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Sanktionen wirken: Russische Wirtschaft erreicht erst 2030 Vorkriegsniveau


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So düster sind die Aussichten für die russische Wirtschaft

Von reuters
Aktualisiert am 16.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Bergwerk in Sibirien: Die angestrebten US-Sanktionen zielen auf wichtige Bereiche der russischen Wirtschaft ab, darunter den Bergbau.
Bergwerk in Sibirien: Die angestrebten US-Sanktionen zielen auf wichtige Bereiche der russischen Wirtschaft ab, darunter den Bergbau. (Quelle: epa Rashid Salikhov/dpa)
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Die russische Wirtschaft wird von den westlichen Sanktionen empfindlich getroffen. Auch die Aussichten für die kommenden Jahre haben sich verschlechtert.

Die russische Wirtschaft wird nach Prognose der Ratingagentur Scope erst am Ende des Jahrzehnts auf das vor dem Einmarsch in die Ukraine erreichte Niveau zurückkehren. Der Kreml habe zwar mit Hilfe der Zentralbank die unerwartet hohen Exporteinnahmen dazu genutzt, um die unmittelbaren Folgen des Krieges und der westlichen Sanktionen auf die Binnenwirtschaft abzufedern, heißt es in der Reuters am Freitag vorliegenden Studie.

"Aber die längerfristigen Aussichten haben sich verschlechtert", schreibt Scope-Analyst Levon Kameryan. Die russische Wirtschaft werde daher voraussichtlich bis etwa 2030 brauchen, um wieder das Vorkriegsniveau erreichen.

Bis Ende kommenden Jahres wird das Bruttoinlandsprodukt demnach wegen der westlichen Sanktionen um etwa acht Prozent unter dem Stand von 2021 liegen. Danach sinke das Wachstumspotenzial von den vor dem Krieg erreichten 1,5 bis 2,0 Prozent auf 1,0 bis 1,5 pro Jahr. "Es liegt damit weit unter dem der meisten mittel- und osteuropäischen Länder, in denen der Lebensstandard im Durchschnitt deutlich höher ist", so die europäischen Bonitätswächter.

Zugang zu westlicher Technologie eingeschränkt

Der Krieg in der Ukraine und die westlichen Sanktionen verschärfen demnach die seit langem bestehenden wirtschaftlichen Defizite Russlands. Der Kapitalabfluss etwa werde sich beschleunigen. Allein im ersten Quartal 2022 seien rund 64 Milliarden Dollar privates Kapital abgeflossen – viermal so viel wie ein Jahr zuvor. "Wir gehen davon aus, dass der Privatsektor in diesem Jahr mehr Kapital aus Russland abziehen wird als die 152 Milliarden Dollar netto im Jahr 2014, als Russland die Krim annektierte", so die Experten.

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Zugleich werde das Wachstum der Produktivität durch den beschränkten Zugang zu westlicher Technologie gehemmt. "Russland ist in hohem Maße von importierten Komponenten für Maschinen und Elektrogeräte, Computer, Autos und Pharmazeutika abhängig", so die Studie. Der Anteil der ausländischen Wertschöpfung liege bei mehr als 50 Prozent, wovon etwa die Hälfte auf die EU, die USA, das Vereinigte Königreich, Kanada und Japan entfielen. "Ein so hoher Anteil an im Ausland hergestellten Waren kann nicht einfach durch chinesische Importe oder lokale Alternativen ersetzt werden", hieß es dazu.

Junge Russen verlassen das Land

Gleichzeitig beschleunigten sich negative demografische Trends, "insbesondere der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter". Viele junge, gut ausgebildete Russen haben nach dem Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar das Land verlassen. "Schätzungen gehen von mehreren Hunderttausend aus", so Scope. Russland müsse zudem damit rechnen, weniger aus Öl und Gas zu erlösen, da es seine Energieexporte nach Indien und China umleite, dort aber beträchtliche Preisnachlässe gewähren müsse.

Scope hält tiefgreifende Reformen für erforderlich, um die russische Wirtschaft von ihrer langjährigen Abhängigkeit vom Rohstoffsektor zu befreien. "Solche Reformen erfordern eine Verringerung der Rolle des Staates in der Wirtschaft und die Förderung des Privatsektors", lautet das Fazit. Die aber sei mit dem zunehmend autoritären Ansatz der derzeitigen Regierung kaum in Einklang zu bringen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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