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Frist fĂŒr die SteuererklĂ€rung 2021 soll verlĂ€ngert werden

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 10.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Ordner mit Quittungen (Symbolbild): Die SteuererklÀrung macht sich umso leichter, wenn die Belege sortiert sind.
Ordner mit Quittungen (Symbolbild): Die SteuererklÀrung macht sich umso leichter, wenn die Belege sortiert sind. (Quelle: Westend61/getty-images-bilder)
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Bis wann Sie Ihre SteuererklĂ€rung beim Finanzamt einreichen mĂŒssen, hĂ€ngt davon ab, ob Sie das freiwillig tun oder zur Abgabe verpflichtet sind. Die Fristen sollen sich wieder verlĂ€ngern.

Das Wichtigste im Überblick


  • Wer muss eine SteuererklĂ€rung abgeben?
  • Welche Fristen gelten fĂŒr die SteuererklĂ€rung?
  • Wann gibt es eine FristverlĂ€ngerung?
  • Was passiert, wenn ich die Frist verpasse?
  • Wann fordert das Finanzamt Sie zur Abgabe auf?

Zugegeben, es gibt sicher spannendere Dinge auf dieser Welt, als seine SteuererklĂ€rung zu machen. Trotzdem gibt es viele, die nicht drumherum kommen – und viele weitere, die gut daran tĂ€ten, ihre Steuern freiwillig zu erklĂ€ren. Denn das kann sich lohnen.


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MĂŒnzen und Geldscheine auf Lohn- und Gehaltsabrechnung: Nicht jeder ist steuererklĂ€rungspflichtig – kann die SteuererklĂ€rung aber trotzdem freiwillig abgeben
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Ob Pflicht oder KĂŒr – in beiden FĂ€llen mĂŒssen Sie bestimmte Fristen einhalten. Welche das sind, was passiert, wenn Sie die SteuererklĂ€rung zu spĂ€t abgeben, und welche Ausnahme auch in diesem Jahr wieder greifen soll, zeigt Ihnen unser Überblick.

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Wer muss eine SteuererklÀrung abgeben?

Einige Steuerzahler sind dazu verpflichtet, eine SteuererklÀrung abzugeben. Das nennt man Pflichtveranlagung. Das ist der Fall, wenn

  • Sie als Arbeitnehmer weitere EinkĂŒnfte von mehr als 410 Euro neben Ihrem Arbeitslohn haben, etwa aus einer Vermietung,
  • Sie Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen-, Kranken-, Eltern- oder Kurzarbeitergeld von mehr als 410 Euro bekommen,
  • Sie steuerpflichtige EinkĂŒnfte haben, die noch nicht versteuert wurden, etwa aus selbststĂ€ndiger Arbeit,
  • wenn Sie verheiratet und mit Ihrem Partner zusammenveranlagt sind und Sie die Steuerklassen 3 und 5 oder 4 mit Faktor kombinieren,
  • wenn Sie in Steuerklasse 6 besteuert werden,
  • wenn Sie eine LohnsteuerermĂ€ĂŸigung bewilligt bekommen haben, Ihr Arbeitgeber also jeden Monat etwas weniger Lohnsteuer fĂŒr Sie ans Finanzamt abfĂŒhrt. Weitere spezielle FĂ€lle, in denen Sie eine SteuererklĂ€rung abgeben mĂŒssen, finden Sie hier.

In den meisten anderen FĂ€llen sind Sie nicht pflichtveranlagt. Das heißt, Sie können Ihre SteuererklĂ€rung freiwillig abgeben und brauchen keine Sanktionen zu fĂŒrchten.

Welche Fristen gelten fĂŒr die SteuererklĂ€rung?

Wer zur SteuererklÀrung verpflichtet ist, musste sich mit der SteuererklÀrung 2018 ein neues Abgabedatum merken. Bis dahin galt noch der 31. Mai des Folgejahres als Abgabefrist, seitdem haben Sie zwei Monate lÀnger Zeit: bis zum 31. Juli.

FĂŒr die SteuererklĂ€rung 2021 soll es erneut eine Ausnahme geben: Im Vierten Corona-Steuerhilfegesetz heißt es, dass die Abgabefrist um zwei Monate verlĂ€ngert werden soll. Letzter Abgabetermin wĂ€re dann der 30. September 2022. Beschlossen ist das aber noch nicht. Das Gesetz soll Ende Mai in Kraft treten.

Aktuell gilt noch: Weil der 31. Juli 2022 auf einen Sonntag fĂ€llt, verschiebt sich die Frist auf den 1. August 2022. Sie gilt fĂŒr Steuerpflichtige, die sich nicht von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein helfen lassen.

Geben Sie Ihre EinkommensteuererklĂ€rung hingegen in professionelle HĂ€nde, verlĂ€ngert sich die Abgabefrist automatisch um sieben Monate. Mit Berater endet die Frist also normalerweise am letzten Februartag des ĂŒbernĂ€chsten Jahres. FĂŒr die SteuererklĂ€rung 2021 ist das der 28. Februar 2023.

Auch hier plant die Bundesregierung aber eine spĂ€tere Frist. Steuerpflichtige, die einen Berater in Anspruch nehmen, sollen vier Monate lĂ€nger Zeit bekommen, falls das Gesetz verabschiedet wird – also bis zum 30. Juni 2023.

Eine Ausnahmeregel galt bereits fĂŒr das Steuerjahr 2020. Wegen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung die Abgabefrist um drei Monate verlĂ€ngert. WĂ€hrend die allgemeine gesetzliche Frist am 1. November 2021 endete, lĂ€uft jene fĂŒr Berater noch bis zum 31. Mai 2022. Das Vierte Corona-Steuerhilfegesetz sieht eine VerlĂ€ngerung um weitere drei Monate bis zum 31. August 2022 vor. Lesen Sie hier, wann sich ein Steuerberater fĂŒr Sie lohnt.

Da das Gesetz allerdings erst verabschiedet werden wird, nachdem die derzeit noch geltende Abgabefrist vorbei ist, hat das Bundesfinanzministerium Folgendes klargestellt: Pflichtveranlagte, die ihre SteuererklĂ€rung nach dem 31. Mai, aber vor dem Inkrafttreten des Vierten Corona-Steuerhilfegesetzes einreichen, sind damit nicht zu spĂ€t dran – und mĂŒssen daher auch keinen VerspĂ€tungszuschlag zahlen.

Gut zu wissen: WÀhrend ein Steuerberater jeden beraten darf, können Sie sich an einen Lohnsteuerhilfeverein nur wenden, wenn Sie Arbeitnehmer oder Rentner sind.

Wer seine SteuererklĂ€rung nicht machen muss, aber freiwillig abgeben möchte (Antragsveranlagung), hat dafĂŒr zwar deutlich lĂ€nger Zeit – aber auch nicht ewig. Vier Jahre bleiben Ihnen dafĂŒr. Dann lĂ€uft die sogenannte FestsetzungsverjĂ€hrungsfrist ab.

FĂŒr diese Jahre können Sie SteuererklĂ€rungen noch freiwillig abgeben:

  • SteuererklĂ€rung 2018: 31. Dezember 2022
  • SteuererklĂ€rung 2019: 31. Dezember 2023
  • SteuererklĂ€rung 2020: 31. Dezember 2024
  • SteuererklĂ€rung 2021: 31. Dezember 2025

Wann gibt es eine FristverlÀngerung?

Können Sie Ihre SteuererklÀrung aus einem triftigen Grund nicht rechtzeitig abgeben, sollten Sie beim Finanzamt eine FristverlÀngerung beantragen. Ein solcher Grund kann zum Beispiel eine lÀngere Krankheit, ein Auslandsaufenthalt oder ein Umzug sein.

Der Antrag muss schriftlich erfolgen. Außerdem sollten Sie ihn begrĂŒnden und einen neuen Termin nennen. Bitten Sie das Finanzamt darum, Ihnen eine BestĂ€tigung zu schicken. Einen Anspruch auf die FristverlĂ€ngerungen haben Sie allerdings nicht.

Was passiert, wenn ich die Frist verpasse?

Seit Sie lÀnger Zeit haben, Ihre verpflichtende SteuererklÀrung einzureichen, sind auch die Sanktionen hÀrter, wenn Sie die Frist versÀumen. Passiert das, kommt es darauf an, wie sehr Sie in Verzug sind.

Geben Sie Ihre SteuererklĂ€rung höchstens 14 Monate nach Ablauf des Steuerjahres ab, haben Finanzbeamte noch einen Ermessensspielraum, ob sie einen VerspĂ€tungszuschlag festsetzen und wie hoch der ausfĂ€llt. Danach mĂŒssen sie den Zuschlag verlangen – zuzĂŒglich zu einer möglichen Steuernachzahlung.

Laut § 152 Abgabenordnung betrÀgt der VerspÀtungszuschlag 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro angefangenem Monat.

  • Beispiel: Nehmen wir an, Sie mĂŒssen eigentlich bis zum 1. August 2022 Ihre EinkommensteuererklĂ€rung 2021 abgeben, tun dies aber erst im Mai 2023. Dann ist der Ermessensspielraum bereits vorbei, das Finanzamt muss einen Zuschlag verlangen. Und zwar mindestens 250 Euro, weil Sie zehn Monate zu spĂ€t dran sind.

Das Finanzamt kann auf den VerspÀtungszuschlag allerdings verzichten, wenn Ihnen dem Steuerbescheid zufolge eine Erstattung zusteht. Gleiches gilt, wenn die Steuer mit 0 Euro festgesetzt wird. Neben dem Zuschlag gibt es noch Zwangsgeld, SteuerschÀtzung und VerspÀtungszinsen als mögliche weitere Sanktionen.

Wann fordert das Finanzamt Sie zur Abgabe auf?

Manchmal fordert Sie das Finanzamt auch per Post dazu auf, eine SteuererklĂ€rung abzugeben. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn es eine sogenannte Kontrollmitteilung ĂŒber EinkĂŒnfte erhalten hat, die sich auf die Steuer auswirken können. Dazu zĂ€hlen etwa ein Erbe, eine Schenkung oder KapitalertrĂ€ge.

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Kommen Sie diesem Schreiben in jedem Fall nach. Verpassen Sie die darin festgesetzte Frist, droht auch hier der VerspÀtungszuschlag.

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