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"Die Preisexplosion bei Lebensmitteln w├Ąre gestoppt"

  • Florian Schmidt
  • Mauritius Kloft
Von F. Schmidt, M. Kloft, F. Holewik

Aktualisiert am 25.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Obst und Gem├╝se im Supermarkt: Ohne Mehrwertsteuer k├Ânnten die Preise fallen.
Obst und Gem├╝se im Supermarkt: Ohne Mehrwertsteuer k├Ânnten die Preise fallen. (Quelle: Sven Hoppe/dpa-bilder)
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Die Inflation ist so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr. Sozialverb├Ąnde fordern deshalb, die Mehrwertsteuer f├╝r Lebensmittel auf null Prozent zu senken. Hilft das wirklich?

Das Wichtigste im ├ťberblick


  • Worum geht es genau?
  • Wie sehr k├Ânnten die Preise theoretisch sinken?
  • Was sagen die Lebensmittelh├Ąndler dazu?

Das Leben wird teurer und die Deutschen ├Ąrmer. Die steigenden Preise fressen immer mehr vom Netto auf, die Inflation wird zunehmend zum Problem f├╝r viele Menschen. Besonders betroffen: Haushalte, die ohnehin nicht viel im Portemonnaie haben.

Damit sie nicht am N├Âtigsten zum Leben sparen m├╝ssen, wird jetzt ├╝ber eine Absenkung der Mehrwertsteuer f├╝r Lebensmittel diskutiert. t-online erkl├Ąrt, was das br├Ąchte, wie viel Sie dadurch theoretisch sparen k├Ânnten ÔÇô und ob es in der Praxis ├╝berhaupt dazu k├Ąme.

Worum geht es genau?

Die Idee hatten mehrere Sozialverb├Ąnde, darunter der VdK: Um Verbraucher im Alltag finanziell zu entlasten, soll der Staat bei Lebensmitteln wie Obst und Gem├╝se auf die Mehrwertsteuer verzichten.

In der Regel betr├Ągt diese 19 Prozent. Ein reduzierter Satz von 7 Prozent gilt f├╝r Produkte, die dem Gemeinwohl dienen ÔÇô dazu z├Ąhlen auch Grundnahrungsmittel wie Milch, Fleisch, Obst, Gem├╝se und Backwaren. Fiele Steuer weg, k├Ânnte eine Packung Nudeln etwa statt 1,89 Euro k├╝nftig 1,77 Euro kosten (siehe n├Ąchster Abschnitt).

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Eine aktuelle Umfrage zeigt: Eine breite Mehrheit von 77 Prozent der Deutschen ist f├╝r die Null-Prozent-Mehrwertsteuer. Auch Bundesagrarminister Cem ├ľzdemir (Gr├╝ne) unterst├╝tzte die Forderung zuletzt, ebenso das Umweltbundesamt, das am Wochenende eine generelle Abschaffung der Mehrwertsteuer f├╝r pflanzliche Lebensmittel vorgeschlagen hatte.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem ├ľzdemir (Gr├╝ne): Eine abgesenkte Mehrwertsteuer f├╝r Lebensmittel kann er sich gut vorstellen.
Bundeslandwirtschaftsminister Cem ├ľzdemir (Gr├╝ne): Eine abgesenkte Mehrwertsteuer f├╝r Lebensmittel kann er sich gut vorstellen. (Quelle: imago-images-bilder)

Bei FDP und SPD st├Â├čt die Idee eher auf Skepsis. Verwiesen wird auf zwei bereits auf den Weg gebrachte Milliardenpakete mit anderen Entlastungsma├čnahmen. Zudem hei├čt es, dass sich die Absenkung der Mehrwertsteuer im ersten Corona-Krisenjahr 2020 kaum im Geldbeutel der Deutschen bemerkbar gemacht ÔÇô zugleich aber rund 20 Milliarden Euro gekostet habe.

Wie hoch die Kosten dieses Mal w├Ąren, ist derweil ebenso umstritten wie die Frage, wie sehr Lebensmittel ohne Mehrwertsteuer wirklich etwas br├Ąchten. W├Ąhrend viele Experten die Ma├čnahme als wenig zielgerichtet einsch├Ątzen, weil sie sich auch an wohlhabendere Haushalte richtet, argumentieren andere damit, dass ├ärmere anteilig viel mehr ihres Geldes f├╝r Lebensmittel ausgeben m├╝ssen. Sie w├╝rden also st├Ąrker entlastet.

Wie sehr k├Ânnten die Preise theoretisch sinken?

Sollte die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel komplett fallen, k├Ânnten die Preise theoretisch um den jeweiligen Satz an Mehrwertsteuer sinken. Das hei├čt also:

  • Wer f├╝r eine 500-Gramm-Packung Hackfleisch derzeit 3,99 Euro zahlt, m├╝sste dann nur noch 3,73 Euro zahlen, der erm├Ą├čigte Satz von 7 Prozent Mehrwertsteuer w├╝rde wegfallen.
  • Anderes Beispiel, Orangensaft: Wird aktuell f├╝r eine Flasche 1,29 Euro f├Ąllig, s├Ąhe dies ohne Mehrwertsteuer von 19 Prozent anders aus. Der Saft w├╝rde nur noch 1,08 Euro kosten.
  • Und bei einer Packung Nudeln, die aktuell 1,89 Euro kostet, l├Ąge der Preis bei 1,77 Euro. Angenommen der erm├Ą├čige Satz von 7 Prozent w├╝rde entfallen.
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Tats├Ąchlich ist aber fraglich, inwiefern die Lebensmittelketten eine Mehrwertsteuersenkung wirklich weitergeben w├╝rden. Auch Wettbewerbs├Âkonom Christian Rusche vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sieht das so.

Christian Rusche, Wettbewerbs├Âkonom am IW K├Âln.
Christian Rusche, Wettbewerbs├Âkonom am IW K├Âln. (Quelle: privat)

"Ich gehe zwar nicht von einer kompletten Eins-zu-Eins-Entlastung aus", sagt er t-online. Das h├Ątte man auch beim Corona-Paket 2020 gesehen. Damals senkte der Bund die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent, und von 7 auf 5 Prozent ab. "Nicht ├╝berall wurde das auch weitergereicht."

Doch im Lebensmitteleinzelhandel sei der Preiskampf schon enorm, so Rusche. "Bei vielen Produkten w├╝rden Kunden einen Wegfall der Mehrwertsteuer sp├╝ren. Auch wenn die Preise wom├Âglich nicht gleich sinken w├╝rden", so Rusche.

Vielmehr w├Ąre es so, dass Discounter die Preise nicht weiter anziehen w├╝rden. "Die Preisexplosion bei Lebensmitteln w├Ąre gestoppt."

Derzeit halten sich Lebensmittelketten noch zur├╝ck, wollen ├╝ber einen Wegfall der Mehrwertsteuer und die Folgen f├╝r Kunden nicht spekulieren.

Was sagen die Lebensmittelh├Ąndler dazu?

Die Lebensmittelh├Ąndler halten sich bei dem Thema bedeckt. Auf Anfrage von t-online will Edeka sich nicht ├Ąu├čern. Aldi S├╝d teilt mit, man wolle weiterhin "bestm├Âgliche Qualit├Ąt zum bestm├Âgliche Preis" anbieten. Vor weiteren Preiserh├Âhungen w├╝rden alle Alternativen gepr├╝ft. Rewe und die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland geh├Âren, lie├čen die Anfrage bis zuletzt unbeantwortet.

Der Handelsverband (HDE) h├Ąlt die Mehrwertsteuersenkung nicht f├╝r das richtige Mittel in der aktuellen Situation. "Stattdessen sollte die Bundesregierung die staatlichen Transfers entsprechend erh├Âhen und gegebenenfalls bei ihrem Entlastungspaket entsprechend nachbessern", sagte Sprecher Stefan Hertel t-online. Dies sei zielgenauer und helfe dort, wo es n├Âtig ist.

Zudem sieht der Verband Probleme bei der Umsetzung. "F├╝r eine tempor├Ąre Mehrwertsteuersenkung w├Ąre zudem der Aufwand der Umstellung sowie der R├╝ckumstellung an den Kassen und Regalen enorm", so Hertel.

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Von Frederike Holewik und Anna Sophie K├╝hne
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