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Kein neues Angebot: Deutsche Bahn riskiert lange GDL-Streiks


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Kein neues Angebot – Bahn riskiert lange Streikwelle

Von afp
Aktualisiert am 26.08.2021Lesedauer: 2 Min.
Ratlosigkeit: Im Tarifstreit bewegt sich weder die Gewerkschaft GDL noch das Management der Bahn.
Ratlosigkeit: Im Tarifstreit bewegt sich weder die Gewerkschaft GDL noch das Management der Bahn. (Quelle: Ralph Peters/imago-images-bilder)
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Die GDL hat nach ihrer zweiten Streikrunde ein neues Angebot von der Deutschen Bahn gefordert – doch sie bewegt sich nicht. Die Bahn fordert die Gewerkschaft wiederholt zu neuen Verhandlungen auf.

Die Deutsche Bahn (DB) will im Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL) vorerst kein neues Angebot vorlegen. DB-Chef Richard Lutz forderte den GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky dennoch erneut zu Verhandlungen auf: "Wir sitzen am Verhandlungstisch, unsere Hand ist ausgestreckt, die Tür ist weit offen. Es liegt an Herrn Weselsky, jetzt einfach an den Tisch zu kommen und nicht draußen stehen zu bleiben und das gesamte Land lahmzulegen", sagte Lutz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Donnerstag.

Die Unterschiede in den Vorstellungen von Bahn und GDL seien "überhaupt nicht so groß, als dass sie diese gravierenden Auswirkungen für die Mobilität der Menschen und die Versorgung der Wirtschaft rechtfertigen würden", sagte Bahn-Chef Lutz weiter. Die GDL fordere 3,2 Prozent mehr Lohn und eine Corona-Prämie in Höhe von 600 Euro, die Bahn biete 3,2 Prozent mehr Lohn und eine Corona-Prämie in unbekannter Höhe. Bei der Laufzeit und dem Zeitpunkt der ersten Lohnerhöhung liegen beide Seiten noch auseinander.

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"In dieser Frage finden wir eine Lösung, und die kann auch sehr schnell erfolgen. Dieses kleine Stück des Weges müssen wir jetzt gemeinsam gehen – und zwar am Verhandlungstisch", sagte Lutz. Er deutete ein Entgegenkommen der Bahn an: "Wir werden gewiss nicht mit leeren Händen kommen."

GDL will ohne neues Angebot weiterstreiken

Lutz warf der GDL vor, "den Charakter von Tarifverhandlungen zu verändern. Tarifverhandlungen führt man am Verhandlungstisch. Das gilt grundsätzlich in Deutschland, und es galt bislang auch bei der Bahn", sagte er dem RND.

GDL-Chef Weselsky hatte am Mittwoch weitere Arbeitskämpfe in Aussicht gestellt, sollte die Bahn kein verbessertes Tarifangebot vorlegen. Die GDL fordert eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro und bessere Arbeitsbedingungen. Die Bahn bietet zwar 3,2 Prozent mehr Lohn, will die Stufen aber später umsetzen und fordert eine längere Laufzeit. Am Sonntag hatte sie zudem Verhandlungen über eine Corona-Prämie angeboten, jedoch keine konkrete Zahl genannt. Die GDL wies dies als "Scheinangebot" zurück.

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte, dass die Bahn kein neues Angebot vorlegen will. "Es ist nachvollziehbar, wenn die GDL dann fragt, worüber sie eigentlich verhandeln solle", sagte der Bundesvorsitzende Detlef Neuß dem RND. Dass die GDL die geforderte Prämie von 600 Euro nicht bekommen werde, sei allen klar. "Aber es wäre hilfreich, wenn die DB endlich selbst einen Vorschlag machen würde."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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Von Frederike Holewik
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