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Schwächeres Wirtschaftswachstum: In China breitet sich die Delta-Variante aus


Pandemie belastet  

Schwächeres Wachstum in China – Delta-Variante breitet sich aus

15.09.2021, 12:58 Uhr | fls, dpa-AFX, dpa

Schwächeres Wirtschaftswachstum: In China breitet sich die Delta-Variante aus. Halsabstrich beim Apple-Zulieferer Foxconn: Chinesische Arbeiter müssen sich regelmäßig auf Corona testen lassen. (Quelle: Reuters)

Halsabstrich beim Apple-Zulieferer Foxconn: Chinesische Arbeiter müssen sich regelmäßig auf Corona testen lassen. (Quelle: Reuters)

Der chinesischen Wirtschaft geht die Luft aus, der Post-Corona-Boom der vergangenen Monate schwächt sich ab. Die Gefahr durch das Coronavirus ist noch nicht gebannt.

Der Aufschwung der chinesischen Wirtschaft hat im August an Fahrt verloren. Wie das Pekinger Statistikamt am Mittwoch mitteilte, wuchsen die Umsätze im Einzelhandel nur noch um 2,5 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Industrieproduktion legte um 5,3 Prozent zu. Beide Werte blieben hinter den Erwartungen von Analysten zurück. 

Vor allem durch den größten Ausbruch des Coronavirus seit einem Jahr mit der gefährlichen Delta-Variante hatte Chinas Wirtschaft zuletzt etwas an Dampf verloren. Die chinesische Regierung verfolgt eine "Null-Covid-Strategie". Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff.

Auch wenn die Erwartungen zuletzt etwas zurückgeschraubt worden waren, rechnen Experten in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum in China von mehr als acht Prozent. Im ersten Quartal wuchs die Wirtschaft kräftig um 12,7 Prozent – vor allem wegen der niedrigen Vergleichsbasis im Vorjahr kurz nach dem Ausbruch des Virus. Die Regierung hat für dieses Jahr ein Wachstumsziel von "mehr als sechs Prozent" vorgegeben. Im vergangenen Jahr erlebte China wegen der Pandemie nur ein Wachstum von 2,3 Prozent.

Lockdown in zwei Großstädten

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in der südostchinesischen Provinz Fujian weiter aus. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, wurden in der Provinz 50 weitere Infektionen entdeckt. Seit dem Ausbruch der Delta-Variante am vergangenen Freitag gab es damit 152 Infizierte. In zwei Großstädten der Provinz, Putian und Xiamen, war daraufhin ein Lockdown angeordnet worden.

Der aktuelle Ausbruch hatte seinen Ursprung in Putian. Es wurde vermutet, dass ein Familienvater nach seiner Rückkehr aus Singapur das Virus eingeschleppt hat. Der Mann war am 4. August zurück nach China gereist, verbrachte 21 Tage in Quarantäne und war neun Mal negativ auf das Virus getestet worden. Am vergangenen Freitag fiel ein Test dann aber positiv aus.

Konjunkturdaten sind ein wichtiger Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft, damit auch für die deutsche Konjunktur. Grundsätzlich liegt das daran, dass viele deutsche Firmen einen Teil ihrer Geschäfte in China machen. Im Falle der Corona-Krise ist ein weiterer Grund, dass China die Pandemie deutlich eher als der Rest der Welt in den Griff bekam und damit auch wirtschaftliche Entwicklungen vorweg nimmt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX und dpa

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