Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

US-Notenbank erhöht den Leitzins vorerst nicht

Von dpa, afp, mk, bb

Aktualisiert am 26.01.2022Lesedauer: 2 Min.
US-Notenbankchef Jerome H. Powell: Er ist in Sorge ĂŒber die hartnĂ€ckig hohe Inflation.
US-Notenbankchef Jerome H. Powell: Er ist in Sorge ĂŒber die hartnĂ€ckig hohe Inflation. (Quelle: MediaPunch/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Der Leitzins in den USA bleibt zwischen null und 0,25 Prozent. Mit der Niedrigzinspolitik will die US-Notenbank die Wirtschaft bei der Überwindung der Corona-Krise unterstĂŒtzen.

Die MĂ€rkte waren in großer Unruhe vor dieser Entscheidung: Doch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) belĂ€sst den Leitzins vorerst weiter in der extrem niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent. Das entschied der Zentralbankrat am Mittwoch.

Zugleich kĂŒndigte der US-Notenbankchef Jerome Powell auf einer Pressekonferenz in Washington jedoch eine baldige Zinserhöhung an. Angesichts der hohen Inflationsrate und der guten Lage am Arbeitsmarkt werde es "bald angemessen" sein, die Leitzinsen zu erhöhen. Die wegen der Corona-Pandemie gestarteten drastischen AnleihekĂ€ufe sollen demnach bis Anfang MĂ€rz eingestellt werden. Dann wĂ€re der Weg frei fĂŒr eine Anhebung der Leitzinsen.

Jerome Powell sagte, die Fed werde die Wirtschaft in diesem Jahr weniger unterstĂŒtzen als noch in den vergangenen zwei Pandemiejahren. Viel hĂ€ngt fĂŒr die US-Notenbank aber davon ab, wie sich die Covid-19-Situation und deren Folgen fĂŒr die Unternehmen und die PreisstabilitĂ€t entwickeln. "Covid ist nicht vorbei. Das mĂŒssen wir akzeptieren", sagte Powell. Das könne nach wie vor Auswirkungen auf mögliche Lockdowns und damit auf die Lieferketten haben.

Die amerikanische Fed ist wie die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) den Zielen der PreisstabilitĂ€t und VollbeschĂ€ftigung verpflichtet. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich in den USA derzeit sehr positiv, aber die zugleich stattfindende, historisch hohe Teuerung zwingt die Fed gegenzusteuern, ohne zugleich ArbeitsplĂ€tze zu gefĂ€hrden. Eine Erhöhung des Leitzinses wĂŒrde die Inflation bremsen, aber auch die Konjunktur dĂ€mpfen und damit den Zuwachs von Jobs.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Sanktionen treffen jetzt auch manche deutsche Rentner
Anti-Kriegs-Demo in MĂŒnchen (Symbolbild): Mit Sanktionen gegen Russland versucht der Westen, das Kriegstreiben Putins aufzuhalten.


Die Verbraucherpreise in den USA waren im Dezember um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat angestiegen. Das war der höchste Wert seit Jahrzehnten. Powell sagte: "Die Situation entwickelt sich derzeit noch ein bisschen schlechter." Aber langfristig dĂŒrfte die Inflationsrate weniger stark ansteigen, als zuletzt. Ziel sei es, sie wieder in Richtung 2 Prozent zu bringen, so der Notenbankchef.

Weitere Artikel

EZB-Direktorin Schnabel
Sorge vor Inflation – "Es besteht ein AufwĂ€rtsrisiko"
EZB-Direktorin Isabel Schnabel: Das Risiko einer lÀnger anhaltenden hohen Inflation wÀchst.

Im Dezember 2021
Inflationsrate in den USA auf höchstem Stand seit 1982
Frau in einem Supermarkt in New York (Symbolbild): Die Teuerung zieht in den USA krÀftig an.

EZB bleibt bei Kurs
Schnelle Zinserhöhung wĂŒrde die Wirtschaft ausbremsen
Sieht keinen Handlungsbedarf: EZB-Chefin Christine Lagarde fĂŒrchtet, dass steigende Zinsen das Wirtschaftswachstum abbremsen wĂŒrden.


Die massiv steigenden Preise haben in den USA auch große politische Auswirkungen fĂŒr die Demokraten und ihren PrĂ€sidenten Joe Biden. In Herbst dieses Jahres finden die wichtigen Zwischenwahlen statt, bei denen die Republikaner die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses gewinnen könnten. Die Inflation zu spĂŒren haben insbesondere Ă€rmere Menschen und solche mit mittleren Einkommen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Florian Schmidt
Von Florian Schmidt, Davos
COVID-19EZBFederal Reserve BankUSAWashington
Ratgeber

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website