitarbeiter positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden war. Das berichtete das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend in München unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Einzelheiten zu den neuen Fällen wollte das Ministerium am Mittwoch bekanntgeben.

Das Unternehmen Webasto hatte den Stammsitz in Stockdorf am 29. Januar vorsorglich geschlossen, nachdem einer der Mitarbeiter positiv getestet worden war. Er hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, die wenig später zurück in ihre Heimat flog. Alle nun insgesamt 14 bestätigte Coronafälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit Webasto. Infiziert hatten sich weitere Mitarbeiter sowie einige Angehörige. In Deutschland wurden zudem zwei am 1. Februar aus China nach Frankfurt/Main ausgeflogene Menschen positiv auf das Virus getestet.

16.48 Uhr: WHO gibt neuartigem Coronavirus offiziellen Namen

Das neuartige Coronavirus trägt nun offiziell den Namen "Covid-19". Der Name ersetze die bisherige Bezeichnung 2019-nCoV, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf mit. "Co" steht demnach für "Corona", "vi" für "Virus" und "d" für "disease" (Krankheit).

2019-nCoV war demnach der provisorische Name für das Virus, nachdem die Krankheit in Erscheinung getreten war. Die neue Bezeichnung Covid-19 sei ausgewählt worden, weil sie einfach auszusprechen sei und kein Land und keine bestimmte Bevölkerung stigmatisiere, sagte WHO-Chef Tedros.

Er sehe zudem eine realistische Chance, die weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen. "Wenn wir jetzt investieren, haben wir eine realistische Chance, diesen Ausbruch zu stoppen", sagte Tedros.

14.37 Uhr: Forscher aus Hongkong: Coronavirus könnte 60 Prozent der Weltbevölkerung infizieren

Hongkongs führender Epidemiologe Gabriel Leung befürchtet, dass sich bis zu 60 Prozent der Menschen weltweit mit dem neuen Coronavirus infizieren könnten, wenn es nicht gelingt, das Virus unter Kontrolle zu bringen. Er gilt als weltweit anerkannter Experte auf seinem Gebiet.

"Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass sich die bisher begrenzte Epidemie zu einer (länderübergreifenden) Pandemie ausweiten könnte", sagte Leung in einem Interview mit der britischen Tageszeitung "The Guardian". Es seien rasche "drakonische" Beschränkungen der Mobilität der Menschen nötig. Man sollte erwägen, Maßnahmen zur Eindämmung der Lungenseuche nach chinesischem Vorbild zu ergreifen.

Leungs Annahme beruht auf einer Modellstudie zum Coronavirus 2019-nCoV, die er und seine Kollegen Ende Januar veröffentlicht haben. Ob tatsächlich 60 Prozent der Menschheit infiziert werden, sei unklar, sagte Leung weiter. "Vielleicht nicht. Vielleicht kommt das in Wellen. Vielleicht wird das Virus seine Tötlichkeit abschwächen, da es ihm sicherlich nicht hilft, wenn es alle auf seinem Weg tötet, weil es dann auch stirbt", so Leung.

14.21 Uhr: Pharmaexperten warnen vor Antibiotika-Engpässen

Produktionsausfälle in China wegen des Coronavirus könnten nach Ansicht von Pharmaexperten schlimmstenfalls zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland führen. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe, schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, sagte Morris Hosseini, Pharmaexperte bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Kurzfristig reichten die Antibiotika-Lagerbestände aus, um die Produktion aufrecht zu erhalten, doch bei einem längerfristigen Stopp in den chinesischen Werken drohten Lieferengpässe.

Weltweit sei die Pharmabranche in der Wirkstoff-Produktion abhängig von China, da die Herstellung in Europa nicht lohne. So würden etwa Vorstufen der Penicilline vor allem in der Volksrepublik produziert. Zwar sei die Provinz Hubei mit der Hauptstadt Wuhan nicht der einzige, aber ein maßgeblicher Standort für die Wirkstofferstellung, sagte Hosseini der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn sich die Situation in den chinesischen Produktionsstätten mittelfristig nicht entspannt, wird sich die Lage in Europa zuspitzen." Erschwerend komme dazu, dass mit dem chinesischen Neujahrsfest die Produktion ohnehin geruht habe.

Im Fall von Lieferengpässen könnten indische Produzenten einspringen, aber nicht kurzfristig in der benötigten Größenordnung, sagte Hosseini. In Deutschland würden etwa nötige Vorstufen von Antibiotika seit dem Produktionsende am Pharmastandort Frankfurt Höchst 2017 gar nicht mehr hergestellt, so eine Studie von Roland Berger. Behörden sehen indes noch keinen Grund zur Sorge. Es lägen "bislang keine Hinweise vor, dass es aufgrund des Coronavirus zu kurzfristigen Liefer- oder Versorgungsengpässen kommen wird", teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn mit.

13.45 Uhr: WHO-Chef – Neuartiges Coronavirus ist "sehr ernste Bedrohung" für die Welt

Das neuartige Coronavirus ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO eine weltweit "ernste Bedrohung". Zwar beschränkten sich derzeit noch rund 99 Prozent der Infektionsfälle auf China, doch stelle das Virus auch eine "sehr ernste Bedrohung für den Rest der Welt dar", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf zum Auftakt einer internationalen Experten-Konferenz zum Kampf gegen die Epidemie.

"Das Wichtigste ist, die Ausbreitung aufzuhalten und Leben zu retten", sagte Tedros vor den rund 400 Forschern und Experten aus aller Welt. "Gemeinsam können wir das schaffen", fügte er hinzu. Der WHO-Chef forderte alle betroffenen Länder erneut auf, ihre medizinischen und wissenschaftlichen Daten zu teilen. Gleichzeitig rief er zu globaler "Solidarität" auf.

Das zweitägige von der WHO organisierte Treffen soll zur Eindämmung der Krankheit beitragen. Tedros hoffe, dass eines der Ergebnisse dieses Treffens ein gemeinsamer Fahrplan für die Forschung sein wird, an dem sich Wissenschaftler und Spender weltweit orientieren könnten.

13.11 Uhr: Virus-Angst – Kreuzfahrtschiff darf nicht in Asien andocken

Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus kann in Asien ein aus Hongkong kommendes Kreuzfahrtschiff nicht andocken – obwohl keine Fälle an Bord bekannt sind. Thailands Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul erklärte am Dienstag bei Facebook, er habe untersagen lassen, dass das Schiff festmacht. Zuvor hatten dies schon Taiwan und Japan verweigert, wie die Reederei "Holland America Line" schilderte.

Ursprünglich wollte das Schiff rund 120 km südöstlich von Bangkok anlegen. Thailands Regierungschef Prayut Chan-o-cha versicherte, der "Westerdam" würden bei Bedarf Treibstoff, Wasser und Lebensmittel gebracht. An Bord sind nach Angaben der Reederei rund 1.500 Gäste und 800 Besatzungsmitglieder.

Die Reederei schrieb vor einigen Tagen auf ihrer Homepage, die Gäste seien in Sicherheit. Es werde für sie gut gesorgt. Das Schiff sei nicht in Quarantäne. Es gebe kein Grund anzunehmen, dass es Fälle des Coronavirus an Bord gebe. Auf der Homepage schilderte die Reederei auch eine Reihe von medizinischen Vorsorgemaßnahmen, die getroffen würden.

12.24 Uhr: Zwei negativ getestete Japaner haben doch Coronavirus

Zwei aus Wuhan evakuierte Japaner sind an dem neuartigen Coronavirus erkrankt, obwohl ihre Tests zuvor negativ ausgefallen waren. Wie das japanische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurde einer von ihnen sogar zwei Mal getestet, ohne dass das Virus entdeckt wurde. Beide Männer waren Ende Januar aus Wuhan, dem Epizentrum des Ausbruchs, ausgeflogen worden.

Den Angaben zufolge wurde bei dem Mann zwölf Tage nach dem zweiten Test nun doch die Atemwegserkrankung nachgewiesen. Seit seiner Rückkehr nach Japan am 29. Januar wurde er in einem Hotelzimmer unter Quarantäne gestellt. Der zweite Mann war laut Gesundheitsministerium am 30. Januar zurückgekehrt und zunächst ebenfalls negativ getestet worden. Ein zweiter Test am Montag habe dann das Virus nachgewiesen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO beträgt die Inkubationszeit des neuartigen Coronavirus rund 14 Tage.

9.35 Uhr: China zählt Infizierte ohne Symptome nicht mehr in Statistik

China führt nachweislich mit dem neuen Coronavirus infizierte Personen, die aber keine Symptome zeigen, nicht mehr in seiner Statistik der Ansteckungen. Das ging am Dienstag aus neuen Bestimmungen zur Vorbeugung und Kontrolle der nationalen Gesundheitskommission in Peking hervor, die schon am vergangenen Freitag erlassen wurden. Erst wenn Krankheitssymptome aufträten, werde die Person als "infiziert" geführt, heißt es darin. Wie viele Infektionen damit gar nicht erst erfasst werden, ist unklar. Generell dürfte die Dunkelziffer nicht registrierter Fälle immens sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte in ihren täglichen Pressekonferenzen zum Virus zuletzt betont, dass rund 80 Prozent der Infektionen einen milden Verlauf nähmen.

Ein Grund, warum die Statistik geändert wurde, wurde nicht genannt. Seit Ende vergangener Woche wächst der täglich verkündete Anstieg der neu nachgewiesenen Ansteckungen mit der Lungenkrankheit nicht mehr so stark wie zuvor. In welchem Ausmaß die neue Art, die Zahlen zu erfassen und zu berichten, dahinter steckt, war zunächst unklar.

Die neue Definition widerspricht den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die als Infizierten jemanden betrachtet, bei dem eine 2019-nCoV-Infektion durch ein Labor bestätigt wurde – "ungeachtet klinischer Zeichen oder Symptome". Mit dem Coronavirus infizierte Personen können in der Inkubationszeit schon selbst ansteckend sein. Experten gehen in der Regel von bis zu 14 Tagen aus.

8.15 Uhr: "Super-Verbreiter" aus Großbritannien soll Menschen in drei Ländern angesteckt haben

Ein britischer Geschäftsmann soll nach Medienberichten weitere Briten in mindestens drei Ländern mit dem Coronavirus angesteckt haben. Insgesamt mindestens elf Menschen soll er infiziert haben. Über den "Superspreader" hatte unter anderem der "Guardian" berichtet.

Der Mann hatte sich wahrscheinlich auf einer Konferenz in Singapur bei einem anderen Teilnehmer angesteckt. Er war geschäftlich für ein Gasanalyse-Unternehmen unterwegs. Nach seinem Aufenthalt in Singapur sei er zurück nach London gereist und sei erst nach seiner Rückkehr über den Coronavirus-Vorfall auf der Konferenz informiert worden. Als er sich daraufhin auf das Virus testen ließ, trug er es bereits etwa zehn Tage in sich.

3 Uhr: China feuert Chefs der Gesundheitskommission in Hubei

Der Ausbruch des Coronavirus in China zieht personelle Konsequenzen nach sich: Wie Chinas Staatsfernsehen am Dienstag berichtete, sind die Chefs der Gesundheitskommission in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei entlassen worden. Zhang Jin, Parteisekretär der Gesundheitskommission von Hubei, und Liu Yingzi, der Direktor der Behörden, wurden demnach von Wang Hesheng, dem stellvertretenden Leiter der Nationalen Gesundheitskommission, abgelöst.

Zuletzt war in China immer mehr Kritik an der Untätigkeit oder langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch laut geworden. Für landesweite Bestürzung und Anteilnahme sorgte vergangene Woche der Tod des Arztes Li Wenliang, der frühzeitig vor dem Ausbruch des Coronavirus gewarnt hatte, aber laut Berichten gezwungen wurde, diese "Gerüchte" nicht weiter zu verbreiten. Der 34-Jährige starb, weil er sich mit dem Virus angesteckt hatte.

0.20 Uhr: Zahl der Toten in China auf mehr als tausend gestiegen

In China sind inzwischen mehr als tausend Menschen an der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie die Regionalregierung der zentralchinesischen Provinz Hubei am Dienstag mitteilte, starben dort seit dem Vortag 103 Menschen an den Folgen der Infektion. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer der Epidemie in Festlandchina wuchs damit auf mindestens 1.011 an. Die allermeisten Infektions- und Todesfälle gibt es weiterhin in Hubei, von wo die Epidemie im Dezember ihren Ausgang genommen hatte. Nach Angaben der dortigen Behörden wurden seit Montag weitere 2.097 Ansteckungsfälle in der Provinz verzeichnet. Die offizielle Gesamtzahl der Ansteckungsfälle in Festlandchina stieg damit auf mehr als 42.200.

Der chinesische Staatschef Xi Jinping, der sich seit Ausbruch der Epidemie weitgehend von der Öffentlichkeit ferngehalten hatte, zeigte sich am Montag mit Atemschutzmaske. Beim Besuch eines Krankenhauses in Peking mit infizierten Patienten nannte er die Lage "immer noch sehr ernst" und forderte "entschiedenere Maßnahmen", wie der Staatssender CCTV berichtete.

Xi sprach per Videoschaltung auch mit Ärzten in der Millionenstadt Wuhan in Hubei. In Wuhan war das neuartige Virus erstmals bei Menschen festgestellt worden. Zudem ließ sich der Staatschef bei einem Besuch eines Pekinger Viertels mit ausgestrecktem Arm die Körpertemperatur messen. Auf Bildern des Staatsfernsehens war ferner zu sehen, wie Xi mit einigem Abstand mit Anwohnern sprach.

Montag, 10. Februar, 19.08 Uhr: Internationale Konferenz zu Impfstoff beginnt

Die Weltgesundheitsorganisation richtet ab Dienstag eine internationale Konferenz zur Suche nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus aus. Das zweitägige Treffen soll zur Eindämmung der Krankheit beitragen. An ihr starben bereits mehr als 900 Menschen, zumeist in China. Wissenschaftler in aller Welt forschen derzeit sowohl an einem Impfstoff als auch über die Verbreitungswege der Atemwegserkrankung.

17.21 Uhr: Expertenteam der WHO nimmt Arbeit in China auf

Die Weltgesundheitsorganisation hat ein Expertenteam nach China geschickt, um weitere Informationen über das Coronavirus zu sammeln. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, dass das Team nun die Grundlage legen solle für ein dann größeres, internationales Expertenteam. Tedros betonte, dass dem Team freie Hand gelassen werde bei der genauen Konzeption seiner Arbeit. Die Expertengruppe solle möglichst frei an die Arbeit gehen, um dann hoffentlich Antworten auf noch offene Fragen liefern zu können. Auch die Entscheidung, ob die Experten etwa nach Wuhan reisen, liege bei diesem Team.

14.38 Uhr: Inkubationszeit möglicherweise deutlich länger als angenommen

Die Inkubationszeit beim neuen Coronavirus könnte Analysen zufolge in seltenen Fällen bis zu 24 Tage betragen und damit 10 Tage mehr als bisher angenommen. Im Schnitt betrage der Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen wohl drei Tage und damit weniger als die bisher angenommenen gut fünf Tage, ergab eine Auswertung des renommierten Experten Zhong Nanshan nach Angaben der "China Daily" vom Montag.

Der Leiter des nationalen Expertengremiums zur Eindämmung der Lungenkrankheit hatte mit seinem Team 1.099 Fälle aus 552 Krankenhäusern in China untersucht. Es handelt sich allerdings um vorläufige Ergebnisse, die weiterer Bestätigung bedürfen. Ohne genaue Kenntnis der Methode lasse sich zunächst nicht sagen, wie gesichert die neuen Erkenntnisse seien, sagte der Coronavirus-Experte Christian Drosten von der Berliner Charité zu der Analyse in China.

10.50 Uhr: Großbritannien verschärft Schutzvorschriften gegen Coronavirus

Die britische Regierung hat das neuartige Coronavirus als "ernste und unmittelbare Gefahr für die Volksgesundheit" eingestuft und damit ihre Schutzmaßnahmen verschärft. Menschen können nun gezwungen werden, in Quarantäne zu gehen, wie das Gesundheitsministerium am Montag in London mitteilte. Dies komme nicht nur den Betroffenen zugute, sondern könne auch weitere Ansteckungen mit dem Erreger verhindern. In Großbritannien stünden dafür zwei Einrichtungen in Wirral und Milton Keynes zur Verfügung.

Zuvor war bekannt geworden, dass sich ein Brite im Januar in Singapur mit der Lungenkrankheit infiziert hatte und inzwischen mit mindestens sieben weiteren Fällen in England, Frankreich und Spanien in Verbindung gebracht wird. Er hatte sich mit anderen Personen ein Chalet in einem Skigebiet nahe des Mont Blanc in den Alpen geteilt.

9.31 Uhr: Bei China-Rückkehrern in Berlin kein Virus nachgewiesen

Die 20 China-Rückkehrer in Berlin sind nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. "Wir sind erleichtert. Alle Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus der Rückkehrerinnen und Rückkehrer in Berlin sind negativ", teilte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag mit. "Die 14-tägige Quarantäne für die Dauer einer längstmöglichen Inkubationszeit unter Beobachtung ist eine Maßnahme, um die Betroffenen selbst und die Bevölkerung zu schützen." Der Bevölkerungsschutz habe höchste Priorität für sie, betonte Kalayci.

Die 16 Erwachsenen und 4 Kinder waren am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet. Die Menschen, die sich in der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten hatten, kamen umgehend auf eine Quarantäne-Station auf dem Gelände der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick. Am Sonntag hieß es, die Deutschen und ihren Familienangehörigen seien wohlauf. Die Tests auf das Coronavirus sollen nun zwei Wochen lang alle vier Tage wiederholt werden.

7.05 Uhr: 60 weitere Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama sind weitere 60 Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Montag bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf mindestens 130, wie der japanische Fernsehsender NHK weiter berichtete. 

Die übrigen der insgesamt 2.666 Passagiere und 1.045 Crew-Mitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind nach Erkenntnissen der Deutschen Botschaft in Tokio auch zehn deutsche Staatsangehörige.

2 Uhr: Zahl neuer Infektionen steigt weiter

Die Zahl neuer Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden landesweit 97 neue Todesfälle bestätigt. Damit sind bislang mehr als 908 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg um 3.062 auf 40.171 Fälle. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich ausgebrochen war, kamen 2.618 Infektionen und 91 Todesfälle hinzu. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt mehr als 300 Erkrankungen bestätigt, davon 14 in Deutschland. 

Sonntag, 9. Februar, 13.15 Uhr: Flugzeug mit 20 deutschen Rückkehrern aus Wuhan in Berlin gelandet

Ein Flugzeug der deutschen Luftwaffe mit 20 Deutschen aus der vom Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan ist am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet. An Bord der Maschine seien außerdem auch 17 Menschen aus weiteren europäischen Ländern gewesen, erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD). Die deutschen Staatsbürger und deren Familienangehörige werden laut der Berliner Gesundheitsbehörden nun in ein DRK-Krankenhaus in Berlin-Köpenick gebracht, in dem sie 14 Tage in Quarantäne bleiben werden.

"Ich bin erleichtert über die Ausreise von weiteren 20 Deutschen und Familienangehörigen mit einer britischen Chartermaschine aus Wuhan", erklärte Maas. Die Rückkehrer waren am Samstagabend in Großbritannien gelandet, nachdem sie mit einem britischen Charterflug aus Wuhan ausgeflogen worden waren. "Unser großer Dank gilt unseren britischen Freunden, mit denen wir in den letzten Tagen intensiv und vertrauensvoll daran gearbeitet haben, die Ausreise möglich zu machen", fügte der Außenminister hinzu.

Die 17 weiteren Wuhan-Rückkehrer reisen nach Angaben des Auswärtigen Amtes am Sonntag unmittelbar mit Sonderflügen von Berlin-Tegel nach Luxemburg, die Niederlande, Österreich und Rumänien weiter.

09.30 Uhr: Maschine mit Rückkehrern aus Wuhan in Großbritannien gelandet

Eine britische Chartermaschine mit Rückkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan ist in Großbritannien angekommen. Das Flugzeug mit 200 Menschen, darunter etwa 20 Deutschen, an Bord sei am Sonntag um 07.30 Uhr (08.30 Uhr MEZ) auf dem Militärflughafen RAF Brize Norton nahe Oxford gelandet, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

Die deutschen Rückkehrer werden noch am Sonntagvormittag in Berlin erwartet. Das Auswärtige Amt hatte sich am Samstagabend per Twitter bei den britischen Behörden bedankt: "Guten Flug und großen Dank an die britischen Behörden für die große Hilfe!"

6.45 Uhr: Mehr Tote durch neuartiges Coronavirus als durch SARS

Die Zahl der Todesopfer durch das neue Coronavirus hat die der SARS-Pandemie vor 17 Jahren überstiegen. Mit 89 neuen Todesfällen durch die Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde am Sonntag bestätigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS) waren 2002/2003 laut WHO 8096 Menschen erkrankt und weltweit 774 gestorben. Allein in Festland-China und Hongkong hatte es 648 Todesfälle geben.

Samstag, 8. Februar, 15 Uhr: Bundesregierung holt weitere Deutsche aus China zurück

Die Bundesregierung holt weitere Bundesbürger aus der Region Wuhan. 20 Deutsche sollten voraussichtlich am Sonntag in Berlin ankommen, teilt die Senatverwaltung für Gesundheit mit. Nach ihrer Ankunft würden sie für 14 Tage isoliert. "Berlin ist gut vorbereitet. Alle Abläufe stehen", erklärt Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Alle würde auf das Coronavirus getestet. Mit einem Ergebnis sei am Montagmittag zu rechnen.

11.57 Uhr: Fünf Briten positiv getestet

In Frankreich ist nach Angaben der Regierung bei fünf britischen Staatsbürgern eine Corona-Infektion festgestellt worden. Sie hätten in den französischen Alpen in derselben Unterkunft übernachtet wie ein weiterer Brite, der aus Singapur angereist und bei dem die Erkrankung kurz zuvor festgestellt worden sei, teilt Gesundheitsministerin Agnes Buzyn mit. Unter den neu Infizierten sei auch ein Kind. Die Gruppe sei in gutem Gesundheitszustand in ein Krankenhaus der Region eingeliefert worden. Die Briten hielten sich in dem Ski-Ort Contamine Monjoie am Mont Blanc auf. In Frankreich gibt es jetzt elf Corona-Fälle.

10.44 Uhr: Wuhan eröffnet nächste Klinik für Infizierte

In Wuhan ist Medien zufolge ein zweites neues Krankenhaus für Corona-Fälle eröffnet worden. Die ersten Ärzte- und Pflegerteams seien bereits eingetroffen, berichtet das staatliche Fernsehen. Noch am Samstag sollen die ersten Patienten in der 1.500-Betten-Klinik aufgenommen werden. Am Montag war ein erstes neues Krankenhaus zur Isolierung von Coronavirus-Patienten eröffnet worden. Der Bau hatte acht Tage gedauert.

8.56 Uhr: Zwei Ausländer sterben am Coronavirus

In Wuhan ist ein Amerikaner an einer Corona-Infektion gestorben. Wie die US-Botschaft in Peking am Samstag mitteilte, erlag der 60-Jährige der Krankheit am Donnerstag in einer Klinik der zentralchinesischen Stadt. Nach Hunderten Todesfällen durch das Virus unter Chinesen ist der US-Bürger das erste bestätigte Todesopfer mit anderer Nationalität. Auch ein Japaner starb nach Einschätzung des Tokioter Außenministeriums in Wuhan an der Krankheit.

Bei dem Mann im Alter zwischen 60 und 70 Jahren habe der Verdacht auf eine Corona-Infektion bestanden, so das Ministerium unter Berufung auf chinesische Behörden. Wegen Schwierigkeiten bei der Diagnose sei aber eine Lungenentzündung als Todesursache angegeben worden. In Wuhan war die Epidemie ausgebrochen und grassiert dort weiterhin besonders stark.

7.20 Uhr: Bericht: Regierung will erneut Deutsche aus China ausfliegen

Die Bundesregierung will noch einmal deutsche Bürger aus der Krisenregion Wuhan in China evakuieren. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. 35 Personen sollen demnach nach Deutschland gebracht werden, darunter auch Menschen aus Österreich und Luxemburg. Dabei soll zunächst ein von der britischen Regierung gecharterter Flieger mitgenutzt werden. Die Luftwaffe holt die Deutschen dann aus England ab und bringt sie nach Berlin, so die "Bild" weiter.

6.25 Uhr: Zahl der Virus-Opfer steigt weiter

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus ist in China erneut schnell gestiegen. Bis Samstag kletterte die Zahl der Patienten, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, innerhalb eines Tages um 3.399 auf 34.546. Das teilte die Gesundheitskommission in Peking mit. Die Zahl der Toten legte um 86 auf 722 zu. Allein die besonders schwer betroffene Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich in der Metropole Wuhan ausgebrochen war, meldete 81 neue Todesopfer. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern über 270 weitere Fälle, davon 14 in Deutschland.

Freitag, 7. Februar, 19.48 Uhr: Zahl der Infizierten in Deutschland steigt auf 14

In Bayern ist ein weiterer Coronavirus-Fall entdeckt worden. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Deutschland auf 14. Der Erreger wurde bei der Frau eines Infizierten aus Bayern nachgewiesen, wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte. Die Frau werde medizinisch überwacht und ist in der München Klinik Schwabing isoliert. Weitere Einzelheiten teilte das Ministerium nicht mit. In Bayern allein gibt es nun zwölf Fälle, alle stehen in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto. Dort hatten sich Mitarbeiter bei einer Kollegin aus China angesteckt.

18.35 Uhr: U18-WM der Handballerinnen findet nicht in China statt

Die U18-Weltmeisterschaft der Handballerinnen wird wegen des Coronavirus' nicht in China ausgetragen. Diese Entscheidung hat die Internationale Handball-Föderation in Absprache mit dem chinesischen Verband getroffen. "Die IHF dankt dem CHA für seine Unterstützung, sein Verständnis und seine Bereitschaft, die Rechte zur Austragung der Weltmeisterschaft zurückzugeben, da dies im besten Interesse der Spielerinnen ist und eine verlässliche Planung für alle Beteiligten gewährleistet", hieß es in einer IHF-Mitteilung. Über den neuen Gastgeber für die Titelkämpfe vom 18. bis 30. August will die IHF am 27. Februar auf einer Exekutivsitzung in Kairo entscheiden.

18.18 Uhr: US-Notenbank warnt vor massiven Auswirkungen auf Weltwirtschaft

Die US-Notenbank Fed hat vor massiven Folgen des Coronavirus für die Weltwirtschaft gewarnt. Die Ausbreitung der neuartigen Erkrankung könne zu Verwerfungen in der chinesischen Wirtschaft führen, die weltweit Niederschlag finden, erklärte die Fed in ihrem halbjährigen Bericht zur Währungspolitik. Vor diesem Hintergrund einer international schwächelnden Konjunktur und niedriger Inflation deutete die Fed an, dass Zinssenkungen durch die Zentralbanken weltweit zu erwarten seien.

16.26 Uhr: Thailands Gesundheitsminister außer sich

Die Eindämmung des Coronavirus stellt die Behörden vieler Länder auf die Probe. Thailands Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul verlor am Freitag im Kampf gegen den Erreger kurzzeitig die Nerven. Anutin verteilte an einem belebten Bahnhof der Hauptstadt Bangkok Atemschutzmasken, die jedoch von einigen westlichen Touristen offenbar abgelehnt wurden. "Solche Leute sollten wir aus Thailand rausschmeißen", empörte sich Anutin vor Journalisten.

Später entschuldigte er sich bei Facebook dafür, dass er "ausgerastet" sei, nachdem "einige Ausländer aus Europa" sich bei der Masken-Kampagne unkooperativ gezeigt hätten. In Thailand wurden bislang 25 Coronavirus-Fälle registriert. Neun der Erkrankten haben sich von der Infektion bereits wieder erholt.

14.49 Uhr: Coronaviren halten sich bis zu neun Tage lang auf Oberflächen

 Coronaviren können sich bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang auf Oberflächen halten und infektiös bleiben. Im Schnitt überleben sie zwischen vier und fünf Tagen, schreibt ein Forschungsteam aus Greifswald und Bochum im "Journal of Hospital Infection". "Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit steigern ihre Lebensdauer noch", sagte Günter Kampf vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Greifswald.

Da es gegen Coronaviren keine spezifische Therapie gebe, sei die Vorbeugung gegen Ansteckungen wichtig. Wie alle Tröpfcheninfektionen verbreite sich das Virus auch über Hände und Oberflächen, die häufig angefasst werden. "Im Krankenhaus können das zum Beispiel Türklinken sein, aber auch Klingeln, Nachttische, Bettgestelle und andere Gegenstände im direkten Umfeld von Patienten", erklärte Kampf.  

12.36 Uhr: Weltweite Knappheit an Virus-Schutzausrüstung

Wegen der Coronavirus-Epidemie in China wird nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mittlerweile weltweit Schutzausrüstung knapp. "Die Welt ist mit einem chronischen Mangel an persönlicher Schutzausrüstung konfrontiert", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Weltweit gehen seinen Angaben zufolge Schutzmasken und andere Schutzausrüstung aus.

11.51 Uhr: Studie: Schuppentier möglicher Überträger von neuartigem Coronavirus

Das bedrohte und in China begehrte Schuppentier könnte einer Studie zufolge Überträger des neuartigen Coronavirus sein. Die Untersuchung von mehr als tausend Proben von Wildtieren habe ergeben, dass die Gensequenz von Viren beim Schuppentier zu 99 Prozent mit der des Coronavirus 2019-nCoV übereinstimme, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag aus der Studie der Südchinesischen Landwirtschaftlichen Universität.

Details der Forschungsergebnisse wurden nicht genannt. Es wird davon ausgegangen, dass das neuartige Virus, das mitunter tödliche Atemwegserkrankungen verursacht, sich von einem Markt in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan aus verbreitete. Auf dem Markt wurden auch exotische Wildtiere angeboten.

Als sicher gilt, dass bei dem neuartigen Coronavirus Fledermäuse als sogenanntes Erregerreservoir dienen. Das bedeutet, dass das Virus in den Fledermäusen vorkommt, diese aber nicht davon krank werden. Einer unlängst veröffentlichten Studie zufolge stimmen die Gensequenzen des Virus und des Virus bei Fledermäusen zu 96 Prozent überein. Das Virus bei den Fledermäusen kann aber nicht an menschlichen Zellen andocken. Es muss also über einen Zwischenwirt zum Menschen gelangt sein – und dabei könnte es sich um das Schuppentier handeln.

8.16 Uhr: Tod von Whistleblower-Arzt – China startet Untersuchung

Nach dem Tod des chinesischen Arztes Li Wenliang, der frühzeitig vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus warnte, hat die chinesische Regierung eine offizielle Untersuchung gestartet. Mit Zustimmung des Zentralkomitees der Partei schickte die staatliche Aufsichtskommission ein Ermittlungsteam nach Wuhan.

Der Tod des 34-jährigen Augenarztes, der am Donnerstagabend selbst an der Lungenkrankheit starb, hatte große Anteilnahme im ganzen Land ausgelöst. Sein Schicksal symbolisiert für viele Chinesen die Folgen der Untätigkeit oder langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch. Bei den Ermittlungen gehe es um Fragen des Volkes zu diesem Geschehen, hieß es.

Li Wenliang hatte am 30. Dezember in einer Online-Diskussionsgruppe von Medizinern und Studenten unter Hinweis auf eine wachsende Zahl von mysteriösen Virusfällen in Wuhan vor einer Wiederkehr des SARS-Virus gewarnt, das vor 17 Jahren zu der Pandemie mit 8.000 Infizierten und 774 Toten geführt hatte.

Acht Teilnehmer an der Chatgruppe waren danach von der Polizei wegen der Verbreitung von angeblichen "Gerüchten" vorgeladen und verwarnt worden. Auch mussten sie unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen. Einige Tage später infizierte sich der Arzt selbst bei einer Patientin.

2 Uhr: Chinesischer Arzt Li Wenliang ist gestorben

Ein prominentes Oper des Coronavirus wurde am Donnerstagabend der Augenarzt Li Wenliang, der bereits am 30. Dezember 2019 vor dem Virus gewarnt hatte. Nachdem erste chinesische Medienmeldungen über seinen Tod noch dementiert wurden, bestätigte das Wuhan Central Hospital in der Nacht chinesischen Medien die Todesnachricht.

Li Wenliang und sieben weitere Teilnehmer einer Medizinergruppe waren nach ihrer Warnung zunächst von der Polizei vorgeladen und verwarnt worden und mussten unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen.

1.52 Uhr: Weitere Infizierte auf Kreuzfahrtschiff

Auf einem vor Japans Küste liegenden Kreuzfahrtschiff mit rund 3.700 Menschen an Bord sind mittlerweile 41 weitere positiv auf das Virus getestet worden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 61, wie das Gesundheitsministerium in Tokio mitteilt.

1.43 Uhr: Japan will Wirtschaft unterstützen

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat seine Regierung damit beauftragt, alle nötigen Schritte zu unternehmen, um die Folgen des Virus-Ausbruchs für die Wirtschaft abzufedern. Das teilt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura mit. Demnach geht es auch darum zu prüfen, ob Haushaltsreserven angezapft werden.

1.28 Uhr: Mehr als 30.000 Virusfälle in China – erneut sterben 73 Patienten

Chinas Nationale Gesundheitskommission meldet 636 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das sind 73 mehr als einen Tag zuvor. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg demzufolge um 3.143 auf 31.161. 

Donnerstag, 6. Februar, 19.42 Uhr: Bundesregierung will weitere Deutsche aus China holen

Die Bundesregierung will weitere deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus der Millionenstadt Wuhan in China zurück nach Deutschland holen. Entsprechende Informationen des "Spiegel" bestätigte das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe in Wuhan "einzelne Personen", die sich erst nach dem Rückholflug am vergangenen Samstag gemeldet oder es nicht rechtzeitig zum Flughafen geschafft hätten, hieß es aus dem Ministerium. "Wir bemühen uns intensiv darum, auch diesen Personen eine Ausreise zu ermöglichen."

Das gefährliche Coronavirus hatte sich von Wuhan aus verbreitet. Laut "Spiegel" befinden sich in der Region noch rund 20 Deutsche. Möglicherweise sollen sie in einer Maschine mitreisen, die am Wochenende eine größere Gruppe von britischen Staatsbürgern ausfliegen soll. Auch für die Neuankömmlinge aus China würde eine 14-tägige Quarantäne gelten. Sie sollen nach Informationen des "Spiegel" in einer Klinik in Berlin-Köpenick untergebracht werden. Beim ersten Rückholflug am Samstag hatte die Bundeswehr mehr als 100 Deutsche und einige Angehörige aus der Region Wuhan ausgeflogen.

14.10 Uhr: Weiterer Fall in Bayern – Frau von Infiziertem erkrankt

Mit einem weiteren Nachweis auf das Coronavirus ist die Gesamtzahl in Deutschland auf 13 gestiegen: Der Erreger wurde bei der Frau von einem der Infizierten aus Bayern nachgewiesen, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Es handele sich um die Ehefrau eines der infizierten Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto. In den vergangenen Tagen war bereits bekannt geworden, dass sich auch zwei Kinder des Paares angesteckt haben. Sie sind nach Ärzte-Angaben – ebenso wie die Mutter – symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil. Die Familie ist in einem Krankenhaus.

12.45 Uhr: Asiatin trägt Atemschutzmaske – Angriff in New York

In New York kam es in einer U-Bahnstation in Chinatown zu einem Angriff auf eine Asiatin mit Atemschutzmaske. Bevor sie geschlagen und nach ihr getreten wurde, soll der Täter sie nach Zeugenangaben als "kranke Hündin" bezeichnet haben. Die Polizei wertet den Angriff als mögliches Hassverbrechen, das durch Ängste vor dem Coronavirus ausgelöst wurde. Das Gesicht der Frau war vollständig von einer gelben Gesichtsmaske, einer Brille und der Kapuze eines Parkas bedeckt. Videoaufnahmen der Tat kursieren in den sozialen Medien. 

Donnerstag, 11.45 Uhr: Air France fliegt China bis Mitte März nicht an

Wegen des grassierenden Coronavirus wird Air France KLM China weiterhin nicht anfliegen. Bis zum 15. März wird die Fluggesellschaft demnach nicht auf das chinesische Festland fliegen. Ab 29. März soll den Angaben zufolge voraussichtlich wieder der normale Flugplan gelten.

1.48 Uhr: Zehn weitere Fälle auf Kreuzfahrtschiff in Japan 

An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn weitere Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Donnerstag bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf 20. Die Betroffenen würden in örtliche Krankenhäuser gebracht, berichteten örtliche Medien weiter.

An Bord des Schiffes sind auch acht deutsche Staatsangehörige. Nach bisherigen Erkenntnissen sind sie nicht unter den Infizierten. Die übrigen der insgesamt 2.666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1.045 Crew-Mitglieder sollen nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

1.30 Uhr: 73 weitere Tote in China

Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus in China ist erneut deutlich gestiegen. Wie die chinesischen Behörden am Donnerstag mitteilten, starben seit dem Vortag weitere 73 Menschen an den Folgen der Infektion. Die offizielle Gesamtzahl der Todesfälle in Festlandchina wuchs damit auf 563.

70 der neuen Todesfälle wurden in der zentralchinesischen Provinz Hubei verzeichnet, dem Zentrum der Epidemie. Von der Millionenmetropole Wuhan in Hubei hatte der Erreger im Dezember seinen Ausgang genommen. Die Provinz ist weitgehend von der Außenwelt abgeriegelt. Auch in anderen Regionen verhängten die chinesischen Behörden Verkehrsbeschränkungen.

Seit Mittwoch wurden nach Angaben der Regierung in Peking insgesamt 3.694 neue Krankheitsfälle in Festlandchina durch das Virus registriert. Die offizielle Gesamtzahl der Ansteckungsfälle in Festlandchina stieg damit auf 28.018.

Mittwoch, 0.10 Uhr: Österreich führt Fiebermessungen am Flughafen Wien ein

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen von Wien verschärft. Ab Donnerstagmorgen werde am Flughafen der österreichischen Hauptstadt bei Passagieren, die per Direktflug aus Peking kommen, die Temperatur gemessen, kündigte Niederösterreichs Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig im Sender ORF an.

Sieben Österreicher, darunter ein Kind, waren am Sonntag aus der chinesischen Provinz Hubei, von wo die Epidemie ihren Ausgang genommen hatte, ausgeflogen worden. Bislang fielen die Tests bei den Rückkehrern nach Behördenangaben negativ aus. Sie befinden sich in Wien in Quarantäne.

Die österreichische Regierung kündigte Unterstützung der chinesischen Behörden im Kampf gegen den Erreger an. Demnach werden 2000 medizinische Sicherheitsbrillen, 50.000 OP-Schutzmasken und 2,4 Millionen Untersuchungshandschuhe nach China geschickt. Von der Volksrepublik aus hat sich das Virus in mindestens 25 Länder ausgebreitet, darunter auch nach Deutschland.

Mittwoch, 5. Februar, 14.27 Uhr: WHO dementiert Heilmittel

Gegen das Coronavirus gibt es entgegen anderslautenden Medienbericht laut Weltgesundheitsbehörde (WHO) derzeit noch kein Heilmittel. "Es gibt keine, bekannte wirksame Therapie gegen das Virus", sagte Sprecher Tarik Jasarevic. Ein chinesischer TV-Sender hatte zuvor berichtet, ein Forscher-Team an der Zhejiang Universität habe ein effektives Präparat gegen das Virus gefunden. Der britische Sender Sky-News hatte von einem "Durchbruch" in der Entwicklung eines Impfstoffs berichtet. An den Börsen in Europa hatten Aktien daraufhin um mehr als ein Prozent zugelegt. Reuters konnte die Berichte über die Forschungsergebnisse nicht verifizieren, aber mehrere Händler führten die Börsenreaktion auf die Berichte zurück.

Russland dämpfte inzwischen ebenfalls die Erwartungen an die Entwicklung eines Impfstoffes. "Der Prozess braucht mehr als eine kurze Zeit. Für einen Impfstoff braucht man mindestens acht bis zehn Monate, wir sind noch in der Anfangsphase ohne klinische Tests", sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko.

14.15 Uhr: Lagarde: Coronavirus Risiko für Europas Konjunktur

Das Coronavirus in China sorgt nach Worten von EZB-Chefin Christine Lagarde bei Europas Wirtschaft für weitere Risiken. Die kurzfristigen Unsicherheiten für die Konjunktur gingen vor allem auf globale Risiken wie die Handelsstreitigkeiten und geopolitischen Konflikte zurück - und jetzt auch "auf den Ausbruch des Coronavirus und seine potenziellen Auswirkungen auf das weltweite Wachstum", sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB). "Doch während die Gefahr eines Handelskrieges zwischen den USA und China zurückgegangen zu sein scheint, sorgt das Coronavirus für weitere Unsicherheit." Die Notenbank beobachte dies weiter genau.

Die Konjunktur im Währungsraum zieht derzeit nur leicht an. Im Schlussquartal 2019 hatte das Bruttoinlandsprodukt in den 19 Euro-Ländern nur minimal um 0,1 Prozent zugelegt. Das Wachstum sei schwach ausgefallen, aber im Rahmen der Erwartung der EZB, sagte Lagarde.

Das Ifo-Institut sieht kaum Auswirkungen auf die Konjunktur in Deutschland, sollte sich das Wirtschaftswachstum in China wegen des Coronavirus abschwächen. Die deutsche Wirtschaft würde nur um 0,05 Prozent weniger zulegen, sollte das Virus Chinas Konjunktur ebenso stark eintrüben wie es 2003 durch die Infektionskrankheit SARS geschah, sagte Ifo-Experte Timo Wollmershäuser der "Zeit". Die Folgen wären so glimpflich, weil eine Epidemie vor allem die Konsumnachfrage dämpft - und damit Reisen, Restaurantbesuche und Einkäufe. "Für Deutschland ist es aber praktisch irrelevant, wenn der Konsum in China zurückgeht." Deutsche Firmen lieferten kaum Konsumgüter dorthin.

11.03 Uhr: Österreicherin flieht von Isolierstation

In Österreich ist eine 31-Jährige aus der Isolierstation eines Krankenhauses getürmt. Sie stand unter Verdacht, mit dem Coronavirus infiziert zu sein und war deshalb im Landeskrankenhaus in Salzburg unter Beobachtung. Nach Angaben der Behörden war sie in der Nacht zu Mittwoch um drei Uhr aus ihrem Zimmer geflohen. Sie konnte am Vormittag in ihrer Wohnung aufgegriffen werden. Nun wird die Frau bewacht. Noch ist unklar, ob sie tatsächlich an dem Coronavirus erkrankt ist. Die Ergebnisse ihres Rachenabstrichs stehen noch aus. 

10.45 Uhr: Hersteller aus China sagen Messe ab

Eine Lebensmittelmesse in Berlin muss wegen des Coronavirus auf einige Aussteller verzichten. Rund die Hälfte der Aussteller aus China, die ihre Waren auf der "Fruit Logistica" präsentieren wollten, wird die Reise in die Hauptstadt nicht antreten. Das berichtet der RBB. Grund sei allerdings weniger das Virus an sich, als der wegen der Pandemie eingeschränkte Flugverkehr von und nach China. 

7.06 Uhr: Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff: Bislang keine Fälle bei Deutschen

Unter den bislang bestätigten zehn Fällen des neuen Coronavirus an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Japan ist kein Deutscher. Wie die Reederei der "Princess Cruises" am Mittwoch bestätigte, handelt es sich bei den Betroffenen um drei Passagiere aus Japan, zwei aus Australien, drei aus Hongkong und einen Gast aus den USA sowie um ein Crewmitglied aus den Philippinen. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff in der Provinzhauptstadt Yokohama vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht.

An Bord des Schiffes, das vorerst weiter unter Quarantäne gestellt bleibt, befinden sich nach früheren Angaben der Reederei auch acht deutsche Passagiere. Die 2.666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1.045 Crew-Mitglieder sollen nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

Unter den Passagieren und Crewmitgliedern hätten 120 Menschen Symptome wie Husten und Fieber gezeigt, so das Ministerium. Weitere 153 hatten demnach engen Kontakt mit dem 80 Jahre alten infizierten Mann aus Hongkong. Sie wurden als erste untersucht. Bei den bislang zehn bestätigten Fällen des neuen Virus zeige keiner der Betroffenen ernste Symptome, andere hätten gar keine Symptome, hieß es weiter.

6.42 Uhr: USA fliegen wegen Coronavirus mehr als 300 weitere Menschen aus Wuhan aus

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs in China haben die USA mehr als 300 weitere Menschen aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan ausgeflogen. Zwei Flugzeuge seien am Dienstag (Ortszeit Washington) in der zentralchinesischen Metropole gestartet, teilte das US-Außenministerium mit. Nach Angaben eines Ministeriumsvertreters wurden die Passagiere vor dem Abflug untersucht.

1.05 Uhr: Zahl der Infizierten und Todesopfer in China steigt weiter

Die Gesamtzahl der an den Folgen des Corona-Virus gestorbenen Personen ist am Dienstag in China auf 490 gestiegen. Das sind 65 mehr als am Vortag, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Alle 65 Toten sind in der Provinz Hubei gemeldet. Die Zahl der in China bestätigten Infektionen ist am Montag um 3.887 auf 24.324 geklettert.

0.51 Uhr: United Airlines setzt Flüge nach Hongkong aus 

Die amerikanische Fluglinie United Airlines setzt ihre Flugverbindungen nach Hongkong vom dem 08. bis zum 20. Februar aus. "Wir werden die Situation weiter beobachten und falls nötig Änderungen an unserem Zeitplan vornehmen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. United fliegt die chinesische Sonderverwaltungszone im aktuellen Streckenplan drei Mal täglich an. Bereits am Dienstag hatte American Airlines den Flugdienst nach Hongkong eingestellt.

0.37 Uhr: Zehn Menschen auf Passagierschiff positiv getestet

An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht. Ob auch Deutsche darunter positiv getestet wurden, konnte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Tokio nicht sagen. Auch der Deutschen Botschaft in Tokio lagen zunächst keine Informationen vor. An Bord des Schiffes befinden sich laut der Reederei "Princess Cruises" auch acht deutsche Passagiere.

Die rund 3.700 Passagiere und Crew-Mitglieder sollten zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, sagte Gesundheitsminister Katsunobu Kato. Anlass für die Quarantäne-Maßnahme war ein 80-Jähriger aus Hongkong, der am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mann sei am 20. Januar in Tokios Nachbarstadt Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord der "Diamond Princess" gegangen, hieß es.

Die zehn Personen an Bord, die positiv auf den Erreger getestet wurden, seien über 50 Jahre alt, meldeten örtliche Medien. In Japan sind damit bislang 33 Fälle bestätigt.

Dienstag, 4. Februar, 19.01 Uhr: Wegen Virus-Scherz: Kanadischer Urlaubsflieger dreht um

Einen makaberen Scherz hat sich ein kanadischer Fluggast auf dem Weg nach Jamaika erlaubt. Auf halbem Wege zwischen Toronto und der Karibikinsel stand der Mann auf und behauptet, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Die Maschine von WestJet Airlines mit 243 Passagieren an Bord sei daraufhin nach Toronto umgeleitet worden, wie eine Sprecherin des kanadischen Unternehmens der Nachrichtenagentur AFP erklärte.

Der junge Mann machte bei seiner Aktion laut Augenzeugen mit dem Smartphone Fotos von sich. Die Flugbegleiter gaben ihm eine Maske und Handschuhe und befahlen ihm, sich in den hinteren Teil des Flugzeugs zu begeben.

"Aus einer Fülle von Vorsichtsmaßnahmen heraus befolgte unsere Besatzung alle Protokolle für Infektionskrankheiten an Bord", sagte die Westjet-Sprecherin. Bei der Ankunft in Toronto wurden die Fluggäste von der Polizei und Gesundheitsbeamten in Empfang genommen.

Der 29-jährige Scherzbold wurde von Medizinern untersucht, die keine Infektion bei ihm feststellten. Sicherheitskräfte nahmen ihn daraufhin fest. Er wurde wegen Unruhestiftung angeklagt. Die gestrandeten Passagiere wurden am Dienstagmorgen mit einem Tag Verspätung nach Jamaika geflogen.

16.52 Uhr: Vor allem Menschen über 60 unter Toten

Das neuartige Coronavirus ist nach Angaben der chinesischen Behörden vor allem für ältere Menschen mit Vorerkrankungen tödlich. 80 Prozent der bislang 425 Toten in China seien über 60-Jährige gewesen, drei Viertel litten an Vorerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck, erklärte die Nationale Gesundheitskommission. Die Sterblichkeitsrate liegt demnach bei 2,1 Prozent und damit bislang weit unter den 10 Prozent der SARS-Epidemie Anfang der 2000er-Jahre.

Mehr als 97 Prozent der Opfer des neuen Erregers kamen laut der Kommission aus der zentralchinesischen Provinz Hubei, die als Zentrum des Virenausbruchs gilt. Das bislang jüngste bekannte Todesopfer soll ein 36-Jähriger ohne Vorerkrankungen aus der Millionenmetropole Wuhan sein. Es wird vermutet, dass der Erreger der Lungenkrankheit auf einem mittlerweile geschlossenen Markt in der Elf-Millionen-Stadt von einem Wildtier auf den Menschen übergegangen ist. Außerhalb von Hubei soll die Sterblichkeitsrate unter 0,2 Prozent liegen.

14.49 Uhr: Acht Deutsche an Bord von Quarantäne-Schiff

Auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess", das im Hafen von Yokohama in Japan unter Quarantäne steht, befinden sich auch acht deutsche Passagiere. Das berichtet "Bild" unter Berufung eines Sprechers der Reederei Princess Cruises.

Die Behörden in Japan hatten das Schiff mit 3.700 Passagieren festgesetzt, nachdem bei einem chinesischen Reisenden, der im vergangenen Monat mit der "Diamond Princess" unterwegs war, das Coronavirus diagnostiziert worden war. Die Reederei hatte erklärt, dass sich die Umschlagszeit des Schiffes um etwa 24 Stunden verzögern werde, damit die Behörden die Gesundheit aller 2.666 Gäste und 1.045 Besatzungsmitglieder an Bord überprüfen könnten.

14.40 Uhr: Britische Regierung rät Bürgern zur Ausreise aus China

Die britische Regierung rät ihren Bürgern zur Ausreise aus China. "Wir empfehlen britischen Staatsbürgern, das Land wenn möglich zu verlassen", erklärte Außenminister Dominic Raab in London. Die britische Regierung bemüht sich seinen Angaben zufolge darum, die noch in der zentralchinesischen Provinz Hubei verbliebenen Briten, die ausreisen wollen, auszufliegen.

Am Samstag hatte Großbritannien bereits Personal aus seinen diplomatischen Einrichtungen in China abgezogen. Abgezogen wurden Angestellte der Botschaft in Peking und der Konsulate in China. Der britische Botschafter und eine Notfallbesetzung sollten aber in Peking bleiben. Briten haben in China also weiter Zugang zu konsularischer Hilfe.

14.29 Uhr: Deutschen Coronavirus-Patienten geht es weiterhin gut

Den zwölf Coronavirus-Patienten in Deutschland geht es weiterhin gut. Zwei Infizierte, die am Wochenende mit mehr als 120 weiteren Passagieren aus Wuhan zurückgeholt worden waren, sind wohlauf. "Sie haben keine Symptome", sagte der Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt, René Gottschalk. Wie lange sie auf der Isolierstation bleiben müssten, könne noch nicht vorhergesagt werden, da es sich um einen neuen Virus handele. Die zwei Patienten müssten virenfrei sein, um die Station verlassen zu können.

Die zehn Coronavirus-Patienten in Bayern, die in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto stehen, befinden sich nach Worten von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in einem stabilen Zustand. "Es geht den Patienten gut", sagte sie. Zwei von ihnen hätten leichtes Fieber. Zwei infizierten Kindern eines Mitarbeiters gehe es ebenfalls gut. Bei Webasto war eine infizierte Kollegin aus China zu Gast gewesen.

13.22 Uhr: China weitet Massenquarantäne auf Nachbarprovinz von Shanghai aus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie ergreift die chinesische Regierung immer großflächigere Quarantäne-Maßnahmen: In der an Shanghai angrenzenden Provinz Zhejiang schränkten die Behörden am Dienstag die Bewegungsfreiheit für rund zwölf Millionen Menschen massiv ein. Die drei von den neuen Quarantäne-Maßnahmen betroffenen Städte liegen an der Ostküste Chinas, Hunderte Kilometer entfernt vom Zentrum der Coronavirus-Epidemie in Wuhan. Sie rücken damit immer näher an Shanghai heran. Von Hangzhou, wo sich der Sitz des chinesischen Internetriesen Alibaba befindet, sind es etwa lediglich 150 Kilometer bis zu Chinas Wirtschaftsmetropole.

In Taizhou sowie in mehreren Bezirken von Hangzhou und Ningbo darf vorerst nur noch ein Bewohner pro Haushalt jeden zweiten Tag für Einkäufe das Haus verlassen. Die Behörden in Taizhou setzten zudem ab Dienstag 95 Zugverbindungen aus.

In Taizhou müssen Bewohner von Wohnkomplexen nach Regierungsangaben außerdem ihren Ausweis vorzeigen, wenn sie nach draußen gehen oder zurückkehren wollen. In Hangzhou wurde das Tragen von Atemschutzmasken angeordnet. Auch Ausweise und die Körpertemperatur der Bewohner sollen überprüft werden.

12.37 Uhr: Singapur meldet erste Ansteckungen innerhalb des Stadtstaates mit Coronavirus

In Singapur haben sich erstmals Menschen innerhalb des Stadtstaates mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Das Gesundheitsministerium von Singapur meldete am Dienstag sechs neue Fälle, darunter vier Mensch-zu-Mensch-Übertragungen des Erregers. Insgesamt gibt es in Singapur damit 24 Coronavirus-Fälle.

Bei den vier Erkrankten, die sich in Singapur ansteckten, handelt es sich den Angaben zufolge um vier Frauen. Zwei von ihnen arbeiten in einem Geschäft für Gesundheitsprodukte, in dem viele chinesische Touristen einkaufen. Die dritte Frau arbeitet als Reiseleiterin und brachte chinesische Touristen zu dem Geschäft. Die vierte Frau ist eine Indonesierin, die als Hausangestellte für eine der drei Frauen aus Singapur arbeitet. Bei den beiden anderen Coronavirus-Fällen handelt es sich um Menschen aus Singapur, die aus Wuhan in China zurückgekehrt waren.

Trotz der vier Ansteckungen in Singapur könne noch nicht von einer "weitverbreiteten und anhaltenden" Übertragung des Erregers in Singapur gesprochen werde, erklärte das Ministerium. Im Falle einer starken Ausbreitung sei Singapur aber bereit, "menschliche Interaktionen" einzuschränken, sagte Gesundheitsminister Gan Kim Yong.

11.40 Uhr: Formel-1-Teams sprechen über China-Rennen

Die Formel-1-Rennställe diskutieren am Mittwoch angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus über eine mögliche Absage oder Verlegung des Großen Preises von China in Shanghai. Das bestätigte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Montag bei einem Medientermin in London. "Im Moment könnten wir niemanden dort hinschicken, weil niemand dort hinkommen würde", sagte Horner dem Fachportal "motorsport.com". Das Rennen auf dem Shanghai International Circuit am Rande der Millionenmetropole ist für den 19. April geplant. Zuvor hatte der Motorsport-Weltverband (FIA) bereits mitgeteilt, die Situation in China zu beobachten.

"Sie sind nicht nur für das Wohl der Fahrer verantwortlich, sondern für alle Menschen, die mitreisen. Und ich bin sicher, sie werden die notwendige Sorgfalt walten lassen, bevor sie sich dazu entscheiden, das Rennen zu verschieben oder es abzusagen", sagte Horner und ergänzte: "Wir müssen ihrem Wissen und Urteil vertrauen." Die Gespräche finden im Rahmen eines Treffens der Strategiegruppe statt.

Die FIA beobachtet die Lage mit den zuständigen Behörden und Mitgliedsvereinen. Man werde den Kalender der bevorstehenden Rennen bewerten und falls nötig, jede erforderliche Maßnahme ergreifen, um dabei zu helfen, die weltweite Motorsportgemeinschaft und die breite Öffentlichkeit zu schützen.

11.29 Uhr: Sterblichkeitsrate durch Virus bei 2,1 Prozent – in Wuhan aber mehr

Die Sterblichkeitsrate der neuartigen Lungenkrankheit in China liegt im Schnitt bei 2,1 Prozent. Das bedeutet, dass rund jeder 50. nachweislich Erkrankte an dem Virus stirbt. In der schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina erreicht sie allerdings 4,9 Prozent, wie Jiao Yahui von der Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete. In der gesamten Provinz Hubei, dessen Hauptstadt Wuhan ist, sind es demnach 3,1 Prozent.

Bis Dienstag war die Zahl der bestätigten Virusfälle in China auf 20.438 gestiegen. Die Zahl der Toten in der Volksrepublik stieg um 64 auf 425.

11.03 Uhr: Entwarnung bei Coronavirus-Verdacht in Cottbus

Ein Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bei einem Mann in Cottbus hat sich nicht bestätigt. Das Gesundheitsministerium gab auch im inzwischen siebten Verdachtsfall in Brandenburg Entwarnung. Der Test sei negativ ausgefallen, berichtete ein Sprecher am Dienstag in Potsdam. Der jüngste Verdachtsfall war am Montag gemeldet worden. Auch bei den vorherigen Patienten mit Anfangsverdacht – vier aus dem Landkreis Dahme-Spreewald, einer aus dem Landkreis Märkisch-Oderland und einer aus Potsdam – konnte Entwarnung gegeben werden.

9.44 Uhr: Erster Coronavirus-Toter in Hongkong – Pfleger streiken

Nach monatelangen Massenprotesten in Hongkong entzündet sich am Coronavirus-Ausbruch neuer Unmut gegen die Führung der chinesischen Sonderverwaltungszone. Am Dienstag wurde in der Finanzmetropole ein erster Todesfall infolge des neuartigen Virus gemeldet, das zuerst im benachbarten Festland-China aufgetreten ist und vor allem dort um sich greift.

In Hongkong wurden Forderungen laut, die Grenze ganz zu schließen. Das hat Regierungschefin Carrie Lam bisher abgelehnt, drei Übergänge sind weiterhin geöffnet. Dagegen begehrt vor allem das Personal örtlicher Krankenhäuser auf: Hunderte Pfleger und Krankenschwestern legten am Dienstag den zweiten in Folge die Arbeit nieder und gingen auf die Straße. Auf Transparenten war "Rettet HK jetzt" zu lesen.

9.04 Uhr: Rotes Kreuz warnt vor mangelhaften Masken gegen Coronavirus

Die internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hat vor dem Einsatz mangelhafter Atemschutzmasken gegen den Coronavirus in China gewarnt. Es sei "extrem wichtig", dass die Helfer vor Ort hochwertige Masken zur Verfügung hätten, sagte IFRC-Generalsekretär Jagan Chapagain am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings würden infolge eines internationalen Hilferufs der chinesischen Regierung viele Masken nach China geschickt, die nicht diesen Normen entsprächen.

Unzureichende Masken vermittelten den Menschen ein "falsches Gefühl von Schutz" und blockierten Lager für medizinische Ausrüstung, sagte Jagan Chapagain. Zugleich wehrte er sich gegen Kritik an Mitarbeitern seiner Organisation, denen vorgeworfen wurde, in der chinesischen Metropole Wuhan die Auslieferung gespendeter Masken in Krankenhäuser verhindert zu haben. Allerdings stehe es den Mitarbeitern frei, Masken von schlechter Qualität abzulehnen, betonte der IFRC-Generalsekretär.

8.49 Uhr: Macao schließt Kasinos wegen Lungenkrankheit für einen halben Monat

Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit hat das Glücksspiel-Eldorado Macao seine Kasinos für einen halben Monat geschlossen. Der Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungsregion, Ho lat Seng, ordnete die Schließung am Dienstag an, nachdem neun der zehn Virus-Infektionen in Macao in der Glücksspielindustrie festgestellt worden waren, wie die Nachrichtenagentur China News berichtete. Er forderte die mehr als 600.000 Einwohner auf, "in dieser kritischen Zeit" zuhause zu bleiben und nur vor die Tür zu gehen, wenn sie einkaufen müssten.

Mit der Schließung der Kasinos verliert Macao seine wichtigste Einnahmequelle. Die Umsätze der Glücksspielindustrie in der ehemaligen portugiesischen Enklave sind größer als in Las Vegas. Besonders viele Chinesen reisen über die Grenze nach Macao, um dort zu spielen.

3.45 Uhr: Erster Toter in Hongkong

In Hongkong ist laut dem lokalen Nachrichtensender TVB erstmals eine Person an den Folgen des Coronavirus gestorben. Bei dem 39-jährigen Mann hätte vor der Ansteckung mit dem Virus bereits eine Grunderkrankung vorgelegen, erklären die örtlichen Behörden. Der Mann ist der zweite Tote außerhalb Chinas, der an dem Erreger gestorben ist. In Hongkong sind 15 infizierte Personen bestätigt, darunter eine, die sich nicht in China, sondern in Hongkong angesteckt hat.

3.30 Uhr: Japan stellt Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

Japan lässt Tausende von Passagieren und Besatzungsmitglieder auf einem Kreuzfahrtschiff auf das neue Coronavirus hin untersuchen. Anlass ist der Fall eines 80 Jahre alten Mannes aus Hongkong, der das Schiff am Samstag in Hongkong verlassen hatte und anschließend positiv auf den Erreger getestet worden war. Keiner der 2.500 Passagiere und 1.000 Mannschaftsmitglieder an Bord der in Tokios Nachbarstadt Yokohama vor Anker liegenden "Diamond Princess" durfte das Schiff verlassen, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, berichteten örtliche Medien. Dutzende von mit Quarantäneaufgaben befassten Beamten waren zuvor an Bord gegangen. Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo sollen mindestens sieben Menschen an Bord über Unwohlsein klagen. Bislang sind in Japan 20 Fälle des neuen Virus bestätigt worden.

2.44 Uhr: PBOC pumpt 500 Milliarden Yuan in die Wirtschaft

Chinas Zentralbank will der vom Virusausbruch getroffenen Wirtschaft erneut zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Über sogenannte Repo-Geschäfte wurden bereits am Montag Liquidität im Wert von 1,2 Billionen Yuan (173,8 Milliarden Dollar) zugeschossen, nun kündigt die People's Bank of China (PBOC) einen weitere Finanzspritze am Dienstag in Höhe von 500 Milliarden Yuan (71,22 Milliarden Dollar) an.

2.17 Uhr: Taiwan fliegt 247 Bürger aus Wuhan aus

Die Regierung in Taiwan fliegt 247 der rund 500 in Wuhan befindlichen Bürger aus. Am späten Montagabend landet die Maschine am internationalen Flughafen in Taipeh. Die Passagiere werden für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Die taiwanesische Regierung beschwert sich, dass China zunächst nicht auf Forderungen eingegangen sei, betroffene Bürger auszufliegen, obwohl Peking anderen Regierungen - einschließlich der Vereinigten Staaten und Großbritannien - eine solche Erlaubnis erteilt habe. Bisher sind in dem Land 10 Fälle des Virus registriert, laut chinesischen Angaben soll auch ein Taiwanese in Wuhan infiziert sein. Die Regierung rationiert Gesichtsmasken auf zwei pro Person pro Woche.

2 Uhr: Zahl der Infektionen steigt auf über 20.000 

Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus ist in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es bis Dienstag 20.438 bestätigte Erkrankungen – 3.225 neue Fälle im Vergleich zum Vortrag.

Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 64 auf 425. Es ist der bisher stärksten Anstieg der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und der Todesfälle innerhalb eines Tages. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zwölf Menschen nachgewiesen.

Chinas Präsident Xi Jinping forderte "rasche und entschlossene" Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Bei einem Treffen des Ständigen Ausschusses des Politbüros der Kommunistischen Partei rief der Parteichef demnach am Montag zu einer "strikten Durchsetzung" von Anordnungen und Verboten auf.

Die Versorgung mit medizinischen Schutzmaterial müsse gesichert und die Infektions- und Sterblichkeitsrate gesenkt werden, wurde demnach weiter auf dem Parteitreffen betont. Parteikomitees und Regierungen auf allen Ebenen wurden aufgerufen, die Epidemie unter Kontrolle zu bringen, aber auch "die Ziele der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung" in diesem Jahr zu erreichen.  Der Ausbruch sei ein "wichtiger Test für Chinas System und die Fähigkeit zur Regierungsführung", hieß es auf dem Treffen. 

Montag, 3. Februar 2020, 21.21 Uhr: Zwölfter Coronavirus-Fall in Deutschland

Die Zahl der in Deutschland nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Personen ist auf zwölf gestiegen. Bei dem neuen Betroffenen handelt es sich um einen weiteren Mitarbeiter eines Automobilzulieferers in Stockdorf bei München, wie das bayerische Gesundheitsministerium unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Mann wurde in die München Klinik Schwabing gebracht.

19.54 Uhr: Bei Kind nachgewiesen – Zahl der deutschen Infizierten steigt auf elf

In Bayern hat sich ein weiteres Kind nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der Betroffenen in dem Bundesland auf neun und bundesweit auf elf Menschen. Es handelt sich um ein zweites infiziertes Kind jenes Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Vater und die beiden Kinder seien in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.

Der Erreger war bei sieben Mitarbeitern des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München nachgewiesen worden. Dazu kommen die beiden Kinder des einen Mitarbeiters. Der Firmensitz bleibt wegen der neuartigen Lungenkrankheit bis mindestens zum 11. Februar geschlossen. Zudem sind zwei Menschen infiziert, die am Wochenende aus der chinesischen Metropole Wuhan ausgeflogen worden waren. Sie werden in Frankfurt behandelt.

19.39 Uhr: DRK schildert Stimmung unter China-Rückkehrern in Quarantäne

Die Stimmung unter den in Quarantäne untergebrachten China-Heimkehrern ist gut, das teilten die Behörden am Montag in Germersheim mit. Sie dementierten damit gegenteilige Informationen aus sozialen Netzwerken. Kurz bevor Landrat Fritz Brechtel vor die Presse trat, sei die Stimmung noch einmal abgefragt worden. Sie sei "gelöst, gut und freundlich", schilderte Brechtel. Wie Landratsamt und Deutsches Rotes Kreuz die Lage vor Ort mitbekommen und was für die Menschen in Quarantäne getan wird, erfahren Sie im Video oben.

16.14 Uhr: China räumt "Fehler" im Umgang mit Coronavirus ein

Chinas Führung hat am Montag "Fehler" im Umgang mit der Coronavirus-Epidemie eingeräumt. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie habe "Fehler und Schwierigkeiten" beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. Das System müsse daher verbessert werden.

Staatschef Xi Jinping sagte bei der Sitzung des Politbüros, eine Eindämmung der Coronavirus-Epidemie werde einen "direkten Einfluss" auf die wirtschaftliche und soziale Stabilität Chinas "und auch auf Chinas Öffnung" haben. Angesichts der rasanten Ausbreitung des Erregers hat in China die Wut auf die Behörden immer mehr zugenommen. Vor allem den Behörden in Wuhan wurde vorgeworfen, Informationen zu dem Virus zu lange zurückgehalten zu haben.

16.07 Uhr: Airlines fliegen weiterhin nicht Peking an

Die Lufthansa lässt angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus China-Flüge noch länger ausfallen. Die Airlines Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines streichen Verbindungen von und nach Peking bis 28. Februar, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao sollen bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März nicht angeflogen werden. Insgesamt fallen damit pro Woche 54 Flüge aus Deutschland, der Schweiz und Österreich nach China weg. Die Sicherheit der Passagiere und Mitarbeiter habe für die Lufthansa Group oberste Priorität, erklärte die Airline. Die 19 wöchentlichen Flüge von und nach Hongkong heben weiter planmäßig ab.

14.01 Uhr: Mögliches Coronavirus-Mittel treibt Kurs von Pharmafirma

Der mögliche Einsatz eines experimentellen Ebola-Mittels zur Bekämpfung des Coronavirus ermuntert Anleger zum Einstieg bei Gilead. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 13 Prozent. Das ist der größte Kurssprung seit sieben Jahren. Das Unternehmen arbeitet eigenen Angaben zufolge mit der chinesischen Regierung zusammen, um das Ebola-Medikament an Coronavirus-Patienten zu testen.

12.37 Uhr: Wuhan-Rückkehrerin äußert sich zu Quarantäne-Bedingungen

Als eine der zurückgekehrten Deutschen aus China hat die Studentin Ann-Sophie Muxfeldt die Abläufe im Quarantäne-Bereich in Germersheim als "gut organisiert" gelobt. "Jeder gibt sich Mühe, auch die Zimmer sind angenehm", sagte die 22-Jährige telefonisch aus der Südpfalz-Kaserne der Deutschen Presse-Agentur. "Alles läuft recht flüssig. Die Menschen sind nett zueinander." Trotz allem hoffe sie, dass sie nur zwei Wochen bleiben müsse. Muxfeldt war mit mehr als 100 Deutschen und deren Angehörigen am Samstag aus der besonders vom Corona-Virus betroffenen Stadt Wuhan zurückgekehrt. Muxfeldt lebte seit September in Wuhan und wollte für zwei Auslandssemester bis Juli bleiben.

Am ersten Tag in der Südpfalz-Kaserne habe sie am Sonntag etwa die Möglichkeit vermisst, herumzulaufen. "Man kann schon raus aus dem Gebäude, aber das abgesperrte Gebiet ist natürlich sehr begrenzt." Die Verpflegung sei gut. "Zum Frühstück gab es Obst und Brötchen, zum Mittagessen Reis und Chicken Curry, und zum Abendessen Kartoffelsuppe mit Würstchen." Ein Kiosk gebe Getränke und Snacks aus. "Ich denke, damit komme ich ganz gut zurecht", sagte Muxfeldt.

11.46 Uhr: Webasto verlängert Schließung von Firmenzentrale

Der vom neuartigen Coronavirus betroffene bayerische Automobilzulieferer Webasto verlängert die Schließung seiner Firmenzentrale in Stockdorf im Landkreis Starnberg. Bis einschließlich 11. Februar bleibe die Zentrale geschlossen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit blieben die Mitarbeiter insgesamt zwei Wochen zu Hause, was der von Experten angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen entspricht.

Das Unternehmen macht allerdings eine Ausnahme bei der Schließung. Ab Dienstag sollen rund 20 Mitarbeiter im Bereich Testing und Prototypenbau für Dachsysteme "auf freiwilliger Basis" und nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt wieder in Stockdorf arbeiten. Dies sei nötig, um die Anforderungen der Kunden weiter zuverlässig und auf höchstem Qualitätsniveau erfüllen zu können.

Bei Webasto war es zur ersten Coronavirusinfektion in Deutschland gekommen. Inzwischen sind sieben Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. Zudem erkrankte ein Kind eines Mitarbeiters.

Webasto-Vorstandschef Holger Engelmann erklärte, "die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen steht für uns an allererster Stelle." Deshalb werde ein Großteil der mehr als tausend Mitarbeiter weiter von zu Hause arbeiten. Trotz des mobilen Arbeitens des Verwaltungs- und Entwicklungszentrums sei es zu keinerlei Einschränkungen im laufenden Betrieb gekommen.

11.32 Uhr: Kreuzfahrtbranche verhängt weltweit Schiffsverbote wegen Coronavirus

Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus nehmen alle Kreuzfahrtreedereien des globalen Branchenverbands CLIA keine Besatzungsmitglieder oder Passagiere mehr an Bord, die in letzter Zeit in China waren. Das teilte der deutsche Ableger der Cruise Line International Association (CLIA) am Montag in Hamburg mit. Das Schiffsverbot gelte für alle Menschen, die innerhalb der vergangenen 14 Tage vom oder über das chinesische Festland gereist seien.

Alle Mitgliedsreedereien stünden in engem Kontakt mit Gesundheitsexperten und Aufsichtsbehörden und passten ihre Richtlinien und Abläufe laufend an, teilte der internationale Unternehmensverband mit. Dazu gehörten auch potenzielle Änderungen von Reiserouten. Die Branche sei äußerst erfahren im Umgang mit Gesundheitsthemen, ihre Schiffe verfügten über entsprechende Ausrüstungen.

Zu Clia gehören alle großen internationalen Reedereien der Kreuzfahrtbranche wie MSC, Carnival, Costa, Royal Carribean und Norwegian Cruise Line. Auch die deutsche Aida-Reederei gehört dazu, sie ist eine Carnival-Tochter.

10.30 Uhr: Grafik zeigt Ausbreitung des Coronavirus

10.31 Uhr: Dringender Hilferuf: China braucht Schutzkleidung aus dem Ausland

China hat das Ausland wegen der schnellen Ausbreitung des Coronavirus um Hilfe gebeten. "Was China derzeit dringend braucht, sind medizinische Gesichtsmasken, Schutzanzüge und Schutzbrillen", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums, wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtet.

Chinas Fabriken könnten zwar 20 Millionen Masken pro Tag herstellen, aber die Coronavirus-Epidemie habe in dem Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern einen Ansturm auf Schutzmasken ausgelöst. Auch in den Krankenhäusern herrsche Mangel, so die Sprecherin.

9.20 Uhr: Drohnen in China verfolgen Menschen: "Tragen sie einen Mundschutz!"

Im Kampf gegen die Lungenkrankheit verfolgt die chinesische Polizei offensichtlich auch mit Drohnen einzelne Menschen, die keinen Mundschutz tragen. Über Lautsprecher werden sie aufgefordert, eine Atemmaske anzulegen oder nach Hause zu gehen, wie auf Videos im chinesischen Internet zu sehen ist.

"Sie sollten nicht draußen rumlaufen, ohne eine Maske zu tragen", sagt eine männliche Stimme aus dem Lautsprecher der Drohne zu einer älteren Frau, wie auf einem Video zu sehen ist, das die Global Times" auf Twitter veröffentlichte. "Besser, sie gehen jetzt nach Hause - und Hände waschen nicht vergessen!" Alle seien doch aufgefordert worden, zuhause zu bleiben. "Jetzt beobachtet sie eine Drohne."

An einer Straßenkreuzung wurden ferner Passanten von der Drohne aus aufgefordert, einen Mundschutz zu tragen. "Der Typ mit dem pinken Schutz am Motorrad", schallte aus der Luft die Stimme einer Polizistin, die mit Sprechfunk über die Drohne spricht. "Ja, sie! Bitte tragen Sie eine Maske."

9.15 Uhr: Russland erwägt infizierte Ausländer aus dem Land zu werfen

Russland erwägt, mit dem Coronavirus infizierte Ausländer auszuweisen. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Ministerpräsident Michail Mischustin. Er schlage außerdem vor, das für den 12. bis 14. Februar geplante Russische Investment Forum in Sotschi am Schwarzen Meer zu verschieben. Am Freitag hatte Russland die ersten beiden Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

7.30 Uhr: Höhepunkt der Epidemie in China doch erst später als bisher erwartet

Chinesische Fachleute rechnen erst später als bisher erwartet mit dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie in der Volksrepublik. "Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird", sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Montag. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden. "Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen."

Damit korrigierte der Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. Warum er den Zeitpunkt jetzt doch weiter in die Zukunft verschieben musste, sagte Zhong Nanshan nicht. Obwohl die Ausbreitung des neuartigen Erregers zunimmt und das Virus bereits in jeder Provinz und Region Chinas nachgewiesen ist, rechnet er nach eigenen Worten nicht mit einem nationalen Ausbruch. "Es könnte eher nur ein partieller Ausbruch sein", sagte Zhong Nanshan.

5.05 Uhr: Neues Krankenhaus in Wuhan nach 8 Tagen fertiggestellt

Das erste von zwei neuen chinesischen Krankenhäusern zur Isolation von Coronavirus-Erkrankten in Wuhan ist nach nur acht Tagen Bau fertig. Die ersten Patienten werden am Montag erwartet, berichten staatliche Medien. Das Krankenhaus "Huoshenshan" ("Feuergott Berg") umfasst 1.000 Betten. Mehr als 7.500 Arbeiter sind an dem Schnellbauprojekt beteiligt. Das zweite Krankenhaus "Leishenshan" ("Donnergott Berg") mit 1.600 Betten soll am 05. Februar eröffnet werden. Die Pläne für die Bauprojekte stammen von einem ähnlichen Schnellbau in Peking aus dem Jahr 2003 zur Bekämpfung des SARS-Virus.

4.01 Uhr: Pakistan nimmt Flüge nach China wieder auf

Kurz nach dem Aussetzen des Luftverkehrs mit China am Freitag nimmt Pakistan die Verbindung bereits wieder auf. "Ein Southern Airlines-Flug mit 145 Passagieren an Bord wird am Montag um 9 Uhr am internationalen Flughafen von Islamabad landen", teilt Abdul Sattar Khokhar vom Luftfahrtsministerium der Nachrichtenagentur Reuters per SMS mit. Immer mehr Fluggesellschaften haben Flüge nach China wegen des Ausbruchs des Coronavirus und der schrumpfenden Nachfrage ausgesetzt.

3.47 Uhr: Australien fliegt 234 Menschen aus Wuhan aus

Die australische Regierung hat 243 Bürger und Personen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung aus Wuhan mit Hilfe eines gecharterten Qantas-Jets ausgeflogen. "Wir haben schutzbedürftigen und isolierten Australiern Priorität eingeräumt, was sich in der Tatsache widerspiegelt, dass 89 der Australier auf dem Flug unter 16 und fünf unter zwei sind", sagt Außenministerin Marise Payne in Canberra. Rund 600 Australier sind in der Region Hubai registriert. Das Flugzeug verfüge über medizinische Luftfilter, die 99 Prozent aller Partikel, einschließlich Viren, eliminieren, sagte Qantas-Chef Alan Joyce. Die 243 Menschen werden in einem umstrittenen Gefangenenlager auf einer abgelegenen Insel im Indischen Ozean vor der Nordwestküste Australiens unter Quarantäne gestellt. Das von Australien geführte Zentrum wurde in der Vergangenheit zur Inhaftierung von Asylbewerbern genutzt.

3.19 Uhr: Chinas Aktienmärkte sacken um neun Prozent ab

Sorgen um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus haben Chinas Aktienmärkte um rund neun Prozent absacken lassen. Die Börsen öffneten am Montag erstmals wieder nach den – wegen des massenhaften Ausbruchs der Lungenkrankheit verlängerten – Ferien zum chinesischen Neujahrsfest. Zum Handelsauftakt fiel der Shanghai Composite Index um 8,73 Prozent, während der Component Index im südchinesischen Shenzhen um 9,13 Prozent absackte.

Chinas Regierung versuchte das Finanzsystem zu stärken und die Auswirkungen der Epidemie abzufedern – unter anderem mit einer ungewöhnlich hohen Geldspritze. Die Zentralbank stellte den Geschäftsbanken am Montag 1,2 Billionen Yuan (rund 156 Milliarden Euro) Liquidität zur Verfügung. Die Maßnahme soll die Funktionalität des chinesischen Geldmarktes und Bankensystems sicherstellen.

Das Geld fließt im Rahmen sogenannter Repo-Geschäfte. Dabei hinterlegen Banken Wertpapiere als Sicherheiten. Laut dem Finanzdienst Bloomberg ist die Geldspritze die größte seit 2004. Weltweit hat die Ausbreitung des Virus den Börsen in den vergangenen Tagen gehörig zugesetzt.

2.10 Uhr: WHO besorgt über "massive Infodemie"

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich besorgt gezeigt über die Informationsflut zum Coronavirus. Der Ausbruch des Erregers 2019-nCoV sei von einer "massiven Infodemie", einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden, teilte sie am Sonntagabend in Genf. Einige Informationen seien korrekt, andere nicht.

Da die Flut an Informationen es vielen Menschen schwer mache, zwischen Mythen und Fakten zu unterscheiden, hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie etwa Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen. Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

Auch der Rauch von Feuerwerk helfe nicht gegen den Erreger, schreibt die WHO. Die Annahmen von Briefen oder Päckchen aus China sei hingegen ungefährlich. Das Virus überlebe nicht lange auf solchen Objekten. Auf einer gesonderte Webseite rät die WHO unter anderem zum regelmäßigen Händewaschen, auch wenn die Hände "nicht sichtbar dreckig" seien. Erkrankte sollten in die Armbeuge oder in ein Taschentuch niesen und letzteres in einen geschlossen Abfalleimer werfen.

2.01 Uhr: Nach Video-Botschaft: Brasilien will Bürger aus Wuhan ausfliegen

Brasiliens Regierung will eigene Staatsbürger mithilfe der Luftwaffe aus der besonders stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China ausfliegen lassen. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des brasilianischen Außenministeriums und des Verteidigungsministeriums vom Sonntag hervor.

Verzweifelte Brasilianer, die in Wuhan festsitzen, hatten ein sechs Minuten langes Video auf YouTube veröffentlicht, in dem sie sich direkt an den Präsidenten Jair Bolsonaro und Außenminister Ernesto Araújo wenden. Sie verwiesen darauf, dass andere Länder bereits Schritte unternommen hätten, um ihre Bürger aus der Stadt zu retten. So waren zwei Brasilianerinnen, die auch die portugiesische Staatsbürgerschaft besitzen, an Bord einer französischen Maschine gegangen.

Bolsonaro hatte zuvor rechtliche Hindernisse für eine solche Operation angeführt. Es fehle in Brasilien an Gesetzen, um Menschen in Quarantäne zu nehmen. In der Mitteilung hieß es nun, dass die Rückkehrer, sobald sie in Brasilien ankommen, entsprechend internationaler Verfahren behandelt werden sollten.

1.49 Uhr: Arbeit an Impfstoff geht voran

Der britische Arzneimittelhersteller GlaxoSmithKline arbeitet mit der weltweiten "Coalition for Epidemic Preparedness Innovations" (CEPI) zusammen, um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen den Ausbruch des Coronavirus zu unterstützen. GSK stelle seine "adjuvante Plattformtechnologie" für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das 2019-nCoV-Virus zur Verfügung, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von GSK und CEPI. Dies ermögliche die Produktion von mehr Impfstoffdosen und erhöhe daher die Verfügbarkeit für mehr Menschen. Derzeit gibt es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus, mehrere Länder und Organisationen arbeiten an der Entwicklung: Die französische Stiftung "Pasteur Institute" sagt, sie habe eine Task Force eingesetzt, um in 20 Monaten einen Impfstoff gegen das Virus zu herzustellen. Die deutsche Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) erwartet, dass ein Impfstoff innerhalb von "ein paar Monaten" entwickelt werde.

1.29 Uhr: Trump lobt US-Maßnahmen gegen Ausbruch – 11 Fälle in den USA bestätigt

US-Präsident Donald Trump bewertet die amerikanischen Maßnahmen gegen die Virusepidemie als erfolgreich. "Wir werden sehen was passiert, aber ja, wir haben es ausgeschaltet" (orig. "we did shut it down"), sagt er dem Sender Fox. Am Sonntagnachmittag (US-Ostküstenzeit, Abend MEZ) treten in den USA neue verschärfte Reisebeschränkungen in Kraft.

Die kalifornische Gesundheitsbehörde hat derweil den elften Fall einer Infektion mit dem Virus in den USA bestätigt. Bei einem Ehepaar im San Benito County in Kalifornien ist der Mann kürzlich nach Wuhan gereist und hat die Krankheit offenbar an seine Frau übertragen. Keiner der beiden Patienten sei im Krankenhaus, teilen die verantwortlichen Behörden mit.

Zudem seien eine erkrankte Frau und ihre Familie sei in ihrem Haus in Santa Clara unter Quarantäne. Sie sei nicht so krank, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müsse, teilen die verantwortlichen Behörden mit. Es gebe keinen Zusammenhang mit dem ersten Fall einer Ansteckung in Santa Clara. Auch die Frau ist kürzlich von einer Reise nach Wuhan zurückgekehrt. Die US-Gesundheitsbehörden stufen die Risiken für die Vereinigten Staaten weiterhin niedrig ein.

Sonntag, 2. Februar, 23.14 Uhr: 56 weitere Todesfälle in Provinz Hubei

China hat den bisher stärksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und Todesfällen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, teilte die Gesundheitskommission am Montag in Peking mit. Damit sind nun offiziell 361 Todesfälle in China zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2829 auf 17.205. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zehn Menschen nachgewiesen.

22.35 Uhr: US-Fluglinien gehen von wochenlangen Unterbrechungen aus

Die US-Fluggesellschaften Delta und American Airlines gehen von wochenlangen Unterbrechungen ihrer Flugrouten zwischen den USA und China aus. Delta erwartet eine Wiederaufnahme nicht vor dem 30. April, American geht zunächst vom 27. März aus.

20.25 Uhr: Russische Eisenbahn stellt Verkehr nach China ein

Die russische Eisenbahn stellt ab Mitternacht den Passagierzug-Verkehr nach China wegen der Epidemie ein.

16.57 Uhr: Aus China nach Deutschland – mit Corona infizierte Passagiere sind "wohlauf"

Den beiden aus China zurückgekehrten und mit dem Coronavirus infizierten Passagieren geht es nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose (Grüne) "den Umständen entsprechend sehr gut". Beide seien deutsche Staatsangehörige. Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Frankfurt, Jürgen Graf, ergänzte am Sonntag in Frankfurt, dass die beiden Patienten stationär aufgenommen worden seien und dort isoliert behandelt würden. Sie seien "medizinisch wohlauf".

16.33 Uhr: Forscher in Rom isolieren Coronavirus

Italienische Forscher haben nach Medienberichten das Coronavirus isoliert. "Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindämmen zu können", sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag. Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom würden der internationalen Gemeinschaft für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt.

An dem Spezialinstitut in Rom werden auch Untersuchungen im Fall eines Corona-Verdachts in Italien durchgeführt. Es gibt in dem Mittelmeerland zwei bestätigte Fälle von chinesischen Touristen, die mit dem Virus aus ihrem Heimatland infiziert sind. Die Forscher selbst erläuterten nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa, sie hätten das Virus weniger als 48 Stunden nach der Diagnose für die beiden Patienten isolieren können. Australische Forscher hatten bereits vor einigen Tagen im Labor das Coronavirus nachgezüchtet.

15.50: Thailand meldet erfolgreiche Coronavirus-Behandlung mit Medikamentencocktail

Die thailändischen Behörden haben eine erfolgreiche Behandlung des neuartigen Coronavirus mit einem Cocktail aus Grippe- und HIV-Medikamenten gemeldet. Der Zustand einer mit dem Virus infizierten Frau aus China habe sich nach der Gabe des Medikamentencocktails enorm verbessert, berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok am Sonntag. Binnen 48 Stunden nach dem Beginn der Behandlung sei das Virus bei der Patientin nicht mehr nachweisbar gewesen, sagte der Mediziner Kriengsak Attipornwanich.

Die Ärzte gaben der Frau eine Kombination aus dem Grippe-Medikament Oseltamivir und den zur Behandlung von HIV eingesetzten antiviralen Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir. Nun solle der Medikamentencocktail im Labor weiter getestet werden, erklärte das Ministerium.

In Thailand wurden bislang 19 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, dies ist nach Japan die zweithöchste Zahl von Fällen außerhalb Chinas. Acht der Patienten sind inzwischen geheilt, elf werden noch in Krankenhäusern behandelt.

15.10 Uhr: Philippinen melden erstes Todesopfer außerhalb Chinas

Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestätigten Infektionen auf den Philippinen.

Bis zu dem nun publik gewordenen Patienten war nach WHO-Angaben keine der rund 150 Infektionen außerhalb Chinas tödlich verlaufen. Innerhalb der Volksrepublik haben die dortigen Behörden inzwischen mehr als 300 Todesfälle und rund 14.400 Erkrankungen bestätigt. Die Millionenstadt Wuhan in der Provinz Hubei gilt als Ursprungsort der Epidemie.

14.35 Uhr: Flugzeug aus Wuhan mit 250 Europäern landet in Frankreich

Ein Flugzeug aus Wuhan mit insgesamt 250 Europäern landet in Südfrankreich auf dem Militärstützpunkt Istres. An Bord sind Franzosen und Staatsangehörige anderer europäischer Länder. Nach Angaben von Außenminister Jean-Yves Le Drian stammen die Menschen aus insgesamt 30 Staaten. Wer kein Franzose sei, werde in sein Heimatland weiterreisen. Nach Regierungsangaben werden rund 65 Franzosen unter Quarantäne gestellt.

13.06 Uhr: Frankfurt: Verdachtsfall am Uniklinikum hat sich nicht bestätigt

Bei dem aus China zurückgekehrten Passagier, der am Frankfurter Universitätsklinikum auf das Coronavirus untersucht wurde, hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Das teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag mit. Derweil war bei zwei anderen Passagieren, die vom Frankfurter Flughafen zur Quarantäne in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden waren, das Virus nachgewiesen worden. Sie werden nun ebenfalls in die Frankfurter Uniklinik gefahren.

12.59 Uhr: China beschleunigt Bau von Krankenhäusern in Hubei

China treibt den Bau von Spezialkliniken für mit dem Coronavirus Infizierte in der besonders betroffenen Provinz Hubei voran. Das meldet das staatliche Fernsehen. Firmen in den Branchen, die nicht wesentlich seien, könnten flexibel entscheiden, wann sie den Betrieb nach den Ferien anlässlich des Neujahrsfestes wieder aufnehmen. Diejenigen, die dringend notwendige Güter herstellten, würden Unterstützung erhalten.

12.32 Uhr: Neues Virus könnte auch über Verdauungssystem verbreitet werden

Das neuartige Coronavirus hinter der Lungenkrankheit aus China könnte neben Tröpfeninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet werden. Chinesische Forscher haben das Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen haben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. An der Forschung waren das Renmin Hospital der Universität Wuhan und das Virus-Institut der chinesischen Akademie der Wissenschaften in der schwer betroffenen Provinzhauptstadt von Hubei beteiligt.

10.46 Uhr: Zwei Evakuierte aus China sind mit dem Coronavirus infiziert

Einen Tag nach ihrer Rückkehr aus der chinesischen Stadt Wuhan nach Deutschland sind zwei Menschen positiv auf den Coronavirus getestet worden. Die beiden Patienten sollten nun von der Südpfalz-Kaserne in Germersheim, wo sie mit mehr als 110 weiteren Rückkehrern unter Quarantäne stehen, in einem Infektionsschutz-Fahrzeug in die Uniklinik Frankfurt gebracht werden, teilte der Landkreis Germersheim am Sonntag mit. Für die ehrenamtlichen Helfer und die Bevölkerung bestehe "kein Grund zur Sorge".

9.22 Uhr: Chinas Zentralbank stützt Wirtschaft mit Milliardensumme

Die chinesische Zentralbank will die Wirtschaft des Landes mit Milliardensummen vor den Folgen des sich rasant ausbreitenden neuartigen Coronavirus schützen. Die Zentralbank erklärte am Sonntag, sie werde zur Öffnung der Finanzmärkte nach den verlängerten Neujahrsferien am Montag 1,2 Billionen Yuan (156 Milliarden Euro) bereitstellen. Ziel sei es, das Bankensystem mit ausreichend Geld zu versorgen und den Devisenmarkt stabil zu halten.

6.53 Uhr: Erstmals Bewegungsfreiheit in Stadt außerhalb von Hubei massiv eingeschränkt

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China ist erstmals in einer Stadt außerhalb der Provinz Hubei die Bewegungsfreiheit der Bewohner massiv eingeschränkt worden. In der Neun-Millionen-Einwohner-Metropole Wenzhou an der Ostküste Chinas dürfe nur noch ein Mensch pro Haushalt alle zwei Tage auf die Straße, um das zum Leben Notwendige einzukaufen, teilten die örtlichen Behörden am Sonntag mit. 46 Autobahn-Mautstellen der Stadt wurden derweil geschlossen.

6.47 Uhr: Staatsmedien: Inzwischen mehr als 300 Tote in China

304 Menschen sind laut einem Bericht des chinesischen Staatsfernsehens bis Ende Samstag durch das Coronavirus in der Volksrepublik inzwischen ums Leben gekommen. Die Zahl der in China bestätigten Krankheitsfälle ist demnach auf 14.380 gestiegen.

6.33 Uhr: Philippinen melden erstes Todesopfer außerhalb Chinas

Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestätigten Infektionen auf den Philippinen.

Bis zu dem nun publik gewordenen Patienten war nach WHO-Angaben keine der rund 150 Infektionen außerhalb Chinas tödlich verlaufen. Innerhalb der Volksrepublik haben die dortigen Behörden inzwischen mehr als 300 Todesfälle und rund 14 400 Erkrankungen bestätigt. Die Millionenstadt Wuhan in der Provinz Hubei gilt als Ursprungsort der Epidemie.

Samstag, 1. Februar 2020, 20.25 Uhr: EU sendet zwölf Tonnen Schutzkleidung nach China

Im Kampf gegen das Coronavirus liefert die Europäische Union zwölf Tonnen Schutzkleidung an China. Wie die EU-Kommission am Samstagabend mitteilte, hatte die Volksrepublik um die Hilfsmittel gebeten. Das EU-Notfall-Koordinierungszentrum habe Kontakt mit den EU-Staaten aufgenommen. Diese hätten die zwölf Tonnen Schutzkleidung zusammengetragen, die bereits unterwegs nach China seien.

20.19 Uhr: Ein Passagier des Evakuierungsflugzeugs zur Abklärung in Klinik

Einer der mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht. Elf Passagiere seien direkt vom Flieger in die Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne). Bei einem von ihnen solle abgeklärt werden, ob er mit dem Coronavirus infiziert sei, bei den anderen lägen andere medizinische Gründe vor, erläuterte Klose rund drei Stunden nach der Landung des Fliegers auf dem Frankfurter Flughafen. Die Nationalität und das Geschlecht des sogenannten Abklärungsfalls wurden zunächst nicht bekannt.

19.31 Uhr: Bayern meldet achten Virus-Fall

Bayern gibt eine achte bestätigte Erkrankung mit dem Coronavirus bekannt. Es handelt sich laut bayerischem Gesundheitsministerium um einen 33-jährigen Mann, der in München wohne. Auch er sei ein Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei dem sechs der bisherigen Fälle auftreten waren. Dabei handelt es sich um den Autozulieferer Webasto mit Sitz in Stockdorf.

19.26 Uhr: Hongkonger Krankenhaus-Mitarbeiter fordern Grenzschließung zu China

Tausende Krankenhaus-Mitarbeiter haben in Hongkong mit einem Streik gedroht, sollte angesichts der raschen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Grenze zu Festland-China nicht geschlossen werden. Bei einer Versammlung der neugegründeten Gewerkschaft für medizinisches Personal (HAEA) stimmten am Samstag mehr als 3.000 Angestellte der staatlichen Krankenhäuser für einen Streik, sollten die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone der Forderung nicht nachkommen.

Die Vorsitzende der Gewerkschaft, Winnie Yu, warnte, dass ohne Beschränkungen die Ressourcen für eine Bekämpfung des Virus nicht ausreichen könnten. Bislang habe die Regierung Hongkongs die Forderungen der Ärzte und Pfleger ignoriert. Insgesamt stünden 9.000 HAEA-Mitglieder hinter der Streikdrohung.

Gewerkschaftsvertreter wollen am Sonntag mit Vertretern der Krankenhausbehörde zu Gesprächen zusammenkommen. Sollte dabei keine Einigung gelingen, will die HAEA rund 30 Prozent ihrer Mitglieder in den Krankenhäusern ab Montag in den Streik schicken. Die übrigen Mitglieder sollen dann später für vier Tage in den Ausstand treten. Die Krankenhausbehörde kündigte bereits einen Notfallplan an.

Bis Samstag wurden in Hongkong 14 bestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet. 112 weitere Patienten befanden sich in isolierter Behandlung. Hongkongs pekingtreue Regierung weigert sich bislang trotz wachsenden Drucks aus der Bevölkerung, die Grenzen zu China zu schließen. Bislang wurden nur einige weniger stark genutzte Übergange geschlossen.

19.13 Uhr: Einige Passagiere saßen im Flieger separat

Einige Passagiere waren in der Luftwaffen-Maschine aus Wuhan aus Sicherheitsgründen von den anderen getrennt worden. "Die Passagiere wurden vor dem Start in China untersucht und waren beim Start des Fluges symptomfrei", sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hanno Kautz, nach der Landung. "Aus Gründen der Vorsicht wurde während des Fluges jeder Passagier mit dem kleinsten Husten wie geplant separat gesetzt." Ein Infektion kann bis zu 14 Tage symptomlos bleiben.

Am Frankfurter Flughafen stiegen zunächst medizinische Fachkräfte mit Schutzmasken und Schutzkleidung in das Flugzeug, um die Passagiere zu begutachten und zu befragen. Eine nähere Untersuchung sollte im sogenannten Medical Assessment Center geschehen, eine umgewidmete Sporthalle. Danach sollte entschieden werden, ob einige Passagiere in die Frankfurter Universitätsklinik in eine Isolierstation gebracht werden, hieß es vom Frankfurter Gesundheitsamt. Die gesunden Rückkehrer sollen zu einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim gebracht werden, wo sie für zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen.

16.43 Uhr: Maschine mit ausgeflogenen Deutschen landet in Frankfurt

Ein Flugzeug der Bundeswehr, das Deutsche und andere Staatsbürger aus dem vom Coronavirus betroffenen chinesischen Wuhan ausgeflogen hat, ist am Samstagnachmittag in Frankfurt gelandet. Der Flieger kam wegen einer Umleitung über Helsinki verzögert an. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind 128 Passagiere an Bord, darunter 102 deutsche Staatsbürger.

15.45 Uhr: China will wegen Epidemie Hochzeiten verschieben – Trauerfeiern sollen kleiner ausfallen

China hat Paare aufgefordert, ihre Hochzeiten zu verschieben. Trauerfeiern für verstorbene Angehörige sollen die Familien möglichst klein halten. Die Regierung empfahl konkret in einer Erklärung, die für Sonntag geplanten Trauungen abzusagen und die Information an weitere Paare weiterzugeben.

Der 2. Februar ist in diesem Jahr als Hochzeitstag besonders beliebt, da das Datum mit der Zahlenfolge "02022020" rückwärts wie vorwärts gelesen werden kann. Peking, Shanghai und weitere chinesische Städte hatten ursprünglich angekündigt, an diesem Tag Trauungen abzuhalten, obwohl die Standesämter an Sonntagen normalerweise geschlossen sind. Die Regierung teilte nun mit, sie werde zudem jegliche Hochzeitsberatungen vorläufig einstellen.

In der Erklärung hieß es weiter, Trauerfeiern sollten "einfach und schnell durchgeführt werden, um Menschenansammlungen zu vermeiden". Zudem sollten die Leichen der Coronavirus-Opfer so schnell wie möglich eingeäschert werden. Das Personal solle Schutzkleidung tragen und bei den Trauergästen Temperaturkontrollen vornehmen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

In der am stärksten von der Epidemie betroffenen Provinz Hubei kündigten die Behörden am Samstag an, alle Anmeldungen für Hochzeiten ab Montag bis auf weiteres ganz auszusetzen.

Die Zahl der Infizierten und Todesopfer durch den Erreger 2019-nCoV stieg zuletzt immer schneller. In China sind nach offiziellen Angaben inzwischen knapp 12.000 Menschen infiziert, 259 Menschen starben. Hinzu kommen mehr als hundert Infektionsfälle in rund 25 Ländern.

15.28 Uhr: Verdacht auf Corona-Infektionen in Thüringen

In Thüringen gibt es neue Verdachtsfälle auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Zwei Studienbewerber aus China sind nach Angaben des Gesundheitsamtes im Landkreis Nordhausen betroffen. Sie seien ins Südharz-Klinikum eingewiesen, unter Quarantäne gestellt und auf das Coronavirus getestet worden. Die Proben würden nun ins Labor der Berliner Charité gebracht. Bis ein sicheres Ergebnis vorliege, könne es einige Tage dauern, hieß es.

In Thüringen hatte es in den vergangenen Tagen bereits bei drei Menschen in Erfurt und Apolda einen Verdacht auf das neuartige Virus gegeben. Der hatte sich allerdings nicht bestätigt, sodass die Behörden am Freitag Entwarnung gaben. 

13.01 Uhr: Spahn: Keiner der Deutschen an Bord der Bundeswehrmaschine zeigt Symptome

Keiner der Deutschen an Bord der Bundeswehrmaschine, die Bundesbürger aus China nach Deutschland brintgt, zeigt nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. "Es kommen erstmal gesunde symptomfreie Mitbürger zu uns nach Deutschland zurück", sagt er in Bonn.

Weil die Inkubationszeit zwei Wochen betrage und um eine Infektion ausschließen zu können, sei eine zentrale Unterbringung für zwei Wochen notwendig. In Deutschland gebe es derzeit sieben bestätigte Infektionsfälle, fügt Spahn hinzu. Alle Patienten seien in Behandlung und "in einem sehr guten gesundheitlichen Zustand".

11.04 Uhr: Russland lässt deutschen Rettungsflieger nicht landen

Eine Maschine der Bundeswehr bringt derzeit mehr als 100 Deutsche aus der chinesischen Provinz Wuhan nach Frankfurt am Main. Wuhan ist besonders stark vom Coronovirus betroffen. Eine vorgesehene Landung in Moskau kann dabei nicht stattfinden, wie "Bild" berichtet. Russland habe dem Flugzeug die Landung verweigert.

"Bild" zitiert Oberst Daniel Draken, den Kommandeur der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums: "Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt. Aber eine Landung an den Moskauer Flughäfen wurde mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten am Boden verweigert." Stattdessen sei nun Helsinki als Ort einer Zwischenlandung eingeplant.

10 Uhr: Großer Fortschritt bei Notfallkrankenhäusern in Wuhan

Nach dem Ausbruch der Pandemie wurde die Millionen-Stadt Wuhan komplett unter Quarantäne gestellt. Um die Erkrankten behandeln zu können und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden auf einer Großbaustelle zwei Notfallkrankenhäuser errichtet. In den Kliniken wird Platz für rund 1.500 Betten sein, die Stärke des medizinischen Personals kann bis zu rund 2.000 betragen. Innerhalb von sechs Tagen wurden bereits mehr als die Hälfte der notwendigen Bauarbeiten erledigt, wie Zeitrafferaufnahmen im Video zeigen.

8.42 Uhr: Apple schließt vorübergehend Filialen in China

Apple schließt wegen des Coronavirus vorübergehend seine Geschäfte in China. Wie der Konzern am Samstag mitteilte, sollen die Filialen aus Präventionsgründen und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bis einschließlich 9. Februar geschlossen bleiben.

Das Virus breitet sich unterdessen weiter aus. Die Zahl der Infizierten in China stieg bis Samstag auf 11.791. Mit 46 neuen Todesfällen sind 259 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete.

8.08 Uhr: Erstmals Coronavirus in Spanien: Deutscher auf La Gomera isoliert

Die spanischen Gesundheitsbehörden haben erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Betroffen sei ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera, der mit einem der in Deutschland infizierten Patienten in Kontakt gewesen sein soll, teilte die Regierung auf Twitter mit. Er liegt den Angaben nach isoliert in einem Krankenhaus der Insel. Einzelheiten zu Alter oder Herkunftsort des Patienten wurden zunächst nicht bekannt.

Insgesamt waren fünf Deutsche auf La Gomera auf das Virus getestet worden, die in Kontakt mit einem Mann gekommen sein sollen, bei dem in Deutschland das Virus nachgewiesen worden war.

8.02 Uhr: Australien verhängt wegen Coronavirus Einreiseverbot für China-Reisende

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs hat die Regierung in Australien ein Einreiseverbot für Reisende aus China verhängt. Von dem Verbot ausgenommen seien australische Staatsbürger und Menschen mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige, erklärte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Außenministerium in Canberra verschärfte seine Reisehinweise für China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.

Das Einreiseverbot werde von den Grenzbehörden ab sofort umgesetzt, kündigte Morrison an. Australier und Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht in Australien sowie deren Angehörige müssten sich bei ihrer Rückkehr ins Land in eine zweiwöchige "Selbst-Quarantäne" begeben, erklärte der Regierungschef weiter.

Morrisons Erklärung erfolgte einen Tag, nachdem bereits die US-Regierung ein Einreiseverbot für China-Reisende verhängt hatte. Auch das US-Verbot gilt nicht für Staatsbürger, Ausländer mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung in den USA sowie deren enge Familienmitglieder. Das US-Außenministerium gab zudem eine Reisewarnung für China aus, worauf die Regierung in Peking mit scharfer Kritik reagierte.

7.44 Uhr: Australische Qantas fliegt China bis Ende März nicht mehr direkt an

Die australische Fluggesellschaft Qantas kündigt an, ihre beiden China-Direktverbindungen zwischen Sydney und Peking sowie zwischen Sydney und Shanghai vom 9. Februar bis 29. März einzustellen.

7.36 Uhr: Großbritannien zieht Mitarbeiter aus chinesischer Botschaft ab

Großbritannien zieht wegen des Coronavirus einige Mitarbeiter seiner Botschaft und seiner Konsulate in China ab. Allerdings sei weiterhin Personal vor Ort, um den Dienst aufrecht zu erhalten, teilte die britische Regierung in einer Erklärung mit.

7.24 Uhr: Zahl der Virus-Fälle in China steigt über 11.000, die der Toten auf 258 Tote

Die Zahl der Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus in China ist auf mehr als 11.000 gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen sind mindestens 259 an der Lungenkrankheit gestorben. Das ergibt sich aus neuen Zahlen, die die Gesundheitskommission der Provinz Hubei in Zentralchina am Samstag vorlegte. Danach kamen allein in der schwer betroffenen Krisenprovinz 1.347 neue Virusfälle hinzu, so dass dort 7.153 Patienten gezählt wurden. Die Gesamtzahl für China dürfte am Samstag noch steigen, wenn auch die anderen Provinzen ihre Statistiken vorlegen.

7.11 Uhr: Luftwaffenmaschine mit Deutschen aus China auf dem Weg

Aus China ist eine Maschine der Luftwaffe gestartet, die wegen des Coronavirus mehr als hundert Deutsche zurück in die Heimat bringen soll. Das Flugzeug sei am frühen Samstagmorgen los geflogen, teilte das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes via Twitter mit. Die Bundeswehrmaschine soll am Morgen in Frankfurt am Main eintreffen.

Nach einer Untersuchung am Flughafen werden die Passagiere für eine zweiwöchige Quarantäne in einer Kaserne in Germersheim in Rheinland-Pfalz gebracht. Bisherigen Erkenntnissen zufolge ist von den aus China ausgeflogenen deutschen Staatsbürgern keiner mit dem Coronavirus infiziert. In Deutschland gibt es aktuell sieben Menschen, bei denen der Erreger nachgewiesen wurde.

Freitag, 31. Januar 2020, 22.19 Uhr: USA verhängen Einreiseverbot für China-Reisende

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat aufgrund des Coronavirus eine "gesundheitliche Notlage" in den Vereinigten Staaten ausgerufen. Ausländer, die potenziell ein Ansteckungsrisiko darstellen könnten, würden ab Sonntag (23 Uhr MEZ) vorübergehend nicht mehr ins Land gelassen, teilte US-Gesundheitsminister Alex Azar bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit. Das habe US-Präsident Trump per Präsidialproklamation festgelegt.

Zudem müssten sich US-Staatsbürger, die in den 14 Tagen zuvor in der stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei waren, für bis zu 14 Tage in Quarantäne begeben. US-Staatsbürger, die in den 14 Tagen vor der Rückkehr in die USA in anderen Teilen Chinas waren, würden aufgefordert, sich selbst für 14 Tage zu isolieren.

Das Risiko einer Ansteckung in den USA sei nach wie vor gering, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield. Bislang gibt es sechs bestätigte Fälle des Coronavirus in den USA, 191 Menschen werden untersucht.

20.15 Uhr: Ein weiterer Mensch in Bayern infiziert

In Bayern ist ein weiterer Mensch nachweislich an dem neuartigen Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der Betroffenen im Freistaat auf sieben. Bei dem neuen Infizierten handele es sich um einen Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitagabend in München mit.

Auch er arbeite beim Autozulieferer Webasto aus dem oberbayerischen Gauting-Stockdorf, wie die fünf ersten bekanntgewordenen Fälle. Zudem war ein Kind eines der Erkrankten ebenfalls positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden. Von 128 jüngst (Stand 20.30 Uhr) vorliegenden Testergebnissen von Mitarbeitern der Firma waren 127 negativ und einer positiv.

19.30 Uhr: 122 Tests auf Corona-Virus bei Webasto negativ

Nach den bisher sechs Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus haben weitere Tests bei der betroffenen Firma Webasto im Landkreis Starnberg vorerst keine weiteren Erkrankungen ergeben. Dies teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums unter Verweis auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Danach seien insgesamt 122 Tests von Mitarbeitern der Firma Webasto negativ ausgefallen. Testergebnisse von weiteren untersuchten Menschen sollen demnächst folgen.

Somit bleibt es derzeit bei insgesamt sechs bekannten Coronavirus-Fällen in Deutschland. Alle Betroffenen befanden sich nach Ärzte-Angaben in einem stabilen Zustand.

17.57 Uhr: Delta und American Airlines streichen alle China-Flüge – für Wochen

Die US-Fluggesellschaften Delta Air Lines und American Airlines streichen wegen des Coronavirus alle Flüge von und nach China. Aufgrund anhaltender Bedenken wegen des Virus werde der Flugverkehr vom 6. Februar bis voraussichtlich 30. April eingestellt, teilte Delta auf seiner Website mit. American Airlines gab bekannt, den Betrieb auf allen Strecken zum chinesischen Festland ab sofort bis zum 27. März auszusetzen.

American begründete den Schritt mit einer Reisewarnung der US-Regierung. Diese hatte Amerikaner am Donnerstagabend in einem verschärften Reisehinweis aufgefordert, nicht mehr nach China zu reisen. US-Bürger im Land sollten die Ausreise in Betracht ziehen. Delta hatte Flüge nach China zuvor bereits deutlich eingeschränkt. Am Mittwoch hatte schon die Lufthansa ihre Linienflüge nach China gestoppt und war damit British Airways und anderen Airlines gefolgt.

16.30 Uhr: Schon bei Verdachtsfällen – Spahn erlässt Meldepflicht für Coronavirus

Beim Coronavirus gilt ab Samstag schon bei begründeten Verdachtsfällen eine Meldepflicht. Eine entsprechende Eilverordnung hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag auf den Weg gebracht, wie sein Ministerium mitteilte. Bislang mussten Ärzte, Kliniken und Labore nur tatsächliche Corona-Infektionen melden.

Der Verdacht muss der Verordnung zufolge "sowohl durch das klinische Bild als auch durch einen wahrscheinlichen epidemiologischen Zusammenhang" begründet sein. Spahn hatte die entsprechende Eilverordnung am Donnerstag angekündigt.

Ärzte und Patienten, die sich auf das Coronavirus testen lassen, müssen die Kosten dafür nicht selbst tragen. Darauf einigten sich den Angaben zufolge Krankenkassen und Ärzte. Die neue Abrechnungsmöglichkeit und die damit verbundene Kostenübernahme durch die Kassen soll ebenfalls ab Samstag greifen.

16.28 Uhr: Coronavirus in Schweden nachgewiesen

Auch Schweden hat seinen ersten bestätigten Fall des neuartigen Coronavirus. Das Virus wurde bei einer Patientin in Jönköping etwa 300 Kilometer südwestlich von Stockholm festgestellt, wie die schwedische Gesundheitsbehörde mitteilte.

Die Frau habe die Region um die chinesische Millionenstadt Wuhan besucht und sei am 24. Januar in Schweden gelandet. Dabei habe sie zunächst keine Symptome gezeigt, später aber über Husten geklagt. Sie befinde sich in einem Krankenhaus in Jönköping in Isolation. Ernsthaft krank sei sie nicht.

In der EU waren Fälle der neuartigen Lungenerkrankung zunächst in Frankreich, Deutschland und Finnland bestätigt worden. Zuletzt kamen bestätigte Funde in Italien und Großbritannien dazu.

15.37: Männer und ältere Menschen besonders gefährdet?

Unter den am neuen Coronavirus erkrankten Personen sind besonders viele ältere Menschen. Der inzwischen bekannt gewordene Fall eines infizierten Kindes in Deutschland ist somit eher ungewöhnlich. Mehrere kürzlich veröffentlichte Studien bestärken die Vermutung, dass sich ältere Menschen besonders häufig mit dem Virus infizieren. Zudem sind Männer offenbar etwas häufiger betroffen als Frauen – möglicherweise deshalb, weil Frauen grundsätzlich über eine etwas bessere Immunabwehr verfügen.

In einer im Fachblatt "Lancet" veröffentlichten Studie werteten chinesische Forscher den Verlauf der Krankheit bei knapp 100 infizierten Patienten aus Wuhan aus. Demnach waren die Betroffenen durchschnittlich knapp 60 Jahre alt. 67 Prozent von ihnen waren männlich. Die Auswertungen bekräftigen auch die bisherige Annahme, dass sich vor allem Menschen mit schweren Vorerkrankungen anstecken. Laut der Studie hatte die Hälfte der untersuchten Patienten eine chronische Vorerkrankung.

In einer weiteren Studie, die im "New England Journal of Medicine" (NEJM) erschienen ist, werteten Wissenschaftler aus China die Krankheitsverläufe von 425 Patienten aus Wuhan aus, deren Infektion bis zum 22. Januar bekannt geworden war. Auch hier lag das durchschnittliche Alter der Erkrankten bei rund 60 Jahren, 56 der 99 untersuchten Infizierten waren Männer. Unter den 425 Erkrankten war kein einziges Kind. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich Kinder nicht so leicht infizieren oder in der Regel nur sehr leichte Symptome entwickeln.

15.18 Uhr: Webasto beklagt Ausgrenzung von Mitarbeitern wegen Coronavirus

Die Angst vor dem Coronavirus führt offenbar zur Ausgrenzung von Webasto-Mitarbeitern und deren Angehörigen. "Uns erreichen vermehrt Meldungen von Mitarbeitern, die nicht zur Risikogruppe gehören, dass sie und ihre Familien von Institutionen, Firmen oder Geschäften abgewiesen werden, wenn bekannt wird, dass sie bei Webasto arbeiten", sagte der Vorstandsvorsitzende Holger Engelmann. "Wir verstehen, dass die aktuelle Situation Menschen verunsichert und auch ängstigt, aber das ist eine enorme Belastung für die Familien unserer Mitarbeiter."

Einer Sprecherin zufolge haben Mitarbeiter berichtet, dass ihre Eltern oder Ehepartner von deren Arbeitgebern nach Hause geschickt worden seien. Kinder seien von Kindergärten nicht mehr angenommen worden. In einem Fall habe es zudem eine Autowerkstatt mit Verweis auf das Virus abgelehnt, das Auto eines Mitarbeiters zu reparieren.

In Deutschland wurde das Virus bisher bei fünf Mitarbeitern des Automobilzulieferers Webasto sowie bei dem Kind eines dieser Mitarbeiter nachgewiesen. Alle Betroffenen in Deutschland befinden sich nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Weltweit sind inzwischen mehr als 9700 Menschen infiziert. Die Zahl der Toten in China stieg auf 213.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa, AFP, Reuters
  • Eigene Recherchen

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