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ETF-Sparplan: Immer mehr Deutsche investieren in MSCI World, S&P 500 & Co.


21,3 Millionen Sparpläne
Deutsche investieren immer mehr in diese Geldanlage

Von t-online, llb

Aktualisiert am 18.10.2023Lesedauer: 3 Min.
Das Sparbuch des 21. Jahrhundert der Deutschen ist nicht mehr das Sparschwein.Vergrößern des BildesSparschwein des 21. Jahrhunderts: Deutsche legen ihr Geld am liebsten in ETF-Sparplänen an. (Quelle: evgenyatamanenko)
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Sie sind eine beliebte Anlageform, weil sie einfach zu handeln sind und geringe Kosten haben. So viel Geld legen die Deutschen an – und es wird immer mehr.

Die Beliebtheit von ETFs (Exchange Traded Funds) steigt insbesondere bei deutschen Sparern immer weiter. Die Gründe werden schnell klar, wenn man sich die durchschnittliche Wertentwicklung beispielsweise eines Dax-ETFs anschaut: zwischen 2010 und 2019 hat dieser eine durchschnittliche Rendite von rund acht Prozent erwirtschaftet. Beim MSCI-World-ETF waren es zwischen 1975 und 2022 sogar rund 9,2 Prozent.

Indexfonds sind im Vergleich zu aktiv verwalteten Aktienfonds kostengünstig und unkompliziert zu handeln. Die Zinsen beim Tagesgeld oder mit Sparbriefen können da trotz deutlicher Steigerungsraten in den letzten Monaten nicht mithalten. Eine aktuelle Studie bestätigt nun den anhaltenden Trend bei ETF-Sparplänen. Fest steht: die Deutschen investieren immer mehr in sogenannte passive Geldanlagen und bilden so den größten ETF-Markt in Europa.

Sparrate der Deutschen bei rund 164 Euro pro Monat

Laut einer Studie von extraETF im Auftrag des weltweit größten Vermögensverwalters BlackRock werden bis Ende 2028 die jährlichen Investitionen in ETF-Sparpläne von Privatanlegern in Deutschland und Europa von 15 Milliarden Euro Ende September 2023 voraussichtlich auf über 64,3 Milliarden Euro ansteigen. Demnach dürfte sich die Zahl der Sparpläne, die von europäischen Anlegern genutzt werden, in den nächsten fünf Jahren vervierfachen.

Trotz Inflation und volatiler Märkte werde der ETF-Markt weiterhin kontinuierlich wachsen, so die Analyse der aktuellen Märkte in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Spanien im Vergleich. Deutsche Anleger sparen laut den von extraETF analysierten Banken und Brokern derzeit durchschnittlich 164 Euro pro Monat. Laut Analyse liegt die durchschnittliche ETF-Sparplanrate im Rest Europas zwar etwas höher bei 175 Euro, aber die Anzahl der Sparpläne ist von allen Ländern in Deutschland am höchsten.

Prognose: 32 Millionen Sparpläne

"Momentan gibt es in Europa 7,6 Millionen monatliche Sparpläne. Von diesen 7,6 Millionen befinden sich 7,1 Millionen in Deutschland und etwa 500.000 in Kontinentaleuropa", erklärt Christian Bimüller, Vertriebsleiter digitale Partner in Kontinentaleuropa bei BlackRock.

extraETF prognostiziert ein jährliches Wachstum von rund 25 Prozent in Deutschland, ausgehend von 7,1 Millionen Sparplänen heute. 2028 soll die Anzahl bei 21,3 Millionen Sparplänen liegen. Für Europa werden bis 2028 rund 10,7 Millionen Sparpläne prognostiziert.

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Deutsche Sparer investieren am liebsten passiv

Noch im Juni 2017, als die Zinsen für Tagesgeldkonten nahezu bei null standen und nur wenige wussten, was Indexfonds sind, lag die Zahl der ETF-Sparpläne in Deutschland bei monatlich rund 500.000, im Mai 2019 bei einer Million, und im Dezember 2020 waren es bereits mehr als zwei Millionen abgeschlossene ETF-Sparpläne. Allein in Deutschland hat sich die Zahl der ETF-Sparpläne seit 2016 verzwölffacht.

Einen deutlichen Schub bei dieser Anlageform hat es gegeben, als viele provisionsfreie Broker-Plattformen Sparpläne ab einem Euro angeboten haben. ETF-Sparpläne erfreuen sich aus mehreren Gründen großer Beliebtheit: Sparer profitieren von der Einfachheit der Anlageprodukte, den niedrigen Kosten und der Möglichkeit, sich im Laufe der Zeit ein Vermögen aufzubauen. So viel Rendite können Sie im Durchschnitt mit ETFs erzielen.

Renditerechner: Rendite einfach berechnen
Berechnung
Endkapital13.159
Zinsen3.159

Sparbuch des 21. Jahrhunderts

Mit nur wenigen Euro pro Monat können Anleger auf eine Vielzahl von ETFs zugreifen, die verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe abbilden und ihre Sparpläne bei Bedarf flexibel anpassen. "Kunden nutzen ETFs zur individuellen Geldanlage", erklärt Christian Bimüller weiter. "Wir hören von unseren Vertriebspartnern, dass die meisten Kunden regelmäßig in ETF-Sparpläne über einen langfristigen Zeitraum hinweg investieren."

Dennoch bestehen Risiken: Auch die Kurse von ETFs schwanken wie die Aktienkurse an der Börse. Der Unterschied zu Einzelwerten bei ETFs ist, dass die Geldanlage viele verschiedene Aktien kombiniert, und damit im Aktien-Mix das Risiko sinkt. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie Ihr Risiko bei der Geldanlage in ETFs senken können.

Die häufigsten börsengehandelten Indexfonds, die Anleger in Sparplänen nutzen, sind globale Aktien-ETFs. "Die Studie zeigt, dass von den 20 am meisten besparten ETFs allein zwölf aus diesem globalen Universum stammen: MSCI World, MSCI All Country World, S&P 500, Nasdaq, Dow Jones, also die großen bekannten Indizes. Und den Großteil mit ungefähr einem Drittel macht der MSCI World aus", so Bimüller.

Anleger werden jünger

Laut einer Umfrage von YouGov sind mit 63 Prozent Anteil hauptsächlich die Altersgruppe der 35- bis 54-Jährigen ETF-Sparer. Allerdings haben die Generation Z und die Millennials die Möglichkeit entdeckt, wie sie mit geringen Investitionen selbstbestimmt und bequem mithilfe von Indexfonds ihr Vermögen vermehren können. Fördernd wirken dabei vor allem digitale Online-Investmentplattformen, so die Studie von extraETF.

Verwendete Quellen
  • Prognose von extraETF im Auftrag von Blackrock
  • Interview mit Christian Bimüller (Vertrieb digitale Partner in Kontinentaleuropa)
  • Studie von extraETF
  • finanztip.de: "Indexfonds Dax (Dax-ETFs)"
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