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Spritpreise lassen Deutsche umdenken

Von t-online, fls

Aktualisiert am 19.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Ein Mann tankt seinen Wagen (Symbolbild): Sprit ist in Deutschland so teuer wie seit Jahren nicht mehr.
Tanken (Symbolbild): Sprit ist in Deutschland so teuer wie seit Jahren nicht mehr. (Quelle: Rolf Poss/imago-images-bilder)
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Pendler sind besonders betroffen, doch auch wer wenig Auto fÀhrt, muss mehr bezahlen: Die Spritpreise sind zuletzt stark gestiegen. Laut einer Umfrage weichen viele Deutsche deshalb auf andere Verkehrsmittel aus.

Die jĂŒngst stark gestiegenen Spritpreise zwingen die Deutschen bei der Wahl des Verkehrsmittels zum Umdenken. Vier von zehn Verbrauchern reagierten auf die hohen Benzinkosten, indem sie ihr Auto "öfter mal" stehen ließen und stattdessen aufs Rad oder die Bahn auswichen. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (VZBV), die t-online vorliegt.

Demnach gab lediglich ein Viertel der Befragten an, ihr Fahrverhalten wegen der gestiegenen Ausgaben an der ZapfsĂ€ule "gar nicht" anzupassen. Ebenso viele Teilnehmer, rund 23 Prozent, sagten, sie sparten an anderer Stelle. 14 Prozent ĂŒberlegen den Ergebnissen zufolge, sich ein Elektroauto anzuschaffen, immerhin sieben Prozent erwĂ€gen, ihr Auto gĂ€nzlich abzuschaffen. Bei der Umfrage waren auch Mehrfachantworten möglich.

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Die Benzinpreise waren in Deutschland zuletzt im November auf neue HöchststÀnde gestiegen, laut ADAC handelte es sich um den teuersten Tankmonat aller Zeiten. So kostete der Liter Super E10 am 14. November im Bundesschnitt 1,701 Euro und damit nur knapp weniger als beim Allzeithoch aus dem Jahr 2012. Damals lag der Preis zwischenzeitlich bei 1,709 Euro. Der Liter Diesel erreichte am 11. November mit einem Preis von 1,572 Euro gar einen neuen Rekordstand.

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"Im Verkehr muss dringen CO2 eingespart werden"

Hintergrund fĂŒr die horrenden Preise an der ZapfsĂ€ule ist einerseits die hohe Nachfrage fĂŒr Energie und Kraftstoffe. Weil nach den Lockerungen der Corona-Lockdowns im FrĂŒhjahr 2021 weltweit zahlreiche Fabriken parallel wieder ansprangen, explodierte der Energiebedarf so stark, dass ihn etwa die ÖlförderlĂ€nder kaum bedienen konnten. Die Folge: steigende Preise fĂŒr Öl und Gas, die auch maßgeblich fĂŒr die verschĂ€rfte Inflation verantwortlich sind.

Andererseits trieb 2021 auch der CO2-Preis die Kosten fĂŒr MobilitĂ€t hoch. Erstmals griff dieser seit Beginn vergangenen Jahres auch fĂŒr Benzin und Diesel. Der Gesetzgeber will so die Verursacher klimaschĂ€dlicher Emissionen an den Kosten zum Schutz des Klimas beteiligen – und die BĂŒrger ĂŒber den Preis zu einer klimafreundlicheren Fortbewegung zu bringen.

FĂŒr Klaus MĂŒller, Vorstand des Vzbv, stellen die Umfrageergebnisse deshalb eine gute Nachricht dar. "Klimaschutz ist eine Notwendigkeit, die den Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher verĂ€ndert", sagte er. "Gerade im Verkehr muss dringend CO2 eingespart werden. Steigende Kraftstoffpreise veranlassen bereits heute eine Mehrheit dazu, ihr MobilitĂ€tsverhalten verĂ€ndern zu wollen."

Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs gefordert

Gleichzeitig richtet er sich mit einem Appell an die Bundesregierung. "Damit der Umstieg aber keinen Frust erzeugt, muss Bundesverkehrsminister Volker Wissing sofort ein Zukunftsprogramm fĂŒr den ÖPNV auf die Agenda setzen", so MĂŒller. "Das Angebot muss nicht nur in lĂ€ndlichen Regionen erhöht, Verbindungen verbessert und Informationen zuverlĂ€ssiger werden."

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FĂŒr die VZBV-Umfrage hatte Forsa telefonisch rund 1.000 Menschen ĂŒber 18 in Deutschland befragt. Die Umfrage fand im Zeitraum vom 22. November bis 3. Dezember statt, als die Preise fĂŒr Benzin besonders hoch waren. Der statistische Fehler liegt bei 3 Prozent.

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