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Steakhaus-Kette Maredo kündigt allen Mitarbeitern

Von t-online, fls

18.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Firmenpleiten betreffen immer mehr deutsche Unternehmen: t-online erklärt, wann ein Unternehmen insolvent ist und wer das übrige Vermögen des Unternehmens bekommt. (Quelle: t-online)
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Bei Maredo gehen die Lichter aus: Die insolvente Restaurantkette kündigt einem internen Schreiben zufolge sämtlichen Mitarbeitern. Die Mietverträge sind seit Dezember gekündigt.

Die insolvente Steakhaus-Kette Maredo entlässt fast all ihre Mitarbeiter. Das geht aus einer "Mitarbeiterinformation" der Geschäftsführung von Maredo hervor, die im Internet kursiert. Demnach solle nur ein "sehr kleines Team" die "restlichen Erledigung insolvenzspezifischer Arbeiten" durchführen. Die übrigen Mitarbeiter würden mit sofortiger Wirkung freigestellt.


Diese Firmen sind in der Corona-Krise in Schieflage geraten

Adler-Modemärkte: Die Textilkette hat ihr Insolvenzverfahren Ende August 2021 beendet. Bis zu 500 der insgesamt 3.100 Arbeitsplätze fallen weg, rund 30 Filialen sind von Schließungen betroffen, wie ein Sprecher des neuen Eigentümers Zeitfracht Gruppe am Dienstag sagte. Das Insolvenzverfahren war im Januar beantragt und am 1. Juli eröffnet worden.
Nobiskrug: Die insolvente Rendsburger Traditionswerft Nobiskrug wurde im Juli 2021 von der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) übernommen – und ist damit gerettet. Nahezu alle 300 Arbeitsplätze blieben erhalten, hieß es. Nobiskrug hatte im April diesen Jahres einen Insolvenzantrag gestellt. Die Werft hat unter anderem die "SY A" gebaut (auf dem Bild), die als als einer der größten Luxusjachten der Welt gilt.
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Ein Maredo-Restaurant in Dresden: Die Kette ist seit Frühjahr 2020 insolvent.
Ein Maredo-Restaurant in Dresden: Die Kette ist seit Frühjahr 2020 insolvent. (Quelle: Mario Aurich/imago-images-bilder)

Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Wir sind zu diesem Schritt der Kündigung der Arbeitsverhältnisse gezwungen, weil kaum noch Liquidität im Unternehmen vorhanden ist, um die Löhne und Gehälter zahlen zu können." Der zuständige Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis, der den Brief ebenfalls unterschrieben hat, äußerte sich am Montagmorgen auf t-online-Anfrage noch nicht.

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Maredo beschäftigte vor der Corona-Krise mehr als 1.600 Mitarbeiter. Die Kette, gegründet 1973 in Düsseldorf, hatte im März 2020 im Zuge des ersten Lockdowns die Insolvenz in Eigenregie angemeldet. Später ging das Verfahren in eine Regelinsolvenz über, 16 der zuvor 35 Restaurants wurden bereits geschlossen.

Maredo hatte schon länger Probleme

Die Probleme der Kette gehen bis weit vor die Corona-Krise zurück: Die Umsätze der Kette sind seit mehreren Jahren rückläufig, Gastronomieexperten halten das Konzept der Kette für überholt.

Aus dem Brief der Geschäftsführung an die Mitarbeiter geht hervor, dass bereits zu Ende Dezember alle Mietverträge gekündigt worden seien. Außerdem prangert Maredo-Chef Klaus Farrenkopf an, dass die Politik, namentlich "NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart" (FDP) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lange nicht auf Hilfegesuche reagiert hätten.

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"Nur haben wir erst in dieser Woche die Rückmeldung erhalten, dass Maredo aus Sicht der zuständigen Behörden die Voraussetzungen für die November- und Dezemberhilfe nicht erfüllen würde", schreibt Farrenkopf weiter. Maredo und dem Insolvenzverwalter sei es nicht gelungen, eine Einigung zu erzielen. "Da uns die staatliche Wirtschaftshilfen nicht bewilligt werden, läuft uns nun die Zeit davon", heißt es. "Das ist bitter und enttäuschend."

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