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Fehlende Lkw-Fahrer – Deutschland droht "Versorgungskollaps"

Von Frederike Holewik

Aktualisiert am 12.09.2021Lesedauer: 3 Min.
Die Autobahn A2 beim Rasthof Bottrop-Süd: Auf Deutschlands Straßen sind Millionen Lkw unterwegs.
Die Autobahn A2 beim Rasthof Bottrop-Süd: Auf Deutschlands Straßen sind Millionen Lkw unterwegs. (Quelle: imago-images-bilder)
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In England bleiben die Supermarktregale leer. Das liegt am Brexit, an Corona, vor allem aber am Mangel an Lkw-Fahrern. Dieses Problem könnte auch Deutschland ereilen.

Deutschlands Transportfirmen gehen die Fernfahrer aus. Momentan fehlen nach Angaben des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) bundesweit zwischen 60.000 und 80.000 Lkw-Fahrer – Tendenz steigend. Denn: Jährlich gingen rund 30.000 Fahrer in Rente, während nur 15.000 bis 20.000 Berufseinsteiger den Job des Lastwagenfahrer ergriffen.

Ähnlich wie derzeit schon in Großbritannien könnten deshalb mittelfristig auch in deutschen Supermärkten Regale leer bleiben, mahnt BGL-Vorstandssprecher Dirk Engelhardt. "Wir warnen davor, dass wir auch in Westeuropa sehenden Auges in einen Versorgungskollaps laufen", sagte er auf Anfrage von t-online.

Dem Ausbau des Bahnverkehrs zum Trotz wird der überwiegende Teil des Güterverkehrs in Deutschland auf der Straße abgewickelt. Im Jahr 2020 waren auf deutschen Straßen 3,3 Millionen Lkw unterwegs. Davon wurden knapp 300.000 neu zugelassen. Diese Flotte legte laut Statistischem Bundesamt Transportwege von 498,6 Milliarden Tonnenkilometer zurück. Gemessen am Gesamtvolumen des deutschen Gütertransports entfallen damit 72,5 Prozent auf Lkw.

Lkw-Fahrer ist kein beliebter Job

Das Problem dabei: Die, die all diese Waren – von Obst bis Klopapier – durch Deutschland fahren, haben einen sehr harten Job. Lange Fahrten weit von zu Hause entfernt, tagelang allein sein, wenige Möglichkeiten zum Ausruhen und Essen an der Strecke – besonders attraktiv ist der Beruf des Lastwagenfahrers nicht.

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Auch das gesellschaftliche Ansehen ist nicht gerade hoch. Brummifahrer gelten als Stauverursacher, ihre Wagen als Umweltverschmutzer. Um langfristig Nachwuchs für die Branche zu begeistern brauche es einen Imagewandel, so BGL-Chef Engelhardt.

Doch auch ganz praktische Änderungen könnten Abhilfe schaffen. Der Branchenverband fordert daher den eklatanten Parkplatzmangel an den Raststätten anzugehen. "Die allabendliche, oftmals vergebliche Parkplatzsuche gehört leider immer noch zum Arbeitsalltag Zehntausender Lkw-Fahrer in Deutschland", so Engelhardt.

Situation in England durch Brexit und Corona beschleunigt

"Die Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer müssen also generell wieder attraktiver werden." Eine andere Stellschraube könnte die Zulassung längerer Lastwagen sein, sogenannte Gigatrucks, sodass insgesamt weniger Fahrer ausreichen, um die gleiche Menge an Waren zu transportieren.

Doch sorgt der Fahrermangel wirklich dafür, dass in Deutschland schon bald englische Verhältnisse herrschen? Fakt ist: So akut wie auf der Insel sind die Probleme (t-online berichtete) hierzulande noch nicht.

In England, Wales und Schottland fehlten momentan sogar um die 100.000 Fahrer, wie der Branchenverband Road Haulage Association vorrechnet. Die Chefs der großen britischen Supermarktketten Tesco und Iceland warnten deshalb bereits davor, dass Weihnachten in Gefahr sei. Denn es sei bereits absehbar, dass es mit den üblichen Vorräten für die Feiertage schwierig würde.

Mit derlei Zuständen ist in Deutschland derzeit nicht zu rechnen. Auch gab und gibt es aktuell noch keine leeren Regale in den Läden. Ein Grund dafür, dass die Versorgungsschwierigkeiten in Großbritannien größer sind, ist, dass dort verschiedene Faktoren zusammenfallen. Durch den Brexit können ausländische Arbeitskräfte nicht mehr so leicht im Land arbeiten, was den Fachkräftemangel im Güterkraftverkehr verschärft. Die Logistikverbände vor Ort fordern daher erleichterte Visaregeln.

Ob das helfen wird, ist jedoch fraglich. Denn auch in Ländern, die weiterhin Teil der EU sind, etwa Litauen oder Polen, würden jährlich Zehntausende Lkw-Fahrer aus Nicht-EU-Staaten wie Weißrussland oder der Ukraine angestellt. Für den deutschen Fachkräftemangel müsse daher eine Lösung gefunden werden. Sonst drohen laut Engelhardt "ab 2023 ernste Probleme".

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