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Fed-Chef Powell warnt vor hoher Inflation auch nächstes Jahr


Steigende Preise  

Fed-Chef Powell warnt vor hoher Inflation auch nächstes Jahr

30.11.2021, 18:02 Uhr | dpa, dpa-AFX

Fed-Chef Powell warnt vor hoher Inflation auch nächstes Jahr. Jerome Powell: Der Fed-Chef warnt vor einer anhaltend hohen Inflation. (Quelle: imago images/MediaPunch)

Jerome Powell: Der Fed-Chef warnt vor einer anhaltend hohen Inflation. (Quelle: MediaPunch/imago images)

Nicht nur in Europa steigt die Inflation seit Monaten an, auch in den USA zieht die Teuerung an. Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, befürchtet, dass diese Entwicklung noch nächstes Jahr weitergehen könnte.

Die hohe Inflationsrate in den USA wird nach einer Einschätzung des Chefs der Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, noch bis weit ins nächste Jahr anhalten. Die Teuerung dürfte sich im kommenden Jahr deutlich verlangsamen, aber preistreibende Faktoren wie Probleme mit globalen Lieferketten würden "bis weit ins nächste Jahr" bestehen bleiben, sagte Powell am Dienstag bei einer Anhörung im US-Senat. Daher sei es möglicherweise angemessen, die Rückführung der Wertpapierkäufe vielleicht einige Monate früher abzuschließen.

Ein Großteil des Anstiegs hänge mit der Erholung nach der Corona-Krise zusammen, inzwischen seien die Preise aber in weiten Teilen des Wirtschaftslebens gestiegen, räumte Powell ein. "Ich denke, das Risiko höherer Inflation hat zugenommen." Zudem habe sich die Lage am Arbeitsmarkt rapide verbessert "und die Löhne steigen mit großer Geschwindigkeit", sagte Powell.

Die Inflationsrate in den USA ist seit Monaten hoch. Im Oktober stieg die Teuerungsrate im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent. Die Fed ist der Preisstabilität verpflichtet. Das Ziel der Zentralbank ist mittelfristig eine durchschnittliche Inflationsrate von zwei Prozent.

Fed könnte bald Leitzins erhöhen

Powell sagte, die Gefahr "einer anhaltend hohen Inflationsrate" sei gestiegen, die Fed gehe aber weiter davon aus, dass die Teuerung 2022 "näher an unser Ziel sinken wird". Falls die Entwicklung anders verlaufen sollte, stehe die Notenbank bereit, ihre Werkzeuge einzusetzen, sagte Powell.

Die Fed war auf ihrer jüngsten Zinssitzung in die Rückführung ihrer zur Konjunkturstützung aufgelegten Wertpapierkäufe von monatlich 120 Milliarden US-Dollar eingestiegen. Für November und Dezember wurde ein Abschmelzen um je 15 Milliarden Dollar avisiert. Würde das Tempo gehalten, würde die Fed etwa Mitte 2022 keine zusätzlichen Anleihen mehr in ihre Bücher nehmen. Die Käufe waren wesentlicher Bestandteil der Fed-Krisenpolitik in der Corona-Pandemie.

Die Fed könnte könnte zudem 2022 beginnen, den Leitzins von nahe null wieder schrittweise zu erhöhen – was allerdings auch die Konjunktur dämpfen würde.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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