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Bahnstreik: Der Druck auf die GDL wird größer


Gewerkschaft soll wieder verhandeln  

Bahnstreik: Der Druck auf die GDL wird größer

04.09.2021, 03:44 Uhr | dpa, rtr

Bahnstreik: Der Druck auf die GDL wird größer. Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) läuft auf einem Bahnsteig und ein Zug der DB Regio steht auf einem Gleis dahinter. (Archivbild). Die GDL wird zu Verhandlungen gedrängt. (Quelle: dpa/Michael Matthey)

Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) läuft auf einem Bahnsteig und ein Zug der DB Regio steht auf einem Gleis dahinter. (Archivbild). Die GDL wird zu Verhandlungen gedrängt. (Quelle: Michael Matthey/dpa)

Die Rufe nach Verhandlungen zwischen GDL und Deutscher Bahn werden lauter. Vor allem die Lokführer werden zu Gesprächen gedrängt – von DGB und Verkehrsverbänden.

Angesichts des Streiks bei der Bahn nehmen die Forderungen an die Gewerkschaft GDL zu, wieder mit der Deutschen Bahn zu verhandeln. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Oliver Wolff, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir erleben, dass die Fahrgäste keinerlei Verständnis mehr für die Dauer der Streiks und die Beharrlichkeit der GDL haben, nicht an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Insofern fordert der VDV im Namen der Branche die GDL dazu auf, Verhandlungen wieder aufzunehmen und im Interesse der Bahnkunden schnellstmöglich die Verkehre wieder herzustellen."

Der Geschäftsführer des Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene, Dirk Flege, sagte der dpa: "Sowohl im Interesse der Millionen Bahnkunden als auch des Klimaschutzes kann ich nur hoffen, dass dieser Arbeitskampf bald beendet ist." Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sagte: "Die Heftigkeit des Streiks ist für die meisten Außenstehenden nicht nachvollziehbar. Das wird auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Ich hoffe nicht, dass durch den Streik Kunden vergrault werden und diese in Zukunft vermehrt auf Bus und Auto ausweichen."

DGB: Eine Berufsgruppe setzt Einzelinteresse durch

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, hat das Verhalten der Lokführergewerkschaft GDL im Bahnstreik kritisiert und die GDL aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Was wir kritisch sehen, ist, dass hier eine Berufsgruppe wie die Lokführer ihre partikularen Interessen gegen das Gesamtinteresse aller anderen Bahn-Beschäftigten durchsetzt", sagte Hoffmann der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) einem Vorabbericht zufolge. Die Beschäftigtengruppen in einem Unternehmen dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. "Bisher ist die GDL nur in 16 der insgesamt über 300 Bahn-Betriebe in der Lage, Tarifverträge auszuhandeln, für alle anderen ist die größere DGB-Verkehrsgewerkschaft EVG zuständig. Bei Herrn Weselsky und der GDL geht es ums pure Überleben", so der DGB-Chef. Es liege an den beiden Gewerkschaften, gemeinsam einen Tarifvertrag mit der Bahn abzuschließen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will den Streik bei der Deutschen Bahn nach einem Sieg vor Gericht bis zum geplanten Ende am Dienstag um 2.00 Uhr fortsetzen. Das sagte der Vorsitzende Claus Weselsky am Freitag. Das Hessische Landesarbeitsgericht in Frankfurt hatte zuvor eine einstweilige Verfügung abgelehnt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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