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EZB-Direktor sieht Sparer nicht als Verlierer der Geldpolitik


Zins auf Rekordtief  

EZB-Direktor sieht Sparer nicht als Verlierer der Geldpolitik

11.11.2013, 09:36 Uhr | t-online.de, rtr, dpa-AFX

EZB-Direktor sieht Sparer nicht als Verlierer der Geldpolitik. EZB-Direktor Benoit Coeure (Quelle: Reuters)

EZB-Direktor Benoit Coeure (Quelle: Reuters)

Eine überraschende Wortmeldung aus der Europäischen Zentralbank (EZB) irritiert die Sparer in Deutschland. Direktoriumsmitglied Benoit Coeure hat in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" die von der deutschen Finanzwirtschaft kritisierte jüngste Zinssenkung verteidigt.

"Sparer kein Verlierer der Geldpolitik"

"Höhere Leitzinsen hätten die Rezession verschärft, das Einsetzen einer Erholung verzögert und zu deflationären Risiken beigetragen." Daher würden höhere Leitzinsen dem Sparer schaden.

Der Sparer sei demnach kein Verlierer der Geldpolitik, betonte der Zentralbanker. Er hatte am Samstag in einem Radiointerview gesagt, es könne noch eine weitere Zinssenkung folgen.

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Zins auf Rekordtief

Der EZB-Direktor schrieb ferner: "Immer lauter werden derzeit Klagen, die EZB bevorzuge mit ihrer Politik der niedrigen Zinsen bewusst Kreditnehmer auf Kosten von Sparern". Und weiter konstatierte Coeure im "Handelsblatt": "In Ländern wie Deutschland wird sogar von kalter Enteignung derjenigen gesprochen, die Geld für das Alter zurücklegen. Ich halte diese Schlussfolgerung nicht für angemessen."

Die EZB hatte am Donnerstag den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Dies stieß bei deutschen Banken und Versicherern auf scharfe Kritik. Die Versicherer werteten die Senkung als "fatales Signal an alle Altersvorsorgesparer in Deutschland".

EZB-Direktor warnt vor Rezession

Und weiter: Die aktuell niedrigen Renditen für Sparer seien vor allem eine anhaltende Folge der jüngsten, tiefen Rezession und der Fragmentierung des Finanzmarktes im Euroraum.

In diesem Umfeld seien niedrige Leitzinsen ein Instrument, das mit dem Ziel eingesetzt werde, die Preisstabilität zu wahren. Und Preisstabilität sei eine Grundvoraussetzung, um die Konjunktur wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen.

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Deflation als Feind der Spareinlagen

Was der EZB-Direktor offenbar meint, ist die indirekte Querverbindung zwischen Konjunktur und gefährdeten Spareinlagen: Eine Deflation ist in den Augen von Experten das schlimmste wirtschaftliche Szenario überhaupt.

Denn wenn Konsumenten Ausgaben aus Angst vor dem Jobverlust zurückstellen und Firmen wegen der lahmenden Konjunktur schließen, dann würden irgendwann Banken in Gefahr geraten. Und dann ist das Geld der Sparer erst recht gefährdet.

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