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Oxfam-Vergleich: Acht Reiche besitzen soviel wie die halbe Menschheit

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Umstrittene Oxfam-Studie  

Acht Männer besitzen soviel wie die halbe Menschheit

16.01.2017, 18:16 Uhr | dpa

Acht Milliardäre besitzen mehr als die halbe Menschheit. (Screenshot: Bit Projects)
Acht Milliardäre besitzen mehr als die halbe Menschheit

Jedes Jahr analysiert die Entwicklungsorganisation Oxfam die Statistiken zur weltweiten Vermögensverteilung. Der aktuelle Bericht offenbart Schockierendes: Acht Milliardäre besitzen so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Und dies sind sie: Bill Gates, 75 Milliarden Dollar. Amancio Ortega, Textilunternehmer aus Spanien. Ihm gehört unter anderem Zara. 67 Milliarden Dollar. Der Investor Warren Buffet mit 60,8 Milliarden Dollar Vermögen. Carlos Slim Helu. Mexikanischer Unternehmer in der Telekommunikationsbranche. Er besitzt 50 Milliarden. Amazon-Chef Jeff Bezos: 45,2 Milliarden Dollar. Facebooks Mark Zuckerberg mit 44,6 Milliarden. Larry Ellison von Oracle besitzt 43,6 Milliarden. Und: Michael Bloomberg, Finanzunternehmer und ehemaliger Bürgermeister von New York City. Sein Vermögen: 40 Milliarden Dollar. Zusammen besitzen diese acht Männer 426,2 Milliarden US-Dollar. Die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung hingegen nur 409,1 Milliarden. Ein erschreckendes Zeugnis unserer ungerechten Finanz- und Wirtschaftsordnung.

Acht Milliardäre besitzen mehr als die halbe Menschheit


Zum Wirtschaftsforum in Davos macht Oxfam eine erschreckende Rechnung auf: Acht Männer besitzen so viel wie 3,6 Milliarden Menschen, die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Die Nachricht wirkt. Die Methodik ist allerdings umstritten.

Glaubt man den Berechnungen des Wirtschaftsmagazins Forbes, besitzen die acht reichsten Männer der Welt zusammen mehr als 426 Milliarden US-Dollar. Das ist laut Weltbank mehr Geld, als zum Beispiel in Österreich in einem ganzen Jahr erwirtschaftet wird. Und laut Oxfam mehr, als die gesamte ärmere Hälfte des Planeten besitzt, also 3,6 Milliarden Menschen.

Ernst sieht "abartiges Ausmaß an Ungleichheit"

So steht es in der neuen Studie "Eine Wirtschaft für die 99 Prozent" der Entwicklungsorganisation, die am Montag veröffentlicht wurde. Sie zeigt ebenfalls auf, dass seit 2015 das reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr Besitz hat als alle anderen Menschen zusammen.

Uwe Kekeritz, entwicklungspolitischer Sprecher der Grünen, nennt die Ergebnisse der Studie erschreckend. "Diese schier unbegreifliche Form der Vermögenskonzentration ist unanständig und gefährlich." Klaus Ernst, stellvertretender Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, spricht von einem "abartigen Ausmaß an Ungleichheit." Und Joachim Poß, der für die SPD im Bundestag sitzt, nennt die Entwicklung sozial ungerecht und ökonomisch schädlich.

Immobilienbesitzer und Studenten zählen als arm

Doch Oxfams Methodik ist nicht unumstritten. Denn die Zahlen, auf die sich die Organisation stützt, betrachten das so genannte Nettovermögen. Wer beispielsweise einen Immobilienkredit hat, fällt damit schnell auf Null zurück oder hat sogar ein negatives Vermögen.

Die Datenbasis der Oxfam-Studie besagt zum Beispiel, dass die ärmsten zehn Prozent der Menschheit ein negatives Vermögen von fast 1100 Milliarden US-Dollar haben. Die 40 Prozent darüber besitzen demnach mehr als 1500 Milliarden. Nur durch die Hypothek der unteren zehn Prozent landet die gesamte Gruppe unter dem Vermögen der reichsten acht Milliardäre.

Studie rechnet ein Drittel Europas arm

"Durch diese Berechnung gilt zum Beispiel ein verschuldeter Student in den USA als arm, obwohl er wahrscheinlich in Zukunft viel Geld verdient", sagt Judith Niehues vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft Köln. "Nach der Berechnungsmethode gehört ein Drittel der Europäer zur ärmeren Hälfte der Welt."

Die Forscherin betont, dass zum Beispiel Rentenansprüche oder soziale Sicherheitsnetze nicht zum Vermögen zählten, und deshalb das Vermögen als alleiniger Indikator für Wohlstand nicht ausreiche.

Niehues weist darauf hin, dass in Europa gerade in Ländern mit starken sozialen Sicherungssystemen das Vermögen ungleicher verteilt sei. "Vermögen entsteht auch, wenn die Menschen privat für ihr Alter vorsorgen. In Ländern mit starkem sozialen Netz passiert das weniger."

"Eine Frage, die weltweit bewegt"

An Transparenz mangelt es der Oxfam-Studie jedoch nicht: Die Organisation legt alle ihre Quellen offen, ebenso die Zählmethoden, die für die einzelnen Ergebnisse benutzt wurden. "Wir wollen dafür sorgen, dass die verschiedenen Ideen diskutiert werden, die zu einem Ende der extremen Vermögenskonzentration auf der Welt führen können", sagt eine Sprecherin.

Denn dass das Vermögen der Welt tendenziell immer ungleicher verteilt ist, steht für die meisten Kommentatoren trotz strittiger Details bei der Berechnung außer Frage. Auch Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) betont: "Die Ränder der Gesellschaft fransen aus. Das ist eine Frage, die weltweit bewegt."

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