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Deutsche Wirtschaft schüttelt Corona erst 2022 ab

Konjunktur trübt sich ein  

Deutsche Wirtschaft schüttelt Corona erst 2022 ab

25.01.2021, 12:25 Uhr | dpa, rtr

Deutsche Wirtschaft schüttelt Corona erst 2022 ab. Automobilfertigung (Symbolbild): Laut Bundesregierung dauert es noch, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird. (Quelle: imago images/Sascha Steinach)

Automobilfertigung (Symbolbild): Laut Bundesregierung dauert es noch, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird. (Quelle: Sascha Steinach/imago images)

Bis die deutsche Wirtschaft wieder das Vorkrisenniveau erreicht, wird es laut der Bundesregierung noch länger dauern. Viele Unternehmen sind pessimistisch.

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesregierung erst Mitte 2022 das Vorkrisenniveau wieder erreichen. Das geht aus einem Entwurf des Jahreswirtschaftsberichts hervor.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will ihn am Mittwoch in Berlin vorstellen. "Die erwartete Erholung der globalen Wirtschaft, die Unterauslastung der Produktionskapazitäten, aber auch die Frühindikatoren sprechen für eine Fortsetzung des Aufholprozesses", heißt es in dem Dokument.

Eine konkrete Prognose für das Wachstum ist in dem Entwurf noch nicht enthalten. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Freitag jedoch schon von einem Insider erfahren, dass die Regierung nun nur noch von einem Plus von 3,0 Prozent für 2021 ausgeht. Bislang hatte sie noch mit 4,4 Prozent gerechnet.

2020 war die deutsche Wirtschaft wegen der massiven Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie um 5,0 Prozent eingebrochen. "Die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin maßgeblich vom Pandemieverlauf und von den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst", heißt es in dem Entwurf.

"Erholung der Wirtschaft vorzeitig beendet"

Die Unternehmensstimmung in Deutschland hat sich zu Beginn des Jahres vor dem Hintergrund der Verlängerung von Corona-Beschränkungen überraschend deutlich eingetrübt. Im Januar fiel das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster Konjunkturindikator, im Monatsvergleich um 2,1 Punkte auf 90,1 Zähler, wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt nur einen Rückgang auf 91,4 Punkte erwartet. Im Dezember hatte sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen nach zwei Rückgängen in Folge noch verbessert.

"Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft vorläufig beendet", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der Umfrage unter etwa 9.000 Unternehmen. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten für das nächste halbe Jahr wurden durch die befragten Unternehmen schlechter bewertet.

Diese Branchen schauen besonders pessimistisch in die Zukunft

Im Bereich Dienstleistungen sei der Indikator für das Geschäftsklima "merklich" gesunken, erklärte das Institut. Der Sektor wird durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie besonders hart getroffen.

Im Bereich Handel ist der entsprechende Indexwert geradezu abgestürzt, von plus 0,3 Punkten im Dezember auf minus 17,2 Zähler im Januar. "Die Stimmung verschlechterte sich, teilweise massiv, in nahezu allen Einzelhandelssparten", hieß es.

Aber auch im verarbeitenden Gewerbe, zuletzt eine Stütze der deutschen Wirtschaft in der zweiten Corona-Welle, ist der Indexwert nach acht Anstiegen in Folge wieder gesunken. Auch im bisher robusten Bauhauptgewerbe habe sich das Geschäftsklima verschlechtert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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