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Security-Firmen klagen ĂŒber knappes Personal

Von t-online, mak

Aktualisiert am 26.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Corona-Polizei von Stadtpolizei und VGF, Frankfurt (Symbolbild): Die Sicherheitsbranche konnte ihren Umsatz 2021 steigern.
Corona-Polizei von Stadtpolizei und VGF, Frankfurt (Symbolbild): Die Sicherheitsbranche konnte ihren Umsatz 2021 steigern. (Quelle: rheinmainfoto/imago-images-bilder)
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Sicherheitsfirmen werden in der Pandemie sehr wichtig: Oftmals kontrollieren sie im Handel oder vor Impf- und Testzentren. Doch das Personal wird knapp – der Verband schlĂ€gt nun Alarm.

Der FachkrĂ€ftemangel schlĂ€gt auf die Sicherheitsbranche durch. Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) beklagt einen enormen Personalmangel. "Im Dezember 2021 gab es 11.400 unbesetzte Stellen in unserem Verband", sagte BDSW-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Florian Graf bei einem PressegesprĂ€ch am Mittwoch.

"Das ist ein Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Dezember 2021", so Graf weiter. Der BDSW ist der grĂ¶ĂŸte Verband der Sicherheitsbranche, hier sind mehr als 800 Firmen organisiert mit insgesamt rund 260.000 Mitarbeitern.

Und der Verband befĂŒrchtet, dass es wegen der Omikron-Variante zu weiteren PersonalengpĂ€ssen kommen könnte. Grafs Forderung daher: "Unsere Systemrelevanz sollte festgeschrieben werden." Sicherheitsdienstleister sollten "rechtssicher genauso wie Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur behandelt werden". Das heißt: FĂŒr sie wĂŒrde eine verkĂŒrzte QuarantĂ€nezeit gelten, Ă€hnlich wie bei Mitarbeitern in KrankenhĂ€usern.

Firmen steigern Umsatz

Die Bedeutung von Sicherheitsdienstleistern hĂ€tte in der Pandemie deutlich zugenommen, sagt Gregor Lehnert, PrĂ€sident des BDSW. Die Corona-Krise habe sich fĂŒr die Sicherheitswirtschaft ambivalent ausgewirkt, so Lehnert.

WÀhrend an FlughÀfen, bei Veranstaltungen oder Ausstellungen zahlreiche AuftrÀge wegbrachen, kamen demnach neue TÀtigkeiten wie in Test- und Impfzentren, KrankenhÀusern und Pflegeheimen oder im Einzelhandel hinzu.

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Auch der Gesamtumsatz der organisierten Firmen im Jahr 2021 dĂŒrfte daher gestiegen sein, laut vorlĂ€ufiger SchĂ€tzung auf 9,65 Milliarden Euro, ein Plus gegenĂŒber dem Vorjahr von 5 Prozent, so BDSW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Graf. 2020 hatte das Plus 4,5 Prozent betragen.

Übergriffe im Einzelhandel stiegen an

Im Einzelhandel kam es zuletzt bei der Kontrolle von 2G-Nachweisen immer öfter zu Übergriffen auf Ladenmitarbeiter. Der Chef des Handelsverbands HDE, Stefan Genth, zeigte sich jĂŒngst im GesprĂ€ch mit t-online alarmiert. "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden beschimpft, bespuckt und auch aggressiv körperlich angegangen. VorfĂ€lle dieser Art sind unertrĂ€glich", sagte Genth.

Auch der BDSW sieht vereinzelt solche Übergriffe, etwa vor Pflegeeinrichtungen oder im ÖPNV, so Graf. Die Angriffe hĂ€tten "deutlich zugenommen", eine konkrete Zahl nannte er jedoch nicht. Deshalb sei es wichtig, dass dort, wo Bedarf ist, auch Sicherheitsdienstleister in Anspruch genommen werden könnten. Denn vielerorts sind die Firmen komplett ausgebucht.

"IHKs sind zum Nadelöhr geworden"

Der Verband kritisierte daher auch die wegen der Corona-Krise verlangsamten QualifikationsĂŒberprĂŒfungen bei den Industrie- und Handelskammern. "Die IHKs sind zum Nadelöhr geworden", sagte Graf.

In dem geplanten Sicherheitsdienstleistungsgesetz, das die Ampelregierung auch im Koalitionsvertrag stehen hat, sollten weitere Qualifizierungsanbieter zugelassen werden.

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