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Fast jedem zehnten Rentner-Haushalt hierzulande droht Armut

OECD-Studie enthüllt  

Fast jedem zehnten Rentner-Haushalt in Deutschland droht Armut

01.12.2015, 15:12 Uhr | dpa, t-online.de

Fast jedem zehnten Rentner-Haushalt hierzulande droht Armut. Das Armutsrisiko von Rentnern in Deutschland ist knapp fünf Mal höher als in den Niederlanden.  (Quelle: imago images)

Das Armutsrisiko von Rentnern in Deutschland ist knapp fünf Mal höher als in den Niederlanden. (Quelle: imago images)

Deutsche Rentner haben ein deutlich höheres Armutsrisiko als Rentner in den Niederlanden, Frankreich oder Dänemark. So muss fast jeder zehnte Rentner-Haushalt hierzulande mit weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens auskommen.

Wie aus einem Vergleich der Rentensysteme der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht, fällt das Armutsrisiko in Deutschland damit aber immer noch niedriger aus als im Durchschnitt der OECD-Länder.

Rentner in den Niederlanden mit geringstem Risiko

Das Armutsrisiko der Rentner-Haushalte hierzulande liegt demnach bei 9,4 Prozent, in den Niederlanden sind es 2,0, in Frankreich 3,8, in Dänemark 4,6 Prozent. Für den Durchschnitt der OECD wurde ein Wert von 12,6 Prozent ermittelt. Deutlich mehr arme Rentner gibt es beispielsweise in Estland (12,6 Prozent), der Türkei (18,4) und Japan (19,4).

Die gesetzliche Rente ersetzt einem Durchschnittsverdiener, der sein Leben lang im Job war, laut der Studie gut 53 Prozent seines Nettoverdienstes - im OECD-Schnitt sind es 63 Prozent.

Vor allem wer Zeiten in Arbeitslosigkeit oder Teilzeit-Beschäftigung hinter sich hat, läuft in einem Rentensystem wie dem deutschen unmittelbarer Gefahr, im Alter arm zu sein. Wer weniger einzahlt, bekommt auch weniger heraus - zumal wenn man nicht privat vorgesorgt hat.

Mehr Ältere arbeiten

Mit 62,7 Jahren bewegt sich das tatsächliche Rentenalter in Deutschland laut der Studie unter dem OECD-Schnitt. Der Anteil der Älteren im Job ist in den vergangenen Jahren in keinem OECD-Land so stark gestiegen wie in Deutschland - allerdings von vergleichsweise niedrigem Niveau.

Bei den 55- bis 64-Jährigen stieg er von 42 Prozent 2004 bis 66 Prozent im vergangenen Jahr. Beim Anteil der 55- bis 64-Jährigen, die noch erwerbstätig sind, liegt Deutschland deutlich über OECD-Durchschnitt, nicht aber bei den über 65-Jährigen.

Seine Rentenfinanzen hat Deutschland im OECD-Vergleich vergleichsweise gut im Griff. Die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung steigen laut der Studie bis 2060 von rund zehn auf knapp 13 Prozent des Bruttosozialprodukts. Trotz immer mehr Älteren habe Deutschland durch Reformen der vergangenen Jahre sein Rentensystem stabilisiert, sagte die OECD-Rentenexpertin Monika Queisser.

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