Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Rückruf: Notfallpen "Emerade" für Allergiker zurückgerufen

Adrenalin-Fertigspritze  

Notfallpen für Allergiker zurückgerufen

20.02.2020, 17:57 Uhr | dpa

Rückruf: Notfallpen "Emerade" für Allergiker zurückgerufen. Rückruf: Für Menschen, die auf Wespenstiche oder Lebensmittel allergisch reagieren, kann ein Notfallpen überlebenswichtig sein. (Quelle: dpa/picture alliance)

Rückruf: Für Menschen, die auf Wespenstiche oder Lebensmittel allergisch reagieren, kann ein Notfallpen überlebenswichtig sein. (Quelle: picture alliance/dpa)

Bestimmte Notfall-Pens zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen werden wegen eines Fehlers zurückgerufen. Welche Fertigspritzen betroffen sind, lesen Sie hier.

Es geht um die Produkte "Emerade 150/300/500 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen", wie die Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik mitteilt.

Der Rückruf betrifft demnach chargenübergreifend alle "Emerade" Fertigpens mit einem Verfallsdatum bis einschließlich 10/2020. Hintergrund sei, dass einige der Pens eine größere Kraft zum Aktivieren benötigten oder sich nicht aktivieren ließen.

Betroffene Pens sollten in einer Apotheke zurückgegeben werden

Patienten, denen in den vergangenen 18 Monaten ein solcher Pen verordnet wurde, sollen nach Angaben des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) diesen daher in einer Apotheke zurückgeben. Um die Sicherheit der Patienten nicht zu gefährden, sollen die vom Rückruf betroffenen Pens jedoch erst nach Erhalt eines Alternativproduktes zurückgebracht werden.

"Aufgrund der Marktsituation ist es jedoch möglich, dass ein alternativer Adrenalin-Autoinjektor nicht sofort zur Verfügung steht", teilte das zuständige Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) einschränkend mit. Solange kein anderes Notfallprodukt verfügbar sei, sollen Patienten zwei ordnungsgemäß gelagerte "Emerade"-Pens "jederzeit bei sich tragen und diese bei Bedarf wie angewiesen verwenden".

Ein sogenannter anaphylaktischer Schock kann lebensgefährlich sein. Auftreten können solche Reaktionen bei Allergikern zum Beispiel nach einem Wespenstich oder nach dem Verzehr von Erdnüssen. Die schnelle Gabe einer Adrenalin-Fertigspritze soll in solchen Fällen zum Abklingen der Symptome führen.

Nach Hochrechnungen des Online-Magazins"Apotheke Adhoc" könnten bis zu 90.000 Patienten betroffen sein.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal