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Aktienrente: So machen Sie sie ganz einfach selbst


So kommen Sie der Aktienrente zuvor

Von Jessica Schwarzer

Aktualisiert am 19.08.2022Lesedauer: 3 Min.
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Ältere Frau arbeitet am Laptop (Symbolbild): Ohne private Altersvorsorge geht es nicht.
Ältere Frau arbeitet am Laptop (Symbolbild): Ohne private Altersvorsorge geht es nicht. (Quelle: mdphoto16/Getty Images)
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Die Aktienrente soll die gesetzliche Rente retten. Grundsätzlich eine gute Idee, aber die Politik verliert wertvolle Zeit. Werden Sie lieber selber aktiv!

Kommt endlich Bewegung in das Thema Aktienrente? Die Zeit drängt, denn unser Rentensystem ächzt unter der hohen Zahl der Rentenbezieher bei einer immer geringeren Zahl von Einzahlern. Die Aktienrente, also der Vermögensaufbau über den Kapitalmarkt, soll der Ausweg aus der Rentenfalle sein und die sozialen Alterssicherungssysteme zukunftssicher machen.

Bei Ökonomen kommt das Modell gut an. Der Wissenschaftliche Beirat des Finanzministeriums hat gerade wieder empfohlen, bei der Rente stärker auf den Kapitalmarkt zu setzen. "Der Beirat ermutigt die Politik, die anstehenden Gespräche zur Reform der Altersvorsorge als Chance für langfristige Weichenstellungen in Deutschland wahrzunehmen", heißt es in einem neuen Gutachten.

Was die Bundesregierung plant

Das erhöht hoffentlich den Druck auf die Ampelregierung, das Thema endlich anzugehen. SPD, Grüne und FDP hatten sich im Koalitionsvertrag auf eine kapitalgedeckte Säule in der Alterssicherung geeinigt, das Vorhaben aber bislang nicht weiter konkretisiert.

Ziel ist es, die Altersversorgung für den Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre zu wappnen. In einem ersten Schritt sollten 2022 zehn Milliarden Euro aus Haushaltsmitteln in die Aktienrente fließen, heißt es im Koalitionsvertrag. Bisher ist aber nichts passiert.

Warten Sie nicht, bis die Politik so weit ist

Mal abgesehen davon, dass wir mit diesen zehn Milliarden Euro nicht besonders weit kommen – es braucht wohl ein Vielfaches, um unser Rentensystem vernünftig aufzustellen –, dürfte es dauern, bis Berlin sich des Themas endlich annimmt. Werden wir also doch einfach selber aktiv!

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Ohne private Altersvorsorge wird es sowieso nicht gehen, auch dann nicht, wenn die Aktienrente endlich kommt. Ich bin ein großer Fan davon, auch bei der Altersvorsorge auf Aktien zu setzen, genau genommen auf börsengehandelte Indexfonds (ETFs) oder Aktienfonds. Ich habe schon lange mehrere ETF-Sparpläne. Das ist mein wichtigster und deshalb auch größter Baustein für die Altersvorsorge.

Die Börsenexpertin

Jessica Schwarzer ist Finanzjournalistin, Bestsellerautorin und langjährige Beobachterin des weltweiten Börsengeschehens. Die deutsche Aktienkultur ist ihr eine Herzensangelegenheit. Zuletzt ist ihr jüngstes Buch "Warum wirklich jeder entspannt reich werden kann" erschienen. Bei t-online schreibt sie über Investments und Finanztrends, die eine breit gestreute Basis-Geldanlage ergänzen. Sie erreichen sie auf LinkedIn, Twitter, Facebook und Instagram.

ETFs bieten langfristig sehr gute Renditen

So ein ETF-Sparplan hat viele Vorteile. Wir profitieren von den langfristig sehr guten Renditen an den Kapitalmärkten. Aktien bringen im Schnitt sechs bis acht Prozent Rendite pro Jahr. Ganz wichtig: Das ist die durchschnittliche Rendite, wenn Sie zehn und noch mehr Jahre investiert bleiben. Zwischenzeitlich wird es extrem schlechte, aber zum Glück auch extrem gute Jahre geben.

Mit einem ETF-Sparplan streuen Sie Ihr Risiko breit. Sie setzen nicht auf einige wenige Aktien, was zu gefährlich wäre, sondern auf Dutzende, Hunderte oder gar Tausende. Wenn Sie beispielsweise einen ETF auf den Weltaktienindex MSCI Word auswählen, dann investieren Sie in 1.600 Aktien in 23 Industrieländern.

ETFs auf den MSCI World bieten fast alle Emittenten an, beispielsweise Deka (ISIN: DE000ETFL508), die UBS (ISIN: LU034028516), Lyxor (ISIN: LU0392494562) , Xtrackers (ISIN: IE00BJ0KDQ92), HSBC (ISIN: IE00B4X9L533) und iShares (ISIN: IE00B4L5Y983).

So bauen Sie ein kleines Vermögen auf

Ein weiterer, sehr großer Vorteil von ETF-Sparplänen: Sie bleiben maximal flexibel. Mit wenigen Klicks können Sie die monatliche Rate verändern oder aussetzen. Los geht es bei den meisten Banken und Onlinebrokern mit Raten von 50 Euro, manchmal ist es noch weniger.

Schon mit recht überschaubaren Summen können Sie ein kleines Vermögen aufbauen. Das zeigt ein Blick in die Statistik des Fondsverbands BVI. Wenn Sie 20 Jahre lang 100 Euro pro Monat in einen Aktienfonds gespart hätten, der global investiert, dann könnten Sie sich zum Stichtag 30. Juni 2022 über 46.419 Euro freuen. Eingezahlt hätten Sie nur 24.000 Euro, macht eine jährliche Rendite von 6,2 Prozent.

Nach 30 Jahren wären es sogar 105.595 Euro bei einer Rendite von 6,4 Prozent. Eingezahlt hätten Sie 36.000 Euro. Nicht schlecht, oder? Das sind natürlich Durchschnittswerte, denn in der Statistik sind aktiv gemanagte Aktienfonds und ETFs enthalten. Manche entwickeln sich besser, andere schlechter. Die Rendite kann sich aber auf jeden Fall sehen lassen.

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Mit Aktien gegen die Inflation

Und ganz nebenbei helfen Aktieninvestments auch im Kampf gegen negative Realzinsen – also unsere (erwartete) Rendite abzüglich Inflation. Mit Spareinlagen ist da nichts zu machen, mit Aktien aber so einiges. Mein Kollege Daniel Saurenz wird sich dem Thema am kommenden Sonntag widmen.

Ob und wann die Aktienrente der Ampelregierung kommt, wissen wir nicht. Aber wir wissen, wie wir mit wenigen Klicks und relativ überschaubaren Summen unsere eigene Aktienrente starten können. Ganz einfach, ohne großen Aufwand. Mich überzeugt dieser Weg.

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