• Home
  • Politik
  • Deutschland
  • Außenpolitik
  • Ukraine-Krise | Bundesregierung empfiehlt: Deutsche sollen Ukraine verlassen


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextCorona-Herbst: Erste MaßnahmenSymbolbild fĂŒr einen TextTalk von Maischberger fĂ€llt ausSymbolbild fĂŒr einen TextNawalny muss unter Putin-PortrĂ€t sitzenSymbolbild fĂŒr einen TextFußball-Traditionsklub verkauftSymbolbild fĂŒr einen TextRekordpreise fĂŒr Lufthansa-TicketsSymbolbild fĂŒr ein VideoKreuzfahrtschiff kollidiert mit EisbergSymbolbild fĂŒr einen TextNĂ€chste deutsche Wimbledon-SensationSymbolbild fĂŒr einen TextE-Mail bringt Innenminister unter DruckSymbolbild fĂŒr einen TextSchlagerstars sorgen fĂŒr SensationSymbolbild fĂŒr einen TextPrinzessin Victoria begeistert mit LookSymbolbild fĂŒr einen TextTeenager in Bayern vermisstSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRTL-Star wĂŒtet gegen Boris BeckerSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

AuswÀrtiges Amt: Deutsche sollen Ukraine verlassen

Von dpa
Aktualisiert am 12.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Außenministerin Annalena Baerbock bei einer Pressekonferenz mit ihrem ukrainischen Amtskollegen: Auch Deutschland spricht nun eine Reisewarnung fĂŒr die Ukraine aus.
Außenministerin Annalena Baerbock bei einer Pressekonferenz mit ihrem ukrainischen Amtskollegen: Auch Deutschland spricht nun eine Reisewarnung fĂŒr die Ukraine aus. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Vor dem Hintergrund des sich zuspitzenden Konflikts mit Russland sollen Deutsche die Ukraine verlassen. Dazu rief das AuswĂ€rtige Amt am Samstag auf. Andere EU-Staaten schließen sich an.

Die Bundesregierung hat alle deutschen BĂŒrger in der Ukraine dazu aufgefordert, das Land zu verlassen. "Wenn Sie sich derzeit in der Ukraine aufhalten, prĂŒfen Sie, ob Ihre Anwesenheit zwingend erforderlich ist. Falls nicht, reisen Sie kurzfristig aus", teilte das AuswĂ€rtige Amt am Samstag mit.


Ukraine-Krieg: Die Chronologie des Konflikts

Dezember 2013: Hunderttausende Ukrainer protestieren in der Hauptstadt Kiew gegen den prorussischen PrÀsidenten Viktor Janukowitsch, weil seine Regierung das Partnerschaftsabkommen mit der EU kippte. Der UnabhÀngigkeitsplatz (Maidan) wird zum Symbol.
Februar 2014: Viktor Janukowitsch flieht nach Russland. Moskau besetzt militÀrisch die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim.
+23

Das AuswĂ€rtige Amt warnte: "Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine haben angesichts massiver PrĂ€senz und Bewegungen russischer MilitĂ€rverbĂ€nde nahe der ukrainischen Grenzen in den letzten Tagen weiter zugenommen. Eine militĂ€rische Auseinandersetzung ist nicht auszuschließen."

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Böses Erwachen
Wladimir Putin: Dreht er uns das Gas ab?


Nach Warnungen der US-Regierung vor einem möglicherweise bevorstehenden russischen Angriff hatten zuvor bereits die USA, Großbritannien, DĂ€nemark, Lettland und Estland ihre StaatsbĂŒrger zur Ausreise aufgefordert. Andere EU-Staaten wie die Niederlande, Italien und Spanien veröffentlichten am Samstag Ă€hnliche Mitteilungen.

Die EU-Delegation in der Ukraine habe keine Evakuierung eingeleitet, sagte ein Sprecher in BrĂŒssel auf Anfrage. Nicht dringend benötigtes Personal habe jedoch die Möglichkeit erhalten, die Arbeit online aus dem Ausland fortzusetzen.

Baerbock: "Werden Botschaft in Kiew offen halten"

Außenministerin Annalena Baerbock betonte bei einem Besuch in Ägypten: "Wir werden unsere Botschaft in Kiew offen halten." Das Personal werde aber reduziert. Dies betreffe auch deutsche Institutionen wie die KfW, die Gesellschaft fĂŒr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und deutsche Lehrer.

Die Familienangehörigen des Botschaftspersonals sollen ihren Worten zufolge ebenfalls das Land verlassen. In Berlin berieten laut Baerbock am Samstag Regierungsbeamte der maßgeblichen Ressorts und der Sicherheitsbehörden ĂŒber die Umsetzung dieser BeschlĂŒsse.

"Wir arbeiten mit aller Kraft daran, auf diplomatischem Weg eine Lösung zu finden", sagte Baerbock. Sie ergĂ€nzte: "Unsere Botschaft ist ĂŒberall dieselbe: Wir sind bereit zum Dialog, aber eine erneute Aggression gegen die Ukraine hĂ€tte einen drastischen Preis. Denn wir sehen auf militĂ€rischer Ebene keine Zeichen von Deeskalation, im Gegenteil."

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Der russische Truppenaufbau gehe weiter, in Belarus fĂŒhrten seit Freitag bis zu 30.000 Soldaten MilitĂ€rĂŒbungen durch, teils in großer NĂ€he zur ukrainischen Grenze. Am Mittwoch habe Russland ein weiteres Großmanöver mit Raketen und Artillerie im Schwarzen Meer angekĂŒndigt. "Wir mĂŒssen daher auf alle Szenarien vorbereitet sein", sagte Baerbock. Dazu gebe es intensive Beratungen mit Partnern und Freunden.

Das deutsche Generalkonsulat in Dnipro wird nach Angaben des AuswĂ€rtigen Amtes vorĂŒbergehend nach Lwiw (Lemberg) verlegt. Damit sollen die Mitarbeiter kĂŒnftig weiter entfernt von der sogenannten Kontaktlinie zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und den von Russland unterstĂŒtzten Separatisten in der Ostukraine arbeiten.

Moskau zieht Teile von diplomatischem Personal aus Ukraine ab

Auch Russland hat bereits Teile seines diplomatischen Personals aus dem Nachbarland abgezogen. "Aus Angst vor möglichen Provokationen seitens des Kiewer Regimes oder anderer LĂ€nder" sei das Personal in den russischen Vertretungen reduziert worden, erklĂ€rte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Samstag. Zuvor hatte die US-Regierung von einer "sehr eindeutigen Möglichkeit" einer russischen Invasion gesprochen.

"Angesichts des bedeutenden Einflusses, den Washington und London auf Kiew haben, kommen wir zu dem Schluss, dass unsere amerikanischen und britischen Kollegen offenbar ĂŒber einige in Vorbereitung befindliche Aktionen in der Ukraine informiert sind, die die Sicherheitslage erheblich erschweren könnten", fĂŒgte Sacharowa hinzu.

US-Außenminister Anthony Blinken hatte am Freitag gewarnt, eine russische Invasion könne jederzeit beginnen. Die "New York Times" schrieb am Samstag, die USA hĂ€tten Geheimdienstinformationen erhalten, wonach Russland den kommenden Mittwoch (16.2.) als Zieldatum fĂŒr eine MilitĂ€raktion diskutiere. Es könne aber auch sein, dass dieses Datum Teil einer Desinformationskampagne Russlands sei.

Ukrainischer PrÀsident Selenskyj warnt vor Panikmache

Russlands Botschaft in den USA wies die amerikanischen Warnungen vor einem Überfall auf die Ukraine als haltlos zurĂŒck. Es werde "Alarmismus" verbreitet in den USA, ohne dass Beweise fĂŒr die Behauptungen vorgelegt wĂŒrden, teilte der russische Botschafter in Washington, Anatoli Antonow, am mit. Die Aussagen in Washington zeugten lediglich davon, dass die USA ihre "Propaganda-Kampagne gegen unser Land" verstĂ€rkt hĂ€tten, sagte Antonow.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj reagierte verwundert auf Berichte ĂŒber eine bevorstehende russische Invasion. "Falls Sie oder jemand anderes zusĂ€tzliche Informationen ĂŒber einen 100-prozentigen Einmarsch am 16. (Februar) haben, dann geben Sie uns bitte diese Information", sagte er am Samstag Journalisten.

Sein Land sei zwar auf alles vorbereitet. Doch: "Der beste Freund fĂŒr die Feinde ist Panik in unserem Land", richtete Selenskyj sich auf Englisch an westliche Journalisten. All diese Informationen wĂŒrden nur Panik schĂŒren und der Ukraine nicht helfen.

Scholz wird Montag in der Ukraine erwartet

US-PrÀsident Joe Biden und Russlands Staatschef Wladimir Putin wollten noch am Samstag telefonieren. Auch der französische PrÀsident Emmanuel Macron wollte mit dem Kremlchef sprechen.

FĂŒr Montag ist ein Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Ukraine geplant. Am Dienstag will Scholz erstmals als Kanzler in Moskau mit dem russischen PrĂ€sidenten Putin zusammentreffen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Fabian Reinbold, Elmau
Annalena BaerbockAuswĂ€rtiges AmtBrĂŒsselBundesregierungDeutschlandDĂ€nemarkEUGroßbritannienItalienKiewMoskauNiederlandeReisewarnungRusslandSpanienUSAUkraineWashingtonWolodymyr SelenskyjÄgypten
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website