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Trumps Politik könnte Globalisierung beenden


Neue Wirtschafts-Ära  

Trumps Politik könnte Globalisierung beenden

19.01.2017, 14:52 Uhr | dpa

Trumps Politik könnte Globalisierung beenden. Donald Trump wirbelt die Weltwirtschaft unberechenbar durcheinander. (Quelle: AP/dpa)

Donald Trump wirbelt die Weltwirtschaft unberechenbar durcheinander. (Quelle: AP/dpa)

Mit der Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident bricht für die Weltwirtschaft eine neue Ära an. Der Amtseintritt könnte das Ende der Globalisierung bedeuten, wie wir sie kennen, heißt es einer Studie der Schweizer Großbank Crédit Suisse. 

"Damit wäre der Weg frei für den Übergang zu einer multipolaren Weltordnung", sagte Michael O'Sullivan, einer der Autoren der Analyse mit dem Titel "Getting over Globalization". 

Schwellenländer gewinnen an Bedeutung 

Dabei würden etablierte Machtzentren der Weltwirtschaft wie die USA, Asien mit China als Mittelpunkt und Europa zwar weiterhin dominieren. Andere "Pole" wie die Schwellenländer Indien, Brasilien und Südafrika würden aber an Einfluss gewinnen.

Internationale Institutionen wie die Weltbank und die Welthandelsorganisationen stünden zur Diskussion. Eine multipolare Welt bedeute auch ein geringeres Wirtschaftswachstum im Vergleich zur Globalisierung.

Auch Brexit führt zu einem Wandel  

Nicht nur die Wahl Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr sei ein Treiber des Wandels, sondern auch das Brexit-Votum. Der beschlossene EU-Austritt Großbritanniens sei ebenso überraschend gekommen und habe ebenso Einfluss gehabt. "Diese beiden Entwicklungen zeigen nicht nur, dass sich die Menschen Veränderung wünschen, sondern auch dass sich die Rädchen im Maschinenraum der Weltwirtschaft nun anders drehen", sagte O'Sullivan.

Vor allem die Europäische Union werde es angesichts des wachsenden Protektionismus und der Entwicklung zu einer multipolaren Welt künftig schwerer haben. Der Union falle es schwer in wirtschaftlichen und finanziellen Fragen, eine einheitliche Politik und Stimme zu präsentieren. "Um konkurrieren zu können, sollte die EU einen besseren Rahmen für ihre Außenpolitik und Wirtschaft entwickeln", schlägt O'Sullivan vor. In diese Hinsicht seien ihr die USA und China weit voraus.

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