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Aktien Europa: Omikron, iPhone-Nachfrage und Geldpolitik drücken auf Kurse

Von dpa-afx
Aktualisiert am 02.12.2021Lesedauer: 2 Min.
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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der erste Omikron-Fall in den USA und ein Bericht über eine nachlassende Nachfrage nach iPhones von Apple hat die großen Börsenplätze Europas am Donnerstag belastet. Hinzu kommt das absehbare Ende der extrem lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Die Erholung vom Vortag ist damit bereits wieder beendet. Der EuroStoxx 50 als Leitindex für die Eurozone verlor gegen Mittag 1,4 Prozent auf 4123 Punkte.

"Die Investoren trauen dem Braten schier endlos steigender Kurse einfach nicht mehr", sagte Anlagestratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets mit Blick auf die Verluste an der Wall Street. Vor allem wohl deshalb, weil die Geldpolitik als Unterstützungsfaktor in den kommenden Monaten wegfallen dürfte.

In den USA ist erstmals eine Infektion mit der Coronavirus-Variante Omikron entdeckt worden. Die Variante sei im Bundesstaat Kalifornien bei einer Person entdeckt worden, die am 22. November aus Südafrika zurückgekehrt sei, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Vorabend mit. Daraufhin hatten die Aktienkurse an der Wall Street die Verluste ausgeweitet.

Verkauft wurden in Europa vor allem Technologie-Aktien, der Tech-Sektor büßte als schwächster Sektor mehr als drei Prozent ein. Apple kämpft bei den iPhone-Verkäufen offenbar nicht nur mit Produktionsproblemen wegen fehlender Teile. Der US-Hersteller habe seine Zulieferer über eine sich abschwächende Nachfrage nach dem iPhone13 informiert, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

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Die Aktien von ASML, einem Hersteller von Produktionsanlagen für Halbleiter, waren mit minus fünf Prozent der größte Verlierer im EuroStoxx 50. Zweitschwächer Titel im Index waren Infineon mit einem Minus von fast vier Prozent. In Zürich verloren die Aktien des Chip-Herstellers AMS mehr als drei Prozent.

Etwas geringer als an den meisten anderen Börsen Europas waren die Verluste in London. Der Leitindex FTSE 100 gab um 0,8 Prozent auf 7111 Zähler nach. In Paris ging es mit dem Cac 40 um 1,1 Prozent auf 6807 Zähler abwärts.

Am besten schlug sich am Donnerstag der Sektor Öl und Gas, der nur moderat nachgab. Der Ölpreis erholte sich etwas, nachdem er in den vergangenen Tagen wegen Sorgen um die Konjunktur eingebrochen war.

Der Pharmariese Novartis sieht die Medikamenten-Pipeline gut gefüllt und will in den kommenden Jahren wachsen. Das half dem Aktienkurs jedoch nicht, dieser verlor 1,3 Prozent. An der Pariser Börse büßten die Anteile des Telekomanbieters Orange 2,6 Prozent ein, nachdem die Bank of America zum Verkauf geraten hatte.

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