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Premier League: Jürgen Klopp will auf Gehalt in Corona-Krise verzichten


Corona und Deutschlands Sport  

Bericht: Klopp bereit zu Gehaltsverzicht

06.04.2020, 15:37 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Premier League: Jürgen Klopp will auf Gehalt in Corona-Krise verzichten. Jürgen Klopp: Der Liverpool-Coach ist angeblich zu einem Gehaltsverzicht bereit.  (Quelle: imago images/ Xinhua)

Jürgen Klopp: Der Liverpool-Coach ist angeblich zu einem Gehaltsverzicht bereit. (Quelle: Xinhua/imago images)

Das Coronavirus hat auch den Sport fest im Griff. Noch ist völlig unklar, wann es in den großen europäischen Ligen weitergeht. Die aktuellen Entwicklungen im Überblick.

Die Bundesliga pausiert, der Sport steht still. Grund ist das Coronavirus, dessen Verbreitung durch diese drastische Maßnahme eingedämmt werden soll. Im Newsblog von t-online.de gibt es alle wichtigen Informationen zu den neuesten Entwicklungen. Große Nachrichten werden separat behandelt.

++ Alle aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus im Sport ++

6. April: Klopp und andere Trainer in England bereit zu Gehaltsverzicht

In der englischen Premier League haben sich offenbar mehrere Trainer grundsätzlich zu einem Gehaltsverzicht bereit erklärt, darunter ist nach einem Bericht der Zeitung "Daily Mail" auch Liverpool-Coach Jürgen Klopp. Wegen der Coronavirus-Krise und der Zwangspause im englischen Fußball laufen seit Tagen Gespräche zwischen den 20 Vereinen und ihren Trainern.

Laut "Daily Mail" werde die Notwendigkeit einer Gehaltskürzung um 30 Prozent, wie sie von der Liga empfohlen wurde, anerkannt. Klopp und West-Ham-Coach David Moyes sollen demnach bereits im privaten Umfeld geäußert haben, dass sie eine Gehaltskürzung akzeptieren würden. Zuvor hatten Bournemouth-Trainer Eddie Howe und Brighton-Coach Graham Potter öffentlich erklärt, auf einen Teil ihres Lohns zu verzichten.

5. April: FC Bayern trainiert unter Auflagen in Kleingruppen

Der FC Bayern München kehrt wieder auf den Rasen zurück. Der deutsche Rekordmeister trainiert von diesem Montag an zumindest wieder in Kleingruppen. Nach dpa-Informationen sollen die Einheiten in der Corona-Krise unter strengen Auflagen und unter Einhaltung aller vorgegebenen Regelungen stattfinden. Zunächst hatte der "Kicker" darüber berichtet.

Laut dem Bericht werden die Profis in vier Gruppen aufgeteilt. Diese sollen in zeitlichen Abständen in der Tiefgarage am Vereinsgelände abgeholt und in mehrere Kabinen gebracht werden. Danach wird auf verschiedenen Plätzen trainiert. Duschen und essen sollen die Stars anschließend zu Hause. Das Cybertraining, das zuletzt via Videochat durchgeführt wurde, kann als Variante in der Trainingsarbeit weiter genutzt werden.

5. April: Serbischer Fußballer wegen Verstoß gegen Ausgehverbot unter Hausarrest

Der serbische Nationalspieler Aleksandar Prijovic ist wegen des Verstoßes gegen das Ausgehverbot während der Corona-Krise in Belgrad zu drei Monaten Hausarrest verurteilt worden. Das berichteten lokale Medien am Sonntag. Der 29-Jährige war am Freitag von der Polizei in Gewahrsam genommen worden, nachdem er sich mit 19 anderen Menschen entgegen den Bestimmungen in einem Hotel getroffen hatte. Prijovic stammt aus St. Gallen, spielt aber inzwischen für das Heimatland seiner Vorfahren. Auf Vereinsebene steht er bei Al-Ittihad in Saudi-Arabien unter Vertrag.

5. April: Premier-League-Profis lehnen Gehaltsverzicht ab

Die Fußballprofis der englischen Premier League haben einen Gehaltsverzicht wegen der Corona-Krise in Höhe von 30 Prozent abgelehnt. Die Spielergewerkschaft PFA begründete die Haltung damit, dass der englischen Regierung mit einem solchen Schritt rund 200 Millionen Pfund (227 Millionen Euro) über einen Zeitraum von zwölf Monaten an Steuergeldern verloren gingen. "Das würde auf Kosten unseres nationalen Gesundheitsdienstes NHS oder anderen staatlich-unterstützten Diensten gehen", teilte die PFA in einem Statement mit.

3. April: BVB-Stadion wird Coronavirus-Behandlungszentrum

Das größte Fußballstadion in Deutschland wird ab Samstag zum Behandlungszentrum für das Coronavirus. Die Nordtribüne des Dortmunder Signal Iduna Parks wurde nach Angaben von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund vom Verein und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) entsprechend umgebaut. Das Zentrum ist täglich von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. In der Fußball-Bundesliga ruht wegen der Pandemie aktuell der Ball.

"Unser Stadion ist das Aushängeschild der Stadt, für fast jeden in Dortmund und Umgebung ein Fixpunkt und durch seine technischen, infrastrukturellen und räumlichen Bedingungen der ideale Ort, um gerade jetzt Menschen aktiv zu helfen, die potenziell vom Corona-Virus infiziert sind bzw. über entsprechende Beschwerden wie Atemwegserkrankungen und Fieber klagen", erklärten die Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Carsten Cramer in einer Mitteilung: "Es ist unsere Pflicht und unser Wunsch, alles in unserer Macht stehende dafür zu tun, dass diesen Menschen geholfen wird."

2. April: Polizeikontrollen beim FC St. Pauli wegen Gruppentraining

Die Polizei kontrolliert den FC St. Pauli. Weil dem Fußball-Zweitligisten von der Stadt Hamburg untersagt worden ist, Teamtraining in Kleingruppen von fünf bis sechs Spielern zu absolvieren, patrouillierten laut "Bild" am Donnerstag Streifenwagen an den Trainingsplätzen Kollaustraße und neben dem Millerntor-Stadion.

Der Verein hatte am Montag und Dienstag in der Kleingruppen-Form trainiert. Damit werde nach Ansicht der Hamburger Behörde für Inneres und Sport die Allgemeinverfügung zur Schließung von Sportstätten nicht befolgt. Sie ist Teil der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Der FC St. Pauli hielt sich am Donnerstag an das Verbot.

2. April: VfL-Profis verzichten auf Gehalt und helfen im Supermarkt

Bundesligist VfL Wolfsburg hat während der Corona-Krise gleich mehrere Solidaritätsmaßnahmen verkündet. Die Spieler und die Geschäftsführung der "Wölfe" verzichten auf Teile ihres Gehalts. Außerdem wollen insgesamt sechs Wolfsburger Profis an diesem Freitag dabei helfen, in zwei Supermärkten der Region die Regale aufzufüllen.

Zur vollständigen Meldung gelangen Sie hier.

2. April: Formel-1-Piloten verzichten auf Teil ihres Gehalts

Carlos Sainz (25) und Lando Norris (20) verzichten als erste Formel-1-Piloten im Zuge der Corona-Krise freiwillig auf Teile ihres Gehalts. Die Maßnahme ist Teil eines Sparpaketes beim Traditionsrennstall McLaren, der zahlreiche Mitarbeiter in den unbezahlten Zwangsurlaub schicken musste. Aus Solidarität mit den Mitarbeitern lassen sich Sainz und Norris sowie Firmenchef Zak Brown zustehende Gelder nicht auszahlen.

2. April: Deutscher Premier-League-Trainer verzichtet auf Gehalt

Norwich City hat angesichts der stockenden Verhandlungen über einen flächendeckenden Gehaltsverzicht in der englischen Premier League ein Zeichen gesetzt. Coach Daniel Farke, die Mannschaft um den früheren Schalker Teemu Pukki und die Klubbosse spenden einen kleinen Teil ihres Salärs für Bedürftige.

Laut Auskunft der "Kanarienvögel" beläuft sich der Gesamtbetrag auf "über 200.000 Pfund", umgerechnet rund 227.000 Euro. Norwich ist erst der zweite Klub der reichsten Fußball-Liga der Welt nach dem AFC Bournemouth, bei dem sich die Profis und ihr Trainer angesichts der schwerwiegenden Auswirkungen der Corona-Krise zum Verzicht entschlossen haben.

2. April: Ex-Bundesliga-Torwart Pliquett muss Sexshop schließen

Benedikt Pliquett, Kult-Torhüter des FC St. Pauli, muss seinen Sexshop auf der Hamburger Reeperbahn schließen. Der 35-Jährige, der von 2004 bis 2013 für die Kiezkicker aktiv war und auf fünf Bundesliga- und 21 Zweitliga-Einsätze kam, hatte erst vor wenigen Tagen das Sortiment seines Ladengeschäfts aufgrund der Corona-Krise um Haushaltsbedarf, wie Klopapier, Waschmittel und Lebensmittel sowie Mund- und Nasenschutzmasken erweitert. 

Die Hamburger Behörden stuften diese Sortimentserweiterung als unrechtmäßig ein und untersagten die weitere Öffnung der "Darkside Boutique Hustler". Pliquett behauptet, er habe sich zuvor das Einverständnis des Gesundheitsamtes eingeholt. Er will nun gegen die Entscheidung vorgehen.

1. April: FC Bayern verhängt Geldstrafe gegen Boateng

Rekordmeister Bayern München hat gegen seinen Innenverteidiger Jérôme Boateng wegen Verlassen der Stadt ohne Genehmigung durch den Klub eine Geldstrafe in nicht genannter Höhe verhängt. Der 31 Jahre alte Weltmeister von 2014 habe den "Verhaltensweisen in der aktuellen Situation in Einklang mit den Vorgaben zur Ausgangsbeschränkung der Bayerischen Staatsregierung und den Empfehlungen der Gesundheitsämter" zuwidergehandelt. Die Summe werde an Münchner Krankenhäuser gespendet.

Details nannte der FC Bayern nicht. Am Dienstag hatte zunächst TV Oberfranken berichtet, Boateng habe einen Autounfall auf der A9 bei Selbitz auf glatter Fahrbahn unverletzt überstanden. Laut "Bild" hatte Deutschlands Fußballer des Jahres 2016 am trainingsfreien Montag seinen erkrankten Sohn in Sachsen besucht.

Boateng äußert sich: "Finde das traurig"

Am späten Mittwochabend meldete sich Boateng selbst zu Wort. Der "Bild" sagte er: "Ich akzeptiere jede Strafe der Welt, wenn sie berechtigt ist. Und ich weiß, dass es sicherlich ein Fehler war, den Verein nicht über meine Fahrt zu informieren, aber in dem Moment hatte ich nur meinen Sohn in Kopf. Ihm ging es gesundheitlich nicht gut. Wenn ein Sohn seinen Vater ruft, dann fahre ich natürlich noch los, egal zu welcher Uhrzeit! Für ihn nehme ich jede Strafe in Kauf, das ist schließlich mein Sohn. Ich möchte den Vater sehen, der in so einem Moment nicht losfährt, um an der Seite seines vierjährigen Sohnes zu sein. Wenn es dafür dann eine Strafe gibt, dann Respekt. Ich finde das traurig."

1. April: Auch Berliner Tennisturnier abgesagt

Nachdem die Veranstalter von Wimbledon am Mittwochnachmittag bekannt gaben, dass das traditionsreiche Tennisturnier in London nicht stattfinden kann, zogen auch die Ausrichter der "bett1open" nach. Das WTA-Turnier, das in diesem Jahr erstmals stattfinden sollte, wird im Juni nicht wie geplant ausgetragen. Eine Verschiebung wird geprüft. Die WTA und die ATP haben die Rasensaison für den kompletten Juni 2020 ausgesetzt. 

1. April: Jan Frodeno plant Ironman daheim

Der dreimalige Ironman-Weltmeister Jan Frodeno will beweisen, dass sportliche Höchstleistungen trotz der Corona-Krise und Ausgangssperre möglich sind. In den sozialen Medien kündigte der Wahlspanier an, dass er "zwischen einem Sonnenauf- und untergang" einen Ironman absolvieren will – in den eigenen vier Wänden.

1. April: Bundesligist Bayer Leverkusen verzichtet auf Gehalt

Die Fußballprofis von Bundesligist Bayer Leverkusen tragen den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Rechnung und üben einen partiellen Gehaltsverzicht. Dies wurde beim ersten Treffen nach zweiwöchigem individuellen Heimtraining am Mittwoch beschlossen.

1. April: Gehaltsverzicht auch beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim

Bei der TSG 1899 Hoffenheim hat wegen der Corona-Krise die Geschäftsführung mit den Lizenzspielern, dem Trainerteam und den Direktoren einen Gehaltsverzicht beschlossen. Das teilte der Fußball-Bundesligist am Mittwoch mit. Zuvor hatte der Klub bereits einen Hilfsfonds aufgelegt, um Partner, deren Existenz unmittelbar mit dem Spielbetrieb der Bundesliga zusammenhängt, sowie auch wichtige Einrichtungen, Institutionen oder Sportklubs in der Rhein-Neckar-Region im Bedarfsfall zu unterstützen.

1. April: Kurzarbeit beim Hamburger SV

Beim Zweitligisten Hamburger SV gehen ab April mehr als hundert Mitarbeiter für zwei Monate in Kurzarbeit. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung hat die HSV Fußball AG zum heutigen Monatsbeginn geschlossen, dies teilte der Klub am Mittwoch mit.

1. April: Profis von RB Leipzig verzichten auf Gehalt

Die Fußballprofis von RB Leipzig verzichten auf einen zweistelligen Prozentsatz ihres Gehaltes. "Wir möchten als Mannschaft unseren Beitrag leisten! Viele Menschen verlieren in diesen Tagen ihre Jobs oder müssen in Kurzarbeit. Dass das bei RB Leipzig bislang nicht notwendig ist, freut uns als Team natürlich und wir wollen mit dem Verzicht auch dazu beitragen, dass das möglichst so bleibt", sagte RB-Kapitän Willi Orban am Mittwoch in einer Mitteilung des Bundesligisten.

1. April: Großkreutz will mit Gewinnspiel seine Kneipe retten

Kevin Großkreutz, Fußball-Weltmeister von 2014, will sein Lokal "Schmackes" mit einem Gewinnspiel durch die Corona-Krise führen. Jeder Unterstützer, der online einen Gutschein ab 20 Euro für die Restaurant-Kneipe in Dortmund erwirbt, nimmt an einer Verlosung teil. Wie die "Bild" (Mittwoch) berichtet, sind dabei unter anderem Originaltrikots der BVB-Stars Erling Haaland, Marco Reus, Mario Götze und Marcel Schmelzer sowie Fußballschuhe von Jadon Sancho, Reus und Schmelzer zu gewinnen. Auch Kölns Torjäger Simon Terodde steuerte ein FC-Shirt und Schuhe bei.

31. März: Auch Herthas Profis verzichten auf Gehalt

Die Profis von Hertha BSC werden sich dem Beispiel zahlreicher Fußball-Bundesligisten anschließen und während der Corona-Krise auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Es ist klar, dass bei Hertha BSC der Solidargedanke über allem steht", sagte Geschäftsführer Michael Preetz: "Mannschaft, Trainer- und Funktionsteam, Geschäftsleitung und leitende Mitarbeiter werden bis zum 30. Juni auf Teile ihres Gehalts verzichten, damit die Auswirkungen auf unseren Klub minimiert und vor allem keine Arbeitsplätze im Betrieb gefährdet werden."

31. März: Hamburg-Marathon nun für September geplant

Der 35. Hamburg-Marathon wird vom Frühjahr in den Spätsommer verschoben. Statt wie geplant am 19. April soll das Event in der Hansestadt nun am 13. September stattfinden. Dies gaben die Veranstalter bekannt. "Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Durchführung der Veranstaltung zu diesem Zeitpunkt realistisch ist", hieß es in einer Pressemitteilung: "Auch wenn die organisatorischen Rahmenbedingungen, bedingt durch die Corona-Epidemie beziehungsweise durch bis dahin gewonnene Erkenntnisse zum Gesundheitsschutz von Teilnehmerinnen und Teilnehmern andere als die bislang üblichen sein werden."

31. März: Skiflug-WM in Planica soll im Dezember nachgeholt werden

Die wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagte Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica, Slowenien soll in der zweiten Dezemberhälfte noch vor Weihnachten nachgeholt werden. Das gaben die Organisatoren am Dienstag bekannt, ohne allerdings einen genauen Termin zu nennen. Ursprünglich sollten die Welt-Titelkämpfe vom 19. bis 22. März ausgetragen werden. Die Eintrittskarten würden ihre Gültigkeit behalten, hieß es.

31. März: Hannover-Profis verzichten auf Teile des Gehalts

Die Profis vom Fußball-Zweitligisten Hannover 96 haben einem Gehaltsverzicht in der Corona-Krise zugestimmt. Der Sportliche Leiter Gerhard Zuber sowie Chefcoach Kenan Kocak schlossen sich ihrem Team an. Mit dem Geld soll ein Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze von Klub-Mitarbeitern geleistet werden.

31. März: Tottenham Hotspur in Kurzarbeit

Die Corona-Krise macht auch vor den wohlhabendsten Klubs nicht halt. Der englische Spitzenklub Tottenham Hotspur, mit einem Umsatz von über 520 Millionen Euro achtreichster Fußball-Verein der Welt, hat 550 Angestellte in Kurzarbeit beziehungsweise Zwangsurlaub geschickt. Die Spurs sind nach Newcastle United das zweite Team aus der Premier League, das diese Maßnahme ergreift.

Laut Präsident Daniel Levy wurde der Schritt eingeleitet, "um die Jobs zu schützen". Zuvor hatte die britische Regierung den Weg dafür freigemacht. Sie garantiert im Falle von Kurzarbeit beziehungsweise Zwangsurlaub (Englisch: furlough) rückwirkend ab 1. März zunächst für drei Monate 80 Prozent des Gehalts bis zu einer Höhe von 2.500 Pfund pro Monat (2.824 Euro). Bei den Spurs soll die Maßnahme für April und Mai gelten – für alle "nicht spielenden Direktoren und Angestellten".

Tottenham Hotspur: Der Premier-League-Klub hat Kurzarbeit angemeldet. (Quelle: imago images/Hartmut Bösener)Tottenham Hotspur: Der Premier-League-Klub hat Kurzarbeit angemeldet. (Quelle: Hartmut Bösener/imago images)

30. März: Allofs schlägt Krisenfonds aus TV-Geldern vor

Der langjährige Bundesliga-Manager Klaus Allofs hat einen Krisenfonds aus Fernsehgeldern vorgeschlagen, um für die Folgen einer Krise wie jetzt der Coronavirus-Pandemie besser gerüstet zu sein. "Ich denke, dass das kein so schlechter Ansatz ist", sagte Allofs dem "Weser-Kurier" (Dienstagsausgabe). Allerdings müsse dafür eine "gesamtheitliche Lösung" gefunden werden, die dann auch verpflichtend sei. "Die Gelder sollten zweckgebunden eingesetzt werden", sagte Allofs, der in der Bundesliga viele Jahre die Geschicke bei Werder Bremen und beim VfL Wolfsburg geleitet hat.

Allofs kritisierte, dass die Clubs "bei den immer steigenden Einnahmen, insbesondere aus den Medienrechten, den Gedanken an Rücklagen vernachlässigt" hätten. "Es ging im Fußball in den letzten Jahren nur bergauf. Immer höhere Zahlen, immer höheren Einnahmen. In Zeiten, in denen der Boom scheinbar Normalität ist, ist man weniger bereit in eine solche Richtung zu denken", sagte Allofs.

30. März: FC Bayern unterstützt Münchner Kleinunternehmen

Der FC Bayern unterstützt die digitale Hilfsaktion "Mia gehn online". Die Initiative soll Münchner Kleinunternehmen, die durch die Corona-Krise in Not geraten sind, bei der Digitalisierung mit kostenloser Beratung unterstützen. Wie der deutsche Rekordmeister mitteilte, handelt es sich dabei zum Beispiel um die Umstellung auf digitale Kommunikation oder Online-Bestellsysteme. Die Aktion wurde unter anderem von der Landeshauptstadt München ins Leben gerufen.

Bayern-Vorstand Oliver Kahn wird am Mittwoch den Startschuss für eine entsprechende digitale Veranstaltung geben. Dabei sollen den Angaben zufolge die teilnehmenden Unternehmen gemeinsam mit Experten innerhalb von 24 Stunden Lösungen entwickeln, um ihre Ladenangebote online abrufbar zu machen.

30. März: Volleyball-Verband fordert Rettungsschirm für Sportvereine

Der Deutsche Volleyball-Verband fordert angesichts der Corona-Krise ein Soforthilfe-Programm für Sportvereine. "Wir benötigen einen deutschlandweiten Rettungsschirm für Vereine, um die wertvolle Vereinskultur zu erhalten und ein Vereinssterben zu verhindern", erklärte DVV-Präsident René Hecht am Montag. "Unsere Vereine finanzieren sich nicht nur durch Mitgliedsbeiträge. Alle Einnahmen, die durch den Spielbetrieb erwirtschaftet werden, fallen nun weg. Wir benötigen dringend flächendeckende Hilfe", sagte der 58-Jährige.

29. März: Unternehmen von Ex-Tennis-Star Kiefer produziert nun Schutzmasken

Der frühere Tennisprofi Nicolas Kiefer lässt sein Modelabel "kiwifash" jetzt auch Schutzmasken produzieren. "Eigentlich machen wir Freizeitkleidung, inzwischen gibt es auch eine Tenniskollektion", sagte der 42-Jährige im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe): "Kürzlich kam der Geschäftsführer auf mich zu und sagte: Wir müssen helfen! Ich war sofort begeistert."

Nun sind zusätzlich Mund- und Nasenschutzmasken im Angebot. "Wenn man sich den Markt an Masken ansieht, ist allen klar, dass wir in einer schwierigen Lage sind. Es gibt viel zu wenige. Im Ausland sind kaum welche aufzutreiben", berichtete Kiefer, ehemals Nummer vier der Tennis-Weltrangliste: "Unsere werden in Kassel hergestellt. Sie haben also das Qualitätssiegel Made in Germany."

Bis zu 300 Stück werden pro Tag angefertigt und zu je 34,90 Euro verkauft. "Alles entsteht hier in Handarbeit. Und unsere Maske ist wiederverwendbar. Man kann sie waschen", betonte Kiefer, der bevorzugt Kommunen und Sozialstationen beliefern will: "Unsere Maske lässt sich auch personalisieren. Wichtig ist aber vor allem, dass die Menschen sich geschützter fühlen und vor allem andere schützen."

29. März: Rhein-Neckar-Löwen-Profis bleiben trotz überstandener Quarantäne zu Hause

Für die Bundesliga-Handballer der Rhein-Neckar Löwen ist die Corona-Quarantäne vorbei, doch Normalität kehrt noch lange nicht ein. "Es wird natürlich nach wie vor kein Mannschaftstraining geben", sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann dem "Mannheimer Morgen": "Die Spieler halten sich weiterhin individuell fit und bleiben so viel wie möglich zu Hause. Wir alle sind uns nach wie vor unserer Verantwortung für die Gesundheit aller bewusst."

Als erster Bundesligaspieler war Mads Mensah Larsen positiv worden, anschließend traf es auch seine Teamkollegen Patrick Groetzki, Jannik Kohlbacher, Mikael Appelgren, Gedeon Guardiola und Trainer Martin Schwalb. Mannschaft und Trainerstab wurden unter Quarantäne gestellt. Der Spielbetrieb ist derzeit ausgesetzt.

29. März: Gehaltsverzicht und Kurzarbeit bei Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf schickt einen Teil seiner Mitarbeiter wegen der Coronavirus-Pandemie von Anfang April an in Kurzarbeit. Zudem verzichtet der gesamte Klub-Vorstand auf einen Teil seiner Bezüge und stimmte einer Stundung weiterer Ansprüche zu. Von den Profis soll es eine eigene Solidaraktion geben. Einzelheiten wollte der Klub noch nicht nennen.

"Wir tun alles dafür, um die negativen Auswirkungen, die das Corona-Virus auf den Fußball und die Fortuna hat, so gering wie möglich zu halten. Existenzbedrohlich wird keins der Szenarien für die Fortuna ausgehen, wenn wir unsere Maßnahmen konsequent umsetzen und wir alle unseren entsprechenden Beitrag leisten. Das bedeutet in der Folge, dass keine Arbeitsplätze in Gefahr sind", sagte Klubchef Thomas Röttgermann.

29. März: Freiburg-Profis verzichten auf Teil ihres Gehalts

Auch die Profis des badischen Erstligisten SC Freiburg verzichten angesichts der finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise auf Teile ihres Gehalts. Die Mannschaft wolle dazu beitragen, dass "wir als Verein gemeinsam möglichst gut durch diese schwierige Phase kommen", sagte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier am Sonntag. "Das ist ein tolles Zeichen nach wirklich sehr guten Gesprächen." Das Trainerteam um Christian Streich, Sportdirektor Klemens Hartenbach sowie der Vorstand hatten bereits zuvor erklärt, in der Corona-Krise auf Teile ihres Gehalts zu verzichten.

29. März: Borussia Dortmund trainiert nur noch in Zweier-Gruppen

Bundesligist Borussia Dortmund nimmt am Montag das Training wieder auf, lässt allerdings die Spieler nur in Zweiergruppen arbeiten, um das Ansteckungsrisiko aufgrund der Coronavirus-Pandemie zu reduzieren. Das kündigte Nationalspieler Emre Can in einer Live-Schalte in der Sport1-Sendung "Doppelpass" an.

Reguläres Mannschaftstraining findet weiterhin nicht statt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte den 36 Profiklubs eine Wiederaufnahme der Teamarbeit aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit frühestens zum 6. April empfohlen.

29. März: Leichtathletik-Ass Krause: Olympia-Verschiebung "großer Tiefschlag"

Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause hat die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio schwer getroffen. "Ich habe bereits am Tag zuvor die Info gehabt, da war es noch nicht offiziell. Aber wenn man dann wach wird und es schwarz auf weiß hat, ist es erst einmal ein großer Tiefschlag. Wenn man so lange für ein Ziel brennt, wäre es gelogen zu behaupten: Ich nehme das einfach so hin", sagte die 27-Jährige bei Sport1: "Mit Sicherheit ist es aber auch die richtige Entscheidung."

Die zweimalige WM-Dritte, die 2012 (Platz sieben) und 2016 (Platz sechs) bereits bei Olympia über 3000 m Hindernis am Start war, hatte dem Ziel Tokio 2020 alles untergeordnet: "Ich war noch nie in meinem Leben ziellos, seit anderthalb Jahren arbeite ich akribisch diesem Ziel entgegen. Ich habe kaum Pausen gemacht, weil ich meine gute Form nutzen und weiter aufbauen wollte", sagte Krause: "Es kostet Kraft und Energie, sich vorzustellen, noch ein weiteres Jahr darauf hinarbeiten zu müssen. Gerade ist das für mich noch unvorstellbar."

Auch finanziell habe die Corona-Krise Auswirkungen auf Krause, die derzeit in den USA trainiert: "Es fehlen Antrittsgelder und Prämien. Wie das aufzufangen ist, muss man sehen. Vielleicht hat man Ende des Sommers noch Optionen, Wettkämpfe zu veranstalten."

29. März: Lukas Podolski zu Gehaltsverzicht bereit

Lukas Podolski will als Fußballprofi des türkischen Süper-Lig-Klubs Antalyaspor mit einem Gehaltsverzicht seinen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leisten. "Ich wäre der Erste, der dazu bereit wäre, wenn man damit die Mitarbeiter des Vereins unterstützen könnte, die keine Beschäftigung mehr haben", sagte der Weltmeister von 2014 in einer Live-Schalte im "Doppelpass" auf Sport1.

29. März: Goretzka über Spendenaktion: "Haben über 3,6 Mio Euro zusammen"

Die Bayern-Profis und DFB-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich haben eine neue Wasserstandsmeldung zu ihrer Spendenaktion "We Kick Corona" verbreitet. In der "Sport1"-Sendung "Doppelpass" sagte Goretzka: "Das besondere bei uns ist, dass man sich als Spender oder als Spendenempfänger melden kann. Aktuell haben wir über 3,6 Millionen Euro zusammen."

Kimmich ergänzte: "Wir wollten helfen, wir wollten schnell helfen – und ich denke, das ist uns gelungen." Zu Beginn habe man sich darauf konzentriert, "den ein oder anderen Fußballer zu gewinnen", so Kimmich weiter. "Jetzt haben wir auch das Glück, dass auch Basketballer aus der NBA und Felix Neureuther mitmachen." Kimmich betonte, dass sich nicht nur Prominente, sondern jeder Einzelspender an "We Kick Corona" beteiligen könne.

28. März: Profis und Trainer des 1. FC Köln verzichten auf Teil ihres Gehalts

Profis und Trainer des Bundesligisten 1. FC Köln folgen in der Corona-Krise dem Beispiel mehrerer Klubs und verzichten auf einen Teil ihrer Gehälter. "Wir haben besprochen, dass wir das intern behalten wollen. Aber diese Dinge sind für uns und mich eine Selbstverständlichkeit", sagte Chefcoach Markus Gisdol in der Bild-Zeitung nach einem Gespräch mit der Mannschaft im Vereinsrestaurant am Geißbockheim. 

27. März: Nächste Großspende von Nationalspieler

Der Dortmunder Fußball-Nationalspieler Marco Reus beweist in der Corona-Krise Hilfsbereitschaft und hat die Aktion "Help your Hometown" ins Leben gerufen. Mit einer Spende von 500 000 Euro wollen er und seine Frau Scarlett dazu beitragen, dass lokale Kleinunternehmen die finanziellen Notlage meistern.

"Das gesellschaftliche Leben, wie wir es kennen, steht still. Und genau das stellt kleine und alt eingessene Firmen vor Riesenprobleme. Sie haben trotz ihrer leidenschaftlichen Arbeit nicht die Rücklagen bilden können, um Wochen ohne Kunden zu überstehen Aber gerade diese Läden machen jede Stadt einzigartig. Hier möchten wir helfen", sagte der BVB-Kapitän am Freitag in einer Videobotschaft auf Instagram.

Darüber hinaus rief der gebürtige Dortmunder zu einer Beteiligung an der Aktion auf. "Ich möchte euch dazu ermutigen, die lokalen Betriebe in eurer Heimatstadt zu unterstützen. Es geht aktuell nur gemeinsam – mehr denn je", sagte Reus.

27. März: Gehaltsverzicht und Kurzarbeit beim VfB Stuttgart

Profis und Klubführung des VfB Stuttgart verzichten angesichts der finanziellen Folgen durch die Corona-Pandemie auf Teile ihres Gehalts. Außerdem wird der Fußball-Zweitligist erstmals in seiner Vereinsgeschichte seine Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.

"Alle haben erkannt, dass diese Situation etwas ist, worauf wir uns nicht vorbereiten konnten, aber jetzt handeln müssen", sagte der VfB-Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger am Freitag in einer Telefonkonferenz. Je nachdem ob die derzeit ausgesetzte Saison mit Geisterspielen zu Ende geht oder abgebrochen wird, verzichten die Profis teils auf bis zu rund 20 Prozent ihres Gehalts.

27. März: Auch Freiburgs Streich verzichtet auf Teile des Gehalts

Trainer Christian Streich, seine Assistenten und der Vorstand des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg verzichten aufgrund der Corona-Krise auf Teile ihres Gehalts. Das bestätigte Finanzvorstand Oliver Leki im Interview mit der Badischen Zeitung, er deutete zudem die Bereitschaft der Profis an.

"Es gibt bereits positive Signale. Da müssen wir aber noch abschließende Gespräche führen. Ich bin zuversichtlich, dass wir einen Konsens finden", sagte Leki, der wegen der Pandemie auch Auswirkungen auf den Bau des neuen Stadions befürchtet. "Das Ausmaß der Verzögerungen lässt sich heute noch nicht seriös prognostizieren", sagte er.

27. März: Rio verwandelt Maracana und Olympiapark in Feld-Lazarette

Rio de Janeiro (SID) - Der heilige Rasen von Brasiliens Fußballtempel Maracana bleibt vorerst nur eine Option, doch auf einem Außenfeld des berühmten Stadions wird die Landesregierung von Rio de Janeiro wegen der Corona-Pandemie in den kommenden zwei Wochen eines von vier Feld-Lazaretten in der Stadt am Zuckerhut errichten. Katakomben, Räume und Logen sollen zudem den medizinischen Helfern als Basis dienen.

27. März: Barca kürzt Stars das Gehalt

Nach dem Scheitern von Verhandlungen über einen Gehaltsverzicht mit seinen Stars hat der FC Barcelona dem Team und vielen Mitarbeitern die Arbeitszeit und damit den Lohn gekürzt. Der spanische Fußballmeister begründete die Eingriffe in die Verträge mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Laut spanischem Recht können Unternehmen im Falle höherer Gewalt zu solchen Mitteln greifen. Zuvor hatte der Club mit den Profis um Superstar Lionel Messi keine Einigung über eine freiwillige Gehaltskürzung erzielen können, wie spanische Medien berichteten.

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