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Rätsel um das Geräusch des Fingerknackens gelöst

Winzige Bläschen im Gelenkinnern  

Rätsel um das Geräusch des Fingerknackens gelöst

04.04.2018, 13:46 Uhr | AFP, dpa

Rätsel um das Geräusch des Fingerknackens gelöst. Fingerknacken: Es ist weder schädlich noch nützlich. (Quelle: Getty Images/MangoStar_Studio)

Fingerknacken: Es ist weder schädlich noch nützlich. (Quelle: MangoStar_Studio/Getty Images)

Wissenschaftler aus Frankreich und den USA haben herausgefunden, wie das Geräusch beim Fingerknacken ausgelöst wird. Der Laut entsteht demnach, wenn eine sogenannte Kavitationsblase in der Flüssigkeit des Fingergelenks zerbricht.

Lange Zeit war die Wissenschaft bei dem Thema zwiegespalten: Sind es die Gelenkknochen selbst oder andere Faktoren, die das Geräusch entstehen lassen? Mit einer mathematischen Analyse untermauern Forscher nun die Theorie, dass kleine Gasbläschen in der sogenannten Synovia-Flüssigkeit im Spalt zwischen den Gelenkknochen das Geräusch verursachen.

Druckschwankungen lösen das Knacken aus

Das Gas ist normalerweise in der zähen Gelenkschmiere gelöst. Beim Auseinanderziehen entsteht demnach zunächst ein Unterdruck und es perlen Gasbläschen aus – ähnlich wie beim Öffnen einer Flasche Sprudel. Springen die Gelenkflächen dann auseinander, steigt der Druck plötzlich. In der Folge verkleinerten sich die Gasbläschen rasant, was wiederum zu Druckschwankungen führe. "Das ist das Geräusch, das wir hören", sagt Abdul Barakat, Professor an der Pariser Ecole Polytechnique.

Es könnten auch mehrere dieser mikroskopisch kleinen Blasen zerbrechen, doch eine reiche aus, um das Knacken hervorzurufen. Um dem Ursprung des Geräusches nachzuspüren, hatten die Wissenschaftler ein mathematisches Modell in Verbindung mit einer geometrischen Darstellung des Gelenks verwendet.

Nach dem Knacken verkleinerten sich die Blasen langsam weiter, das Gas werde wieder in der Synovia-Flüssigkeit gelöst – "ohne ein Geräusch zu machen", wie Chandran Suja von der Stanford Universität sagt. Dieser Vorgang könne rund 15 bis 20 Minuten dauern. Das ist auch der Grund dafür, dass man nicht beliebig oft hintereinander seine Finger knacken lassen kann.

Nicht alle Finger können knacken

Bereits 1971 hatten Forscher den Knacklaut auf die Kavitationsblasen zurückgeführt. Spätere Entdeckungen hatten jedoch gezeigt, dass auch nach dem Knacken noch Blasen in der Gelenkflüssigkeit blieben. Die neuen Forschungen, an denen auch Wissenschaftler der Universität Stanford beteiligt waren, ergaben nun: Die Blasen produzieren das Geräusch auch, wenn sie nur teilweise zerbrechen.

Frühere Studien hatten zudem gezeigt, dass nicht alle Finger den Laut hervorrufen können. Medizinisch gesehen ist es weder nützlich noch schädlich.

Verwendete Quellen:
  • AFP
  • dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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