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Steuererklärung 2018  

Zehn Tipps: Das können Sie von der Steuer absetzen

29.05.2018, 17:31 Uhr | t-online.de, ron, sm, dpa-tmn

Zehn Tipps: Das können Sie von der Steuer absetzen. Steuererklärung: So holen Sie sich Ihr Geld vom Fiskus zurück. (Quelle: imago/Joko)

Steuererklärung: So holen Sie sich Ihr Geld vom Fiskus zurück. (Quelle: Joko/imago)

Die jährliche Steuererklärung ist für viele eine lästige Pflicht. Doch der Aufwand kann sich lohnen: Im Schnitt sparen Sie durchschnittlich 900 Euro. Mit diesen zehn Tipps können Sie sich Geld vom Fiskus zurückholen.

1. Hundefrisör

Hundefrisör bei der Fellpflege eines Havanesers: Für das Finanzamt ist es entscheidend, wo der Vierbeiner frisiert wird. (Quelle: imago/CHROMORANGE)Hundefrisör bei der Fellpflege eines Havanesers: Für das Finanzamt ist es entscheidend, wo der Vierbeiner frisiert wird. (Quelle: CHROMORANGE/imago)

Die Deutschen lieben ihre Hunde. Die über zehn Millionen Frauchen und Herrchen wissen aber auch, dass die Haltung ihrer Vierbeiner ins Geld gehen kann. Bestimmte Kosten lassen sich jedoch steuerlich geltend machen.

Wer seinen Liebling nicht im Hundesalon, sondern zuhause von einem Hundefrisör scheren oder trimmen lässt, kann die Kosten von der Steuer absetzen. In diesem Fall handelt es sich um eine haushaltsnahe Dienstleistung, erklärt der Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH). Na dann, ab die Matte – aber nur in den eigenen vier Wänden!

2. Pflegekosten

Ein Mann mit Rollator trocknet Geschirr in seiner Küche ab: Wer Unterstützung im Alltag braucht, kann das Finanzamt an den Kosten beteiligen. (Quelle: imago/photothek)Ein Mann mit Rollator trocknet Geschirr in seiner Küche ab: Wer Unterstützung im Alltag braucht, kann das Finanzamt an den Kosten beteiligen. (Quelle: photothek/imago)

Im fortgeschrittenen Alter geht vieles im Haushalt nicht mehr so leicht von der Hand. Manche Senioren brauchen auch jemanden, der ihnen beim Einkaufen, Kochen oder bei der täglichen Körperpflege hilft. Viele dieser Ausgaben können von der Steuer abgesetzt werden.

Das hängt aber davon ab, ob der Steuerzahler als Pflegebedürftiger anerkannt ist oder ohne Pflegegrad lediglich Hilfe im Alltag benötigt, sagt Ulrich Reimann vom Steuerberaterverband Düsseldorf. Wer nicht als pflegebedürftig eingestuft ist und Unterstützung braucht, kann bis zu 20 Prozent der Kosten als haushaltsnahe Dienstleistungen in der Steuererklärung angeben.

3. Sofortabschreibung für Selbstständige

Junge Frau vor einem Geschäft: Selbstständige können das Finanzamt an den Kosten für Arbeitsmittel beteiligen. (Quelle: imago/Westend61)Junge Frau vor einem Geschäft: Selbstständige können das Finanzamt an den Kosten für Arbeitsmittel beteiligen. (Quelle: Westend61/imago)

Die jährliche Steuererklärung ist für Freiberufler und Selbstständige viel umfangreicher als für einen Arbeitnehmer. Für 2018 gibt es aber eine gute Nachricht: "Nach über 50 Jahren sind erstmals die Grenzen für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern angehoben worden", sagt Carola Fischer von der Bundessteuerberaterkammer (BStBK).

Dumm nur, dass das erst für die Steuererklärung 2018 gilt. Dennoch: Für Bürostuhl, Ladeneinrichtung oder Smartphone – all das zählt steuerlich zu den geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG) – liegt der Schwellenwert seit 1. Januar 2018 bei 800 Euro (2017: 410 Euro). Freuen Sie sich jetzt schon mal.

4. Fort- und Weiterbildungskosten

Steuererklärung: Fort- und Weiterbildungskosten können Sie als berufliche Ausgaben in der Anlage N unter Werbungskosten angeben. (Quelle: dpa/Jens Büttner)Steuererklärung: Fort- und Weiterbildungskosten können Sie als berufliche Ausgaben in der Anlage N unter Werbungskosten angeben. (Quelle: Jens Büttner/dpa)

Wenn Sie sich fortbilden möchten, können Sie die Ausgaben dafür steuerlich absetzen. Das kann sich lohnen, weil Kurs- und Prüfungsgebühren, Kosten für Fachliteratur, Arbeitsmittel oder Fahrtkosten ins Geld gehen.

Damit Ihre Weiterbildung steuerlich anerkannt wird, muss eine Bedingung erfüllt sein: Sie sollte es Ihnen möglich machen, Ihre "berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten und anzupassen oder zu erweitern und beruflich aufzusteigen", so steht es im § 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG). Dann können Sie die Ausgaben als Werbungskosten absetzen. Eine Höchstgrenze gibt es nicht.

5. Kinderbetreuung

Eine Erzieherin liest in einer Kita vor: Eltern können Betreuungskosten geltend machen. (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)Eine Erzieherin liest in einer Kita vor: Eltern können Betreuungskosten geltend machen. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

Die Musikschule, neue Schulbücher, die Klassenfahrt – Kinder kosten Geld. Vieles müssen Eltern allein tragen. Über die Steuererklärung ist es dennoch möglich, die eine oder andere Ausgabe abzusetzen. Für Kinder bis 14 Jahren können Eltern zum Beispiel zwei Drittel der Betreuungskosten bis maximal 4.000 Euro pro Jahr und Kind geltend machen – für die Kita, den Hort oder die Tagesmutter, so Christina Georgiadis vom VLH.

Aber: "Eltern müssen eine Rechnung über die Kosten der Kinderbetreuung vorliegen haben und diese per Überweisung begleichen", sagt Georgiadis. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.

6. Fahrtkosten

Radfahrer und Autos im Straßenverkehr: Die Fahrt zum Arbeitsplatz wird pauschal mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer steuerlich angerechnet. Doch auch da gibt es Feinheiten, die es zu beachten gilt. (Quelle: Getty Images/Gabriel de Almeida Vergani)Radfahrer und Autos im Straßenverkehr: Die Fahrt zum Arbeitsplatz wird pauschal mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer steuerlich angerechnet. (Quelle: Gabriel de Almeida Vergani/Getty Images)

Es gibt den einen oder anderen Punkt, da schaut der Fiskus besonders hin. So zum Beispiel bei den Fahrtkosten. Mit dem Routenplaner lässt sich die angegebene Strecke überprüfen und ebenfalls keine gute Idee, bei der Anzahl der Arbeitstage zu schummeln.

Berufspendler können die Fahrtkosten zum Arbeitsplatz pauschal mit 30 Cent pro Kilometer steuerlich absetzen. Dabei ist es unerheblich, ob die Strecke mit dem eigenen Auto, als Beifahrer, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wurde. Auch muss nicht die kürzeste Strecke angegeben werden, wenn es eine längere aber zeitsparendere Strecke gibt.

Während Autofahrer die Entfernungskosten unbegrenzt geltend machen können, dürfen Mitfahrer nur maximal 4.500 Euro pro Jahr über die Steuererklärung absetzen. Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden ebenfalls in der angefallenen Höhe anerkannt, wenn diese belegt werden können. Übrigens: Muss das Auto in die Reparatur, können auch die Taxikosten für diesen Zeitraum steuerlich abgesetzt werden.

7. Umzugskosten

Umzugskisten und Einrichtungsgegenstände: Wer wegen eines neuen Jobs umzieht, kann die Kosten für die Besichtigung und den Ortswechsel absetzen. (Quelle: Getty Images/archideaphoto)Umzugskisten und Einrichtungsgegenstände: Wer wegen eines neuen Jobs umzieht, kann die Kosten für die Besichtigung und den Ortswechsel absetzen. (Quelle: archideaphoto/Getty Images)

Endlich ist eine neue Wohnung oder das Traumhaus gefunden, die Kisten sind gepackt und der Umzugsservice bestellt. Kaum im neuen Heim angekommen, flattert die Rechnung ins Haus. Ja, ein Umzug kann ziemlich teuer werden.

Liegen berufliche Gründe für einen Umzug vor, können die Umzugskosten als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden: zum Beispiel für einen Umzug in eine andere Stadt, um einen Job anzutreten oder auch, wenn sich durch den Umzug die Fahrt zur Arbeitsstätte erheblich verkürzt. Die Kosten für das Umzugsunternehmen sowie die Aufwendungen für eine Wohnungsbesichtigung müssen durch Rechnungen belegt werden.

8. Betriebskosten

Wischmop, Eimer und Putzmittel: Mieter können die anteiligen Kosten für die Gebäudereinigung oder die Gartenpflege von der Steuer absetzen.  (Quelle: Getty Images/gilaxia)Wischmop, Eimer und Putzmittel: Mieter können die anteiligen Kosten für die Gebäudereinigung oder die Gartenpflege von der Steuer absetzen. (Quelle: gilaxia/Getty Images)

Sie kommt jedes Jahr aufs Neue ins Haus: die Betriebskostenabrechnung. Wenige bekommen etwas zurück, viele müssen nachzahlen. Doch Mieter können sich einen Teil der Kosten über die Steuererklärung zurückholen – wenn der Vermieter seine Hausaufgaben macht.

Das heißt, die Kosten für den Hausmeister, die Reinigung des Gebäudes oder die Pflege des Gartens müssen für die Mieter anteilig aufgeschlüsselt sein. Mit der Betriebskostenabrechnung sollte es dem Mieter möglich sein, die auf ihn entfallenen Beträge für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen zu ermitteln. Insgesamt lässt sich damit eine Steuerersparnis von bis zu 5.200 Euro pro Jahr rausholen. Weitere Infos: Verwaltungsschreiben des Bundesfinanzministeriums.

9. Dienstwagen

Betanken eines Wagens: Seit Kurzem werden private Kosten, die bei der Nutzung eines Dienstwagens anfallen, vom Fiskus anerkannt. (Quelle: Getty Images/deepblue4you)Betanken eines Wagens: Seit Kurzem werden private Kosten, die bei der Nutzung eines Dienstwagens anfallen, vom Fiskus anerkannt. (Quelle: deepblue4you/Getty Images)

Der Dienstwagen wird in vielen Fällen nicht nur für beruflich bedingte, sondern auch für private Fahrten sowie die Fahrt zur Arbeit genutzt. Lange Zeit sperrten sich die Finanzbehörden, die Kosten für den Dienstwagen, die vom Arbeitnehmer getragen wurden, steuerlich anzuerkennen. Doch damit ist seit 2017 Schluss.

Wer zum Beispiel das Benzin für seinen Dienstwagen aus der eigenen Tasche bezahlt, kann diese als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben. Voraussetzung ist: Der Arbeitnehmer nutzt den Dienstwagen auch privat und versteuert den Vorteil pauschal nach der Ein-Prozent-Regelung. Alternativ kann auch ein Fahrtenbuch geführt werden, in dem berufliche und private Fahrten dokumentiert werden. Also fleißig Tankquittungen sammeln und mit der Steuererklärung einreichen.

10. Prozesskosten

Eheringe: eine gerichtliche Ehetrennung geht ins Geld – erst recht, wenn sich die Ex-Partner nicht mehr grün sind. (Quelle: Getty Images/Zolnierek)Eheringe: eine gerichtliche Ehetrennung geht ins Geld – erst recht, wenn sich die Ex-Partner nicht mehr grün sind. (Quelle: Zolnierek/Getty Images)

Selbst wenn es keine Scheidung à la Hollywood in Millionenhöhe ist und auch kein Rosenkrieg droht, für die gerichtliche Trennung einer Ehe muss man auch hierzulande manchmal tief in die Tasche greifen. Bisher konnte man Scheidungskosten als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigen.

Allerdings hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 18. Mai 2017 entschieden, dass das nicht mehr möglich ist. Mit einer Ausnahme: Nach § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG greift das grundsätzliche Abzugsverbot für Prozesskosten nur dann nicht, wenn der Steuerpflichtige ohne die Aufwendungen Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine notwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können. Prozesskosten für ein Scheidungsverfahren zählen allerdings nicht dazu.


Verwendete Quellen:


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