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Hotels und Gaststätten machen 40 Prozent weniger Umsatz

Von rtr, afp
Aktualisiert am 18.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Eine Gaststätte in der Kölner Altstadt: Im Corona-Lockdown müssen Hotels und Restaurants schließen.
Eine Gaststätte in der Kölner Altstadt: Im Corona-Lockdown müssen Hotels und Restaurants schließen. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)
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Jetzt ist es amtlich: Wegen der Corona-Krise verzeichnen deutsche Restaurants und Hotels einen heftigen Umsatzeinbruch. Vielen Betrieben droht das Aus.

Die Hotels und Gaststätten in Deutschland haben wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie fast 40 Prozent ihres Umsatzes eingebüßt. Das Gastgewerbe nahm 2020 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich 38 Prozent weniger ein, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag auf Grundlage einer ersten Schätzung mitteilte. Im November, mit Beginn des neuen Lockdowns, sank der Umsatz der Branche im Vorjahresvergleich um 67,9 Prozent.


Diese Firmen sind in der Corona-Krise in Schieflage geraten

Adler-Modemärkte: Die Textilkette hat ihr Insolvenzverfahren Ende August 2021 beendet. Bis zu 500 der insgesamt 3.100 Arbeitsplätze fallen weg, rund 30 Filialen sind von Schließungen betroffen, wie ein Sprecher des neuen Eigentümers Zeitfracht Gruppe am Dienstag sagte. Das Insolvenzverfahren war im Januar beantragt und am 1. Juli eröffnet worden.
Nobiskrug: Die insolvente Rendsburger Traditionswerft Nobiskrug wurde im Juli 2021 von der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) übernommen – und ist damit gerettet. Nahezu alle 300 Arbeitsplätze blieben erhalten, hieß es. Nobiskrug hatte im April diesen Jahres einen Insolvenzantrag gestellt. Die Werft hat unter anderem die "SY A" gebaut (auf dem Bild), die als als einer der größten Luxusjachten der Welt gilt.
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Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erzielten im November laut Statistik 82,2 Prozent niedrigere Umsätze als im November 2019. In der Gastronomie fiel der Umsatz demnach um 60,1 Prozent. Die Caterer hatten etwas weniger heftige Einbußen, bei ihnen betrug das Minus 45,1 Prozent.

Das Statistische Bundesamt berücksichtigt für die Gastgewerbezahlen Betriebe mit einem Umsatz von mindestens 150.000 Euro pro Jahr. Die am Montag veröffentlichte Schätzung beruht auf den Umsätzen von Januar bis November 2020, einer Schätzung für den vom verschärften Lockdown geprägten Monat Dezember sowie dem Revisionsbedarf bei den Ergebnissen für die Monate März bis einschließlich November.

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Drei Viertel der Betriebe in ihrer Existenz bedroht

Grund für diese Entwicklung sind der Lockdown im Frühjahr und Eindämmungsmaßnahmen im Kampf gegen die Virus-Pandemie. Restaurants und Kneipen mussten teilweise ihre Betriebe schließen und durften nur noch Außer-Haus-Service anbieten.

Seit November gilt erneut ein Lockdown, weswegen etwa Hotels und Pensionen nur Geschäftsreisende aufnehmen dürfen. Dies drückte den Umsatz im November um rund 52 Prozent zum Oktober und um fast 68 Prozent zum Vorjahrsmonat.

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Drei von vier Gastronomen und Hoteliers bangen einer Umfrage zufolge angesichts der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie um ihre Existenz. 75,5 Prozent von 12.000 Betrieben gaben dies an, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) jüngst erklärt hatte. Der Verband hat wiederholt kritisiert, dass die versprochenen Staatshilfen zu spät oder nicht im vollen Umfang bei den Betrieben ankommen.

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