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Ford löst mit Entscheidung gegen das Saarland Empörung aus

Von dpa
Aktualisiert am 22.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Fertigungsstrecke in einem Ford-Werk: In Saarlouis hat das Werk nicht den Zuschlag für die E-Mobilität erhalten.
Fertigungsstrecke in einem Ford-Werk: In Saarlouis hat das Werk nicht den Zuschlag für die E-Mobilität erhalten. (Quelle: Florian Gaertner/imago-images-bilder)
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Keine neuen E-Autos aus Saarlouis – Ford investiert stattdessen in ein Fahrzeugwerk in Spanien. Bei den deutschen Mitarbeitern herrschen Existenzangst und Wut.

Die Industriegewerkschaft IG Metall und der Ford-Betriebsrat wollen die Entscheidung des Ford-Managements gegen den Standort Saarlouis nicht hinnehmen. "Die Metallerinnen und Metaller werden sich mit allen Mitteln gegen die Abwicklung des Ford-Standortes zur Wehr setzen", erklärte der Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, am Mittwoch. Wenn das Management nicht einlenke, werde Ford "den Widerstand eines ganzen Bundeslandes" zu spüren bekommen, hieß es.

Die Gewerkschaft sprach von "einem unwürdigen und brutalen Bieterwettbewerb zwischen den Ford-Standorten in Valencia und Saarlouis". Der Standort Saarlouis mit seinen derzeit 4.600 Beschäftigten solle somit "scheibchenweise abgewickelt werden".

Zusammen mit dem Zulieferpark gehe es um rund 6.600 im Saarland bedrohte Arbeitsplätze. Ford hatte am Mittwoch bekannt gegeben, sich für Valencia in Spanien als Standort für die Produktion von neuen Elektroautos – und damit nicht für Saarlouis – entschieden zu haben.

Stellenabbau, Kurzarbeit – Werk hat viele Opfer gebracht

Die IG Metall und der Betriebsrat von Ford forderten Zukunftsperspektiven für den Ford-Standort in Saarlouis und riefen zum Kampf für Standort- und Beschäftigungssicherung auf. "Ohne Perspektive für Saarlouis werden wir die Konzernentscheidung nicht akzeptieren", sagte der Geschäftsführer der IG Metall Völklingen, Lars Desgranges.

Köhlinger sagte, die Beschäftigten hätten in den letzten drei Jahren alles für die Wettbewerbsfähigkeit des Ford-Standortes in Saarlouis getan. Sie hätten auch Kurzarbeit, verringerte Schichten und Personalabbau akzeptiert. "Statt sich gemeinsam mit der Belegschaft für die Standortsicherung einzusetzen, hat das Management die Hände in den Schoß gelegt. Jetzt droht eine ganze Region ins Abseits gedrängt zu werden."

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Nach Angaben des Ford-Betriebsratsvorsitzenden Markus Thal wurden seit 2018 mehr als 2.500 Arbeitsplätze in Saarlouis abgebaut. "Wir haben geliefert, das Management hat uns mit leeren Versprechungen hingehalten. Wir fühlen uns belogen und betrogen vom Ford-Europa-Management!"

Habeck fordert Plan fĂĽr Saarlouis

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sieht Ford in der Verantwortung für den Standort. "Ich erwarte von Ford, gemeinsam mit dem Betriebsrat zeitnah konkrete Pläne für die Zukunft des Werks in Saarlouis und seine Beschäftigten auf den Tisch zu legen", sagte Habeck am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Für die vielen Beschäftigten von Ford und für die gesamte betroffene Region sei es nun wichtig, dass es möglichst rasch Klarheit über eine konkrete und belastbare Perspektive für den Standort Saarlouis gebe, so Habeck. "Ford steht hier als Eigentümer des Werkes, als Arbeitgeber und als bedeutender Automobilhersteller im größten europäischen Automobilmarkt Deutschland in einer besonderen Verantwortung."

"Ich bedauere die Entscheidung von Ford sehr", sagte Habeck. "Das Werk in Saarlouis, die Belegschaft von Ford Deutschland und die Landesregierung im Saarland haben in Abstimmung mit der Bundesregierung Ford in einer außerordentlichen, gemeinsamen Anstrengung ein substanzielles und sehr attraktives Angebot vorgelegt." Daher sei die Entscheidung gegen Saarlouis für die Region und die Menschen vor Ort eine große Enttäuschung.

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