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Kaufland streicht Produkte von Iglo und Mars


Streit um Preise  

Handelskonzern Kaufland künftig ohne Produkte von Iglo und Mars

07.04.2016, 19:18 Uhr | mmr, t-online.de

Kaufland streicht Produkte von Iglo und Mars. Bei Verbrauchern beliebte Iglo-Tiefkühl-Produkte wie das Rahmgemüse sucht man bei Kaufland künftig vergebens. (Quelle: dpa)

Bei Verbrauchern beliebte Iglo-Tiefkühl-Produkte wie das Rahmgemüse sucht man bei Kaufland künftig vergebens. (Quelle: dpa)

Wer künftig Iglo-Fischstäbchen oder Snickers-Schokoriegel bei Kaufland kaufen möchte, wird vergeblich suchen. Wie die "WirtschaftsWoche" berichtet, haben der Tiefkühlkost-Hersteller Iglo und der Lebensmittelkonzern Mars die Zusammenarbeit mit der Handelskette Kaufland beendet.

Hersteller und Händler konnten sich demnach auch nach wochenlangen Verhandlungen nicht über Preise einigen. Eine Kaufland-Sprecherin bestätigte gegenüber dem Magazin, dass sowohl Iglo als auch Mars die Belieferung von Kaufland eingestellt haben.

Beliebte Süßwaren und Iglo-Produkte betroffen

Bei Iglo, das seit Mitte 2015 dem börsennotierten Finanzinvestor Nomad Food mit Sitz auf den britischen Jungferninseln gehört, ist das gesamte Fisch-, Gemüse und Fertiggerichte-Sortiment betroffen. Zusammen mit Dr. Oetker und Landliebe zählt Iglo zu den beliebtesten Lebensmittelmarken der deutschen Verbraucher. 

Die deutsche Tochtergesellschaft des US-Lebensmittel-Riesen Mars (Miracoli, Uncle Ben's) liefert nun keine Süßwaren wie Mars, Bounty, Twix, Milky Way, Balisto oder M&M's mehr an Kaufland. Andere Nahrungsmittel wie Miracoli oder Uncle Ben's Reis sowie die Tiernahrungs-Marken Whiskas, Frolic oder Royal Canin sind vom Boykott nach Auskunft von Kaufland nicht betroffen.

Kaufland macht Preisdruck von Aldi nicht mit

Hersteller und Händler kämpfen seit jeher um gute Konditionen und Preise. Doch seit Aldi vor Monaten damit begonnen hat, Marken wie Pampers, Nivea, Ariel, Funny-Frisch-Chips oder Krombacher ins Sortiment zu nehmen, ist der Ton zwischen Markenartiklern und Handel deutlich rauer geworden. Billigangebote bei Aldi zwingen Wettbewerber wie Edeka, Rewe oder eben Kaufland oft, ihre Verkaufspreise ebenfalls zu senken.

Preiserhöhungen seitens der Hersteller akzeptiert der Handel daher kaum noch, heißt es in der Branche, auch wenn diese, etwa wegen gestiegener Rohstoffpreise, berechtigt sein mögen. Derzeit zeige sich Kaufland als besonders unnachgiebig.

Kaufland ist wie der Discounter Lidl eine Tochter der Schwarz-Gruppe und setzt mit 650 Filialen in Deutschland und ebenso vielen Läden in sieben Auslandsmärkten rund 20 Milliarden Euro um. Das unabhängige Forschungsinstitut "Top Employers" hat Kaufland im Februar als "Top Arbeitgeber Deutschland 2016" ausgezeichnet.

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