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Studie: Einfacher Test soll Demenz frühzeitig erkennen können

Drohender Gedächtnisverlust  

Einfacher Test soll Demenz frühzeitig erkennen können

Von Melanie Weiner

29.10.2019, 10:09 Uhr
Studie: Einfacher Test soll Demenz frühzeitig erkennen können. Zwei ältere Menschen gehen spazieren: Forscher gehen davon aus, dass Demenz am Gang erkennbar sein könnte – noch bevor das Gedächtnis die Betroffenen im Stich lässt. (Quelle: Getty Images/Bogdan Khmelnytskyi)

Zwei ältere Menschen gehen spazieren: Forscher gehen davon aus, dass Demenz am Gang erkennbar sein könnte – noch bevor das Gedächtnis die Betroffenen im Stich lässt. (Quelle: Bogdan Khmelnytskyi/Getty Images)

Bei Demenz verlieren die Betroffenen allmählich ihr Gedächtnis. Überwiegend sind es die Angehörigen, die eine Erkrankung erkennen. Doch nicht nur Vergesslichkeit und Verwirrtheit sind erste Anzeichen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wird sich die Zahl der Demenzkranken in den kommenden Jahren weltweit deutlich erhöhen. Bis 2030 rechnet die Organisation mit bis zu 82 Millionen, bis 2050 mit bis zu 152 Millionen Betroffenen. Um die Erkrankung besser behandeln zu können, ist eine frühe Diagnose besonders wichtig.

Gangtest zur Frühdiagnose von Demenz

Hinweise auf einen kognitiven Abbau, der als frühes Anzeichen einer Demenz gilt, soll laut Forschern der Gang liefern. Gangstörungen, insbesondere das verlangsamte Gehen, sollten als Anzeichen für einen zukünftigen kognitiven Abbau angesehen werden", berichtet das Fachblatt "Journal of Alzheimer’s Disease" (JAD) auf seiner Webseite.

Derzeit wird laut JAD in mehreren Studien der Zusammenhang zwischen Gangstörungen und dem Risiko einer Demenzerkrankung untersucht. "Die Art und Weise, wie Menschen gehen, ist ein Indikator dafür, wie sehr ihr Gehirn und ihr Körper altern", erklärt das JAD. Auch das Sturzrisiko sei bei Menschen mit kognitivem Abbau und Demenz erhöht.

Demnach sollten Gangtests "Teil der klinischen Routineuntersuchung für ältere Erwachsene mit kognitiven Beeinträchtigungen sein", ergänzt Studienautor Professor George Perry von der University of Texas at San Antonio.

Was ist Demenz? Demenz ist eine allgemeine Bezeichnung für eine Minderung der geistigen Fähigkeiten, die schwerwiegend genug ist, um das tägliche Leben zu beeinträchtigen. Gedächtnisverlust ist ein Beispiel. Die Alzheimer-Krankheit ist die am meisten verbreitete Demenz-Art.

Demenz erkennen: Das sind häufige Anzeichen

Es gibt diverse Anzeichen, an denen Angehörige und Betroffene eine Demenz erkennen können. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit macht sich die Erkrankung vor allem durch diese Symptome bemerkbar:

  • Vergesslichkeit
  • Verwirrtheitszustände
  • zeitliche sowie räumliche Orientierungslosigkeit
  • Sprachprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • Antriebslosigkeit
  • eingeschränktes Urteilsvermögen
  • nachlassendes Interesse an Arbeit, Hobbys und Kontakten

Sollten Sie diese Anzeichen bei Ihren Angehörigen bemerken, zögern Sie nicht, gemeinsam einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann den Schweregrad und die Ursache der Demenz feststellen.


Wie Sie einer Demenz vorbeugen können

Um das Risiko einer Demenzerkrankung im Alter zu verringern, sollten Sie nicht rauchen und auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten. Bewegung spielt sowohl bei Gesunden als auch bei Menschen mit Demenz eine wichtige Rolle. Bleiben Sie körperlich aktiv und pflegen Sie soziale Kontakte. Auch regelmäßiges Gedächtnistraining kann helfen, das Gehirn fit zu halten.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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