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Woher kommt eigentlich Schluckauf?

Kurz und schmerzlos  

Woher kommt eigentlich Schluckauf?

11.10.2018, 09:22 Uhr | dpa-tmn, lk

Woher kommt eigentlich Schluckauf?. Schluckauf: Bei einem Schluckauf handelt es sich um eine Verkrampfung des Zwerchfells. Ein bewährtes Mittel gegen den Reflex ist, tief ein- und auszuatmen. (Quelle: dpa/Angelika Warmuth)

Schluckauf: Bei einem Schluckauf handelt es sich um eine Verkrampfung des Zwerchfells. Ein bewährtes Mittel gegen den Reflex ist, tief ein- und auszuatmen. (Quelle: Angelika Warmuth/dpa)

Manche haben es nie, andere ständig: Schluckauf. Weil er nervt, versucht man ihn in der Regel gleich wieder loszuwerden – mit allen möglichen überlieferten Tricks. Aber warum macht der Körper überhaupt so komische Geräusche?

Schluckauf: Was ist das?

Hinter Schluckauf steckt eine Verkrampfung des Zwerchfells, erklärt Prof. Bertram Wiedenmann, Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hepatologie und Gastroenterologie der Charité Universitätsmedizin Berlin. Es spannt sich an und entspannt sich dann wieder, wobei Luft in die Lunge gesaugt wird. Diese Luft trifft auf die geschlossenen Stimmritzen – das verursacht dieses eigenartige Hicksgeräusch. Ausgelöst wird die Verkrampfung des Zwerchfells durch eine Reizung des Zwerchfellnervs (nervus phrenicus) ein Abzweig des Vagusnervs (nervus vagus).

Das Ganze hatte durchaus mal einen Sinn, sagt der Arzt: Im Mutterleib sorgt dieser Reflex dafür, dass kein Fruchtwasser in die Lunge gelangt. Später wird der Notfallmechanismus bei manchen Menschen immer noch ausgelöst. Meist geschieht das in für den Körper bedrohlichen Situationen: bei zu viel Alkoholkonsum, Stress, Aufregung oder wenn man etwas extrem Kaltes oder Heißes getrunken hat.

Was tun bei Schluckauf?

Nun ja, das mit dem Alkohol lässt sich im Zweifelsfall ganz gut vermeiden. Aufgeregt ist man aber ab und zu. Und bei manchen Menschen scheint es auch eine Erbanlage für ständiges Hicksen zu geben. Da lässt sich vorbeugend nicht viel tun. Wer den Schluckauf wieder loswerden will, kann es aber ruhig mit den bewährten Mitteln versuchen, sagt Wiedenmann: Tief ein- und ausatmen, etwas trinken oder sich ablenken. Zum Beispiel indem man sich mal überlegt, was man in den vergangenen drei Tagen so alles gegessen hat. Klappt nicht immer – aber einen Versuch ist es wert.

Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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