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Augsburg: Über 200 Jobs bei Traditionsfirma Kuka in Gefahr


Seit 1898 in Augsburg
Traditionsunternehmen Kuka baut mehr als 200 Stellen ab

Von t-online, wan

Aktualisiert am 24.05.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 0448544385Vergrößern des BildesDas Maschinenbauunternehmen ist mittlerweile mehrheitlich in chinesischer Hand. (Archivfoto) (Quelle: Michael Bihlmayer/imago-images-bilder)
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Der Maschinenbauer Kuka wird wohl einen nicht unerheblichen Teil seiner Stellen in Augsburg abbauen. Auch beim Gehalt soll es Einschnitte geben.

Die Firma hat sich in 100 Jahren einer Schweißerei zu einem modernen Robotikspezialisten entwickelt. Doch jetzt steht das Augsburger Traditionsunternehmen Kuka unter Druck. Nachdem im April bereits bekannt wurde, dass Stellen in einer Sparte abgebaut werden, sind jetzt konkrete Zahlen öffentlich geworden.

Nach einem Bericht der "Augsburger Allgemeinen" will der Automatisierungsspezialist 215 der 4.000 Stellen am Gründungssitz streichen. Die Zahlen seien von der Unternehmensleitung bestätigt worden. Betroffen sei die "Systems"-Sparte, in der Anlagen für die Automobilbranche gebaut werden. Die Zeitung hatte berichtet, dass die Betroffenen vergangene Woche informiert worden seien. Außerdem müssten die Mitarbeiter auf zehn Prozent Gehalt verzichten – inklusive der Geschäftsführung der Sparte.

Man habe ein Eckpunktepapier erarbeitet, auf dessen Grundlage ein Sozialplan formuliert werden soll. Der Stellenabbau soll bis 2025 dauern, eine Sprecherin des Unternehmens sagte zu Ippen.Media: "Der Stellenabbau soll sozialverträglich erfolgen, zum Beispiel mittels Altersteilzeit-Programm, Auslaufen von befristeten Arbeitsverhältnissen oder Wechsel in andere Kuka-Bereiche."

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Großer Druck aus Asien auf Maschinenbauer

Kuka, mehrheitlich in der Hand des chinesischen Großkonzerns Midea, hat nach einem recht erfolgreichen Jahr 2023 laut den Berichten in der Anlagensparte Systems in Augsburg mit der schwachen Konjunktur und nachlassenden Aufträgen zu kämpfen. Nach Angaben der Sprecherin stehe die gesamte europäische Anlagenbau-Industrie vor großen Herausforderungen, vor allem wegen der Konkurrenz aus Asien. Im April hatte das Unternehmen laut "Merkur" noch von einem mittelfristig leichten Wachstum gesprochen. Der Umsatz der Kuka Systems macht nach Angaben des Unternehmens vier Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Kuka wurde 1898 von Johann Josef Keller und Jakob Knappich gegründet, die zunächst Acetylen-Gas produzierten, das für die Straßenbeleuchtung in Augsburg benutzt wurde. Als die Preise fielen, orientierten sich die Gründer um und begannen sich aufs Schweißen zu konzentrieren. Kuka wurde geboren, es steht für "Keller und Knappich Augsburg".

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Firma dann Maschinen zu bauen, von Schreibmaschinen bis zu Häkelmaschinen. Der erste Roboter wurde bereits 1970 gebaut: ein Schweißroboter für Mercedes-Benz. Weltweit arbeiten heute 15.000 Mitarbeiter für die Firma, unter anderem in Deutschland, den USA und China.

Verwendete Quellen
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