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Heizölpreis aktuell: Saudi-Arabiens Exportkürzung bewegt Ölpreise aufwärts

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 (Quelle: Mobene)

Heizölpreise aktuell

Saudi-Arabiens Exportkürzung bewegt Ölpreise aufwärts

Heizöl-Marktbericht aktuell: Saudi-Arabiens Exportkürzung bewegt Ölpreise aufwärts Die Entwicklung des Heizölpreises im aktuellen Marktbericht. (Quelle: imago/Chromeorange)

Der Marktbericht informiert täglich, wie sich der Heizölpreis entwickelt. (Quelle: Chromeorange/imago)

+++ Heizöl-Marktbericht vom 20. Juli 2018 +++

Mit einer Vielzahl bearisher Impulse sind die Rohölpreise in diese Handelswoche gestartet. Zum einen war die Reaktivierung vier zuvor geschlossener Exporthäfen im Nordosten Libyens bekannt geworden. Zum anderen sorgte die Meldung, die USA würden die teilweise Freigabe ihrer strategischen Ölreserven in Erwägung ziehen, für Aufruhr. Insidern zufolge will die US-Regierung mit Hilfe dieser Maßnahme die Versorgungslage entspannen und die Ölpreise vor der Kongresswahl senken. Zur Vergrößerung des Angebots trägt derzeit jedoch schon allein die regelmäßig neue Rekorde aufstellende Ölförderung der USA bei. Laut US-amerikanischem Department of Energy fördern die USA aktuell täglich elf Millionen Barrel pro Tag. Das Erreichen dieser Marke hatten Experten erst für Ende des Jahres prognostiziert. Alles deutet also darauf hin, dass das herrschende Angebotsdefizit schon bald der Vergangenheit angehören könnte.

OPEC stoppt Übererfüllung der Kürzungsquote
Die Mitgliedsstaaten und externe am Abkommen über die Produktionskürzungen beteiligte Ölproduzenten werden die Kürzungsquote im Juli voraussichtlich zu 100 Prozent erfüllen. Das kündigte das Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) am Mittwoch im Rahmen einer Telefonkonferenz an. Noch im Juni habe die Einhaltungsquote bei 121 Prozent gelegen. Die beteiligten Staaten werden ihre Gesamtförderung laut dem JMMC somit im Rahmen der Kürzungsvereinbarung anheben, wie Ende Juni beschlossen. Angesichts der knappen Versorgungslage hatte sich der um einzelne Ölproduzenten wie Russland erweiterte OPEC-Kreis auf eine gezielte Produktionssteigerung um insgesamt bis zu eine Million Barrel pro Tag geeinigt. Als Ziel wurde ausgerufen, die Ende 2016 verabschiedeten Kürzungsquoten nicht länger überzuerfüllen. In den vergangenen Monaten hatten die Ölproduzenten mit Erfüllungsquoten von bis zu 158 Prozent das weltweite Ölangebot massiv verkleinert.

Saudi-Arabien wird Ölexporte senken
Im August wird Saudi-Arabien seine Ölexporte um 100.000 Barrel pro Tag senken. Das gab der saudi-arabische OPEC-Gouverneur Adeeb Al-Aama laut der Nachrichtenagentur Reuters bekannt. Al-Aama zufolge wird Saudi-Arabien der Nachfrage seiner Kunden nachkommen. Man werde die Produktion allerdings stets im Rahmen bestehender OPEC-Beschlüsse anpassen und den Markt nicht überversorgen. Al-Aama betonte zudem, die saudi-arabischen Exporte würden im Juli auf dem Niveau des Vormonats verbleiben. Laut dem Nachrichtensender Bloomberg hat der OPEC-Mitgliedsstaat im Vergleich zum Vormonat jedoch bereits in den ersten Juliwochen deutlich weniger Öl ausgeführt. Während Anfang Juni täglich 7,26 Millionen Barrel exportiert wurden, seien es Anfang Juli nur noch 6,74 Millionen Barrel pro Tag gewesen. Wenngleich die Ausfuhren bis Ende Juli noch auf ihr Vormonatsniveau steigen könnten und ein Exportrückgang während der Sommermonate wegen des hitzebedingt hohen saudi-arabischen Eigenbedarfs nicht ungewöhnlich ist, wirkt die für August angekündigte Exportsenkung bullish. Die Rohölpreise tendieren daher am Morgen aufwärts und haben bereits zwischen 30 und 60 Cent zugelegt. WTI wird bei 70,06 US-Dollar gehandelt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 72,92 US-Dollar. Ähnlich wie die Rohölpreise haben auch die Heizölpreise eine turbulente Woche hinter sich. Am Montag kostete der Brennstoff mehr als 68 Euro, bevor die Preise zur Wochenmitte unter die 67-Euro-Marke rutschten und ihr niedrigstes Niveau seit zweieinhalb Monaten erreichten. Vor dem Wochenende nähern sich die Preisniveaus jenen vom Wochenbeginn an. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter Heizöl aktuell 68,14 Euround damit über einen Euromehr als am Vortag.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 19. Juli 2018 +++

In der vergangenen Woche bestimmten weltweite Produktionsausfälle die Preisbildung am Ölmarkt. Libyen hatte wegen der ungeplanten, vorübergehenden Schließung einiger Exporthäfen 850.000 Barrel pro Tag weniger Öl ausgeführt, während Kanada mindestens den gesamten Juli über täglich 360.000 Barrel weniger produzieren würde. Neben dem eingepreisten, kontinuierlichen Einbruch der venezolanischen Ölförderung begünstigten diese Produktionsunterbrechungen eine zunehmende Verknappung des internationalen Ölangebots. Inzwischen wurden die libyschen Exportzentren reaktiviert und der kanadische Produktionsstopp scheint zumindest auf die US-Ölvorräte keine Wirkung zu haben. Am Dienstag hatte das American Petroleum Institute gemeldet, die US-weiten Bestände an Rohöl seien um 600.000 Barrel gestiegen. Das US-amerikanische Department of Energy (DOE) bestätigte diese Einschätzung gestern und verdeutlichte, dass der Produktionsrückgang Kanadas die US-Importe unbeeindruckt lässt.

Händlerfokus liegt auf US-Produktvorräten
Dem DOE zufolge sind die US-Bestände an Rohöl zuletzt um 5,8 Millionen Barrel gewachsen. Der Aufbau ist grundsätzlich bearish zu interpretieren und war von Analysten nicht erwartet worden. Die DOE-Daten deuten darauf hin, dass der Rückgang der Raffinerieauslastung sowie die Zunahme der Importe bei gleichzeitiger Abnahme der Exporte zu einem Anstieg der Rohölbestände geführt haben. Dass der Ausbau plausibel erklärbar ist, nimmt ihm einen Teil seiner bearishen Wirkungskraft. So konzentrierten sich Marktteilnehmer gestern zügig auf die Entwicklung der Produktvorräte, die überraschend bullish ausfiel. Laut DOE ist der US-Bestand an Destillaten zuletzt um 400.000 Barrel verkleinert worden, während der Benzinbestand um 3,2 Millionen Barrel zurückgegangen ist. Der Grund für diese unerwarteten Rückgänge liegt offenbar in der gestiegenen Nachfrage, die bei Benzin das Vorjahresniveau deutlich übertrifft. Insgesamt ist der DOE-Report neutral zu bewerten. Der Marktfokus lag zunächst auf den bearishen Aspekten, anschließend auf den bullishen und kehrt am Morgen zu den bearishen zurück.

US-Ölförderung auf Rekordkurs
Die USA haben laut DOE in der Berichtswoche täglich elf Millionen Barrel pro Tag gefördert. Somit hat die US-Ölförderung bereits zur Jahresmitte die Marke geknackt, die sie Prognosen zufolge erst gegen Jahresende erreichen sollte. Nach Einschätzung der Energy Information Administration (EIA), der statistischen Abteilung des DOE, könnten die USA ihr Fördervolumen jederzeit erheblich steigern. Laut EIA befindet sich die Zahl gebohrter, aber noch nicht vollständig erschlossener Ölquellen ebenfalls auf einem Rekordniveau. Im Juni gab es US-weit 7.943 solcher Quellen, während es im Januar 2017 noch 5.352 waren. Die US-Förderaktivität erlebt also derzeit einen Aufschwung, dessen Ende noch lange nicht in Sicht ist. Obwohl der Bestandsaufbau beim Rohöl wegen seiner Plausibilität an bearisher Wirkungskraft verliert, belastet er die Rohölpreise am Morgen gemeinsam mit der US-Rekordförderung. WTI wird bei 68,66 US-Dollar gehandelt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 72,64 US-Dollar. Damit bewegen sich die Rohölpreise zwar oberhalb ihres Wochentiefs vom Montag, jedoch sind sie bereits um 30 bis 40 Cent gesunken. Nachdem die Heizölpreise in den vergangenen Tagen um 4,50 Eurogesunken sind, durchbrechen sie heute die 67-Euro-Marke. Im Vergleich zum Vortag haben sie um 30 Cent zugelegt, sodass 100 Liter Heizöl im Deutschlanddurchschnitt aktuell 67,05 Eurokosten. Die Preise bewegen sich hierzulande trotz des leichten Anstiegs weiterhin im Bereich ihres Zweieinhalbmonatstiefs.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 18. Juli 2018 +++

Während des gestrigen Handelstags bewegten sich WTI und Brent in einer Preisspanne von bis zu 1,50 US-Dollar. Beide Referenzsorten schlossen später allerdings ohne große Veränderung nahe ihrer Eröffnungskurse. WTI befindet sich somit weiterhin auf dem niedrigsten Preisniveau seit drei Wochen, während Brent so günstig ist wie seit Mitte April nicht mehr und die Heizölpreise deutschlandweit so niedrig sind wie zuletzt Ende April. Dass die Roh- und Heizölpreise auf Mehrmonatstiefs gesunken sind, geht vor allem auf die preispolitischen Bestrebungen der US-Regierung zurück. US-Präsident Donald Trump hatte ursprünglich die OPEC aufgefordert, ihre Produktion deutlich zu steigern, um internationale Produktionsausfälle wie in Venezuela und möglicherweise schon bald im Iran auszugleichen. Die OPEC ist dieser Forderung allerdings nicht nachgekommen und betonte, sie werde bis auf weiteres bei der Ende Juni beschlossenen Produktionsanhebung von einer Million Barrel pro Tag bleiben. Nun scheint die US-Regierung selbst eingreifen zu wollen. Insidern zufolge wird intern die teilweise Freigabe der nationalen strategischen Ölreserve diskutiert, um so das Angebot zu vergrößern und die Spritpreise vor der US-Kongresswahl zu senken. Am Morgen ist die Ausgangslage anhaltend bearish.

USA: Ölvorräte mit unerwartetem Ausbau
Die US-weiten Ölvorräte sind zuletzt in allen Kategorien ausgebaut worden. Der Bestand an Rohöl ist dem American Petroleum Institute (API) zufolge um 600.000 Barrel gewachsen. Experten hatten wie in den vergangenen Wochen mit einem Rückgang um mehrere Millionen Barrel gerechnet, da die Raffinerieauslastung saisontypisch hoch sein sollte und die USA aufgrund von Produktionsunterbrechungen in diesem Monat weniger Rohöl aus Kanada importieren können. Während der Anstieg des Vorrats an Destillaten um 1,7 Millionen Barrel zu dieser Jahreszeit nicht überrascht, ist der Ausbau des Benzinbestands um 400.000 Barrel ungewöhnlich. Der Report des API ist somit eindeutig bearish zu interpretieren, sodass die Rohölpreise am Morgen über Abwärtspotenzial verfügen. Vor der nachmittäglichen Veröffentlichung des Vergleichsberichts des US-amerikanischen Department of Energy reagieren Marktteilnehmer allerdings noch zögerlich. Die Rohölpreise bewegen sich daher zunächst seitwärts nahe ihrer Eröffnungskurse. WTI wird bei 67,56 US-Dollar gehandelt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet indes 71,64 US-Dollar. Der dieswöchige Abwärtstrend am Ölmarkt ist auch an den Heizölpreisen nicht spurlos vorbeigegangen. Innerhalb einer Woche sind sie hierzulande um 4,50 Eurogesunken und haben so ihr niedrigstes Niveau seit Ende April erreicht. Aktuell kosten 100 Liter Heizöl im Deutschlanddurchschnitt 66,72 Euro.

Irak: Steigerung von Produktion und Exporten
Ende Juni hat die OPEC gemeinsam mit externen Ölproduzenten wie Russland die Anhebung der nationalen Produktionsraten im Rahmen der Förderlimits von Ende 2016 beschlossen. Insgesamt sollte die Produktion um bis zu eine Million Barrel ausgebaut werden. Vor Kurzem war bekannt geworden, dass Saudi-Arabien und Russland bereits im Juni testweise mehr produziert hatten als in den Vormonaten. Mit dem Irak hat nun ein weiterer OPEC-Mitgliedsstaat seine Produktion erfolgreich gesteigert. Der Nachrichtensender Bloomberg geht davon aus, dass die irakische Produktion in der ersten Julihälfte 4,7 Millionen Barrel pro Tag betrug und damit 200.000 Barrel pro Tag mehr als noch im Juni. Um diese Menge sind Bloomberg zufolge auch die irakischen Exporte gestiegen. Die Daten lassen darauf schließen, dass der Irak die zusätzliche Produktionsmenge direkt ausgeführt und so das internationale Angebot wie geplant erhöht hat. Die von der OPEC angekündigte Produktionssteigerung läuft offenbar reibungslos an, da mehrere Staaten über sofort abrufbare Reservekapazitäten verfügen.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 17. Juli 2018 +++

Im Laufe des gestrigen Handelstages sind die Rohölpreise um zweieinhalb bis drei US-Dollar zurückgegangen. WTI ist aktuell so günstig wie zuletzt Ende Juni, während sich der Preis für Brent auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte April befindet. In den Abwärtstrend haben sich auch die Heizölpreise eingereiht, die heute auf ihr Zweimonatstief gesunken sind. Ausgelöst wurde die bearishe Stimmung von dem offenbar unumstößlichen Plan der US-Regierung um Donald Trump, die Spritpreise rechtzeitig vor der Kongresswahl im Sinne der Wähler zu senken. Da die OPEC Trumps Forderung nach einer umfangreicheren Produktionssteigerung wohl nicht nachkommen wird, erwägen die USA Medienberichten zufolge die teilweise Freigabe ihrer strategischen Ölreserven. Dies meldete der Nachrichtensender Bloomberg unter Berufung auf Insider. Im Gespräch sei, zwischen fünf und dreißig Millionen Barrel des Reserveöls auf den Markt zu bringen. Dass die US-Regierung den Rückgriff auf die Notfallvorräte in Betracht zieht, ließ die Ölpreise zum gestrigen Wochenstart abwärts tendieren. Verstärkt wurde die bearishe Bewegung von der Exportaktivität Saudi-Arabiens.

Saudi-Arabien erhöht asiatische Lieferungen
Der OPEC-Mitgliedsstaat Saudi-Arabien soll zwei Abnehmern aus dem asiatischen Raum zusätzliche Mengen des Rohöls Arabian Extra Light angeboten haben. Insidern zufolge hat einer der Raffineriebetreiber das Angebot bereits angenommen. Um Lieferungen welchen Umfangs es sich hierbei handelt, ist unbekannt. Dennoch wird die Meldung am Markt als Hinweis auf eine umfassende Exportsteigerung Saudi-Arabiens aufgefasst. Die Produktions- und Exportstatistiken der OPEC werden in den nächsten Monaten daher mit besonderer Spannung erwartet.

Streik an norwegischen Ölplattformen ausgeweitet
Seit einer Woche befinden sich hunderte Arbeiter an Öl- und Gasplattformen der Nordsee im Streik. Begonnen hatte die Streikphase mit 669 Arbeitnehmern. Inzwischen ist die Zahl der Beteiligten auf mehr als 1.500 gestiegen. Ihr Protest richtet sich gegen die Lohn- und Pensionspolitik der Arbeitgeber. Die Arbeitnehmergewerkschaft SAFE hat bereits angekündigt, bei Ausbleiben einer Einigung könne man die Streikgruppe vergrößern und alle 2.250 Mitglieder einbeziehen. Der Streik betrifft insgesamt 28 Einrichtungen, darunter Öl- und Gasplattformen in der Nordsee. Streikbedingt deaktiviert wurde bislang jedoch nur ein Ölfeld mit einer Tagesproduktion von 23.900 Barrel. Angesichts der mittlerweile entspannteren internationalen Versorgungslage fällt der Nordsee-Produktionsausfall nicht ins Gewicht. Marktteilnehmer nehmen am Morgen vielmehr die Vielzahl bearisher Impulse zur Kenntnis, was die Rohölpreise weiter abwärts tendieren lässt. WTI wird bei 67,78 US-Dollar gehandelt, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 71,56 US-Dollar kostet. Die Referenzöle haben damit bereits zwischen 20 und 30 Cent auf ihre heutigen Eröffnungskurse verloren. Auch die Heizölpreise haben im Vergleich zum Vortag deutlich nachgegeben. Um ungefähr 70 Cent sind sie deutschlandweit gesunken, sodass sich die Preise auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang Mai befinden. Aktuell kosten 100 Liter Heizöl im Deutschlanddurchschnitt 67,88 Euro.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 16. Juli 2018 +++

Die Reaktivierung von vier libyschen Exporthäfen verspricht eine Entspannung der internationalen Versorgungslage, welche am Markt bearish interpretiert wird. Mehrere Wochen lang waren die Exportzentren in Es Sider, Ras Lanuf, Zueitina und Hariga wegen Kämpfen und Blockaden außer Betrieb. Vor wenigen Tagen hob die libysche National Oil Corporation den Force Majeure-Status für Lieferungen von diesen Häfen auf und signalisierte damit, dass sich Export- und Produktionsaktivität des OPEC-Mitgliedsstaates schon bald erholt haben könnten. Im Zuge der Hafenschließungen waren die Ölausfuhren Libyens um 850.000 Barrel pro Tag zurückgefahren worden, während auch die Tagesproduktion um mehrere hunderttausend Barrel verringert worden war. Die wegen Produktionsunterbrechungen und wirksamen OPEC-Produktionskürzungen knappe Angebotssituation könnte sich mit Normalisierung des Betriebs in Libyen stabilisieren. Abzuwarten bleibt jedoch, wie schnell der OPEC-Mitgliedsstaat tatsächlich zu seinen üblichen Export- und Produktionsniveaus zurückkehren wird.

China: Erwarteter Importrückgang im Juni
Die chinesischen Rohölimporte sind im Juni zurückgegangen. Im Vormonat Mai führte der bevölkerungsreichste Staat noch 4,9 Prozent mehr ein, während die Importe im Juni 2017 sogar 9,1 Prozent über dem aktuellen Niveau lagen. Dass China seine Rohölimporte zuletzt zurückgefahren hat, überrascht Analysten nicht. Wie erwartet haben erhöhte Sicherheitsvorkehrungen den Handel mit Gefahrgütern eingeschränkt. Anfang Juni fand im ostchinesischen Qingdao das Gipfeltreffen der Shanghai Cooperation Organisation statt, zu dem unter anderem Chinas Staatschef Xi Jinping, Russlands Präsident Wladimir Putin und Irans Präsident Hassan Rohani erschienen. Raffineriebetreiber hatten angesichts des bevorstehenden Treffens im April sowie im Mai mehr Rohöl importiert, um möglichen Transportschwierigkeiten im Juni aus dem Weg zu gehen. Folglich sind die Importzahlen für Mai ungewöhnlich hoch, während jene für Juni ungewöhnlich niedrig sind. Einen weniger verzerrten Einblick in die Handelstrends Chinas werden erst die Importstatistiken für Juli und August geben.

USA: Freigabe strategischer Reserven denkbar
US-Präsident Donald Trump hatte sich in den vergangenen Wochen wegen der hohen Ölpreise mehrmals an die OPEC gewandt und von der Organisation eine stärkere Produktionssteigerung gefordert. Da die OPEC bislang nicht von ihrer Ende Juni verabschiedeten Steigerungsmarke von einer Million Barrel pro Tag abgerückt ist, scheinen die USA die Senkung der Ölpreise rechtzeitig vor den Kongresswahlen selbst in die Hand nehmen zu wollen. Medienberichten zufolge diskutiert die US-Regierung über die teilweise Freigabe ihrer strategischen Reserven. US-Energieminister Rick Perry hatte zwar betont, die Reserven seien für Notfälle und nicht zur Beeinflussung des Marktes gedacht. Doch von Seiten der International Energy Agency (IEA) erhalten die USA Unterstützung. IEA-Vorsitzender Fatih Birol sagte im Juni, eine Freigabe strategischer Reserven schließe er nicht aus. Bei einem weiteren Rückgang des Angebots sei man bereit, den Markt zu versorgen. Inzwischen hat sich die Versorgungslage mit der Reaktivierung der libyschen Exporthäfen allerdings verbessert, sodass Birol die Freigabemaßnahme nicht länger für zwingend notwendig erachten könnte. Auf die Ölpreisentwicklung haben die Überlegungen der US-Regierung am Morgen einen bearishen Einfluss. Die Referenzsorten haben bereits ungefähr 20 Cent auf ihre heutigen Eröffnungskurse verloren. WTI wird bei 70,39 US-Dollar gehandelt, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 74,70 US-Dollar kostet. Vor dem Wochenende war Heizöl deutschlandweit so günstig wie seit Anfang Mai nicht mehr. Über das Wochenende hinweg sind die Preise nun zwar leicht gestiegen, doch die 69-Euro-Marke konnten sie noch nicht wieder knacken. Damit bewegen sich die Heizölpreise heute im Bereich ihrer Zweiwochentiefs. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter Heizöl aktuell 68,53 Euro.

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