Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > >

Heizölpreis aktuell: Seitwärtstendenz der Rohölpreise vor dem Wochenende

...
 (Quelle: Mobene)

Heizölpreise aktuell

Seitwärtstendenz der Rohölpreise vor dem Wochenende

Heizöl-Marktbericht aktuell: Seitwärtstendenz der Rohölpreise vor dem Wochenende Die Entwicklung des Heizölpreises im aktuellen Marktbericht. (Quelle: imago/Chromeorange)

Der Marktbericht informiert täglich, wie sich der Heizölpreis entwickelt. (Quelle: Chromeorange/imago)

+++ Heizöl-Marktbericht vom 18. Mai 2018 +++

Die Stimmung an den Terminbörsen ist bereits seit Wochen grundsätzlich bullish. Obwohl die USA ihre Ölförderung in diesem Jahr bislang enorm gesteigert haben und inzwischen mit 10,72 Millionen Barrel pro Tag so viel Öl fördern wie noch nie zuvor, wird die internationale Versorgungslage als knapp eingestuft. Die Wirkung der Produktionskürzungen der OPEC sowie die auf ein Allzeittief gesunkene Ölförderung Venezuelas wird voraussichtlich auch eine erhöhte US-Förderaktivität nicht dauerhaft auffangen können. Vielmehr ist zu erwarten, dass die anstehenden Sanktionen der USA gegen den Iran die Ölverfügbarkeit zusätzlich einschränken werden. Obwohl die EU-Mitgliedsstaaten erste Vorkehrungen gegen einschneidende Auswirkungen der Sanktionen getroffen haben, könnten sich vermehrt Unternehmen aus dem Iran zurückziehen. Unternehmen aus der EU drohen laut des jüngst reaktivierten „Blocking Statute“ zwar Sanktionen von Seiten der EU, sollten sie ihre Geschäfte mit dem Iran beenden. Verhindern können wird diese Regelung eine Abwanderung allerdings nicht. Es wird hingegen darauf hinauslaufen, dass sich Unternehmen zwischen den Strafen der EU und der USA entscheiden müssen. Beim französischen Mineralölunternehmen TOTAL steht eine diesbezügliche Entscheidung offenbar bereits fest.

TOTAL vor Rückzug aus dem Iran?
Der CEO der TOTAL-Gruppe, Patrick Pouyanne, deutete am Mittwoch in einem Statement das Ende der Geschäftsbeziehungen mit dem Iran an. Pouyanne zufolge ist der Rückzug aus dem Iran die einzige Option, sollten die USA wie angekündigt Sanktionen verhängen. Noch vor November werde sich die TOTAL in diesem Fall aus jeglichen iranischen Projekten zurückziehen. Betroffen ist vor allem das South-Pars-Projekt. In die Erweiterung des Gasfeldes wollte TOTAL ursprünglich 4,8 Milliarden US-Dollar investieren. Das französische Unternehmen steht derzeit in Kontakt mit den französischen und US-amerikanischen Behörden, um eine Ausnahmeregelung von etwaigen Sanktionen zu erwirken.
Die Rückzugsbereitschaft von TOTAL verdeutlicht, dass US-Sanktionen gegen den Iran vor allem die Öl- und Gasförderung des Landes treffen könnten. Am Markt stützt dieser die weltweite Versorgungslage bedrohende Risikofaktor weiterhin die Rohölpreise. Sie bewegen sich stabil oberhalb ihrer gestrigen Schlusskurse. WTI wird bei 71,62 US-Dollar gehandelt. Brent kostet indes 79,53 US-Dollar, nachdem der Barrelpreis der Nordseesorte gestern zwischenzeitlich die 80-US-Dollar-Marke geknackt hat. Gemeinsam mit den Rohölpreisen befinden sich die Heizölpreise seit Anfang April angesichts der grundsätzlich bullishen Stimmung am Markt im Aufwärtstrend. Während der Brennstoff hierzulande im Laufe des Monats März um 1,70 Euroteurer wurde, stiegen die Heizölpreise im April um drei Euro. Im Mai haben sie bislang bereits um 5,50 Eurozugelegt. Die Aufwärtsbewegung der Heizölpreise scheint also nicht abzuebben, sondern an Fahrt aufzunehmen. Inzwischen haben die Brennstoffpreise zum wiederholten Mal in diesem Monat Jahres- und Mehrjahreshochs aufgestellt und liegen aktuell oberhalb der Marke von 73 Euro. Während Heizöl in den meisten Bundesländern etwas mehr als 73 Eurokostet, bewegen sich die Preise im Saarland und in Thüringen bei mehr als 74 Euro. So kosten 100 Liter des Brennstoffes im Deutschlanddurchschnitt derzeit 73,04 Euro.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 17. Mai 2018 +++

Einen verhaltenen Start in den Handelstag legten die Rohölpreise gestern hin. Geschuldet war ihre schleppende Entwicklung der unübersichtlichen Impulslage. Auf der einen Seite gab das American Petroleum Institute (API) überraschend bekannt, der US-Rohölvorrat sei zuletzt um 4,9 Millionen Barrel ausgebaut worden. Experten hatten hingegen einen Rückgang des Bestands prognostiziert. Auf der anderen Seite hat das API in den Produktkategorien Bestandsverkleinerungen verzeichnet, die Analystenschätzungen teils deutlich übertrafen. So sei der Benzinvorrat um 3,4 Millionen Barrel geschrumpft. Dies spricht für eine starke Kraftstoffnachfrage und einen erfolgreichen Start in die sommerliche Fahrsaison. Angesichts des nicht eindeutig richtungsweisenden API-Reports und grundsätzlich preisstabilisierender geopolitischer Risikofaktoren wie der herrschenden Unruhe im Nahen Osten blieb die Handelsspanne am Markt gering. Die Rohölpreise gaben zwischenzeitlich leicht nach, schlossen allerdings mit Gewinnen. Aufwärtspotenzial hatte ihnen im Laufe des Handelstages der Bestandsbericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE) verschafft.

DOE meldet Rückgang aller US-Ölbestände
In allen Kategorien hat das DOE einen Rückgang der US-weiten Vorräte verzeichnet und die bearishen Aspekte des API-Reports damit nicht bestätigt. Laut DOE ist der Rohölbestand nicht ausgebaut, sondern um 1,4 Millionen Barrel abgebaut worden. Zurückzuführen ist dies auf die gestiegene Raffinerieauslastung sowie die erhöhte Exportaktivität der USA. Dass mehr Rohöl verarbeitet wird, hätte in nachfrageschwachen Phasen einen Ausbau der Produktvorräte zur Folge. In der Berichtswoche sind die Bestände an Destillaten und Benzin jedoch trotz hoher Raffinerieauslastung zurückgegangen. Der Benzinvorrat hat laut DOE sogar um 3,8 Millionen Barrel abgenommen, was durch die im Vergleich zum Vorjahr starke Nachfrage begünstigt wurde. Obwohl das DOE neben der bullishen Entwicklung der Ölbestände auch den Anstieg der US-Ölförderung auf ein Allzeithoch von 10,72 Millionen Barrel pro Tag meldete, ist der Bericht des Energieministeriums bullish zu interpretieren.

Aufwärtskorrektur der Preisprognosen
Derzeit bewegen sich die Rohölpreise im Bereich ihrer Dreieinhalbjahreshochs. WTI wird am Morgen bei 71,66 US-Dollar gehandelt, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 79,36 US-Dollar kostet. Vergleichbare Preise hat der Ölmarkt zuletzt Ende 2014 gesehen. Die Analysten der US-amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley gehen davon aus, dass die Preisrallye anhalten wird. Ihnen zufolge wird Brent bis zum Jahr 2020 einen Durchschnittspreis von 90 US-Dollar erreichen, da die Nachfrage nach Mineralölprodukten stetig steigen werde. Die US-amerikanische Referenzsorte WTI werde indes weniger stark zulegen und langfristig etwa sieben US-Dollar günstiger sein als das europäische Rohöl. Die jüngste Preisrallye der Rohöl- und Gasölpreise macht sich auch bei den Heizölpreisen bemerkbar. Im Vergleich zum Vortag sind sie minimal zurückgegangen, befinden sich hierzulande jedoch weiterhin oberhalb der Marke von 71 Euro. Diese hatten sie gestern im Deutschlanddurchschnitt zum ersten Mal seit mehreren Jahren geknackt. Aktuell kosten 100 Liter Heizöl in Deutschland durchschnittlich 71,17 Euro.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 16. Mai 2018 +++

Tendierten die Rohölpreise am gestrigen Morgen noch abwärts, legten sie im Laufe des Handelstages wieder zu. Abgesehen von der Meldung Baker Hughes‘, die Zahl aktiver US-Ölbohranlagen sei erneut gestiegen und habe den höchsten Stand seit Anfang 2015 erreicht, überwiegen schließlich die bullishen Impulse. Zum einen stützt die unübersichtliche Lage im Nahen Osten die Ölpreise. Sowohl der US-Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran als auch die jüngsten gewaltsamen Proteste im Gazastreifen bilden voraussichtlich erst den Anfang einer unruhigen Phase in der Region. Beide Ereignisse gelten daher nicht nur in der internationalen Politik als geopolitischer Risikofaktor, sondern auch am Ölmarkt. Eine zunehmende Destabilisierung in der Region und vor allem im Iran könnte sich auf die vorhandene Förder- und Ölexportaktivität auswirken und die Ölversorgung weiter verknappen. Zum anderen verschaffte den Rohölpreisen gestern Aufwind, dass Experten mit einem Rückgang der US-Ölbestände rechneten. Das US-amerikanische Department of Energy hatte in der Vorwoche bekannt gegeben, die US-Ölförderung befinde sich mit 10,7 Millionen Barrel pro Tag auf dem höchsten jemals verzeichneten Niveau. Sollten die Ölvorräte trotz der enormen Förderaktivität tatsächlich abnehmen, würden die Rohölpreise zusätzlichen Aufwärtsspielraum erhalten. Das American Petroleum Institute (API) hatte gestern allerdings Gegenteiliges zu berichten.

USA: Rohölvorrat laut API gewachsen
Die US-weiten Bestände an Rohöl sind zuletzt ausgebaut worden, während die Produktvorräte gesunken sind. Das API konnte somit die vorangegangenen Prognosen der Analysten nicht bestätigen und lieferte einen bearishen Bestandsbericht. Dem Institut zufolge ist der US-Rohölvorrat um 4,9 Millionen Barrel gewachsen. Abbauten habe es lediglich in den Produktkategorien gegeben. Der US-Bestand an Destillaten ist laut API um 800.000 Barrel zurückgegangen. Auch der Benzinvorrat habe nachgegeben und sei um 3,4 Millionen Barrel verkleinert worden. Die Entwicklung des Kraftstoffbestands findet in den fahraktiven Sommermonaten besondere Berücksichtigung unter Marktteilnehmern, da eine saisonbedingt hohe Nachfrage erwartet wird. Insgesamt hinterlässt der API-Report keinen eindeutig richtungsweisenden Impuls. Vielmehr bleibt abzuwarten, ob der bearishe Rohölvorrat oder die bullishen Produktbestände bei der Preisbildung am Markt ins Gewicht fallen.

China: Raffinerieauslastung gesteigert
Im Vergleich zum Vorjahr hat China seine Raffinerieaktivität ausgebaut. Laut dem chinesischen Statistikamt haben die Raffinerien des Landes im April täglich 12,1 Millionen Barrel Rohöl verarbeitet. Innerhalb eines Jahres sei die Auslastung somit um 12 Prozent gestiegen. Vergleicht man die Raffinerieaktivität im ersten Jahresdrittel von Januar bis April mit jener aus dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, sei auch hier ein Wachstum festzustellen. Um neun Prozent habe die Auslastung zugelegt. Zeitgleich sei die Ölförderung Chinas minimal gesunken und liege bei nur noch 3,8 Millionen Barrel pro Tag. China ist als bevölkerungsreichstes Land der weltweit größte Ölnachfrager, weshalb die dortige Entwicklung von Förderung und Verarbeitung am Ölmarkt besonders aufmerksam verfolgt wird. Die aktuell hohe chinesische Raffinerieauslastung spricht für eine hohe Nachfrage, was bullish zu interpretieren ist. Marktteilnehmer konzentrieren sich am Morgen auf ebendiese bullishen Impulse aus China und dem Nahen Osten, sodass die Rohölpreise ihre hohen Niveaus ausbauen können. WTI wird bei 71,12 US-Dollar gehandelt, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 78,25 US-Dollar kostet. Beide Referenzsorten haben sich etwas von ihren heutigen Eröffnungskursen abgesetzt. Folglich rücken die gestrigen Schlusskurse in Reichweite. Die Heizölpreise befinden sich bereits seit Anfang April mit nur kurzzeitigen Unterbrechungen im Aufwärtstrend. Mit dem heutigen Tag haben sie nun einen neuen Jahres- und Mehrjahresrekord aufgestellt und hierzulande die 71-Euro-Marke geknackt. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter Heizöl aktuell 71,36 Euro. Dass die Heizölpreise außerhalb der Heizsaison so stark zulegen, ist auf die Preisrallye von WTI und Brent zurückzuführen.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 15. Mai 2018 +++

Am gestrigen Morgen dominierte ein bearisher Impuls die Händlerreaktionen am Ölmarkt. Baker Hughes hatte zuvor gemeldet, die Zahl US-weit aktiver Ölbohranlagen sei in der vergangenen Woche zum sechsten Mal infolge gestiegen. Zehn zusätzliche Anlagen sind laut Baker Hughes in Betrieb genommen worden. Insgesamt seien nun so viele aktiv wie seit Anfang 2015 nicht mehr. Von der Entdeckung und Bohrung einer Ölquelle bis zu ihrer vollständigen Erschließung vergehen für gewöhnlich mehrere Monate. Somit lässt die Einschätzung von Baker Hughes lediglich erahnen, über welches Förderpotenzial die USA verfügen. Der jüngste Datensatz bekräftigt jedoch bereits die Prognosen von Experten, die USA könnten bis zum Jahresende Russland als größten Ölproduzenten der Welt ablösen. Hierfür spricht auch, dass die Energy Information Administration (EIA) ihre Fördererwartung für die USA nach oben korrigiert hat. War die EIA zunächst davon ausgegangen, im Mai würden US-weit täglich sieben Millionen Barrel Schieferöl gefördert, liegt die Prognose nun bei 7,03 Millionen Barrel pro Tag. Im Juni werde die Schieferölförderung um weitere 144.000 Barrel pro Tag zulegen. Folglich ist zu erwarten, dass auch die Gesamtförderung der USA steigen und ein neues Rekordhoch erreichen wird.

OPEC nähert sich Zielmarke
Die weltweiten Ölvorräte nähern sich stetig der von der OPEC ausgerufenen Zielmarke des Fünfjahresdurchschnittes. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht der Organisation hervor. Ziel ist, die globalen Bestände mit Hilfe der seit Anfang 2017 geltenden Förderlimits auf ungefähr 2,82 Milliarden Barrel zu senken. Derzeit befinden sie sich laut OPEC bei 2,829 Milliarden Barrel und damit nur noch neun Millionen Barrel oberhalb des als Ziel ausgerufenen Fünfjahresdurchschnittes. Unter Berücksichtigung der aktuellen Nachfrage reicht dieser Ölvorrat für 59,9 Tage. In den vergangenen Jahren konnte die Versorgung durch die weltweiten Reserven noch für 61,5 Tage aufrechterhalten werden. Dies bestätigt, dass sich die Versorgungslage seit Inkrafttreten der OPEC-Produktionskürzungen verknappt hat. Neben der Annäherung an die Bestandszielmarke wirkt am Ölmarkt auch die laut OPEC hohe Nachfrage bullish. Bearish zu interpretieren ist hingegen, dass die OPEC-Mitgliedsstaaten ihre Förderung im April um 12.000 Barrel pro Tag gesteigert haben und die Organisation mit einem stärkeren Anstieg der Förderung außerhalb der OPEC rechnet.

US-Botschaftseröffnung sorgt für Unruhen
Angesichts der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem ist es gestern zu Ausschreitungen im Gazastreifen gekommen. Die gewaltsamen Proteste haben bislang mindestens 59 Tote und Tausende Verletzte gefordert. US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember 2017 angekündigt, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen und damit den Jerusalem Embassy Act aus dem Jahr 1995 umzusetzen. Diese politstrategische Entscheidung Trumps hat die zentrale Streitfrage im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern um den Zugehörigkeitsstatus Jerusalems neu entfacht. Umgehend hat sie zur Destabilisierung der Region beigetragen, wie die tödlichen Ausschreitungen verdeutlichen. Als geopolitischer Risikofaktor beschäftigt die Thematik auch die Marktteilnehmer an den Terminbörsen. Gemeinsam mit der Aufkündigung des iranischen Atomabkommens stützt der Konflikt im Nahen Osten die Rohölpreise derzeit und verhindert deutliche Abwärtsbewegungen der Referenzsorten. Brent hat gestern sogar zum ersten Mal seit Ende 2014 die 78-US-Dollar-Schwelle geknackt und kostet am Morgen 78,20 US-Dollar. WTI wird indes bei 70,88 US-Dollar gehandelt. In den Morgenstunden haben die Referenzöle womöglich im Zuge von Gewinnmitnahmen bereits bis zu 30 Cent verloren. Die geopolitischen Risikofaktoren sowie die Erwartung zurückgegangener US-Ölbestände haben jedoch weiterhin grundsätzlich preisstützende Wirkung, sodass die Rohölpreise ihre hohen Niveaus voraussichtlich bis zum Bekanntwerden des Bestandsberichts des American Petroleum Institute halten werden. Nachdem die Heizölpreise zum Wochenstart leicht zurückgegangen sind, überschreiten sie heute zum zweiten Mal in diesem Jahr die Marke von 70 Euro. Damit bewegen sich die Preise hierzulande im Bereich ihres Jahres- und zugleich Mehrjahreshochs aus der Vorwoche. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter Heizöl aktuell 70,22 Euro.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 14. Mai 2018 +++

In der vergangenen Handelswoche sorgte eine Bekanntgabe des US-Präsidenten für Aufruhr an den Finanz- und Terminbörsen. Donald Trump hatte am Dienstag und damit vier Tage vor dem ursprünglich dafür anberaumten Termin verkündet, die USA würden das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigen. Im Zuge dessen werde man vorherige Sanktionen gegen den Iran wieder einführen und voraussichtlich neue erarbeiten. Es ist davon auszugehen, dass sich die wirtschaftlichen Maßnahmen der USA vor allem auf die iranischen Ölexporte auswirken werden. Konnte der Iran seine Ölförderung seit Verabschiedung des Atomabkommens im Jahr 2015 um eine Million Barrel pro Tag steigern, ist nun mit dem entgegengesetzten Trend zu rechnen. In Abhängigkeit von der Intensität der US-Sanktionen ist eine Verschärfung der weltweiten Angebotsknappheit auf dem Ölmarkt nicht auszuschließen. Dieses Szenario hat die Rohölpreise in der Vorwoche auf ihre höchsten Niveaus seit dreieinhalb Jahren getrieben. Bereits vor dem Wochenende ließ das Aufwärtspotenzial angesichts des Angebots einer Fördersteigerung aus Saudi-Arabien allerdings etwas nach. Zu Beginn der neuen Handelswoche befinden sich WTI und Brent weiterhin im Bereich ihrer Mehrjahreshochs. Das US-weite Förderpotenzial sorgt jedoch auch in dieser Woche für bearishe Montagsstimmung.

Preisrallye steigert Attraktivität der Ölförderung
Der jüngste Anstieg der Rohölpreise hat sich umgehend in der US-Bohraktivität bemerkbar gemacht. Laut Baker Hughes haben die USA in der vergangenen Woche zehn zusätzliche Ölbohranlagen in Betrieb genommen. Insgesamt seien mit 844 Anlagen inzwischen so viele aktiv wie zuletzt im März 2015. Ein Blick auf die Baker Hughes-Datensätze der vergangenen 16 Wochen zeigt, dass in 14 von ihnen ein Anstieg der US-Bohraktivität verzeichnet wurde. Durchschnittlich seien wöchentlich sechs zusätzliche Ölbohranlagen in Betrieb genommen worden.
Die Daten zur Bohraktivität verdeutlichen, dass die USA für die Aufrechterhaltung der weltweiten Ölversorgung womöglich gar nicht auf Saudi-Arabiens Unterstützung angewiesen sein werden. Vielmehr ist zu erwarten, dass die USA jederzeit auf attraktive Rohölpreise reagieren und ihre Förderung steigern können. So wäre ein sanktionsbedingter Ausfall der iranischen Ölexporte auf dem Weltmarkt kaum bemerkbar. Die Rohölpreise befinden sich zu Wochenbeginn somit im Spannungsfeld zwischen herrschender Versorgungsknappheit und US-Förderpotenzial. Beide Referenzsorten sind bereits in den Morgenstunden leicht zurückgegangen. WTI befindet sich mit 70,48 US-Dollar noch in der Nähe seines heutigen Eröffnungskurses. Brent hat indes deutlichere Verluste eingefahren und wird bei 76,76 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Die Heizölpreise haben über das Wochenende hinweg etwas nachgegeben und sind unter die Marke von 70 Eurogerutscht. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter des Brennstoffes heute 69,99 Euro. Damit bewegen sich die Heizölpreise hierzulande weiterhin im oberen Bereich ihrer Jahres- und Mehrjahreshochs.

Heizölpreis
AnzeigeHeizölpreisrechner

Preis berechnen und Heizöl online bestellen

 

Anzeige
EntertainTV nur 5,- € mtl. für MagentaZuhause Kunden
jetzt EntertainTV dazubuchen bei der Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018