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Opec-Gipfel: Einigung auf Drosselung der Ölförderung – Ölpreis steigt


Kartell will Preisverfall stoppen  

Opec und Partner drosseln Ölförderung

07.12.2018, 18:05 Uhr | dpa-AFX

Opec-Gipfel: Einigung auf Drosselung der Ölförderung – Ölpreis steigt. Pumpstation im Irak: Die Opec und ihre Partner einigen sich darauf, die Ölfördermenge zu senken. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Pumpstation im Irak: Die Opec und ihre Partner einigen sich darauf, die Ölfördermenge zu senken. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Das Ölkartell Opec und seine Partner beschließen eine Drosselung der Ölproduktion. Sie wollen künftig 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag weniger fördern.

Das Ölkartell Opec einigt sich mit den verbündeten Ölstaaten einschließlich Russland ("Opec+") auf eine Drosselung der Ölproduktion. Die 25 kooperierenden Staaten wollen künftig 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag weniger fördern. Das sagt der iranische Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh im iranischen Staatsfernsehen. 800.000 Barrel der vereinbarten Fördermenge entfallen auf die 15 Opec-Staaten, die restlichen 400.000 auf die Verbündeten.

Der Einigung waren stundenlange Beratungen vorausgegangen – vor allem zwischen Saudi-Arabien, dem Iran und dem Nicht-Opec-Staat Russland gab es dem Vernehmen nach viel Gesprächsbedarf. Bereits am Donnerstag hatten sich Vertreter der 15 Opec-Staaten zu Verhandlungen getroffen, allerdings noch keine Ergebnisse verkündet. Der Iran wird aufgrund der US-Sanktionen von den Kürzungsplänen ausgenommen.

Seit Anfang Oktober ist der Ölpreis um fast 30 Prozent gesunken. Schon die ersten Gerüchte über eine Einigung der "Opec+" sorgten für einen deutlichen Preisanstieg. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Freitagnachmittag 63,04 US-Dollar, das waren 2,98 Dollar mehr als am Donnerstag. Anfang Oktober hatte der Preis für ein Barrel Brent zeitweise bei mehr als 85 Dollar gelegen.


Experten hatten am Freitag vor den Beratungen tägliche Kürzungen von einer Million Barrel und mehr erwartet. Analyst Jan Edelmann von der HSH Nordbank hielt es angesichts der langen Verhandlungen auch für möglich, dass Saudi-Arabien notfalls allein eine Kürzung um bis zu 1,2 Millionen Barrel durchsetzen könnte, sollte es keine Einigung geben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX

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