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Weltbevölkerung: Acht Milliarden Menschen – das ist die häufigste Todesursache


Acht Fakten über die acht Milliarden

  • Camilla Kohrs
Von Camilla Kohrs, Lisa Becke

Aktualisiert am 15.11.2022Lesedauer: 6 Min.
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Rushhour im chinesischen Shenzen (Archiv): Seit 2007 leben weltweit mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. (Quelle: IMAGO/niming)
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Die Weltbevölkerung überschreitet eine neue Marke. Was macht diese Welt aus? Acht Fakten über acht Milliarden Menschen.

Das Wichtigste im Überblick


Jedes Baby ist besonders. Doch eines, das in diesen Tagen geboren wurde oder werden wird, ist es sogar noch mehr. Heute überschreitet die Zahl der Menschen weltweit den Rekordwert von acht Milliarden Menschen, zumindest theoretisch: Weil es nicht möglich ist, immer genau zu wissen, wer wann geboren wird und stirbt, haben die Vereinten Nationen den Stichtag für den 15. November festgelegt.

Und es werden noch mehr Menschen werden – auch wenn sich das Wachstum der Weltbevölkerung in den vergangenen Jahrzehnten verlangsamt hat. In den 2080er-Jahren könnten es einem UN-Bericht zufolge etwa 10,4 Milliarden Menschen auf der Erde sein.

Die meisten Menschen leben in Asien (fast 60 Prozent), annähernd 20 Prozent in Afrika und rund 10 Prozent in Europa. 8 Prozent der Weltbevölkerung sind in Lateinamerika zu Hause, rund 8 Prozent in Nordamerika. Was bedeutet das? t-online hat acht Fakten über die acht Milliarden Menschen zusammengetragen.

1. Hier arbeiten die meisten Menschen

In einer Welt der fast acht Milliarden gab es in diesem Jahr Schätzungen zufolge rund drei Milliarden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das Unternehmen, das die meisten Menschen beschäftigt, ist der US-Shopping-Riese Walmart. Bei dem Einzelhändler, bei dem es von Shrimps und Klopapier über Spielekonsolen und Schuhregale bis hin zu Autoreifen fast alles gibt, arbeiteten im Geschäftsjahr 2020/21 rund 2,3 Millionen Menschen. Die meisten davon sind in den USA beschäftigt, viele jedoch auch in Großbritannien, Mexiko und China.

Dahinter folgen mit einigem Abstand der Onlineversandhändler Amazon (rund 1,3 Mio.) und der staatliche chinesische Ölkonzern China National Petroleum (rund 1,2 Mio.).

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In einem Walmart-Store in den USA (Archiv): 2,3 Millionen Menschen arbeiten für den größten US-Einzelhändler. (Quelle: IMAGO/mix1press)

Grundsätzlich ist etwas mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer weltweit im Dienstleistungssektor beschäftigt – neben dem Groß- oder Einzelhandel also beispielsweise auch in der Gastronomie, in der Pflege, bei Kommunikations- oder Versicherungsfirmen. Die Zahl derjenigen, die in der Industrie arbeiten, nimmt hingegen immer weiter ab – zuletzt waren es rund 23 Prozent der Arbeitnehmer. Ähnlich viele gibt es in der Landwirtschaft. Zum Vergleich: Vor knapp 100 Jahren schufteten noch annähernd 70 Prozent der Menschen auf den Feldern.

2. Die meisten Menschen leben in Städten

Der Mensch ist zum Stadtwesen geworden. Seit 2007 leben weltweit mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Das ist eine beeindruckende Entwicklung: Noch 1950 lebte nicht einmal ein Drittel in urbanen Räumen. Bis 2050 dürfte sich dieses Verhältnis umgekehrt haben.

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Am höchsten ist der Anteil der Stadtbewohner in Nordamerika: 82,6 Prozent der Menschen leben in urbanen Gebieten. In Afrika sind es mit 43,5 Prozent am wenigsten. In Europa wohnen knapp 75 Prozent der Bevölkerung in einer Stadt (Stand 2020).

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Gerade in den Entwicklungsländern wachsen die Städte rasant: Die Geburtenrate ist vielerorts hoch, immer mehr Menschen wandern auf der Suche nach Arbeit vom Land ab. Das bringt Probleme mit sich: Behörden kommen mit dem Ausbau von elementarer Infrastruktur wie Wasser, Strom oder Straßen teils nicht hinterher.

Die Folge ist häufig, dass viele Menschen auf nur wenig Raum leben. Während sich in Berlin im Schnitt rund 4.000 Menschen einen Quadratkilometer teilen, liegt die Bevölkerungsdichte in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, fast achtmal so hoch. Hier drängen sich auf einem Quadratkilometer mehr als 30.000 Menschen – und damit mehr als überall sonst auf der Welt. In der Rangliste folgen Tanta in Ägypten, Macau in China, Surat in Indien und Kinshasa im Kongo. Hier leben im Schnitt mehr als 27.000 Menschen auf nur einem Quadratkilometer.

Rushhour an einem Juni-Nachmittag in der Hauptstadt von Bangladesch: Dhaka hat die höchste Bevölkerungsdichte weltweit.
Rushhour an einem Juni-Nachmittag in der Hauptstadt von Bangladesch: Dhaka ist die Stadt mit der höchsten Bevölkerungsdichte weltweit. (Quelle: Mohammad Ponir Hossain/Reuters)

3. Das ist die häufigste Todesursache

Wo Menschen geboren werden, müssen auch Menschen sterben: Die häufigste Ursache dafür sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzinsuffizienz. Im Jahr 2019 war das bei 18,5 Millionen Menschen die Todesursache. Am zweithäufigsten waren Krebserkrankungen (10 Mio.).

Insgesamt wird die Mehrheit der Todesfälle weltweit durch nicht-übertragbare Krankheiten verursacht. Deren Anteil an den Todesursachen insgesamt hat in den vergangenen Jahren zugenommen.

Gleichzeitig sind Infektionskrankheiten wie HIV oder Malaria sowie Todesfälle von Müttern oder Neugeborenen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen nach wie vor häufig. In Kenia etwa starben 2019 die meisten Menschen infolge einer Durchfallerkrankung.

4. Dieser Mensch hat die meisten Fans auf Facebook

Eine Welt ohne Internet? Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Die Mehrheit der Menschen nutzt dieses auch – aber nicht alle. Der Internationalen Fernmeldeunion zufolge gab es im April rund fünf Milliarden Internetnutzer, was etwa 63 Prozent der Weltbevölkerung entspricht. Fast alle von ihnen, nämlich 4,7 Milliarden, waren dabei in den sozialen Medien aktiv.

Hier führt nach wie vor Facebook die Statistik der Netzwerke mit den meisten Nutzern weltweit an, nach eigenen Angaben mit fast drei Milliarden monatlich aktiven Nutzern. Das beliebteste Profil: Fußballstar Cristiano Ronaldo mit rund 154 Millionen Followern – gefolgt von der kolumbianischen Sängerin Shakira und Fußballstar Lionel Messi. Bei Unternehmen oder Vereinen sind es – neben Facebook selbst – der Elektronikkonzern Samsung, der Fußballklub Real Madrid und der Softgetränke-Hersteller Coca-Cola.

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Facebook-Profil von Cristiano Ronaldo: Er hat die meisten Facebook-Fans weltweit.
Facebook-Profil von Cristiano Ronaldo: Er hat die meisten Facebook-Fans weltweit. (Quelle: Screenshot/Facebook/t-online)

5. Immer mehr Menschen sind auf der Flucht

Das Jahr 2022 bietet bereits jetzt einen traurigen Höhepunkt: Die Vereinten Nationen registrierten weltweit erstmals mehr als 100 Millionen Flüchtende – ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zu Ende 2021.

Der Hauptgrund für diesen rasanten Anstieg ist der russische Angriff auf die Ukraine. Mitte 2022 verließen etwa 5,4 Millionen Menschen das Land, 6,3 Millionen waren innerhalb der Ukraine auf der Flucht.

Doch auch ohne den Ukraine-Krieg steigt die Zahl der Vertriebenen von Jahr zu Jahr deutlich. Neben der Ukraine kommt ein Großteil der Flüchtenden aus Syrien, Venezuela, Afghanistan und dem Südsudan. Fast 70 Prozent aller Geflüchteten kommt in den Nachbarstaaten unter. Weltweit am meisten Vertriebene aufgenommen hat derzeit die Türkei mit 3,7 Millionen Menschen, gefolgt von Kolumbien und Deutschland.

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6. Hier leben die größten Klimaverschmutzer

Wer pustet am meisten CO2 in die Luft? Im vergangenen Jahr wurden weltweit 38 Milliarden Tonnen Treibhausgas ausgestoßen: Für mehr als 80 Prozent dieser Emissionen waren die G20-Staaten verantwortlich – ein Zusammenschluss der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

Pro Kopf war von diesen Ländern Saudi-Arabien der größte Verschmutzer: Für 16,6 Tonnen CO2 war ein durchschnittlicher Saudi 2021 verantwortlich. Auf Platz zwei, drei und vier folgten demnach Kanada, Australien und die Vereinigten Staaten. China rangiert in absoluten Zahlen unter den G20 zwar auf Platz eins, nach der Einwohnerzahl gerechnet aber auf Platz sieben. Deutschland findet sich nach dieser Rechnung auf dem neunten Platz. Pro Kopf werden hierzulande 8,1 Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen.

Das reichste ein Prozent der Menschen weltweit – rund 63 Millionen Menschen – hat dabei zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO2 ausgestoßen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen, so eine Studie der Hilfsorganisation Oxfam.

Die dreckigen 10 Prozent

7. So viele Menschen hungern

Während der Corona-Pandemie schnellte die Zahl der hungernden Menschen bereits nach oben, die weltweit steigenden Preise sorgen für einen weiteren Anstieg. Waren 2019 laut Zahlen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen etwas mehr als 600 Millionen Menschen unterernährt, schätzt die Welthungerhilfe die Zahl heute auf 830 Millionen – das wären mehr als zehn Prozent der Weltbevölkerung. Die UN haben noch keine Zahlen für 2022 veröffentlicht.

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Die meisten Menschen hungern in der Demokratischen Republik Kongo, wie Zahlen des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen zeigen. Gefolgt wird das zentralafrikanische Land von Afghanistan, Äthiopien und dem Jemen.

8. Diese Sprache sprechen die meisten Menschen

Weltweit wachsen am meisten Menschen mit Mandarin als Muttersprache auf: rund 929 Millionen. Mandarin ist eine von vielen chinesischen Sprachen, aber mit Abstand die verbreitetste. Die am zweithäufigsten gesprochene chinesische Sprache ist Wu mit etwa 80 Millionen Sprechern. Das zeigen Schätzungen der US-Organisation SIL International.

Eine Lehrerin unterrichtet im russischen Wladiwostok Mandarin: Etwa 199 Millionen Menschen weltweit haben Mandarin als Fremdsprache erlernt.
Eine Lehrerin unterrichtet im russischen Wladiwostok Mandarin: Etwa 199 Millionen Menschen weltweit haben Mandarin als Fremdsprache erlernt. (Quelle: Yuri Smityuk/imago images)

Auf dem zweiten Platz folgt Spanisch mit rund 475 Millionen Muttersprachlern. Erst auf dem dritten Platz steht Englisch (373 Millionen), dann folgt das hauptsächlich in Indien gesprochene Hindi (344 Millionen). Zieht man auch die Menschen hinzu, die eine weitere Sprache gelernt haben, ist Englisch weltweit am weitesten verbreitet, auf dem zweiten Platz folgt Mandarin.

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Verwendete Quellen
  • ardalpha.de: "Mehr als 8 Milliarden Menschen auf der Erde"
  • blogs.worldbank.org: "Pandemic, prices, and poverty"
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