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Lieferando kriegt mehr Konkurrenz: DoorDash übernimmt Wolt


Für sieben Milliarden Euro  

US-Lieferdienst kauft Wolt und nimmt Kurs auf Europa

10.11.2021, 11:49 Uhr | dpa

Lieferando kriegt mehr Konkurrenz: DoorDash übernimmt Wolt. Wolt-Lieferfahrer bei der Arbeit (Symbolbild): Der Lieferdienst wird vom US-Branchenriesen DoorDash übernommen. (Quelle: imago images/Jürgen Schwarz)

Wolt-Lieferfahrer bei der Arbeit (Symbolbild): Der Lieferdienst wird vom US-Branchenriesen DoorDash übernommen. (Quelle: Jürgen Schwarz/imago images)

Konkurrenz für Lieferando: Der Branchengigant DoorDash schnappt sich Wolt und erweitert dadurch auf einen Schlag sein Gebiet um mehr als 20 Länder. Auch beim Berliner Start-up Flink mischt er schon mit.

Im boomenden Geschäft mit Essenslieferungen in Europa will nun auch der US-Branchenriese DoorDash DoorDash Aktie mitmischen. Die Firma aus San Francisco übernimmt dafür den finnischen Anbieter Wolt, der unter anderem auch in Berlin aktiv ist. DoorDash baut damit sein Gebiet auf einen Schlag um mehr als 20 Länder aus. In Europa ist bisher der niederländische Konzern Just Eat Takeaway (Lieferando) besonders stark.

DoorDash lässt sich die Wolt-Übernahme insgesamt sieben Milliarden Euro kosten, der Kaufpreis soll komplett in Aktien bezahlt werden. Der bisherige Wolt-Chef Miki Kuusi werde für DoorDash das internationale Geschäft leiten, wie die Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch mitteilten. Der Deal soll im ersten Halbjahr 2022 über die Bühne gehen.

DoorDash gilt in den USA als Marktführer

DoorDash war bisher vor allem im Heimatmarkt USA sowie in Kanada und Australien aktiv. Über Pläne für einen Markteintritt in Europa wurde schon seit Monaten spekuliert. Auch mit dem Wolt-Kauf kommen wichtige europäische Märkte wie Großbritannien, Frankreich, Spanien oder Italien noch nicht auf die DoorDash-Karte.

In den USA gilt DoorDash als Marktführer vor Konkurrenten wie Uber Eats oder der von Just Eat Takeaway übernommenen Firma Grubhub. Im vergangenen Quartal steigerte das Unternehmen den Umsatz im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 1,275 Milliarden Dollar, während der Verlust von 43 auf 101 Millionen Dollar anstieg. Die Aktie von DoorDash legte im nachbörslichen US-Handel nach Bekanntgabe des Deals und der Quartalszahlen um gut 19 Prozent zu.

Das Geschäft mit der Lieferung von fertigem Essen und Lebensmitteln hat in der Corona-Pandemie einen kräftigen Schub bekommen. Entsprechend drängen auch mehr Anbieter in den lukrativen Markt – und es kommt verstärkt zu Übernahmen.

Just Eat Takeaway blätterte für Grubhub im vergangenen Jahr gut sieben Milliarden Dollar hin, Uber kaufte den Zustelldienst Postmates für mehr als 2,5 Milliarden Dollar. DoorDash hatte sich laut Medienberichten im September bereits an einer Finanzierungsrunde des Berliner Lebensmittel-Lieferanten Flink beteiligt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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