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Rene Benko: Signa Holding meldet Insolvenz an


Mutterfirma des Benko-Imperiums ist insolvent

Von rtr
Aktualisiert am 29.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Unternehmer Rene BenkoVergrößern des BildesRené Benko, österreichischer Immobilien-Unternehmer und Gründer der Signa-Gruppe. (Quelle: Marcel Kusch/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Seit mehreren Wochen steckt die Signa Holding des Immobilienmoguls René Benko in der Krise. Nach mehreren Tochterfirmen meldet nun der Mutterkonzern Insolvenz an.

Die Signa Holding des österreichischen Investors René Benko wird einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung stellen. Der Antrag soll beim Handelsgericht Wien eingebracht werden, teilte Signa am Mittwoch mit. Ziel sei die geordnete Fortführung des operativen Geschäftsbetriebs im Rahmen der Eigenverwaltung und die nachhaltige Restrukturierung des Unternehmens.

"Trotz erheblicher Bemühungen in den letzten Wochen konnte die erforderliche Liquidität für eine außergerichtliche Restrukturierung nicht in ausreichendem Maße sichergestellt werden", hieß es in der Mitteilung.

Nach großen Erfolgen folgt nun der rasante Abstieg

Die Immobilien- und Handelsgruppe Signa war in Zeiten historisch niedriger Zinsen stark gewachsen. Benko investierte in verschiedene Großprojekte, kaufte unter anderem das Chrysler Building in New York. Doch seit Beginn des Ukraine-Krieges kämpft die Immobilienbranche mit gestiegenen Bau- und Energiekosten sowie höheren Zinsen – auch die Signa-Gruppe blieb davon nicht verschont.

Am Montag bestätigte das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, dass die Tochterfirma des Immobilienunternehmens insolvent ist. Die Signa Real Estate Management Germany GmbH hatte nach offiziellen Angaben einen Insolvenzantrag gestellt.

Die Signa-Gruppe steckt seit einigen Wochen in der Krise. Ihr Gründer, René Benko, hat sich inzwischen unter dem Druck seiner Mitgesellschafter aus der Führung zurückgezogen. Den Vorsitz hat er an den Sanierungsexperten Arndt Geiwitz übergeben. Dieser habe auch den Vorsitz des Gesellschafterkomitees der Holding übernommen. Mehr zu René Benko lesen Sie hier.

Firmengründer Benko musste sich aus der Führung zurückziehen

Nach Informationen von "Spiegel" und dem Magazin "News" verhandelt der Konzern nur noch mit dem US-Hedgefonds Elliott Investment Management über dringend benötigte finanzielle Unterstützung. Laut "Spiegel"-Informationen habe Elliott derzeit keine Prüfung der Unternehmensdaten machen können. "Das machen sie jetzt im laufenden Prozess", sagte eine Person mit Kenntnis der Gespräche dem "Spiegel".

Zuvor seien andere potenzielle Geldgeber abgesprungen: Da Benko seine Stimmrechte nicht abgegeben hatte, versagten seine Gesellschafter ihm weitere Gelder. Bei Investoren wie Mubadala Investment, Abu Dhabis staatlicher Investmentgesellschaft, dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF und dem Vermögensverwalter Attestor Capital war Signa erfolglos.

Zur Unternehmensgruppe gehört auch der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof, der bereits zwei Insolvenzverfahren hinter sich hat. In Hamburg baut Signa den 245 Meter hohen Elbtower. Das Projekt steht derzeit still. Wie es beim Elbtower nun weitergehen könnte, lesen Sie hier.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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