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"Meine Rente reicht zum Überleben, aber nicht zum Leben"

Von Charlotte Janus

Aktualisiert am 14.08.2021Lesedauer: 4 Min.
Alterspyramide im Zeitraffer: So drastisch verändert sich die Demographie in Deutschland. (Quelle: t-online)
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Sie haben Ihr gesamtes Arbeitsleben in die Rentenkasse eingezahlt? Am Ende bleibt trotzdem kaum etwas übrig? t-online-Leser berichten über ihre Geldsorgen und verraten ihre Ideen für eine sozialere Alterssicherung.

Einen entspannten, sorgenfreien Lebensabend: Das wünscht sich wohl jeder. Doch viele Menschen, die ihr gesamtes Arbeitsleben lang in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt haben, erhalten kaum genug Geld, um davon gut leben zu können. Mehr als die Hälfte aller gesetzlichen Rentnerinnen und Rentner (56,2 Prozent) erhielten laut Bundesregierung im Spätsommer 2020 weniger als 1.000 Euro monatlich.

Das Thema Rente ist essentiell. Es wird entsprechend auch bei der Bundestagswahl eine entscheidende Rolle für die Wahlentscheidung vieler Bürgerinnen und Bürger spielen.

Wir haben die Rentenbeziehenden unter unseren Leserinnen und Lesern gefragt: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Rente? Ihre Antworten zeigen: Der Frust ist groß. Die staatliche Rente ist vielen von ihnen zu gering, die Lebensarbeitszeit zu lang. In ihren Einsendungen formulieren einige auch konkrete Vorschläge, wo der Staat ansetzen sollte, um das System gerechter zu machen.

"Eine Teilhabe am Sozialleben ist nicht mehr möglich"

t-online-Leserin Jutta Kalthoff: "Mit einer Rente von 745 Euro nach über 35 Arbeitsjahren kann ich nicht zufrieden sein. Ich bekomme noch 140 Euro Grundsicherung von der Stadt hinzu. Aber auch mit diesem Betrag komme ich kaum über die Runden. Eine Teilhabe am Sozialleben ist nicht mehr möglich.

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Ich habe Abitur gemacht und studiert. Außerdem habe ich mich immer weitergebildet – leider aber nie viel verdient. Nebenher habe ich noch eine Tochter bekommen. Zum Schluss habe ich mich mit Selbständigkeit über Wasser gehalten. Es war aber zu wenig, um noch in die Rente einzuzahlen. Meine Rente reicht zum Überleben, aber nicht zum Leben. Ich fühle mich von der Gesellschaft ausgeschlossen und allein gelassen."

"Es müssen Gehälter gekürzt werden"

t-online-Leser Willi Hansen: "Seit 1968 war ich durchgehend bis Ende Juni 2018 rentenversichert. Meine Rente beläuft sich heute – nach Anpassung – auf 930 Euro pro Monat. Zum Glück habe ich mich zusatzversichert und war in einem staatlichen Unternehmen beschäftigt. Sonst wäre die staatliche Rente zum Leben zu wenig gewesen. Jetzt beziehe ich insgesamt 1.200 Euro und kann vorsichtig gut leben.

Immer mehr Rentner stehen immer weniger Beschäftigten gegenüber. Sinnvoll fände ich, die Ausgaben des Bundes und der Länder bezüglich der Infrastruktur näher zu beleuchten. Es muss verhindert werden, dass sinnlose Brücken, Straßen oder Kanäle gebaut werden. Es müssen darüber hinaus die Gehälter der Abgeordneten für Landtag und Bundestag sowie die von Staatssekretären und Managern geprüft und mindestens um die Hälfte gekürzt werden. Mit diesem Geld die Rentenkassen aufzufüllen, wäre sinnvoll."

Dieser Text ist Teil des regelmäßigen Formats "Der Leserauftrag". Hierbei können Leserinnen und Leser von t-online darüber abstimmen, welche Themen wir als Redaktion umsetzen sollen. Wenn Sie über die Abstimmungsmöglichkeiten und Ergebnisse informiert werden möchten, abonnieren Sie gerne unseren Newsletter.

"Rentenkürzung durch die Hintertür"

t-online-Leser Thomas Scheuerer: "Ich bin mit der derzeitigen Rentenversicherung sehr unzufrieden. In Berufen mit körperlichen Belastungen ist die Verlängerung der Lebensarbeitszeit eine Rentenkürzung durch die Hintertür.

Man muss doch nur mal auf eine Baustelle gehen und schauen, wer über 60 Jahre ist: kaum einer – weil es nicht geht. Es bleibt: Frührente und meist auch Altersarmut, weil die Rente für ein normales Leben nicht reicht und durch den geringen Verdienst keine zusätzliche Vorsorge getroffen werden kann. Das alte Rentenalter von 65 Jahren könnten sie zur Not vielleicht noch erreichen. Aber schicken sie mal jemanden auf ein Dach der älter als 65 Jahre ist.

Handwerk, Industrie und Politik bieten keine Alternative an. Im Handwerk kommt die mangelnde soziale Sicherheit dazu. Denn in Kleinbetrieben gibt es keinen Kündigungsschutz. Da werden Angestellte, wenn sie durch die schwere Arbeit krank geworden sind, gnadenlose auf die Straße gesetzt.

Andere Länder sind uns weit voraus in der Zukunftssicherung der Rente. Dazu müssen wir nur nach Dänemark oder in die Niederlande schauen."

"Ich würde sehr gern noch in Vollzeit weiterarbeiten"

t-online-Leserin Angelika Bogner: "Obwohl ich 35 Jahre gearbeitet habe, ist meine Rente nicht ausreichend. Ich würde sehr gern noch in Vollzeit weiterarbeiten. Unzählige Bewerbungen habe ich geschrieben und sämtliche Zeitarbeitsfirmen um Hilfe gebeten. Trotzdem erhalte ich nur Absagen. Eine Rentnerin geht für sie gar nicht. Das ist schon zum Verzweifeln."

"Wir haben jetzt vor, alles zu verkaufen"

t-online-Leser Harry Philipp: "Meine Frau und ich sind zufrieden. Ich war als Zimmermann beschäftigt. Meine Frau als Angestellte im Öffentlichen Dienst. Ich erhalte etwa 1.500 Euro Rente mit Betriebsrente, meine Frau um die 2.000 Euro Rente mit Zusatzrente.

Ich habe schon mit 35 Jahren darauf geachtet, dass wir als Rentner keine Schulden mehr haben. Die Kredite fürs Haus waren mit 62 Jahren abbezahlt. Wir leben jetzt in unserem eigenen Haus und bezahlen keine Miete. Wir vermieten außerdem eine Wohnung, woraus wir 340 Euro Einnahmen haben. Ich habe 1990 zudem für uns beide je eine Lebensversicherung abgeschlossen, in die wir 25 Jahre gezahlt haben. Mit vier Prozent Zinsen. Sowas ist heute gar nicht mehr möglich.

Uns hat keiner etwas geschenkt. Wir haben nichts geerbt. Wir haben unser Geld so eingesetzt, dass wir im Alter keine größeren Ausgaben mehr haben. Wir haben nur einen Fehler gemacht: Wir haben nichts im Ausland, wohin wir uns jetzt zurückziehen könnten. Wir haben jetzt vor, alles zu verkaufen, Deutschland zu verlassen und den Rest unseres Leben außerhalb Deutschlands im Wohnmobil zu verbringen."

"Warum macht die Politik nicht endlich Nägel mit Köpfen"

t-online-Leserin Edith Kohl: "Solange es in unserem Land Menschen gibt, die trotz lebenslanger Berufstätigkeit immer
noch arbeiten gehen müssen, kann etwas mit der Verteilung der Renten nicht in Ordnung sein.

Warum macht die Politik nicht endlich Nägel mit Köpfen und führt eine solide Allgemeinrente ein? Also keine Unterschiede, in welchem Job man gearbeitet hat."

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